Forum: Wirtschaft
Gutachten zur CO2-Steuer: "Für die Autofahrer würde sich der Benzinpreis um 37 Cent e
Patrick Pleul / DPA

Ein neues Gutachten der Wirtschaftsweisen setzt die GroKo unter Druck. Die Forderung: CO2 braucht einen Preis. Aber den Streit um die Klimasteuer wollen die Ökonomen Christoph Schmidt und Ottmar Edenhofer nicht entscheiden.

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sverris 12.07.2019, 11:14
60.

Als Geringverdiener sage ich: Einige von den Kommentatoren haben offenbar nicht verstanden, dass es so nicht weitergeht. Wer dazu mehr Umverteilung will, soll die entsprechenden Parteien wählen. Wer jetzt immer noch rumheult, dass Mehrkosten zu erwarten sind, darf sich mal die Mehrkosten anschauen, die der Klimawandel jetzt schon erzeugt - durch Trockenheit, Hitze, Unwetter, Überschwemmung, teils auch verstärkte Flucht aus Afrika etc. pp.

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thomas.kuelpmann 12.07.2019, 11:14
61. Dann schreiben Sie

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Wir Verbraucher ignorieren seit Jahrzehnten den Spritverbrauch und sollen dafür jetzt die Konsequenzen tragen? Unverschämtheit, was bildet sich die Politik ein, dass wir für unsere Schäden bezahlen sollen und sie nicht einfach an die nächste Generation weiter gegeben werden. Dafür hat man doch Kinder. Schon um 1980 hatte VW ein vier Liter Auto in der Klasse zwischen Polo und Golf fertig entwickelt, es aber wegen geringer Marktchancen nicht angeboten. Auch der Audi A2 als 3l Auto blieb ein Ladenhüter. Wer nicht hören will, muss fühlen.
dem Kunden vor, welchen Komfort er maximal zu erwarten hat und welchen nicht.

Ich werde es müde zu sagen, aber bei einem Auto mit 4l Verbrauch/100km im Schnitt (wenn die denn erreicht werden) heisst dass, dass (im Schnitt) während der Fahrt nicht mehr als, grob gerechnet, 10kW Motorleistung abgerufen werden dürfen.

Das entspricht einem Verbrauch aus dem Tank von ca. 4 Litern.

Wollen Sie echt so ein Auto fahren?

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gedu49 12.07.2019, 11:14
62. Wie denn ?

Zitat von spon_8440452
37 cents sind ca 20% mehr, das sollte sich doch in dne naechsten Jahren leicht durch effizientere oder kleiner Autos machen lassen. Geringverdiener, die ueberdurchschnittlich betroffen sind, koennte man durch Steuerentlastugen oder aehnliches auf anderer Seite helfen (das ist natuerlich Wunschdenken...).
Wenn ein Geringverdiener seinen Arbeitsplatz nur per Auto erreichen kann und beispielsweise nur 100 € Steur zahlen muss, wie will man den dann um 200 € entlasten ?

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mwroer 12.07.2019, 11:15
63.

Zitat von jeby
Die Realität sieht aber so aus, dass wenn der deutsche Staat an einer Stelle die Steuern extrem erhöht, er sie an einer anderen Stelle trotzdem nicht senken wird. Er mag es nun einmal, mehr Geld einzunehmen. Außerdem wird so ein extrem teures Benzin zum Tanktourismus führen. Jeder, der nicht wer weiß wie weit von einer Grenze entfernt wohnt, wird im Ausland tanken. Da sollte es billiger sein.
Die Niederlande fallen da schon mal weg - wir fahren zum tanken nach Deutschland :)

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jogola 12.07.2019, 11:16
64. Stimmt !

Zitat von spon_8440452
37 cents sind ca 20% mehr, das sollte sich doch in dne naechsten Jahren leicht durch effizientere oder kleiner Autos machen lassen. Geringverdiener, die ueberdurchschnittlich betroffen sind, koennte man durch Steuerentlastugen oder aehnliches auf anderer Seite helfen (das ist natuerlich Wunschdenken...).
Geringverdiener durch Steuerentlastungen zu helfen ist Wunschdenken.

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syracusa 12.07.2019, 11:17
65.

