Forum: Wirtschaft
Gutachten der Wirtschaftsweisen: Mieterbund fürchtet Belastungen durch CO2-Steuer
DPA

Die Wirtschaftweisen schlagen vor, zum Klimaschutz das Heizen und Tanken zu verteuern. Der Mieterbund sieht die Vermieter in der Pflicht. Verkehrsminister scheuert warnt derweil davor, "Flugscham zu fördern".

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flixlux 13.07.2019, 08:22
10. wieder einmal

Soll der deutsche Michel die Zeche für das Versagen der Regierungen bezahlen, derweil erwettet sich die Industrie und das Großkapital ein paar CO2 Zertifikate und bläst weiterhin mit gutem Gewissen den Dreck in die Landschaft. Die Gefahr der Treibhausgase wurde schon in den 70er erkannt, wenn die Politik dort schon reagiert hätte würden wir heute mit energieeffizienten bezahlbaren wasserstoffbetriebene KFZ durch die Gegend fahren, statt wie heute mit tonnenschweren Batterieautos, bei denen die Akku Herstellung, die Umwelt in vielerlei Hinsicht schädigt.
Ich hoffe, dass der deutsche Michel wenigsten dies eine Mal, sich wehren wird.

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toga16 13.07.2019, 08:25
11. Gegen die Ärmeren?

Sicherlich wäre das eine Option das Tanken und Heizen mit Öl und Erdgas zu verteuern. Es trifft aber höchstwahrscheinlich die Kunden am unteren Ende der Einkommens-Skala, sprich Mieter mehr. Das sieht der Mieterbund schon richtig. Leute am oberen Ende haben Solardächer bzw. zahlen das aus der Portokasse. Und habe ich nicht neulich im Spiegel, etwas von klammen Kommunen gelesen? Übernehmen die nicht die Heizkosten von Harz4- Beziehern?
Für Pendler müsste ebenso eine eine Sonderregelung geschaffen werden.

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Jan Vermeer 13.07.2019, 08:26
12. bitte?

Mieter hätten "keinen Einfluss darauf, wie ihre Wohnung geheizt wird"? Der Vermieter entscheidet, ob und wie geheizt wird?
Also mein Vermieter kommt nicht jeden morgen im Winter bei mir vorbei und stellt mir meien Heizung an.

Was auch immer der Mann nimmt, ich will auch was davon. Von so einer Realitätsverzerrung habe ich ja noch nie gelesen. In welchem Land oder Film lebt der?

Übrigens fehlt im Aufmacher bei "Verkehrsminister scheuert warnt..." noch ein "be". :)

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mütze 13.07.2019, 08:26
13. Ach, Herr Scheuer,

sie scheinen immer noch nichts begriffen zu haben. Ein Verkehrsminister wird mitnichten daran gemessen wieviel Verkehr es gibt.
Es mag ja sein, dass die Bahn ihre Preise senken muss, aber viel wichtiger ist es doch endlich mal die Fliegerei drastisch zu verteuern und was heißt eigentlich "vernünftig an sein Ziel kommen"??? Wer in einen Flieger von Frankfurt nach Berlin steigt, der steigt schon unvernünftig ein und wird ebenso an seinem Ziel ankommen. Genau so wie einer der zum Shoppen nach London oder Mailand fliegt oder fürn Wochenende nach Malle zum baden oder mal nach New York zum Theater oder, oder, oder ..
Wer für eine Verteuerung der Fliegerei ist der hebe die Hand oder unterschreibe eine der zahlreichen Petitionen zum Thema. z.b. http://chng.it/TLQGktmd7M oder https://eci.ec.europa.eu/008/public/#/initiative

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Ruländerle 13.07.2019, 08:27
14. Der nächste Winter kommt ...

Sollten die Mieter wirklich "keinen Einfluss darauf, wie ihre Wohnung geheizt wird" haben, möglicherweise fehlen ja die Thermostate, kauft Euch rechtzeitig Pullover, es könnte kalt werden.

