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Gutachten der Wirtschaftsweisen: Mieterbund fürchtet Belastungen durch CO2-Steuer
DPA

Die Wirtschaftweisen schlagen vor, zum Klimaschutz das Heizen und Tanken zu verteuern. Der Mieterbund sieht die Vermieter in der Pflicht. Verkehrsminister scheuert warnt derweil davor, "Flugscham zu fördern".

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7eggert 13.07.2019, 10:49
160.

Zitat von sacco
der privaten Haushalte zurückfließen", sagte er der "Rheinischen Post". Völlig widersinnig, vermutlich reines Beruhigungsgerede. Wenn die Einnahmen, natürlich nach Abzug der immensen Kosten für Bürokratie, vollständig zurückfließen, kann man die privaten Haushalte gleich außen vor lassen. Die CO2-Steuer ist, bei Deutschlands 2% -Anteil an CO2 Ausstoß, und weltweit steigendem Ausstoß, über1500 neue Kohlekraftwerke geplant, oder im Bau, ökologisch wirkungslos, ökonomisch desaströs für Bezieher niedriger Einkommen. Wer solche Poltiker und Experten hat, braucht keine Feinde mehr.
Ein altes Kohlekraftwerk hat vor Kurzem noch 30 % Effizienz gehabt, jetzt sind es 35 % bei den alten und >40 % bei den neuen. Das sind also ein Drittel mehr Ausbeute aus der selben Menge Kohle, oder mit Kehrwert gerechnet sparen neue Kohlekraftwerke 25 % Energie und CO₂ ein.

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ruhepuls 13.07.2019, 10:49
161. Wasserstoff als Lösung?

Zitat von flixlux
Soll der deutsche Michel die Zeche für das Versagen der Regierungen bezahlen, derweil erwettet sich die Industrie und das Großkapital ein paar CO2 Zertifikate und bläst weiterhin mit gutem Gewissen den Dreck in die Landschaft. Die Gefahr der Treibhausgase wurde schon in den 70er erkannt, wenn die Politik dort schon reagiert hätte würden wir heute mit energieeffizienten bezahlbaren wasserstoffbetriebene KFZ durch die Gegend fahren, statt wie heute mit tonnenschweren Batterieautos, bei denen die Akku Herstellung, die Umwelt in vielerlei Hinsicht schädigt. Ich hoffe, dass der deutsche Michel wenigsten dies eine Mal, sich wehren wird.
Haben Sie sich schon mal angeschaut, wie Wasserstoff hergestellt wird - und wie viel Energie dabei benötigt wird? Wasserstoff als Energiequelle ist ineffektiv. Auch E-Autos sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Vor allem aber muss sich langfristig das unser Verhalten ändern. Der ausgeuferte Individualverkehr inklusive Urlaubsreisen etc. muss reduziert werden. Das betrifft uns alle. Wir brauchen dafür neue Antworten bzw. Verhaltensweisen, statt einfach den Ersatz von Benzin und Diesel durch Wasserstoff. So einfach wird es nicht gehen. Und genau davor hat der "deutsche Michel" Angst.

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tucson58 13.07.2019, 10:50
162. Natürlich werden Mehrkosten umgelegt

Es ist doch logisch ,das durch diese CO2 Steuer entstehende Mehrkosten an die Mieter weitergegeben werden ,was denn sonst ..Das gleiche wird dann auch alle Produkte betreffen, die durch eine C02 Steuer bei der Herstellung und Transport für ein Unternehmen teurer wird .Es wird der Konsument bezahlen ,das Leben wird dann einfach teurer ......Wer jetzt darüber verwundert ist den ist nicht zu helfen ...

Der Bürger schreit ja seit Monaten nach einer CO2 Steuer ,dann sollen sie sie auch bekommen , immerhin retten wir ja damit das Klima , wobei die Frage ist was wir denn da retten wollen ..oder wie das denn funktionieren soll das wir den Klimawandel aufhalten ,wie ja auch viele sagen ....Den Wandel des globalen Klimas gibt es schon seit Milliarden von Jahren, aber wir können ihn 2019 bis 2050 schaffen ihm aufzuhalten

Dann zahlt mal schön für diese heroische Aufgabe und macht dss Leben teurer und baut den Wohlstand ab .......Daumen hoch für solche Aktivitäten

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Darkqueen 13.07.2019, 10:51
163.

Zitat von JohnLH
Mieter haben den maßgeblichen Einfluß über die Wahl und Belegung der Wohnung und ihr Heizverhalten. Statt einer 150m² Altbauwohnung für das hippe Lehrerehepaar eine mit 50m² oder eine Neubauwohnung mit 30m² oder einfach mehr Personen in die Wohnung, so wie das alles auch an anderen Orten der Welt passiert. Oder einfach die Heizung runterdrehen, statt 24C nur 18C und ein dicker Pulli und lange Unterhosen, so wie das früher auch völlig normal war. In China durfte bis vor nicht allzu langer Zeit in Gebäuden südlich des Yangtse gar nicht geheizt werden, so gabe es in Shanghai in den 80er Jahren keine Heizungen in Privatwohnungen und da gabe es Schnee im Winter. Wäre vielleicht auch ein Modell für Deutschland, alles südlich des Main ...
Was kommt dann als nächstes ein Blockwart der das alles überprüft oder jeder bekommt einen Sensor in die Wohnung der zu hohe Temperaturen dem Staat meldet ?

