Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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syracusa 12.07.2019, 13:38
330.

Zitat von Byrne
Wenn die Heizlast zwischen 3 und 15 kW schwankt und im Mittelwert 8 kW beträgt, dann brauchen sie eine Heizung mit 15 kW und nicht eine mit 8 kW.
Ein wenig Mitdenken und Lesen wäre echt hilfreich. Die Heizlast definiert den MAXIMAL anzunehmenden Bedarf an Heizleistung eines gebäudes. Diese schwankt bei Gebäuden im Bestand je nach deren Größe und Dämmung zwischen 3 kW und 15 kW. Sie brauchen in einem schlecht gedämmten Haus maximal 15 kW Heizung, in einem gut gedämmten nur 3 kW.

Ein durchschnittliches EFH hat eine Heizlast von ca 8 kW, und deshalb reicht da eine 8 kW Heizung auch dicke aus. Warum diese eher sogar überdimensioniert ist, habe ich schon erläutert.

Aber auch in einem schlecht gedämmten Haus mit 15 kW Heizlast zieht eine 15 kW Wärmepumpe im Mittel nur 3 kW und maximal ca 8 kW Strom. Selbst da wäre also Ihr Vorredner mit seiner Angabe von 20 kW elektrischer Anschlussleistung weit an der Realität vorbei.

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fluxus08 12.07.2019, 13:39
331. Sie haben

Zitat von Bergbauernbua
Sehr geehrte Damen und Herren, Fakt ist, wir haben: 1. Eine Ökosteuer in Form eines Aufschlages auf die Spritpreise 2. Eine Energiesteuer im Rahmen der ökologischen Steuerreform seit 1999 3. Eine EEG Umlage 4. Umsatzsteuer 5. Stromsteuer 6. KWKG-Umlage Ich frage ganz direkt, hält man den deutschen Verbraucher für blöd?
noch die Luftverkehrabgabe seit 2011 vergessen, worüber der Staat mittlerweile allein über 1,2 Mrd. Euro einnimmt.
Frankreiches neue CO2-Abgabe auf Flugtickets soll nur rd. 200 Millionen einbringen.

Insofern haben Sie absolut recht, dass uns der Staat extrem verarscht und für dumm verkauft.

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splus 12.07.2019, 13:40
332. muss für alle gelten

sicherlich würde eine Preiserhöhung dazu führen, dass Alternativen attraktiver werden. Allerdings brauchen wir auch erstmal ernstzunehmende Alternativen. Außerdem sollte das nicht nur zu Lasten der Privathaushalte gehen. Die Industrie darf nicht ausgeschlossen werden.

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jim_rewop 12.07.2019, 13:41
333. Ihr Ernst?

Zitat von heidelbeere0815
Die Bepreisung von CO2 finde ich gut, allerdings werden 37 ct mehr je Liter die Fahrleistungen nicht senken. Und damit wird der CO2-Ausstoß auch nicht sinken. Da braucht es ganz andere (auch preisliche) Anreize!
Mal Hand aufs Herz.
Meinen Sie wirklich, dass selbst wenn wir in Deutschland die Preise für fossile Brennstoffe verdoppeln oder verdreifachen würden, es einen messbaren Effekt auf das (Welt)klima hätte?
Ich hege da so meine Zweifel.

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Kosmolan 12.07.2019, 13:41
334.

Zitat von echobravo
Ich denke, wir haben hier die tolle Möglichkeit, etwas zu ändern. Gerade Pendler verursachen jeden Morgen und jeden Abend Unmengen an Abgasen. Eine CO2 Steuer hilft hierbei: Man zieht näher an den Arbeitsort. Man geht oder fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Oder man mietet sich eine Zweitwohnung, wenn man die Residenz mit 500qm Grundstück nicht verlassen möchte, und fährt nur an den Wochenenden nach Hause. Hierzu kann man Fahrgemeinschaften bilden. Weiterer positiver Nebeneffekt: Die meisten Menschen arbeiten in deutschen Städten mit gut ausgebautem und pünktlichem Nahverkehr. Wenn durch die CO2 endlich die unseelige Landflucht endet, und die Versiegelung von Acker und Grünland hierdurch gestoppt wird, kommen auch die Bienen und Vögel zurück. Des weiteren ist es auch nicht nötig, mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen. Das durch die neue Wohnung in der Stadt gesparte Geld kann man gut nutzen, um mit der Bahn für eine Woche an die Ostsee zu fahren.
Umziehen? Zweitwohnung? Bezahlen Sie mir einen Umzug oder eine nähere aber teurere Wohnung? Ach und was ist mit dem CO²-Austoß, wenn demnächst alle mit dem Umzugswagen durch die gegen fahren?
Bitte erklären Sie mir das, ich bin neugierig!

