Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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emil7685 12.07.2019, 13:05
290.

Zitat von syracusa
15 bis 20 kW? Woher haben Sie denn diesen grotesken Unsinn?
Ich frage mich wirklich, woher Sie die unfassbare Chuzpe haben, hier andauernd in diesem grotesk arroganten Ton diesen Schwachsinn zu verbreiten. Die kleinsten Brennwertthermen die es gibt haben eine Leistung von ~10 kW. Ein typisches Einfamilienhaus hat eine eingebaute Heizleistung von 20-30 kW.
Selbstredend müssen Sie an der Elektrik "was ändern" und einen Antrag bei Ihrem EVU stellen wenn Sie da eine Elektroheizung/Wärmepumpe installieren wollen.
Warum in Allerherrgottsnamen schreiben Sie andauernd diesen Schwachsinn in diesem absolut unerträglichen arroganten Ton?

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syracusa 12.07.2019, 13:05
291.

Zitat von manicmecanic
Der von Ihnen auf Ihre typische Art gerüffelte Kommentator mag falsch liegen,aber Sie liegen auch daneben mit dem typischen Einfamilienhaus das nur 8 KW Heizung nötig hätte.Egal in welches neuere Haus ich die letzte Zeit geguckt habe,da waren die Heizungen immer deutlich größer als 8 KW.Und die wurden alle von anerkannten offiziellen Meisterbetrieben geplant und eingebaut.
"offizielle Meisterbetriebe" legen Heizungen meist sehr großzügig aus. Motto: Viel hilft viel. Und mehr natürlich den Gewinn.

Fakt ist, dass die Heizlast typischerweise um die 8 kW beträgt, also idR zwischen 3 und 15 kW schwankt. Die Heizlast ist ein nach Normauslegungen ermittelter Wert, der in der Praxis aber so gut wie nie erreicht wird, weil dabei z.B. solare Gewinne nicht berücksichtigt werden. Wenn ein offizieller Meisterbetrieb dann in einem Haus mit 8 kW Heizlast eine 15 kW Heizung verbaut, dann ist das ein Problem für den Hausherrn, weil der zu viel bezahlt. Aber auch die 15-kW-Heizung wird dann nie mit mehr als 8 kW Leistung laufen.

Tatsächlich ist es sinnvoll, die Heizung eher knapp auszulegen. Bei 8 kW Heizlast würde ich eher eine 6 bis 7 kW Wärmepumpe installieren. Die zieht dann im Mittel ca 0,6 kW Strom, was aber zwischen 0,1 kW und ca 3 kW schwanken kann. Falls das an wenigen Stunden im Jahr nicht ausreicht, dann kann man immer noch einen 2 kW Heizlüfter dazu anschalten. Das ist wegen der Seltenheit solcher Vorfälle sowohl ökonomischer als auch ökologischer.

Ihr Einwand ist also Unsinn. Und noch mehr war das der Beitrag Ihres Vorredners, der statt real im Mittel 0,6 kW elektrischer Anschlussleistung dreiste 20 kW fabuliert hat.

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muzepuckel 12.07.2019, 13:07
292.

Zitat von jogola
Geringverdiener durch Steuerentlastungen zu helfen ist Wunschdenken.
Oh, das könnte man schon, durch eine deutliche Reduzierung der Mehrwertsteuer, aber gerade das wird mit Sicherheit nicht passieren.

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apfelmännchen 12.07.2019, 13:07
293.

Zitat von almeo
Das ist wohl eher wilde Verschwörungstheorie...
Das ist simple Mathematik.

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chinadragon 12.07.2019, 13:08
294. Leider sind weder Staatsführung noch die Bürger

so einsichtig, das für die nächsten Generationen notwendige zu Tun.
Eine Öko-Steuer ist ein System Linke-Tasche-Rechte-Tasche und wird niemanden motivieren aktiv zu werden. Die Wirkung für das Klima wird marginal sein und den „Bürger“ nochmals emotional negativ geladen zurücklassen.
Wo sind die echten Anreize die fossilen Stoffe im Verbrauch zurückzudrängen und den Bedarf zu senken.
Wo ist die Fortführung des Konzepts eines Hermann Scheer - der die SPD hätte weiter bringen können?
Wo sind die Anreize endlich mal alte Gebäude zu dämmen? Das habe ich vor 35 Jahren getan und keinen Audi gekauft. Mindestens 3 verpasste Jahrzehnte liegen ungenutzt und ungelöst hinter uns zurück.
Und der „Bürger“ jammert, dass er jetzt was tun soll??? Zinsen niedrig wie nie - Aktivitäten?
Und am Schlimmsten: die Jugend fährt immer noch auf Rollern mit 2-Takt-Motor???
Das machten wir vor 50 Jahren auch - was wurde dazugelernt???

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mlarsen 12.07.2019, 13:09
295.

Zitat von troka
Einzig und allein ein Paradigmenwechsel der Wirtschaftsform kann dieses Thema bewältigen: gesetzliche Vorgaben zu Emissionswerten für Industrie und deren Produkte. Gesetzliche bindende Forschungsziele für F&E im Umweltsektor in allen Industriezweigen. Energiewirtschaft, (Grundnahrungs)Lebensmittelindustrie, Transportwesen (und Gesundheitswesen) in staatliche Hände mit den oben erwähnten Auflagen. Kurz, eine fundamentale Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise. Aber das wäre ja über den Tellerrand (der da nichts anderes ist, als die Abhängigkeit aller von wirtschaftlichen Strukturen) hinaus zu schauen. In der Welt des Kapitalismus scheint selbst dieses Denken verloren zu gehen.
Ich muss fragen, ist das Satire ? Einem Staat, der quasi nichts auf die Reihe kriegt angesichts massiver Pannen, wollen Sie tatsächlich Energiewirtschaft, Lebensmittelindustrie, Transport- und Gesundheitswesen anvertrauen ? Das ist sozialistische Träumerei und der ist mit keiner Realität beizukommen. Einfach nur losgebrüllt ohne "realistische" Lösungen... das führt zu den Katastrophen und failed States, die wir schon öfter bewundern durften. Diesmal wirds aber sicher hinhauen, ganz, ganz ehrlich...