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hausfeen 13.07.2019, 08:27
15. Ja richtig. Das genau sind die Problemstellen beim Umstieg.

Systementscheide, auf die man keinen EInfluss hat. Wenn der Vermieter keine Solarpaneele und keine Solartherme einbauen will. Da hat der Mieter keine andere Wahl, als zu bezahlen. Da müssen Verordnungen her, die man mit Zuschüssen und Kreditierungen versüßen könnte.

Oder wenn für ihn kein adäquates EEG-Auto im Angebot ist oder zu wenig Ladestationen auf der Autobahn. Die Liste ist sicher noch länger.

Solange jedenfalls darf es keine CO2-Steuer geben. Stattdessen sollte es satte Aufschläge auf Neuanschaffungen geben, die Fossilien verbrennen, sowie satte Zuschüsse auf EEG-Konformes.

Bei der Heizung ist übrigens Gas am leichtesten umszustellen. Durch Einspeisung von EEG-Gas ins Leitungsnetz. Gwonnen sowohl aus Biogas wie auch aus Methanisierung von Überschussstrom aus den Verbrauchsdellen. HIer wäre also nicht der Hausbesitzer in der Verantwortung, sondern die Versorger.

Ölheizungen sollten eine Restlaufzeit verordnet bekommen und neue erst gar nicht mehr zugelassen werden.

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toga16 13.07.2019, 08:27
16. Gegen die Ärmeren?

Sicherlich wäre das eine Option das Tanken und Heizen mit Öl und Erdgas zu verteuern. Es trifft aber höchstwahrscheinlich die Kunden am unteren Ende der Einkommens-Skala, sprich Mieter mehr. Das sieht der Mieterbund schon richtig. Leute am oberen Ende haben Solardächer bzw. zahlen das aus der Portokasse. Und habe ich nicht neulich im Spiegel, etwas von klammen Kommunen gelesen? Übernehmen die nicht die Heizkosten von Harz4- Beziehern?
Für Pendler müsste ebenso eine Sonderregelung geschaffen werden.

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karlo1952 13.07.2019, 08:28
17. Mal wieder das typische Mietergejammere.

Wer heizt denn, der Mieter oder Vermieter? Wer soll wenigermheizen, Energie und CO2 sparen, der Mieter oder Vermieter? Würde der Vermieter die Kosten tragen, heizt der Mieter fröhlich so weiter wie bisher, und nichts wäre gewonnen. Modernisiert der Vermieter auf eine effizientere und CO2-ärmere Heizung, jammert der Mieter wieder über die dadurch verursachte Mietpreiserhöhung. Also lasst die ganze CO2-Steuer, bringt eh nichts außer Geld für den Staat.

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christoph.d 13.07.2019, 08:29
18. Mieterbund: Schuld sind die Vermieter

Das ist schon eine sehr steile These, dass der Vermieter die CO2-Kosten tragen soll. Das sollen wahrscheinlich auch die Arbeitgeber und der Supermarkt für den Fahrtweg und das Zielreiseland für den Flug dahin. Also immer die anderen natürlich. Das übertragene NIMBY Prinzip: Ja, ich bin voll für Klimaschutz, aber bitte nicht durch mich.

So eine Steuer soll eine Lenkungswirkung haben und die hat es nur wenn jeder einzelne den Verbrauch spürt und nicht jemand anderes dafür zahlt.

Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Der Vermieterbund soll dann einfach mal vorschlagen, die Raumtemperatur auf max 17 Grad zu begrenzen, das spart ungemein. Der Vermieter heizt ja nicht für sich.

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tabori 13.07.2019, 08:29
19. Die Grünen vor 20 Jahren

Ich erinnere mich, dass die Grünen vor 20 Jahren mit der Forderung nach "5 Mark pro Liter Benzin" für völlig irre erklärt wurden. Heute weiß man, sie hatten damals schon recht. Das Verhalten lässt sich einzig und allein über den Preis steuern.

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