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oldsiamsir 12.07.2019, 13:41
335. Kein Blödsinn

Zitat von post_fuer_tutu
Das ist Blödsinn. Wir wohnen in der Nähe von Berlin, ich arbeite in Berlin, meine Frau in entgegengesetzter Richtung in einem Krankenhaus. Sollen wir uns nun trennen und zwei Haushalte gründen, damit keiner mehr pendeln muss? Bitte erst nach denken, dann Unsinn verbreiten
Es bleibt trotzdem Ihre persönliche (Ihrer beide) Entscheidung. Vielleicht können Sie an den Ort des KKH ziehen und Sie pendeln jeden Tag mit dem Zug. ;) Geänderte Rahmenbedingungen können geändertes Handel zu Folge haben. Das ist bei der Klimapolitik über den Geldbeutel das Ziel. Und wer viel CO2 verursacht zahlt halt viel. Diese Personen wurden nämlich bisher von der "Umwelt" gleichsam subventioniert. Sie also auch!

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syracusa 12.07.2019, 13:41
336.

Zitat von Kosmolan
Das sich das Klima in den vergangenen Jahrmilliarden mehrfach geändert hat, ist Ihnen aber bewusst?
Ihnen scheint aber nicht bewusst zu sein, dass das Klima sich nur in extremen Katastrophenfällen so schnell verändert hat wie heute. Da gehört beispielsweise der Asteroideneinschlag dazu, der die Saurier aussterben ließ.

Wenn die aktuelle Klimakrise so langsam verlaufen würde, wie die normalen Klmawandel der vergangenen Äonen, dann hätten das Leben zig Jahrtausende Zeit, sich anzupassen. Dummerweise haben die Spezies diese Zeit jetzt nicht, und wenn das Artensterben so weiter geht wie bisher, dann dauert es nicht lange, bis auch der Spezies Mensch das Stündlein schlägt.

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g.peters 12.07.2019, 13:41
337. Abzocke

Mal abgesehen davon, dass der Klimawandel nicht aufzuhalten ist - schon allein deswegen, weil die Natur sich niemals besiegen lassen wird - wird hier schon wieder daran gedacht, den Reichen freie Fahrt zu gewähren weil durch sich durch die Verteuerung nur noch gut Verdienende den Sprit leisten können. Es sollte vielmehr darum gehen, das Verhalten der Menschen zu beeinflussen. An erster Stelle steht dabei für mich der Mensch selbst. Soll heißen: überall auf der Welt muss das Wachstum der Menschheit zurückgehen. Und zwar rigoros. Denn weniger Menschen bedeuten weniger Landwirtschaft, damit erheblich weniger CO2 und erheblich mehr Natur. Für jeden Staat und jedes Bundesland - wo auch immer - sollten mindesten 70% Natur und nur 30% Menschen leben. Es kann nicht sein, dass ständig Wachstum um jeden Preis gefordert wird um einerseits die Armut hoch zu halten (denn je mehr Armut, umso mehr wird geglaubt) und andererseits um die Kassen der Konzerne zu füllen (je mehr Menschen, umso höher der Verbrauch). Es wird endlich mal Zeit, sich mit weniger zufrieden zu geben, anstatt immer Koch mehr haben zu wollen. Insofern ist die Marktwirtschaft der größte Feind des Klimas!

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andre_36 12.07.2019, 13:41
338.

Zitat von Gluehweintrinker
...und diese beruht auf absoluter Freiwilligkeit. Vor 50 Jahren hätte man Menschen für verrückt erklärt, wenn diese eine tägliche Pendelstrecke von zwei mal 65 km mit dem PKW fahren wollten. "Mobilität wird heutzutage erwartet." Ach, wirklich. Ich denke, das Krankenhaus akzeptiert auch Mitarbeiter, die in der Nachbarschaft wohnen. Es handelt sich also, wie wir lesen, um eine einzelne Person, welche in einem Kraftfahrzeug mit 6 Liter Dieseltreibstoff auf 100 km unterwegs ist. Halten Sie das für angemessen? Genau für solche Pendelstrecken eignen sich extrem sparsame Minifahrzeuge mit geringstem Treibstoffverbrauch von 3 Litern auf 100 km bzw. ein E-Mobil mit geringer reichweite ab 200 km. Dann hätten Sie nur noch Stromkosten, gar keine Benzin- oder Dieselkosten mehr. Und mit einem Vertrag für Stromlieferungen aus 100% Erneuerbaren Energien fiele noch nicht mal eine CO2-Steuer ab. Niemand hat versprochen, dass unsere Party, die wir seit den 1980er Jahren feiern in Form grenzenlosen und weiter wachsenden Rohstoffverbrauchs, ungebremst und gleichbleibend billig (bzw. immer billigern werdend) so weiter gehen würde. Und wenn man dafür einen Kurzurlaub mit dem Flieger streichen muss, ja - dann wird das eben so sein. In 50 km Umkreis um Ihren Wohnort werden auch Sie garantiert passende Erholungsmöglichkeiten finden. Übrigens: die Gattin darf eine Entfernungspaschale von ca. 4.300 EUR absetzen. Denkbar ist, die CO2-Steuer in Stufen über drei Jahre einzuführen, z.B. 3x 12 Cent zusätzlich. Denkbar ist dann auch, in ebensolche Stufen, z.B. 3x plus 3 Cent/km die Pendlerpauschale zu erhöhen. Damit entlastete man den Weg zum Job, aber nicht das Fahren aus privaten Gründen. Kinder zur Schule zu fahren, obwohl sie zu Fuß gehen könnten, gehört mit dazu.
Im Grunde haben Sie ja Recht. Aber leider ist das alles komplizierter, als ausgeführt. Es beginnt damit, dass Arbeitslose jedes Jobangebot annehmen müssen. Auch wenn der Arbeitsplatz 100 km weit vom Wohnort liegt. Neue Wohnung in Arbeitsnähe findet man nur mit Glück. Elektroauto kann sich ein Arbeitsloser / Niedriglöhner nicht leisten. Zugverbindungen sind katastrophal. Natürlich ist das Pendeln eine Umweltsünde. Leider wird es tatsächlich erwartet. Auch von den vielen Rentnern im SpON- Forum, die sich über die faulen Arbeitsverweigerer entrüsten.

