Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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tpro 12.07.2019, 11:53
160.

Zitat von claus7447
... das wird der Preis sein. Verglichen mit den Preisen in Frankreich, Italien und der Schweiz ist das doch dann der Schnitt. Allerdings muss im Gegenzug die Diesel-Subvention gestrichen, die Kfz Steuer gänzlich nur nach den Co2 Werten ausgelegt werden. Die, die meinen ein "Weiter so!" - weil sie zu bequem sind, oder schlicht einfach den Egoismus "nach mir die Sintflut" raushängen können ja dann hoffentlich es ein wenig am Geldbeutel spüren. Vermute aber, die sind die ersten die dann auf den Zug springen, denn Geiz ist Gxxl. Es wird Zeit zu handeln - bevor es zu spät ist. Die AfD Anhänger dürfen gerne bei Ihrer Philosophie bleiben - denn die liegen ohnehin diametral daneben.
".... Allerdings muss im Gegenzug die Diesel-Subvention gestrichen, die Kfz Steuer gänzlich nur nach den Co2 Werten ausgelegt werden...."

Mit einem Liter Diesel fahre ich weiter als mit einem Liter Benzin. Ergo ist der CO2-Ausstoß niedriger. Genau aus diesem Grund wurde der Diesel jahrelang bei der KFZ-Steuer günstiger angesetzt.

"...Es wird Zeit zu handeln - bevor es zu spät ist. Die AfD Anhänger dürfen gerne bei Ihrer Philosophie bleiben - denn die liegen ohnehin diametral daneben...."

Genauso wie Sie daneben liegen, wenn Sie glauben, mit einer CO2-Steuer retten wird die Welt. Mit unseren lächerlichen 2,3% CO2-Ausstoß weltweit. Und von diesen 2,3% erzeugen Autos 17%. Ich hoffe, daß Sie rechnen können, und in Mathe nicht dauerbekifft im Stuhl hingen. Bei Ihnen fehlt nur noch der Vorschlag, für die CO2-Steuer eine hohe Mauer um D zu bauen, damit keine Gase aus China oder Indien zu uns gelangen, den Hauptverursachern des Klimawandels.

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ich2010 12.07.2019, 11:53
161.

Zitat von Svante07
"Für Berufspendler, die besonders weite Wege zur Arbeitsstelle zurücklegen müssen, könnte der Staat spezielle Hilfen gewähren: etwa durch einen Härtefallfonds." In meinem Umfeld gibt es so einige, die genau wegen der Pendelrpauschale weite Wege in Kauf nehmen, indem sie beispielsweise von der Kleinstadt in die nächst größere Stadt ziehen. Warum? Weil es cool ist. 100 km pro Weg (!) nehmen die jeden Tag in Kauf, fahren halt gern und bezahlen lassen die sich diesen Unsinn durch den Staat. Das ist sicher nicht die Mehrheit, aber so ist es mit dem System und der Vernunft. Andererseits fahren noch mehr nur 1 bis 5 km mit ihrem Zweitonner jeden Tag zur Arbeit und lassen sich das bezahlen. Daher gilt es die Pendlerpauschale für alle Fahrten unter 20 km komplett abzuschaffen! Im Gegenzug sollten die Radwege nach niederländischem Vorbild konstruiert werden.
mit Verlaub - das ist Blödsinn! Ich kenne keinen einzigen Berufspendler, der auch nur ansatzweise einen finanziellen Vorteil durch das Pendeln erhält. Im Gegenteil. Die Pendlerpauschale gleicht das nicht mal im Ansatz aus.
Die Pendlerpauschale gibt es übrigens nicht für 1 oder 5 km. Bis dahin gilt eine Pauschale in den Werbungskosten. Informieren Sie sich bitte!

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Svante07 12.07.2019, 11:53
162. Einseitig und veraltet

Zitat von kuschl
Ja, Jubel von der Fahrradklammerfraktion, die überwiegend aus grünen und linken Lehrern und Beamten, es geschafft hat, dank guter staatlicher Alimentation das Häuschen in Fahrrad oder fußläufiger Entfernung zu bauen. Ausbaden können es die Millionen Pendler, die im Produktionsprozess der bekämpften Industrie stehen und die Steuern für die Klimajubler erwirtschaften müssen, weil sie sich weder Haus, noch Wohnung in der Nähe ihres Jobs leisten können und Dank schlechter ÖPNV Struktur auf das Auto angewiesen sind.
Ihr Denken ist einseitig und veraltet. Ausbaden werden es Ihre Kinder und Kindeskinder!