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kuschl 13.07.2019, 10:52
164. Wir retten alle die Welt

Wir retten alle die Welt. Wenn es konkret wird aber lieber nur die anderen. Hatte wir schon bei der Windkraft. Windräder ja, aber nicht vor die Haustür des grünen Aktivisten.

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ruhepuls 13.07.2019, 10:53
165. Verhalten muss sich ändern...

Zitat von toga16
Sicherlich wäre das eine Option das Tanken und Heizen mit Öl und Erdgas zu verteuern. Es trifft aber höchstwahrscheinlich die Kunden am unteren Ende der Einkommens-Skala, sprich Mieter mehr. Das sieht der Mieterbund schon richtig. Leute am oberen Ende haben Solardächer bzw. zahlen das aus der Portokasse. Und habe ich nicht neulich im Spiegel, etwas von klammen Kommunen gelesen? Übernehmen die nicht die Heizkosten von Harz4- Beziehern? Für Pendler müsste ebenso eine eine Sonderregelung geschaffen werden.
Das Klima gesundet nicht durch "gerechte Lösungen", sondern durch Verhaltensänderungen. Wenn es sich heute "lohnt", lieber 1 Stunde im Auto zu pendeln, weil in der Stadt besser bezahlte Jobs zu kriegen sind, dann muss das Pendeln eben so teuer werden, dass der Job vor Ort wieder attraktiv wird. In den ländlichen Gebieten fehlen Arbeitskräfte, weil alle lieber in die Stadt fahren.
Wer Verhalten ändern will, darf niemand schonen. Auch "das Kleinvieh" macht Mist, auch der "arme Mieter" verbraucht Energie und stößt C0² aus...

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ruhepuls 13.07.2019, 10:57
166. Jeder Mieter heizt...

Zitat von hausfeen
Systementscheide, auf die man keinen EInfluss hat. Wenn der Vermieter keine Solarpaneele und keine Solartherme einbauen will. Da hat der Mieter keine andere Wahl, als zu bezahlen. Da müssen Verordnungen her, die man mit Zuschüssen und Kreditierungen versüßen könnte. Oder wenn für ihn kein adäquates EEG-Auto im Angebot ist oder zu wenig Ladestationen auf der Autobahn. Die Liste ist sicher noch länger. Solange jedenfalls darf es keine CO2-Steuer geben. Stattdessen sollte es satte Aufschläge auf Neuanschaffungen geben, die Fossilien verbrennen, sowie satte Zuschüsse auf EEG-Konformes. Bei der Heizung ist übrigens Gas am leichtesten umszustellen. Durch Einspeisung von EEG-Gas ins Leitungsnetz. Gwonnen sowohl aus Biogas wie auch aus Methanisierung von Überschussstrom aus den Verbrauchsdellen. HIer wäre also nicht der Hausbesitzer in der Verantwortung, sondern die Versorger. Ölheizungen sollten eine Restlaufzeit verordnet bekommen und neue erst gar nicht mehr zugelassen werden.
Jeder Mieter hat Einfluss über sein eigenes Heizverhalten. Muss es im Wohnzimmer und der Küche 23° haben, damit man auch im Winter in Shorts vor dem TV sitzen kann? Außerdem kann ich als Mieter schon bei der Wohnungssuche darauf achten, wie hoch die Nebenkosten sind, mit was geheizt wird usw. Vermieter, die nicht modernisieren, werden dann immer größere Probleme bekommen, ihre Wohnungen noch zu vermieten oder müssen mit der Miete runter. Am sinnvollsten wäre - wenn schon eine Steuer - dann eine, die beide trifft: Den Mieter als Motivation, sein Heizverhalten zu überdenken und den Vermieter als Motivation für Modernisierungen.

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Korken 13.07.2019, 10:57
167. Genau DAS soll die CO2 Steuer ja bewirken

Es ist Quatsch, die CO2 Steuer auf den Vermieter abzuwälzen, denn schließlich verbraucht ja der Mieter die fossilen Brennstoffe. Eventuelle Rückzahlungen kommen ja auch dem Mieter zugute, oder fließen die monetär dann direkt zum Vermieter. Was wenn der ÖPNV vor der Tür dadurch günstig bis kostenlos wird? Hat der Vermieter sicherlich nicht so viel von. und ich höre es schon jetzt, sobald eine neue Heizung kommt wird wieder gemotzt. Nein, jeder der verbraucht soll für diese Menge zahlen. (Nein, wir vermieten übrigens nicht).