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compvideo 12.07.2019, 13:43
339. Konsequent unfähig ....

Ich kann dieses Gelaber von "Sachverständigen" die wie die Made im Speck leben, nicht mehr hören. Haben die sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Rentner, Geringverdiener oder Pendler, die viele km am Tag zur Ausübung ihres Berufes fahren, diese Kosten noch stemmen können? Treibt die Menschen doch weiter zur AFD, ihr werdet es bestimmt schaffen! Hat denn eine Preiserhöhung schon einmal Erfolg gebracht? Kurzfristig ja, langfristig eindeutig nein ! Was interessiert den Fahrer eines Geschäftswagens (i.d.R. kein Kleinwagen) eine Preiserhöhung von einigen Cent, die er voll von der Steuer absetzt. Und die MWSt wird als Vorsteuer angerechnet, also überhaupt nicht bezahlt! Und glauben sie doch nicht das Märchen einer Zurückzahlung. Ich habe noch nie etwas vom Staat zurück bekommen! Die sind ja nicht mal in der Lage „vorübergehende“ Steueraufschläge zurückzufahren.
Liebe Politiker, kümmert euch endlich um Lösungen, die Zukunft haben. Vermindert den Verkehr so wie es dringend erforderlich ist. Drosselt den Verbrauch, aber tut endlich was, was auf allen Schultern getragen werden kann. Schafft endlich die unsinnigen Steuermodelle ab, wo Mitarbeiter anstelle einer Gehaltserhöhung einen Geschäftswagen bekommen, der dann voll von der Steuer abgesetzt werden kann. Drängt die Lkws von der Straße auf die Schiene. Zwischenzeitlich wird (trotz Preiserhöhungen) eine komplette Autobahnspur von LKWs belegt. Gebt eine Höchstgeschwindigkeit vor. Österreich ist uns da einiges voraus. Während dort der Brennerbasistunnel bereits eifrig gebaut wird (Fertigstellung 2028) gibt es hier noch nicht mal eine Entscheidung zugunsten einer Bahntrasse zum Brennertunnel. Lt. Söder-Interview ist mit einer Fertigstellung der Bahnstrecke auf deutscher Seite frühestens 2040 zu rechnen! Führt eine Maut für Alle ein. Wer mehr fährt zahlt mehr! Schwerere und umweltunfreundliche Autos müssen einfach eine höhere Mautgebühr bezahlen! Laßt einfach keine Autos mehr zu, die den Umweltansprüchen nicht mehr genügen! Warum kommt ein Audi A8 (oder Ähnliche) auf den Markt, der eine 18-fach höhere Schadstoffbelastung gegenüber einem Kleinwagen ausweist? Bietet Pendlern endlich billigere Zugtickets auf zumutbaren Strecken an. Und fördern sie den Bahnausbau (auch Busse) gerade im ländlichen Bereich! Fordern sie endlich eine Kerosinsteuer! Und hört endlich auf, die unsinnige E-Mobilität allem anderen vorzuziehen. Haben sie sich schon mal darüber informiert, wie die für Batterien erforderlichen seltenen Erden gewonnen werden? Lithiumgewinnung wird, gerade in Südamerika, weite Landstriche derart beschädigen, daß die dort lebenden Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt werden. Lt. einem ADAC-Leserbrief wartet ein E-Smart-Besitzer, schon mehrere Monate auf eine neue Batterie (Preis 17500 € ohne MWSt) Wie teuer werden die Batterien wohl für die neuen SUV-Modelle? Würden sie einen Gebrauchten kaufen, bei dem sie nicht wissen, wie lange die Batterie noch hält? Werden solche Gebrauchtwagen nach solch kurzen Laufzeiten dann hier entsorgt oder einfach ins europäische Ausland verschoben (wie beim Diesel geschehen)?

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