Forum: Wirtschaft
Gutachten gegen die Ministerin: Klöckners Berater fordern Agrarwende
DPA

Unangenehme Lektüre für Julia Klöckner: In zwei neuen Gutachten rechnen die Wissenschaftlichen Beiräte der Landwirtschaftsministerin mit der bisherigen Agrarpolitik ab - und stellen sich damit gegen die Regierung.

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dirk1962 04.06.2018, 19:06
30. Auf Merkels Schleimspur

zu kriechen scheint dann wohl doch nicht genug Qualifikation zu sein, um Minister zu spielen. Klöckner ist eine ähnliche Fehlbesetzung wie Spahn, Scheuer, Bär, UvdLeyen.....Merkels letztes Aufgebot eben.

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stiller-denker 04.06.2018, 19:07
31. Massentierhaltung, Nitrate und Glyphosat einschränken

Schluss mit den Gülle-Importen aus dem Ausland, die Seehofer (CSU) damals als Landwirtschaftsminister möglich gemacht hat und durch die nun der Nitratgehalt und die Kosten für unser Trinkwasser steigen. - Warum so hohe Milchproduktionen mit Massentierhaltung und Grundwasserbelastung, die dann subventioniert wird, um die Milch dann eh nur nach China zu exportierten? Die haben eigene Grünflächen. - Muß Fleisch im Discounter nur 2,99 pro kg Kosten, das dann selbst zu diesem Preis nicht komplett verkauft wird, sondern am Anfang der Folgewoche noch mit 30% (da kürzer haltbar) verramscht wird? Die Fleischindustrie und die Discounter wecken doch erst den Bedarf nach Billigfleisch aus ekelerregender Massentierhaltung. Warum muß all das subventioniert werden ???

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beuerlein 04.06.2018, 19:12
32. Die Politik

ist nicht allein Schuld. Auch die Industrielobby hat ein Interesse an billigen Lebensmitteln, bleibt so doch mehr Geld füs Smartphone und Auto. Die Bürger haben bisher auch fleißig billig eingekauft, bleibt so doch mehr für den Urlaub. Die Landwirtschaft musste sich diesen Bedingungen anpassen wollte sie wirtschaftlich Überleben. Die Lösung ist ganz einfach: Die Nachfrage regelt das Angebot. Jeden Tag wird darüber abgestimmt, mit dem Einkaufskorb.

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walldemort 04.06.2018, 19:18
33. Fehlbesetzung

Es gab mal eine kurze Zeit, da hieß dieses Ministerium "Verbraucherschutzministerium". Aber das wurde durch die CDU/CSU schnellstmöglich wieder geändert. Und mit der dauergrinsende pfälzischen Weinprinzessin wurde einmal mehr der Bock zum Gärtner gemacht. Verbraucher und Umwelt brauchen von dieser Ministerin nichts zu hoffen. Ihr Job ist es, der Agrarlobby weiterhin die Milliarden zuzuschaufeln - vielleicht nun öfter mal nach Rheinland-Pfalz, nicht immer nur mit Schwerpunkt Bayern. Für Umwelt- und Gesundheitsschäden zahlt ja die Allgemeinheit. Wie praktisch.

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Mister Stone 04.06.2018, 19:20
34.

Zitat von BurpyUk
... diese Frau Klöckner strotzt nur von konservativem Bauernlobbyismus des 20. Jahrhunderts. Wann kommt mal ein Umdenken für artgerechte Tierhaltung mit zB. Minimum Antibiotitika Anwendung und Monsanto Controlling in Deutschland. Glyphosat gehört verboten , werte Frau Klöckner? bis Sie das Gegenteil beweisen.
Fragen an Frau Klöckner sind wohl gut gemeint, aber völlig untauglich. Agrarministerposten werden nämlich nur nach vorheriger Bauernverbandshörigkeitsprüfung besetzt. Auf solche Posten würden nie und nimmer Menschen gelangen, die der industriellen Agrarwirtschaft oder der chemischen Industrie auch nur die geringsten Probleme bereiten könnten. Das gilt im Prinzip auch für alle anderen Minister- und Staatssekretärposten. Alle absolut mainstreamtauglich und merkelhörig. Andere Prioritäten gibt es nicht.

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Emderfriese 04.06.2018, 19:22
35. Unwissen

Zitat von guidomuc
Wieso findet diese Art von Beratung in der Öffentlichkeit statt und was haben diese Wissenschaftler zu fordern? Mag ja sein, dass sie gute Argumente haben, aber die sollen, beraten, empfehlen, nahelegen, aber nicht eine Ministerin kompromittieren. Unverschämtheit eigentlich. Wenn hier einer was zu fordern hat, dann ist das der Wähler.
Und wie sollen die Wähler wissen, was sie fordern sollen, wenn nur eine Handvoll Insider berät, empfiehlt, nahelegt und argumentiert? Wenn nur der übliche Klüngel aus Lobbyisten, Parteipolitikern und gekauften Wissenschaftlern entscheidet? Information ist das Wichtigste, das der Wähler haben muss, um für sich selbst das Beste zu wählen. Und wenn da ein hohes Tier kompromittiert wird - um so besser. So weiß der Wähler, wen er nicht wählen darf!

