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Gutachten der Wirtschaftsweisen: Mieterbund fürchtet Belastungen durch CO2-Steuer
DPA

Die Wirtschaftweisen schlagen vor, zum Klimaschutz das Heizen und Tanken zu verteuern. Der Mieterbund sieht die Vermieter in der Pflicht. Verkehrsminister scheuert warnt derweil davor, "Flugscham zu fördern".

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MiguelD.Muriana 13.07.2019, 08:13
1. Steuerarten

Ein Ersatz alter Steuern durch eine CO2-Steuer macht nur dort Sinn, wo der Bürger selbst entscheiden kann. Die Stromsteuer zu ersetzen macht Sinn. Dann würde Ökostrom günstiger. Beim Sprit könnte man darüber nachdenken die Entfernungspauschale so zu berechnen als führe man einen spritsparenden Kleinwagen. Beim Heizen für Mieter wirds kompliziert. Bei Gas könnte man das wie beim Ökostrom über Biogasverträge regeln, wenn dieses durch eine Steuer endlich billiger würfe. Vielleicht ginge das auch mit Biodiesel als Heizöl, wenn diese billiger würde...

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DaveyD 13.07.2019, 08:14
2. Keinen Einfluss?

Ich würde mal sagen die Art wie geheizt ist, ist vor der Vertragsschliessung bekannt. Also hat der Mieter sehr wohl einen Einfluss darauf. Ich gehe sogar soweit zu sagen dass der Mieter einen Einfluss auf das Verhalten des Vermieters hat. Würden die Mieter z.B. Wohnungen die mit Öl geheizt werden konsequent meiden, dann wäre es sehr viel schwieriger diese Wohnungen zu vermieten, sie würden im Preis fallen und mehr Vermieter würden umrüsten.

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RalfHenrichs 13.07.2019, 08:16
3.

Wenn der Mieterbund das so gesagt hat, ist es falsch. Die Mieter haben natürlich einen Einfluss darauf, WIE geheizt wird. Sie haben nur kein Einfluss darauf, MIT WAS geheizt wird. Und auch nicht wie gedämmt das Haus ist. Insofern sind beide Seiten hierfür verantwortlich. Eine zusätzliche Belastung der Mieter ist daher durchaus korrekt und wenn die CO2-Steuereinnahmen sozial gerecht zurückgegeben werden, auch kein Problem.

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jochenhofmann68 13.07.2019, 08:17
4. Das Problem wird sein

Die ganze Sache ist zu komplex, dass man alles berückstigen kann und wird. Es wird deutlich mehr Verlierer geben, als uns lieb sein kann. Deutschland kann es nicht mehr und wird es auch nicht mehr können. Die Qualität ist verloren gegangen. Diese bekommt man auch nicht mehr so einfach zurück. Das ist die Tatsache, die keiner gerne aussprechen möchte.

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Rollerfahrer 13.07.2019, 08:17
5. Da sieht man, wo die Bremser sitzen! Und das schon seit Ewigkeiten!

ADAC, Autolobby, Minister Steuer ganz voran! Aber auch die Verbraucherschutzverbände...
Das es nicht so billig bleiben kann, ist doch jeem sonnen klar! Auch wenn es nicht gefällt, es ist einfach notwendig!

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mütze 13.07.2019, 08:19
6. Ach, Herr Scheuer,

sie scheinen immer noch nichts begriffen zu haben. Ein Verkehrsminister wird mitnichten daran gemessen wieviel Verkehr es gibt...
Es mag ja sein, dass die Bahn ihre Preise senken muss, aber viel wichtiger ist es doch endlich mal die Fliegerei drastisch zu verteuern und was heißt eigentlich "vernünftig an sein Ziel kommen"??? Und wieso sprechen sie als Aussenstehender überhaupt von Vernunft???
Wer für eine Verteuerung der Fliegerei ist der hebe die Hand oder unterschreibe eine der zahlreichen Petitionen zum Thema. z.b. http://chng.it/TLQGktmd7M oder https://eci.ec.europa.eu/008/public/#/initiative

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dirkcoe 13.07.2019, 08:21
7. Intelligente Ausgestaltung

ist das Entscheidende bei einer CO2 Steuer. Deshalb sollten sich die hinlänglich bekannten Amtsversager - Scheuer, Altmaier und Klöckner komplett raushalten. Nein es ist auch nicht hilfreich, wenn Klein Annegret zur Bild Zeitung rennt und dort ihren Unsinn absondert. Ich denke eine unabhängige Expertenkommission sollte konkrete Vorschläge für eine sozialverträgliche Gestaltung dieser Steuer ausarbeiten und zur Diskussion stellen. Die Bürger müssen jetzt mitgenommen werden - nicht zugelagert von Allen und Jedem.

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rainer-rau 13.07.2019, 08:22
8. Scheuer und Scham -

Wie kann er vor etwas warnen, was er selbst nicht kennt? Es gibt die "charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges". So etwas wär zum Ausüben eines Ministeramtes dringend erforderlich.

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dgbmdss 13.07.2019, 08:22
9. "Mieter haben keinen Einfluss...."

Etwas Dümmeres hat man schon lange nicht mehr gehört. Natürlich werden alle Erhöhungen von Brennstoffpreisen als auch Grundsteuer auf die Nebenkosten umgelegt, und wenn das nicht geht eben die Miete erhöht. Es sind schliesslich die Mieter, die dort heizen und den Grund bewohnen. Und da in den letzten Jahren die Preise stärker gestiegen sind als die Mieten, dürfte der Mietwohnngsbau bereits zurück gehen.

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