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gerald_hugo 12.07.2019, 13:11
296. Wirkung?

Zitat von hardeenetwork
Für die Zukunft der Menschheit. Wenn wir diesen Preis nicht bereit sind zu zahlen, bezahlen wir das mit einer Klimakatastrophe, wie sie die Menschheit noch nie erlebt hat.
Das erheben von Steuern ändert leider gar nichts an klimaschädlichem Verhalten, es erhöht lediglich die Einnahmen der Regierung.

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felisconcolor 12.07.2019, 13:12
297. Ja

Zitat von hexagon7467
Ihre Frau ist mitverantwortlich für den Klimawandel. Also sollte Sie auch ordentlich dafür zur Kasse bebeten werden. Die Subventionierung durch die Pendlerpauschale ist total ungerecht den Leuten gegenüber, die am Arbeitsplatz leben und ggf. höhere Wohnkosten haben.
und sie gehören zu der Klasse die nörgeln das in der Stadt wohnen so Sch... ist. Wenn jetzt alle anderen auch noch in die Stadt ziehen, was meinen sie wohl wo ihre Miete hin geht. Sicher nicht nach unten. Seien sie doch froh das es noch Menschen gibt die auf dem Land wohnen. Natürlich müssen auch diese Menschen zur Arbeit kommen. Aber ist ihnen ja egal. Sie lassen sich ja dann im Krankenhaus auch von einer Billigkraft pflegen. Hauptsache ihr Ego ist befriedigt. In meinen Augen sind sie nur ein kleiner Egoist. Solidarität ist nur was für andere. Deswegen würde mich keine 10tsd Pferde in die Stadt bekommen.

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ArnoNym 12.07.2019, 13:12
298. Richtig erkannt!

Zitat von Ex-Mitarbeiter
255. Ökosteuer 1999 Reloaded Wo ist eigentlich das ganze Geld der Ökosteuer von 1999 hin? Damals wurde in mehreren Schritten auf Gas, Strom und Sprit ganz schön drauf geschlagen. Soweit ich mich erinnere 15Ct/Liter Sprit. und was hat es gebracht?! Nix! Alter Wein in neuen Schläuchen. Schade das es nicht mal ein modernes Konzept gibt, das einem nicht immer nur ärmer macht.
Das ganze Geld findet sich natürlich im allgemeinen Haushalt der Bundesregierung wieder. Das wird sich mit weiteren Erhöhungen nicht ändern.

Bei mir hat es genau Null gebracht, da ich immer schon "unnötige" Fahrten weitgehend vermieden habe. Bei mir gibt's fast ausschließlich nur Fahrten zur Arbeit, am Wochenende nach Hause und zum wöchentlichen Einkauf. Diese Fahrten kann ich nicht reduzieren, also ist das CO2-Einsparpotential exakt Null. Und ich glaube nicht, daß andere Leute sich großartig anders verhalten.

Und zum Thema Heizölsteuererhöhung: Was soll der Blödsinn? Selbst relativ alte Heizungen liegen mit ihrem Wirkungsgrad sehr dicht am theoretischen Limit. Was könnte man durch Austausch verbessern? Auf Gas können viele Leute nicht wechseln, weil ein Gasanschluß fehlt. Mal wieder völlig unausgegorene Maximalforderungen. Aber man weiß ja wenigstens, wo's herkommt - typisch PIK!

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mlarsen 12.07.2019, 13:13
299.

Zitat von Daniel72
Eine angeblich wissenschaftliche Studie hat errechnet, dass bereits 1/3 mehr Bäume den CO2-Gehalt zu 2/3 mittelfristig kompensieren könnte. Gerne bin ich bereit eine entsprechende CO2-Steuer zu tragen, sollte diese für die Aufforstung der benötigten Bäume verwendet werden. Das scheint mir eine sehr pragmatische Lösung. Der Anreiz, in neue CO2-arme Techniken (E-Mobil, neue Heizung, etc.) zu investieren um am Ende des Tages doch keinen Ausgleich vom Fiskus zu bekommen, ist mir nicht stark genug...
Es sind ja nicht unsere Bäume, die fehlen. In baumreichen Ländern der 2. und 3. Welt wird gerodet um Tierfutter und Agrarsprit anzubauen. Aber wie soll man das stoppen ? Wir begünstigen diese Entwicklung sogar mit E10-Sprit. Jetzt haben wir Minuszinsen, DIE Gelegenheit um energetisches Bauen/Sanieren zu ermöglichen. Falls doch eine CO2-Steuer kommt, sollte diese genutzt werden um privaten Haushalten diese Möglichkeit schmackhaft zu machen. Wenn z.B. 70% der privaten Haushalte ihren eigenen Strom erzeugen würden, wäre dies ein großer Schritt. Ja, ich weiß, es wäre leider nicht DIE ultimative Lösung, aber zumindest stimmt die Richtung.

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