Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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merle-nassereith 12.07.2019, 12:55
270. Einfach nur lächerlich.

Es lohnt sich nicht, darüber auch nur ein Wort zu verlieren. Menschen versuchen sich mit einem solchen Quatsch, den Sie von sich geben zu profilieren. Und das schlimme dabei, die bekommen auch noch Geld dafür und das nicht zu knapp. Das ist der eigentliche Skandal. Wir in Deutschland werden das Problem sicher nicht alleine lösen. So lange sich die anderen einen Schi.... um diese Probleme kümmern, werden wir nur der „Globale Verlierer“ auf diesem Planeten sein. Und....... warten wir mal ab, wenn’s an die eigene Geldbörse geht, was dann noch von den „guten Vorsätzen“ übrig bleibt. Darauf freu ich mich schon jetzt.

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Bergbauernbua 12.07.2019, 12:55
271. Co² Steuer? Unfug!

Sehr geehrte Damen und Herren,
Fakt ist, wir haben:
1. Eine Ökosteuer in Form eines Aufschlages auf die Spritpreise
2. Eine Energiesteuer im Rahmen der ökologischen Steuerreform seit 1999
3. Eine EEG Umlage
4. Umsatzsteuer
5. Stromsteuer
6. KWKG-Umlage

Ich frage ganz direkt, hält man den deutschen Verbraucher für blöd?

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intercooler61 12.07.2019, 12:56
272. @Svante07: nein, Pendlern wird _kein_ Vorteil gewährt

Zitat von Svante07
Sie können es ja nennen, wie Sie wollen. Ich zitiere mal: "Für Ihre Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können Sie 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung von der Steuer absetzen." Also pauschal für jeden vollen Kilometer! Was verstehen Sie unter finanziellem Vorteil? Dass man mit dem Pendeln Gewinn macht? Falls ja, wer behauptet das? 30 Cent pro km einfache Wegstrecke einnahmemindernd angeben, ist das kein Vorteil? Auch wenn der Betrag auf 4.500 Euro jährlich gedeckelt ist, es spielt bei der Wohnortwahl eine nicht unerhebliche Rolle. Sie kennen niemanden, ich merhere, so what?
Pendlern bleibt lediglich ein Teil(!) der Steuer auf Einkommen erspart, das sie effektiv gar nicht erzielt haben.

Bei jedem Unternehmen (ob Personen- oder Kapitalgesellschaft) mindern die zur Gewinnerzielung anfallenden Kosten den steuerpflichtigen Gewinn.

Nur Arbeitnehmer werden in diesem Lande offenbar als Rechtssubjekte zweiter Klasse behandelt. Und Sie möchten diesen Missstand noch weiter verschärfen?

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apfelmännchen 12.07.2019, 12:56
273.

Zitat von tpro
".... Allerdings muss im Gegenzug die Diesel-Subvention gestrichen, die Kfz Steuer gänzlich nur nach den Co2 Werten ausgelegt werden...." Mit einem Liter Diesel fahre ich weiter als mit einem Liter Benzin. Ergo ist der CO2-Ausstoß niedriger. Genau aus diesem Grund wurde der Diesel jahrelang bei der KFZ-Steuer günstiger angesetzt. "...Es wird Zeit zu handeln - bevor es zu spät ist. Die AfD Anhänger dürfen gerne bei Ihrer Philosophie bleiben - denn die liegen ohnehin diametral daneben...." Genauso wie Sie daneben liegen, wenn Sie glauben, mit einer CO2-Steuer retten wird die Welt. Mit unseren lächerlichen 2,3% CO2-Ausstoß weltweit. Und von diesen 2,3% erzeugen Autos 17%. Ich hoffe, daß Sie rechnen können, und in Mathe nicht dauerbekifft im Stuhl hingen. Bei Ihnen fehlt nur noch der Vorschlag, für die CO2-Steuer eine hohe Mauer um D zu bauen, damit keine Gase aus China oder Indien zu uns gelangen, den Hauptverursachern des Klimawandels.
Mit einem Liter Diesel fahre ich mehr Kilometer als mit einem Liter Benzin. Richtig ist dann natürlich, den Diesel höher zu besteuern als Benzin, da die Energiedichte und der CO2-Ausstoss 13% höher ist - NOx und Feinstaub kommen noch obendrauf.
Die Behauptung des Dieselhersteller, nur mit Diesel wäre der CO2-Ausstoss der gesamten Fahrzeugflotte zu reduzieren, ist falsch, Hybridantriebe sind sparsamer.