Was die Flüge angeht eine zweischenidige Sache. Einnerseits sind da die wirklich unnötigen Kurzstreckenflüge, dann gibt es Mittelstrecke, die, gerade wenn Wasser zwischen den Zielen liegt, nicht anders sinnvoll zurückgelegt werden können und dann noch die Langstrecke, die ja sowieso alternativlos zum erreichen von Zielen in diesem km-Bereich ist. Schwierig zu unterscheiden ist, ob eine Langstrecke o.ä. notwendig wäre, ob es nur Tourismus ist oder geschäftlich oder noch wichtiger Familienbesuche sind. Davon hängt ab, ob es Spaßflüge oder notwendige Flüge sind. Vielleicht lässt sich durch die Wahl der Klasse das noch etwas beeinflussen. Früher oder später muss auch Kerosin unter diese Steuer fallen. Zuerst und sofort die Kurzstrecke, alle anderen dann gestaffelt nach First, Bussiness und Economy.

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joke61 13.07.2019, 10:58
168. Das Problem CO2 ist nicht so einfach zu lösen (Teil1)!

Man sollte erst mal an die größten Immisionstreiber drangehen: Kraftwerke, Industrie, Transport. Hier kann durch alternative Energie CO2 eingespart werden. Kohlekraftwerke nach und nach weg, Industrie verpflichten bei erneuerbaren Energien zu investieren, 70% des Energiebedarfes selber zu decken durch Solar und Windkraft. Fahrzeuge auf erneuerbare Energien umstellen (Strom, Wasserstoff, Biogas, etc.). Natürlich kann man auch an Bestandsbauten dran gehen. Nur welche Energie soll man hier nutzen? Vor 15 Jhren habe ich schon Solarpanell für Warmwasser nachgerüstet, vor 4 Jahren Ölheizung auf Gas Brennwert ungerüstet.
Was wäre besser? Holzpelletz, die wegen der angestiegenen Menge stark verteuert wurden und deren Brennwert sich in den letzen Jahren massiv verschlechtert hat, da die Pressung bzw. Verdichtung auf Kosten der Masse beschränkt wurde? Bio Gas, was ja eigendlich gar nicht geht, da der Versorger Gas ja nur durch eine Leitung pumpt, also alle oder keiner oder gemisch wie beim Strom? Hier sind doch die Versorger in der Pflicht!
Bio Öl hab ich auch schon vernommen. Jedoch würde hier eine Monokultur geschaffen, die zusätzlich die Versorgung mit Nahrungsmittel der Bevölkerung einschränken würde. Wenn ich an E10 denke, wieviel Wald wurde schon gerodet, Wald der benötigt wird um CO2 natürlich zu absorbieren? Gestern habe ich irgendwo eine Tabelle gesehen, da war die CO2 Belastung, Flugverkehr, Schiffsverkehr jeweils unter 3%. Wohnen lag bei ca. 6%. Klar kann man durch alternative Energien auch hier einsparen. Aber dafür müssten erst mal alternative Energien und Technik zur Verfügung stehen. Für den Schiffsverkehr gibt es zum Beispiel schon ein System, welches bis zu 50% einsparen kann. Es geht nicht darum jegliche CO2 Quelle zu verhindern, sondern darum CO2 soweit zu reduzieren, dass eine natürliche Absorbation durch die Umwelt statt findet! Also erst die 3 großen anpacken, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Und dann durch Inovation unsere Energien nach und nach komplett von den fossilen Brennstoffen abzukoppeln. Was jetzt zur Diskusion steht, ist doch letztendlich die zu belasten, die am wenigsten dazu beitragen können, weil die äußeren Umstände einfach nicht gegeben sind! Für mich sind das letztendlich politische Aktionen, die Scheindebatten auslösen, weil man sich an die eigentlichen CO2 Verursacher nicht rantraut! Da redet man von 20000 und mehr die Ihre Arbeit verlieren. Aber wieso sollten die in einer neuen Energieherstellung, andere Transport und Industrie Modelle, andere Arbeitszeitmodelle keine neue Arbeit mehr finden? Die zur Zeit immer wieder auftretenen Meldungen von Entlassungen größeren Ausmaß spielen für die Politik doch auch keine Rolle, oder hat sich schon ein Politiker zur Deutschen Bank geäußert? Sorry, aber mit der zur Zeit vorherrschenden marktfonformen Demokratie werden wir nur mehr arme Menschen erzeugen um wenigstens etwas CO2 einzusparen! Erst wenn die Demokratie wieder auf sozial und ausgewogen agiert, kann die Energiewende und somit CO2 Entlastung funktionieren!

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ruhepuls 13.07.2019, 10:59
169. Deshalb haben sie damals auch viel Prügel bezogen...

Zitat von tabori
Ich erinnere mich, dass die Grünen vor 20 Jahren mit der Forderung nach "5 Mark pro Liter Benzin" für völlig irre erklärt wurden. Heute weiß man, sie hatten damals schon recht. Das Verhalten lässt sich einzig und allein über den Preis steuern.
Ja, ich erinnere mich auch daran. Allerdings krachten die Grünen dann in den nächsten Wahlen massiv nach unten. Und das würden sie wieder erleben, wenn sie einmal über konkrete Maßnahmen reden würden, denn die würden uns alle treffen. Und wer will heute schon "kürzer treten", wo wir doch alle "nicht blöd sind".

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