Zustimmen kann ich Ihnen in der Einschätzung, dass der ÖPNV in D schlecht ausgebaut ist. Dafür gibt es aber Lösungen! Wären Sie für diese bereit oder wollen Sie wie die meisten auf den Status und Phallus beharren?

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sikasuu 12.07.2019, 11:53
163. Das gleiche wie einer Fam. die sich die Miete z.B in der Stadt....

Zitat von ich2010
und was sagen Sie einer Familie, die dann die Heizkosten für die Wohnung nicht mehr bezahlen kann? Die auf dem Land mit nur schlechter ÖPNV Anbindung wohnt, weil die Stadt zu teuer ist? Die deswegen 2 Autos benötigt weil man auf den Teilzeitjob der Mutter angewiesen ist? Pech gehabt? Naja die Grünen waren noch nie für ihre soziale Ader bekannt und grün sein muss man sich ja schließlich auch leisten können...
... nicht mehr leisten kann, deren Haus/Wohnung im Küstenbereich/Flußtal usw abgesoffen ist... usw.
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Schlicht: Selbst Schuld! Denn ihr seit in der Mehrheit & habt die Regierungen gewählt die das alles haben "durchgehen" lassen.
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Fazit: Jedes Volk hat die Regierung die es verdient, einigermaßen freie Wahlen voraus gesetzt & muss sich deswegen die Probleme & Abstriche die es hat/machen muss, selbst anrechnen!
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Gemein? Ne mMn. wer sich nicht kümmert, nicht vorausschaut & plant... hat verloren. Qua Definition!
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Wer sich einmischt kann verlieren!
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Btw. Wenn das schon die KIDS begreifen, (dei mucken jeden Freitag ziemlich auf) sollten das Erwachsene mit ein wenig nachdenken auch können:-)

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doctiloquus 12.07.2019, 11:54
164.

Edenhofer ist ein selbstverliebter, preisgläubiger Mensch! Er versucht durch seine Profilsucht anderen Menschen seine extremistische Ideologie und die damit verbundenen Auswirkungen aufzuzwingen. Es ist ein riesenunsinn, eine bürokratische Monsterkplexität CO2 Steuer zu schaffen, die keinem weiteren Zweck als der akademische Profilierung und Schaffung neuer Einnahmequellen dient.

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marzus 12.07.2019, 11:54
165.

Es ist lächerlich zu glauben dass ein etwas höherer Benzinpreis bzw eine CO2 Steuer das Klima retten würde. Der Verbrauch wird dennoch weiter ansteigen bis es entweder wirklich revolutionäre Fortschritte in der Mobilität, sowie allen anderen Bereichen geben wird... Oder aber es muss sich die Weltbevölkerung drastisch reduzieren, aus welch traurigem Grunde auch immer.

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be_winkler 12.07.2019, 11:54
166. Minimale Begrenzung

Zitat von archi47
hat der Mensch das in Jahrmillionen fossilierte CO2 in wenigen Menschengenerationen freigesetzt. Für das Ökosystem ist dies und der Umgang mit der Natur und ihren Resourcen doch ein Streß, der vorher nur duch Naturkatastrophen verursacht werden konnte. Da wir über die Komplexität der Wirk- und Heilkräfte des Ökosystems zu wenig wissen, ist es nur vernünftig, unsere Eingriffe auf das machbare Mindestmaß zu beschränken. Sehen Sie das anders?
Auf Ihre direkte Frage geantwortet: nein, das sehe ich nicht anders. Allerdings glaube ich nicht, dass der deutsche oder internationale Beamtenstaat ein wirkliches Interesse an der Minimierung ökologischer Schäden hat, sondern ein maximales Interesse an der Maximierung der Steuereinkünfte, damit immer mehr im Staatsdienst beschäftigten Menschen mit sehr wenig Arbeit und Aufwand durchs Leben kommen können, natürlich auf Kosten derer, die tatsächlich etwas leisten.

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santoku03 12.07.2019, 11:55
167.

