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Gutachten der Wirtschaftsweisen: Mieterbund fürchtet Belastungen durch CO2-Steuer
DPA

Die Wirtschaftweisen schlagen vor, zum Klimaschutz das Heizen und Tanken zu verteuern. Der Mieterbund sieht die Vermieter in der Pflicht. Verkehrsminister scheuert warnt derweil davor, "Flugscham zu fördern".

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jjcamera 13.07.2019, 09:17
50.

Auch den Satz "Deutschland verfehlt beim Klimaschutz derzeit...internationale Ziele", sollte man mal gründlich überdenken.
Die internationalen Ziele können nur alle Länder der Erde gemeinsam
verfehlen oder erreichen. Wenn nur ein Land nicht mitmacht, werden die Ziele nicht erreicht. Deutschland kann doch den Ausfall der USA oder von Indien und Indonesien nicht durch Mehranstrengung kompensieren....

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simon_meerbusch 13.07.2019, 09:17
51. Flugscham,

welch grandioses Wort von Herrn Scheuer. Tatsächlich soll dahinter wohl nur der Freibrief zum Fliegen für die "fluggeilen" Politiker stehen. Und welch lustige Idee die CO2-Steuer für vermietete Wohnungen vom Vermieter zahlen zu lassen. Manche Leute haben einfach eine Schallplatte im Gehirn. Wenn jemand unbedingt eine aufgeheizte Wohnung möchte dann soll er sie sich halt mieten. Für alle anderen Fälle sind dann die Sozialämter zuständig.

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k.petersen2018 13.07.2019, 09:18
52. Es ist ein Anfang!

Meiner Meinung nach kann man nicht jeden Ansatz, etwas für den Klimaschutz tun zu wollen, damit zur Nichte machen, das Kosten für irgendjemanden entstehen. Wenn wir nicht endlich anfangen etwas zu tun, werden ohnehin Kosten entstehen, deren Höhe wir uns momentan noch gar nicht vorstellen können. Außerdem bin ich der Meinung, dass eine CO2 Besteuerung von Heizöl, Gas und Treibstoff sehr wohl Sinn macht. Vielleicht fangen wir dann endlich an bei offenem Fenster oder wenn wir das Haus verlassen, die Heizung herunterzudrehen. Insgesamt die Wohnung auf weniger Grad aufzuwärmen, im Winter nicht im T-Shirt rumzulaufen, sondern sich stattdessen der Jahreszeit angepasst einen Pullover anzuziehen. Wir sind alle Mitschuld, dass es soweit gekommen ist, nun müssen wir eben auch in die Tasche greifen, um das Schlimmste zu vermeiden. Sich ständig etwas zu kaufen, was man nicht wirklich braucht, hat auch Energie verbraucht, CO2 produziert und Geld gekostet. Darüber wird nicht geschimpft. Denn so funktioniert unser System. Wachstum um jeden Preis.

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hajomango 13.07.2019, 09:18
53. Alte Kohlekraftwerke werden wieder eröffnet

Ich lebe seit 22 Jahren in Thailand. Hier geht der Stromverbrauch rasant nach oben, sodass nun ein paar uralte Kohlekraftwerke wieder angeworfen werden. Ein durchschnittlicher Touristenbus, vielleicht 45 Jahre alt und ursprünglich aus Deutschland, blaest ca. 50.000 mal mehr Ruß in die Gegend als in Deutschland erlaubt wäre. Wir kühlen unsere Häuser, die nicht isoliert sind und mit normalem Einfachglas versehen, mit Klimageareten, die enorm Strom fressen. Geparkte Autos mit laufenden Motoren sind normal, weil man gerne die Klimaanlage laufen lässt, damit es nicht so heiss wird im Auto, während man einkaufen geht. 80 Millionen Menschen fangen gerade an zu fliegen, denn es ist jetzt erschwinglich geworden. Weltweit sind 1400 neue Kohlekraftwerke in 59 Ländern geplant oder in Bau. Ich denke, man sollte die ganze Sache wesentlich gelassener angehen und sich eher darüber Gedanken machen, wie man die Auswirkungen der Erwärmung abfedern kann. Verhindern ist unmöglich. Z.B. sollte man ganz schnell andere Baumarten pflanzen, denn z.B. Birken haben schon jetzt keine Chance mehr. Anpassen, anstatt dagegen stemmen!

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Anna-Lena19 13.07.2019, 09:19
54.

Die Frage, wie hoch eine CO2-Steuer ausfallen muss, ist zunächst relativ einfach zu beantworten: so hoch, dass ausreichend CO2 eingespart wird. Wie hoch das letztlich genau sein müsste, muss über „Trial and Error“ herausgefunden werden. Man beginnt niedrig und erhöht die Steuer dann schnell und kontinuierlich, bis ab einem gewissen Preis die Menschen nicht mehr bereit sind (oder es sich einfach nicht mehr leisten können), weiterhin CO2 auszustoßen. Soziale Gerechtigkeit ist schön und gut, aber noch wichtiger ist es, unseren Planeten zu retten. Denn ohne ihn hätten wir ganz andere Probleme als „soziale Gerechtigkeit“.

