Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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Stephan H. 12.07.2019, 11:23
90. Sie haben mit so vielem Recht

Zitat von Johann Dumont
verpasste Chancen - Herr Gabriel und Frau Merkel haben es sabotiert - in ganz Europa hätten wir einen Boom ganz ohne arbeits- und perspektivlose Jugendliche. Aus sich selbst heraus finanziert mit vielen neuen Ausbildungsplätzen - mehr Privateigentum - viel besserer Infrastruktur und viele zufriedene junge Familien. Mit viel Geld haben wir die Grundsteine gelegt für sehr gute Photovoltaik, die besten Windräder, Wärmepumpen, preiswerte beliebig skalierbare Stromspeicher, revolutionäre elektronische Bausteine für die Leistungselektronik und vieles mehr. Durch das Abwürgen der Energiewende zugunsten weniger Oligopolisten hat Frau Merkel mit ihrem hilfswilligen Herrn Gabriel ein die Welt veränderndes Model der Energieversorgung verhindert. Alles kann durch das eingesparte Gas, Öl und Kohle finanziert werden. Es ist nicht nur der Verkehr - allein die Heizungen verschlingen bei uns weit mehr Energie. Wir haben auch solar betriebene Klimaanlagen - über Röhrenkollektoren mit heißem Wasser ab 80 Grad betrieben Absorptionskälteanlagen - ohne Kompressor. Wir haben Redox Flow Batterien und andere chemische Batterien wie etwa Natronlaugenspeicher etc. etc. Solaranlagen und Hausbatterien statt Notstromaggregate ein weltweiter Markt. Schon Schremp und Piech haben vor vielen Jahren die damals fortschrittlichste Batteriefabrik der Welt geschlossen - möglicherweise weil Katar und andere Ölverkäufer maßgeblich sowohl an VW als auch an Daimler beteiligt waren. Eine Welt die innerhalb von zwei Jahren nur noch die Hälfte des jetzigen Verbrauchs von Gas, Öl und Kohle hätte wäre eine andere. Wir hätte als Beispiel dafür dienen können - jetzt macht es China unter wesentlich schlechteren Bedingungen. Nicht nur unsere Automanager - die ja nur Erfüllungsgehilfen sind - auch unsere Politiker haben durch mangelnde Weitsicht die Welt schlechter gemacht als sie sein müsste.
Danke dafür. Meine Anmerkung: Was die meisten auch hier im Forum nicht verstehen oder verstehen wollen: Die wirtschaftliche Welt befindet sich in einem gravierenden Wandel. Zukunftsmöglichkeiten nicht sehen zu wollen und die Verweigerung jeglicher Veränderung wird sich massiv in unserer Wirtschaft niederschlagen. Es liegt an uns die neuen Chancen intensiv und ohne jegliche Denkbeschränkungen zu fördern und zu nutzen. Wir haben in D sehr gut ausgebildete Menschen und alle Möglichkeiten klimaneutrale Technologien zu erforschen, umzusetzen und folgend eine mitführende Rolle auf dem Weltmarkt zu erreichen. Und diese scheint extrem wichtig, denn unsere traditionellen Industrien scheinen zu langsam um die Transformationen umsetzen zu zu können. So könnten neue innovative Industrien der Retter für ein prosperierendes Deuschland sein. Alternative ist: Nix machen und schauen wie unsere Industrie schrumpft. Die Asiaten überholen uns im Moment fast überall.....

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sikasuu 12.07.2019, 11:24
91. ...muss der Verbrauch von CO2 teurer werden. Verbrauch? :-)

Na ja lasse wir das mal durchgehen.
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Energienutzung ist wohl das Zauberwort & dort muss jede Nutzung mit den Kosten belastet werden, die sie Gesamtgesellschaftlich erzeugt!
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Das gilt mMn. nicht nur für fossile Energie, die wir "geschenkt bekamen", sondern auch für Erneuerbare, die wir "erzeugen" j(a umwandeln) müssen.
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Auch wenns weh tut, aber die "Energiewende" beschränkt sich nicht nur aus CO², ...
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Sondern wer von "Nachhaltig" redet, setzt eine Spirale in Gang, die unsere gesamtes Leben umkrempeln wird/muss.
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Das beginnt beim "heiß geliebten Auto" gleich welche Antriebsart & endet wohl nicht bei den 2-4 Kurztrips mit dem Flieger.
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Transport, langlebige Waren, Wiederbelebung der Nahversorgung usw. sind nur ein paar Stichworte!
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Doch eins ist mMn. sicher.
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Da die Experten Gesamtkonzepte abgestimmt mit EU & weiter Vorschlagen, damit es keine Nachteile für ... xyz ...(Bürger, Industrie usw. passnedes bitte einsetzen) gibt.... natürlich OHNE einen Gedanken daran zu verschwenden, das unsere "Entscheider" ja gewählt werden müssen.....
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... sind wir mMn, bestimmt die nächsten 30-40 Jahre sicher vor diesen Veränderungen :-(
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Dnn haben wohl wir ganz andere Probleme! Z.B. an welchen "Trockenwadis" (Wadi (arab) ehemalige Flusstäler) in DE mit welche Palmen pflanzen, wo im Flachland die Deiche hin sollen, wie wir z.B. die Niederländer im Sauerland, die Dänen im Harz gerecht verteilen... usw:-)