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troka 12.07.2019, 12:56
274. Tellerrand

Dieses Interview ist ein Offenbarungseid und ein schulbuchmäßiger Beleg für die Unfähigkeit des kapitalistischen Systems, Probleme, wie hier die Umweltproblematik, zu lösen. Emissionshandel ist nichts anderes als der allseits bekannte Ablasshandel. Es geht hier nicht darum, die (schlechte) Tat als solche zu verhindern, sondern vordergründig um Geld. Die großen Konzerne, Hauptverursacher aller klimaschädlichen Prozesse, preisen dies einfach mit ein. An den Emissionen ändert sich nichts. Die CO2 Steuer versucht Druck auf den Endverbraucher auszuüben, um die Wirtschaft in keinster Weise zu reglementieren. Fatal, denn der wirtschaftliche, gesellschaftliche und Konsumdruck ist wesentlich höher als der Druck durch weiter steigende Preise das Konsumverhalten zu ändern. Einzig und allein ein Paradigmenwechsel der Wirtschaftsform kann dieses Thema bewältigen: gesetzliche Vorgaben zu Emissionswerten für Industrie und deren Produkte. Gesetzliche bindende Forschungsziele für F&E im Umweltsektor in allen Industriezweigen. Energiewirtschaft, (Grundnahrungs)Lebensmittelindustrie, Transportwesen (und Gesundheitswesen) in staatliche Hände mit den oben erwähnten Auflagen. Kurz, eine fundamentale Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise. Aber das wäre ja über den Tellerrand (der da nichts anderes ist, als die Abhängigkeit aller von wirtschaftlichen Strukturen) hinaus zu schauen. In der Welt des Kapitalismus scheint selbst dieses Denken verloren zu gehen.

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almeo 12.07.2019, 12:57
275.

Zitat von spon_8454681
[...] Das interessiert diese Klimaapostel nicht, sind ihre Eltern doch kaum in Berufen beschäftigt, die etwas mit Produktion zu tun haben. Das sind doch alles Gymnasiasten und Studenten, die meist "irgendwas mit Medien" oder "irgendwas mit Menschen" studieren. Mit dem normalen Leben von Menschen, die ihr Geld mit harter Arbeit verdienen und unter vielen Maßnahmen leiden würden, die diese Schnösel fordern, kennen die sich doch gar nicht aus.
Schön, dass Sie zu dieser Diskussion vor allem Vorurteile beitragen und genau das Klischee des "hamma schon imma so gemacht, wo kämen wir denn da hin?" bestätigen, gegen die die junge Generation gerade auf die Straße geht...

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Daniel72 12.07.2019, 12:58
276.

Eine angeblich wissenschaftliche Studie hat errechnet, dass bereits 1/3 mehr Bäume den CO2-Gehalt zu 2/3 mittelfristig kompensieren könnte.
Gerne bin ich bereit eine entsprechende CO2-Steuer zu tragen, sollte diese für die Aufforstung der benötigten Bäume verwendet werden. Das scheint mir eine sehr pragmatische Lösung. Der Anreiz, in neue CO2-arme Techniken (E-Mobil, neue Heizung, etc.) zu investieren um am Ende des Tages doch keinen Ausgleich vom Fiskus zu bekommen, ist mir nicht stark genug...

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Drehmoment 12.07.2019, 12:59
277. Alles auf den letzten Drücker!

Schon vor spätestens 20 Jahren hätte die Politik die Aufgabe gehabt, konsequent Anreize für eine ressourcenschonende und CO2-arme Wirtschaft zu setzen. Leider ist nichts passiert: Im Gegenteil. Der Flugverkehr und dicke Dienstwagen wurden subventioniert, Schienen wurden demontiert, alles wurde betoniert. Kritiker wurden als Ökos, Bremser und Hippies verspottet. So weit, so schlecht. Nun aber muss eine radikale Kehrtwende vollzogen werden. Denn je kurzfristiger ich agiere, desto drastischer müssen die Maßnahmen sein, um die Ziele zu erreichen. Wie eben bei jedem Projekt. Die Politik sieht sich jetzt mit einer von ihr selbst hochgezüchteten CO2-Lobby konfrontiert. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft auf eine harte Probe gestellt werden wird. Letztlich bleibt ja nichts anderes übrig, als CO2 signifikant zu verteuern. Dem kleinen Mann wird das weh tun. Der Millionär aber kann sich ohne Einschränkungen weiterhin seine Jacht und sein Privatjet gönnen und ein 500 PS Auto fahren. Weil es ihm völlig egal ist, ob der Liter Sprit nun 1,50 oder 10 Euro kostet. Das Volk wird das natürlich realisieren. Und es wird die Gesellschaft noch weiter spalten, als andere Posten dies nicht ohnehin schon tun (Mieten und Immo-Preise). Ich werfe der Politik vor, dass sie einfach nicht in der Lage ist, ihrer Lenkungsverantwortung nachzukommen. Wie gesagt, hätte man vor 20 Jahren angefangen, die Sache in eine vernünftige Bahn zu lenken, dann wäre jetzt vielleicht noch was zu retten. So aber wird es ein praktisch aussichtslostes Unterfangen. National, wie auch international.

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hundini 12.07.2019, 12:59
278. ^^

Eine Prämie für jeden nicht geborenen CO2-Erzeuger, bzw, Streichung
von Kindergeld und Elterngeld.
Migranten sind die perfekten Deutschen, die können sich kein Auto leisten...
Jeder der sein Auto verschrottet und nur noch E-Roller fährt sollte auch eine Prämie bekommen...Aber für was noch sein Geld raus schmeißen? Fürs Auto wohl nicht mehr...

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almeo 12.07.2019, 12:59
279.

Zitat von soalbei
[...] Der Staat wird niemals zulassen, dass er durch das korrekte Verhalten seiner Einwohner weniger "verdient", DAS ist Fakt.
Das ist wohl eher wilde Verschwörungstheorie...

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