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transsib_reisen 13.07.2019, 09:20
55. große Lösung ist gefragt

CO2-Steuer - könnte geschenkt sein:

Ja gut, warum pachten wir nicht lumpige 400 Quadratkilometer in der Sahara und pflastern die Fläche mit Kollektoren voll? Von dort kommt mehr als genug Solarstrom, um ganz Dland zu versorgen. Industrie und privat. Mit Leitungsverlusten unter 10%!

China hat 4.800 km ICE-Schnellstfahrstrecken fertiggestellt. Nur im
Jahr 2018. Was hindert uns daran, große Teile des LKW-Verkehrs
per Horizontalverladung auf die Schiene zu zwingen? Die Pläne sind fix und fertig, nur traut sich kaum jemand ran, weil das die SCHWARZE NULL kosten würde und bald Wahlen sind.

Warum in aller Welt werden die allergrößten Dreckschleudern aka Braunkohlekraftwerke nicht sofort abgeschaltet? Wegen paar tausend Arbeitsplätzen in der ex-DDR?

Infolge teutscher Kleinkariertheit und Krämerseelendenken versauen wir unseren Kindern und Kindeskindern ihre Lebensgrundlage - diesen Planeten namens Erde.

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MissMorgan 13.07.2019, 09:21
56. Bitte?

"Es kann nicht sein, dass die dadurch entstehenden Kosten im Bereich der Heizung auf die Mieter umgelegt werden", sagte Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mieter hätten "keinen Einfluss darauf, wie ihre Wohnung geheizt wird".
Äh, ja. Vermieter haben auch so auf einiges keinen Einfluss und müssen zahlen. Als Mieter habe ich auch keinen Einfluss darauf, dass die Eigentümergemeinschaft einen Vertrag mit Unitymedia eingegangen ist und ich über die Nebenkosten monatlich zehn Euro an die zahle, obwohl ich sie nicht nutze, nicht nutzen möchte. Das ist legal. Mehr für sein eigenes Heizverhalten zu zahlen soll nicht in Ordnung sein?
Als Vermieter soll ich also, wenn ich zum Objekt fahre, mehr Geld für das Benzin hinlegen. Und die Heizung der Mieter zahlen?
In unserem Fall ist das Haus älter, die Heizung gut mit prima Werten. Die Mieten sind niedrig. Sieht halt nicht so schick aus. Aber ordentlich. Wenn ich jetzt ohne Not und gegen den Rat des Schornsteinfegers, Heizungsbauers und der Dame von der örtlichen Umweltberatung eine neue Heizung einbauen soll, gibt es zwei Möglichkeiten: Miete höher oder eben nicht mehr vermieten. Wir hatten einmal Mieter, die bei offenen Fenstern und Abwesenheit alle Heizungen auf fünf aufdrehten. Auf den Kosten sind wir sitzen geblieben. Nochmal mache ich das nicht mit!

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bert1966 13.07.2019, 09:21
57.

Politiker, die vorschlagen, eine CO2-Steuer gleichzeitig als neue Einnahmequelle für den Staat, Regelungsinstrument gegen soziale Ungerechtigkeit und vielleicht am Rande noch als Mittel zur Steuerung der CO2-Emission zu nutzen (was ja eigentlich Kernaufgabe und eine gute Sache wäre) haben ´mal wieder nichts verstanden.

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marcus.geissler 13.07.2019, 09:23
58. Die Wirschaftsweisen Schlagen vor :

Beim Bürger Geld einzutreiben!!! Jede Kleinste Ware die gefahren werden muß wird sich verteuern, ob Lebensmittel, Baustoffe, Pakete und Personenbeföderung für alles wird der Preis steigen. Die CO² Steuer soll umverteilt werden... wir werden sehen! Aber das satte Plus dadurch an Mehrwertsteuer werden sich die Politiker gern gefallen lassen. Die Beführworter können dann ja im Winter bei kalter Heizung darüber nachdenken was das alles der Umwelt gebracht hat.

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lomax53 13.07.2019, 09:29
59. Schweiz

mal für alle die immer die Schweiz als Beispiel nennen: dort sind Benzin und Diesel von der CO2 Steuer ausgenommen! Lediglich die Steuerermässigung für Diesel gibt es nicht, deshalb ist Super so teuer wie bei uns und Diesel teurer. Schweden macht übrigens hohe Abschläge bei der CO2 Steuer bei exportierenden Firmen und Norwegen finanziert seine Elektromobilität mit dem Verkauf von Erdöl. Einfach kontinuierliche Grenzwerte setzten und bei Überschreitung sanktionieren, dann braucht man keine neue Steuer.

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