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sonnemond 04.06.2018, 19:23
36. Klöckner zeigt ihr wahres Gesicht

"Auf Klöckners Wunsch hin geschieht das hinter verschlossenen Türen und ohne Kameras". Aha, so tickt sie also. – Respektiert sie das Gutachten nicht umfassend, arbeitet sie gegen die Menschen hier im Land, die dem Vogelsterben nicht mehr zusehen wollen, die keine grausame Massentierhaltung, vergiftetes Trinkwasser,, vergiftete Lebensmittel, verseuchte Flüsse und Seen mehr haben wollen. Menschen, die wollen, dass Antibiotika auch noch bei ihren Kindern wirken und diese nicht schon an kleinen Infekten sterben können. Respektiert Klöckner das nicht, ist sie für alle Zeiten weg vom Fenster.

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Sangit raju 04.06.2018, 19:26
37. Liebe Frau Glöckner, ...

... sollten Sie zukünftig tatsächlich eine neue, lebensfreundliche Agrarpolitik innerhalb der BRD und der EU unterstützen wollen, dann tun Sie´s jetzt auch mit Nachdruck und bewirten Sie die Aggrarlobbyisten bei den nächsten gemeinsamen Abendessen mit LIDL- und ALDI-Produkten und nicht auf 3Sterne-Niveau....!!! Die Herren (Damen gibt´s da ja wenig) werden den Unterschied schon wahrnehmen...:-)

Verpassen Sie nicht die Chance, als Agrarministerin in die BRD-Geschichtsbücher eingehen zu können, die als erste verstanden hat, dass ausschließlich das ökologisch arbeitende Kleinbauerntum lebenserhaltend 24stündig/täglich arbeitet... Da gehören die Subventionen hin...

Nutzen Sie Ihre Chance... Wissenschaftliches Material haben Sie ja nun...

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hansriedl 04.06.2018, 19:30
38. Die deutsche Agrarpolitik setzt seit Jahren auf Wachstum,

auf Agrarexporte und möglichst billige Agrarprodukte. Das ist extrem schädlich. Denn für solche billigen Produkte werden zum Beispiel Gesetze zum Schutz des Grundwassers aufgeweicht, europäische Richtlinien werden nicht umgesetzt.
Ausbaden und bezahlen müssen das die Bürger: Bezahlt wird dies mit dem Verlust von naturnahen Landschaften, mit der Belastung unserer Lebensgrundlagen und unserer Gesundheit. Das Trinkwasser wird belastet mit Nitrat aus Überdüngung und muss kostspielig aufbereitet werden. Es hat gesundheitliche Folgen, wenn Fleisch Antibiotikarückstände enthält. In der Umgebung von agrarindustriellen Tierhaltungsanlagen leiden zum Beispiel vor allem Kleinkinder und alte Menschen unter Atemwegserkrankungen.
Für diese Entwicklung sind nicht die Bauern in erster Linie verantwortlich. Wir brauchen eine Änderung der Rahmenbedingungen von der Politik, damit wir die festgesetzten Ziele zur Erhaltung unserer Lebensgrundlage tatsächlich erreichen.
Der wichtigste Schritt wäre die klare Bindung der Tierhaltung an die Fläche. Das heißt, dass die Bauern nur so viele Tiere halten können wie sie an eigener Fläche haben und von dieser eigenen Fläche ernähren können. Denn dann werden die tierischen Ausscheidungen wieder wertvoller Dünger und sind kein Abfall.

Es gibt keine Akzeptanz mehr dafür, dass Milliarden Euro bereitgestellt werden, um angeblich Bauern zu retten. In Wirklichkeit werden die Bauern damit nicht gerettet. Diese Gelder dienen letztendlich nur einer intensiven Landwirtschaft und diese gefährdet unsere Lebensgrundlagen.

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Referendumm 04.06.2018, 19:30
39.

Zitat von frankfurtbeat
komplett falscher Ansatz Agrarfabriken welche die Umwelt nachhaltig schädigen, Wasser veruneinigen zu subventionieren. Der Verbraucher zahlt demnächst einen höheren Wasserpreis aufgrund der hohen Nitratwerte, die Umwelt zahlt einen hohen Preis für den Einsatz von Pestiziden ... in Summe wird das alles wieder auf den Verbraucher abgewälzt. Warum werden kleine Betriebe welche wesentlich aufwendiger "produzieren", gegebenenfalls weniger oder keine Pestizide einsetzen nicht höher subventionirt als die Agrarfabriken mit 1.000enden von Schweinen, 100.000enden von Geflügel und Hochleistungskühen mit +30l/Tag?
Gewinne privatisieren und Verluste (oder eben ausgebrachte Schadstoffe) sozialisieren, warum soll das nicht auch die Landwirtschaft machen. Warum nur Bankster?

In den Niederlanden z.B. gibt es sehr strenge Vorgaben für das Ausbringen von Gülle etc.. Ist doch schön für die niederländischen Bauern, dass die den Rest der Gülle (ist leider sehr viel) bei uns verklappen dürfen. Gibt ja auch genug Deutsche Betriebe die damit richtig Geld machen. Die fänden andere Gesetze garantiert doof.

Darüber hinaus sind wir doch überall Export-Weltmeister. Schön, dass die Deutschen auch in Sachen Export landwirtschaftlicher Güter ganz vorne liegen (weltweit Platz 4, meine ich gelesen zu haben). Sollen wir etwa unsere Export-Weltmeisterschaften einfach so aufgeben?

Allen Dreck in die Umwelt und die Kosten irgendwelchen Bürgern oder - noch besser - armen kleinen Häuslebesitzer aufbürden *** und die fetten Gewinne einstreichen. Business as usual.

*** Es gibt Kommunen, da dürfen arme kleine Häuslebesitzer ein komplettes, defektes Abwasserkanalsystem sanieren bzw. das Geld hinlegen, um es sanieren zu können, während auf der Straße gegenüber der Bauer Tonnen an Gülle raushauen darf. Verstehe das wer will.

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