Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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barbierossa 12.07.2019, 14:08
370. Herr Schmidt und Herr Edenhofer!

Danke für diese nüchternen, durchdachten und hilfreichen Auskünfte. Eventuell hätte noch - für die ganz Begriffstuzigen - hinzugefügt werden können, dass die "zusätzlichen Belastungen" auf die Bürger ja nur dann zukommen, wenn sie ihren Energieverbrauch, bzw. die damit im Zusammenhang stehenden CO2-Emissionen NICHT zurückfahren. Jene also müssen mehr zahlen, die nichts zur Rettung einer gerade noch so erträglichen Umwelt beitragen wollen. Sollte die Lenkungswirkung der CO2-Steuer stärker und schneller einsetzen als von den Fachleuten prognostiziert, so verstehe ich sie in dem Intervie dergestalt, dass dann auch nicht die derzeit vorgeschlagenen Steueraufschläge im Jahr 2030 notwendig wären. (So, wie umgekehrt, falls die Lenkungswirkung schwächer als prognostiziert ist, die Aufschläge höher ausfallen müßten)

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Ökofred 12.07.2019, 14:09
371. Tja

Zitat von astistia
müssen Sie mir erklären. Weil der Sprit billiger ist drehen wir alle nach und vor der Arbeit noch eine Extrarunde um den Block oder was ?
40% aller gefahrenen Kilometer sind nicht zu oder von der Arbeit oder irgendwie mit Arbeit verbunden.

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peppi59 12.07.2019, 14:09
372. Frau Merkel

schlägt eine "marktwirtschaftliche" Lösung vor. Was heißt das denn wieder? Auf freiwilliger Basis? Zeitverzögerung? Statt endlich zu handeln, ist das alles unglaublich zäh.

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2023erik 12.07.2019, 14:11
373. Toll collect

Ja lieber Politiker meiner Meinung nach haben die toll collect versammelt und jetzt fehlt Geld also wir die Dummen müssen ran alles wird teuer nicht nur das Benzin essen trinken usw. die Speditionen werden dann auch ihre Preise machen Danke

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erlachma 12.07.2019, 14:13
374.

Zitat von apfelmännchen
Mit einem Liter Diesel fahre ich mehr Kilometer als mit einem Liter Benzin. Richtig ist dann natürlich, den Diesel höher zu besteuern als Benzin, da die Energiedichte und der CO2-Ausstoss 13% höher ist - NOx und Feinstaub kommen noch obendrauf. Die Behauptung des Dieselhersteller, nur mit Diesel wäre der CO2-Ausstoss der gesamten Fahrzeugflotte zu reduzieren, ist falsch, Hybridantriebe sind sparsamer.
So viel Falsches in so wenigen Zeilen...
Natürlich kann man Diesel höher besteuern als Benzin, mit der Begründung der Energiedichte. An der Stelle kann man dann aufhören zu denken. Oder man denkt weiter und überlegt sich: warum ist Benzin eigentlich höher besteuert? Ob das vielleicht daran liegt, dass der gesamte öffentliche Verkehr, so nicht elektisch, auf Diesel basiert? Und die höhere Kosten daher direkt an den Konsumenten weitergegeben werden müssen? Das führt zu höheren Ticketpreisen für Bus und Bahn, teureren Produkten, etc. pp. - kann man wollen oder auch nicht. Aber man sollte es mit einrechnen.

NOx und v.a. Feinstaub sind heutzutage ein Problem der Turbo-Benziner, nicht der Diesel.
Und natürlich ist der CO2-Ausstoß mit Diesel geringer, weil technologiebedingt (Wirkungsgrad!) weniger Energie verbraucht wird, selbst nach Einberechnung der Energiedichte des Kraftstoffs.

Die Aussage, dass Hybride sparsamer sind als Diesel, ist so pauschal falsch. Ein Hybrid ist wegen der Doppelmotorisierung und Zusatzgewicht der Batterie immer weniger sparsam als ein leichteres Fahrzeug. Nur, solange die Batterie geladen ist, wird als Energie eben mehr Strom und weniger Treibstoff verwendet - die Energie wird dennoch verbraucht.
Besondern stark fällt das dann auf, wenn der Akku leer ist. Da verbraucht ein Toyota Prius dann schonmal mehr als ein BMW M3.