Zitat von lowiro
Die Autofahrer bezahlen bereits seit etlichen Jahren eine Ökosteuer von 15,4 Ct pro Liter Benzin, schon vergessen, liebe Regierung?
Die Ökosteuer ist für die Rente draufgegangen.
https://www.deutschlandfunk.de/20-jahre-oekosteuer-rentner-profitieren-die-umwelt-bisher.697.de.html?dram:article_id=444973

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SaveTimE 12.07.2019, 11:57
168. So viel Fachwissen, soviel Kompetenz...

... Zu Ökologischem kreislaeufen und menschlichem Verhalten, habe ich selten so vermisst. Ökonomen denken in Geld und nicht in Nachhaltigkeit, in 'Sollverhalten' (Homo oekonomicus - klingt hier ja auch durch) und nicht im 'Ist-Verhalten' der gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen. Ihr Denken ist so Eindimensional, dass man sich fragen muss was mit deren Allgemeinbildung passiert ist.
Begründung : höhere Kosten, 'bestrafung' bei 'Müll' (und CO2 ist in diesem Denken Müll), hat nie zum Ziel geführt (Dosenpfand... Ziel verfehlt. Gelber Sack... Ziel verfehlt. Stromsteuer... Verbrauch steigt, usw.)
Desweiteten führt eine CO2 Steuer dazu das CO2 intensive Produktion ins steuerfreie Ausland verlagert werden... Ziel verfehlt. Pendler und Altbestandsbewohner werden überproportional und doppelt belastet.
'ruestige Renter' mit kleiner Rente werden entmobilisiert. Alle die schon lange 'Nachhaltigkeit' und Konsum Verzicht praktizieren (meistens keine grossverdiener...) CO2 sparen oder sogar speichern, zahlen nun für die 'Sünden' ihrer Mitmenschen.
Jedem 'Nicht-Ökonom' ist klar, dass der beste Weg CO2 zu vermeiden, Nachhaltiges Wirtschaften ist. Es muss vor Produktionsbegin die weitere Verwertung am Ende des Produkt-lebenszyklus geklärt sein. Es müssen Produkte hergestellt werden die auch ein 'Hardware update' ermöglichen. Langlebigkeit ist hier das Stichwort. Priorität auf Funktion statt auf Design (genäht Schuhe, statt laufend neuer geklebter Einweg Schuhe).
Wir müssen weg vom 'Wachstumsfetisch' Höher, Größer, Weiter... Weg vom Konsumterror der vermeintlichen Vielfalt als Ausdruck unserer 'ach so individuellen Existenz'.
Ökonomen sind da die falschen Ratgeber... Man macht den Bock zum Gärtner... den es entspricht nicht Ihrem Denken (jedenfalls nicht dieser beiden...)
Lösungsansätze:
1. Agrawende: Gülle zu Mist, Mist auf den Acker, Böden Leben fördern, Insekten leben lassen => Gigatonnen CO2 innerhalb des Kreislaufes gespeichert.
2. Dezentralisierung: Arbeit und Wohnen näher zueinander bringen.
3. Ökologische Nachhaltigkeit fördern indem das Energie(CO2) Niveau eines Produktes im Verhältnis zur Nutzungsdauer und seiner Beseitigung als Förder- oder Steuergrundlage gilt.

Kann ich endlos so weiter schreiben...
Jeder kennt, hat, weiß Lösungen. Ob zuhause oder im Betrieb oder in der Öffentlichkeit. UND JA, es kostet etwas. Doch diese Kosten sollten wir nicht an den Müll hängen, sondern an die Produktion, denn nur dann ändert sich was im Handel und denken

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ich2010 12.07.2019, 11:57
169.

Zitat von einerkeiner
Da Ihre Frau vermutlich sehr regelmäßig über diese große Distanz fährt, würde es sich anbieten eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Das wäre ja gerade der Zweck einer CO2-Steuer: Die Kreativität der Menschen (und Unternehmen) muss genutzt werden, sonst wird es nix. Davon abgesehen lässt sich eine 10 Jahre alter Kompaktklasse-Diesel (z.B. Golf) auch mit 4l/100km fahren, wenn man das Gaspedal entsprechend vorsichtig betätigt. Das wäre auch eine Möglichkeit der Kompensation.
Fahrgemeinschaften. Yo. schön. Ich stell mir das gerade bei Schichtdienst so einfach vor.

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