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Kolin 12.07.2019, 11:25
92.

Wann machen Politiker der Bevölkerung endlich klar, dass der Klimaschutz viel Geld und viel Verzicht kostet. Je länger wir tatenlos zusehen umso teurer wird es. Wir haben jahrzehntelang weit über unsere Verhältnisse gelebt. Man könnte beispielsweise die Einnahmen aus der CO2 Steuer in den öffentlichen Nahverkehr investieren und ihn dann für alle kostenlos anbieten, notfalls staatlich subventioniert. Das Argument, dass Geringverdiener durch höhere Kosten benachteiligt würden, lasse ich nicht gelten. Es war schon immer so, dass sich ärmere Leute weniger leisten konnten. Wir müssen unseren Konsum drastisch senken. Es muß aufhören, dass 50% der Lebensmittel im Müll landen oder Kleidung einmal getragen weggeworfen werden. Mehr Verzicht würde unseren Lebensstandard nicht wesentlich senken. Der Mensch braucht so wenig !!!!

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redepest 12.07.2019, 11:25
93. So allmählich wird unser Dilemma deutlich

Nehmen wir doch mal an, die FFF-Kids haben recht und es ist 30 Sekunden vor Zwölf mit dem Weltklima. Dann würden tatsächlich nur noch sehr radikale und sofortige Maßnahmen helfen. So eine CO2 Steuer und ein Benzinpreis von plus 0,37 EUR wären ja noch Kinderkram gegenüber dem, was da noch nötig wäre: Autoverkehr erheblich reduzieren, Kreuzfahrten und Flugreisen, Klimaanlagen und Leuchtreklamen verbieten, Plastikproduktion auf ein Minimum runterfahren, Kohle- und Gaskraftwerke radikal abschaffen, Internet und Mobilkommunikation erheblich zurückfahren, Massentierhaltung verbieten, Kunstdünger und Pestizide auf ein Minimum reduzieren, Fischfang einschränken, massive Aufforstung vorantreiben, die Landschaft mit Propellern verschönern bis kein Vogel mehr lebt - um nur mal ein paar radikale Maßnahmen zu nennen, die wirklich was für's Klima bringen würden. So, und jetzt redet man mal theoretisch von einem relativ geringfügig verteuerten Spritpreis (ca. 25%), und schon gehen hier die Foristen auf die Palme. Das scheint zunächst mal nachvollziehbar. Zu Ende gedacht bedeutet das, politisch umsetzbar ist so eine radikale (und damit effektive) Klimawende schon mittelfristig nicht. Denn wenn (Grüne & Co) das in dieser Weise umsetzten, dauerte es nicht lange, und unsere Mitbürger schließen sich (insbesondere als Wähler) denjenigen Heilsbringern an, die schnell behaupten werden, das alles sei gar nicht nötig; oder - und das gibt's ja schon - den Klimawandel gebe es gar nicht. Mal abgesehen davon, dass unser kleines Deutschland im Vergleich zu den großen CO2 und Methan-Verschmutzern nur ein Vogelsch... (pardon), nur sehr, sehr wenig zur Vermeidung des Klimakollapses beitragen kann. Es bleibt die Feststellung, dass unsere gewählten Verantwortungsträger über Jahrzehnte einen unglaublichen Mist gebaut haben und wir jetzt in einer klimatisch-politischen Falle sitzen, aus der unsere Kinder irgendwie das Beste machen dürfen. Schöne Sch….! Oder ist das alles gar nicht so schlimm?

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syracusa 12.07.2019, 11:25
94.