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Stephan H. 12.07.2019, 14:13
375. Gute Argumentation

Zitat von scsimodo
Und wenn DE mit einem weltweiten Gesamtaustoss von 2% die Emmissionen um - sagen wir mal - 50% senkt bringt das weltweit genau was? Nix, nada, es sei denn wir bauen eine Kuppel um Deutschland.
dann machen alle weltweit nix und alles ist gut. Kann jeder mit dem Finger auf andere zeigen. Wir sollten auch aufhören bei Ernteausfällen, Hochwasser- und Stumschäden etc. staatliche Hilfe einzufordern. Also zumindest für 98%. Beispiel: Wenn nun die Bauern 100Mio für Ernteausfälle haben wollen: 2 Mio gibts von uns Steuerzahlern und die restlichen 98% müssen die sich woanders herholen. Wäre auch gerecht denn es kommen ja nur wirklich 2% von uns. Spart uns nen Haufen Geld für das wir Strassen und Parkplätze bauen können.

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thomasb1312 12.07.2019, 14:14
376.

Dann können die ganzen geringverdienenden Pendler die sich arbeitsplatznahe Wohnungen nicht leisten können alle gleich klimaneutral in Hartz IV machen. Großverdienern ist das eh egal, Nicht-Verdiener trifft es eh nicht. Bluten soll wieder die Mittelschicht die den Laden am Laufen hält und das ganze wegen irgendwelcher Computer-Modelle sonst beschäftigungsloser Wissenschaftler.

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post_fuer_tutu 12.07.2019, 14:16
377.

Zitat von oldsiamsir
Es bleibt trotzdem Ihre persönliche (Ihrer beide) Entscheidung. Vielleicht können Sie an den Ort des KKH ziehen und Sie pendeln jeden Tag mit dem Zug. ;) Geänderte Rahmenbedingungen können geändertes Handel zu Folge haben. Das ist bei der Klimapolitik über den Geldbeutel das Ziel. Und wer viel CO2 verursacht zahlt halt viel. Diese Personen wurden nämlich bisher von der "Umwelt" gleichsam subventioniert. Sie also auch!
Natürlich bleibt es meine Entscheidung, aber haben Sie mal versucht, aus dem Umland Nachts um halb drei in Berlin Ihren Dienst anzutreten? Einer muss Pendeln klar, aber Sie können nicht ernsthaft vorschreiben wollen, dass in einer Ehe nur noch einer Arbeiten darf? Genau das schreiben Sie im Ergebnis ja. Klar Zug ist geil, nutze ich auch. Aber wie zum Bahnhof kommen? Bus können Sie vergessen. Der fährt morgens und abends einmal. Nachts hahaha. Und Sorry, Nachts mir Rad Landstrasse. Sorry ist mir echt nichts, dafür sehe ich zu viele Verkehrsunfälle. Die Welt funktioniert nicht immer so, wie einige Ökofreaks es sich vorstellen. Wir haben Übrigens einen Garten, da gibt es Bienen, Hummeln und viele andere bedrohte Kleintiere. Was macht Ihr Städter für die Insekten? Soviel dazu, wer hier von der Natur subventioniert wird.

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Hans-Dampf 12.07.2019, 14:16
378.

Zitat von Gluehweintrinker
1. Der ÖPNV muss deutlich besser werden. Das ist die Voraussetzung für die Zurückdrängung des Autos. Setzen Sie sich für verbesserten ÖPNV ein? Darüber hinaus lässt es sich in Bus und Bahn bestens entspannen, lesen, dösen, Musik hören, chatten.
Ein "besserer" ÖPNV kostet - und das nicht wenig. Es sind ja nicht nur die reinen Investitionskosten, sondern auch die Folgekosten. Das Geld muss ja irgendwo herkommen - zurzeit von Fahrgästen und etlichen Bezuschussungen. AFAIK wird nur in München der ÖPNV in Deutschland kostendeckend betrieben.
Hier im Köln-Bonner Raum wurde nachgerechnet, dass allein 10% mehr Pendler, die vom Auto auf den ÖPNV umsteigen würden, eine Verdoppelung der Kapazität zur Folge hätte. Und selbst für die Lösung der jetzigen Probleme ist kein Geld da und es wird heiß diskutiert, ob denn eine Fahrpreisanpassung von zusätzlich 2,5% pro Jahr ausreichend sein würde.
Es nutzt ja ein ÖPNV nichts, bei dem das Kurzstreckenticket 5 EUR kostet und die Fahrt in die Nachbarstadt 20 EUR.

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guzzibiker 12.07.2019, 14:17
379.

Zitat von mwroer
Die Niederlande fallen da schon mal weg - wir fahren zum tanken nach Deutschland :)
auch nach der Einführung der CO2-Steuer?? :-)

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