Zitat von chefmacher
...deshalb muss unbedingt etwas gemacht werden. Sorry, aber die 14 Cent halte ich für entschieden zu niedrig!!!
Artikel nicht gelesen? Oder mit Ihren Satzzeichen: ??? Da steht drin, dass das nur der Anfang ist, und dass sich dieser Wert bis 2030 auf 37 Cent, also 130 Euro je Tonne CO2 erhöhen soll.

Man kann solche Steuern nicht schlagartig in voller Höhe einführen, weil das viele Bürger überfordern würde. Die Leute haben sich ihr Leben eingerichtet, und brauchen Zeit, sich an höhere Energiepreise anzupassen.

Mit 130 Euro je Tonne CO2 kann man z.B. Brennholz vom Markt wegkaufen und dauerhaft einlagern, um das darin gebundene CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen. Dieser Wert ist also durchaus fair.

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Ein_denkender_Querulant 12.07.2019, 11:26
95. Ressourcensteuer anstatt Arbeitssteuer

Warum wird Arbeit besteuert? Ist ist wichtig, wenn Menschen etwas schaffen, helfen, oder heilen. Wenn sie dabei aber Ressourcen verbrauchen, sollten diese teuer werden. Dann hätten die Menschen einen Anreiz, sparsam mit umweltschädlichen Stoffen umzugehen. Heute kostet es rein gar nichts, Schwermetalle zu emittieren oder Methan in die Luft zu pupsen, schaut man auf die Massentierhaltung.

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einerkeiner 12.07.2019, 11:26
96.

Zitat von hexagon7467
Höhere Benzinpreise sind auf jeden Fall gut. Allerdings müssen Steuer und Versicherung (und PKW-Maut) auch im Zusammenhang mit der KM-Leistung stehen. Diese Kosten Flat-Rate schafft einfach ein schiefes Bild über die tatsächlichen Kosten. Gleichzeitig sollten mit den Einnahmen die Bahn- und Rad-Infrastruktur subventioniert werden. Was wir brauchen sind deutlich weniger Autos (kostet Arbeitsplätze , aber das ist halt der Preis der bezahlt werden muss) und mehr Platz auf den Straßen für Radfahrer, incl. autofreier Innenstädte.
Wir brauchen nicht weniger Autos, sondern weniger gefahrene Auto-Kilometer. Autos die herum stehen schaden der Umwelt nicht.

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hausfeen 12.07.2019, 11:26
97. Ohne die Diesel-Lobby und deren Tricksereien hätten wir heute ...

... schon den Umstieg geschafft.
Der Staat muss für die Infrastuktur sorgen (Ladestationen, dynamisches Laden auf der Autobahn, Wasserstofftankstellen) und die Industrie für die Produkte.
Wie in Norwegen kann man dann Strafabgaben auf Verbrenner verhängen und diese dann 1:1 als Subvention auf E.Moble legen.
Die ersten E-Mobile gäbe es somit fast gratis. Und die Autohersteller würden endlich Gas, sorry, Strom geben.

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archi47 12.07.2019, 11:27
98. eine kostengerechte Wertrechnung muß her

die CO2-Steuer ist ein Baustein zu einer nachhaltigen Volkswirtschaft. Dabei wäre aber auch der Resourcenverbrauch einzupreisen und vom Steuerzahler zu tragende Reparaturbeiträge an Verkehrsgütern und anderer Infrastruktur und letztendlich auch an der Natur, soweit noch möglich.
Dies alles sind Kosten unseres Wirtschaftens mit diesem Planeten. Nur wenn die Kosten dem Zweck und Verursacher eingepreist werden, kommen wir in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
Das Ganze hat unabhängig davon zu funktionieren, ob jetzt solare Klimabeeinträchtigungen dazu beitragen, oder nicht. Es geht um Artenvielfalt und um die Zukunft aller. Die ist nicht nur durch CO2 bedroht ...

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thoms1957 12.07.2019, 11:27
99. Ja die Kosten

Wenn ich das Genörgel immer lese! Geht nicht, zu teuer, ungerecht, die anderen Länder machen eh nicht mit, warum sollen wir alleine das Klima retten, und und und. Gegenvorschläge? Fehlanzeige. Wie wäre es mit Mut zu Lösungen, mit Pragmatismus und Verstand? Über 99% aller Klimawissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist. die CO2 Konzentrationen steigen stetig. Dadurch steigt mittel und langfristig der Meeresspiegel. Und zwar um mehrere Meter, wenn es so weiter geht. Also hier meine Frage: Wie teuer wird es, Hamburg zu verlegen? Und wo soll die Stadt hin? Und wer bezahlt DAS?

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