Zitat von spon_8440452
37 cents sind ca 20% mehr, das sollte sich doch in dne naechsten Jahren leicht durch effizientere oder kleiner Autos machen lassen.
Nein, das ist nicht so einfach. Zwar sind die Verbrennungsmotoren in den letzten Jahrzehnten erheblich effizienter geworden, aber diese Gewinne sind mehr als verpufft dadurch, dass diese Effizienz sich in höheren Nennleistungen niederschlagen, die aber nicht häufiger abgerufen wird, so dass wg des niedrigeren Teillastniveaus sich der Verbrauch sogar erhöht. Man kann die Verbrennungsmotoren aber wg höherer Effizienz nicht einfach kleiner machen, denn die innere Reibung im Motor skaliert in der zweiten Potenz mit der Größe, die Leistung aber mit der dritten Potenz. Kleine Motoren verschleißen extrem viel schneller, und die wenigsten Autobesitzer wollen sich alle 50.000 km einen neuen Motor kaufen.

An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei.

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frank.huebner 12.07.2019, 11:17
66. Asozialste Lösung von allen!

Diese CO2-Steuer in der Auslegung wird die für Gering- und Kleinverdiener ene Katastrophe! Die können sich mangels Rücklagen kein E-Auto leisten (was aus Umweltgründen auch eine Katastrophe ist). Gutverdiener werden die höheren Benzinpreise schulterzuckend zahlen, Unternehmen werden die Mehrkosten auf den Verbraucher umlegen oder als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen, da bezahlt dann wieder der Steuerzahler die Zeche. Eine Alternative wäre nur ein allgemein verfügbarer, gut ausgebauter und kostenloser ÖPNV sowie Steuerentlastungen für Geringverdiener. Immerhin zahlen wir ja die Ökosteuer auch noch. So ist die Lösung einer CO2-Steuer abzulehnen, weil der den Verbrauch nciht mindern wird. Haus- und Wohnungseigentümer müssten massiv beim Einbau neuer Heizungen gefördert werden etc. Das ganze ist eine Schnappsidee.

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muunoy 12.07.2019, 11:17
67. Falschannahmen

Zitat von memnoch
...wenn die Kosten für Transport und Dienstleistung in der Logistik steigen. Nicht verständlich ist die Aussage, dass Geringverdiener weniger Auto fahren... Klar, wenn man in einer Großstadt wohnt und die Augen verschließt, dann mag das richtig sein. Aber auf dem Land hat mein oft keine Alternative zum Idividualverkehr. Mal wieder nur viel zu kurz gedacht....
Im Interview werden gleich mehrere Falschannahmen gemacht bzw. Fakten verschwiegen. Zunächst einmal erschließt es sich mir nicht, warum durch eine höhere Bepreisung von fossilen Energieträgern CO2 Emissionen eingespart werden sollen. Die werden ja jetzt schon hoch besteuert. Die Annahme dahinter ist wohl, dass wir alle aus Jux und Dollerei mit dem Auto durch die Gegend fahren, in Flugzeuge steigen und die Heizung in der Wohnung aufdrehen. Diese Annahme ist falsch. Die zweite Falschannahme ist, dass man eine CO2-Bepreisung sozial gerecht gestalten könne und dennoch die Emissionen sinken. Das ist selbstverständlich völliger Blödsinn. Nur dann, wenn sie die Menschen nicht mehr leisten können, in den Urlaub zu reisen oder gar zur Arbeit zu fahren oder zu Wohnen, wird es zu einer Reduktion von CO2-Emissionen kommen. Positive Alternativen wie ein japanisches Bahnsystem oder einen ÖPNV wie in Singapur fassen die sog. Experten ja noch nicht einmal ins Auge. Folglich muss Reisen und Wohnen drastisch verteuert werden. Das trifft selbstverständlich am härtesten die, welche nicht so viel haben. Die Lüge, der Staat würde irgendwie was zurück geben, wird wohl nur verbreitet, um Gelbwestenproteste zu vermeiden. Da werden dann imaginäre Härtefonds (was wäre denn eine Härte?) erfunden. Nach der großen Soli-Lüge glaubt so einen Stuss doch kein normal denkender Mensch mehr.
Sie erwähnen nun die nächste Falschannahme, dass Geringverdiener weniger CO2 emittieren als Gutverdiener. Begründet wird der Stuss selbstverständlich nicht. Zumindest an mir kann ich jedoch exakt das Gegenteil feststellen. Früher lebte ich mal in prekären Verhältnissen und anfangs kam auch nicht so viel Knete rum. Heute als Selbständiger gehöre ich zumindest nach SPD-Definition zu den pösen Reichen. Seitdem kann ich mir deutlich verbrauchsärmere Autos leisten. Mein Dienstwagen ist eine sehr sparsame Diesel-Limousine. Mein Privatwagen ist ein spritschluckender Sportwagen, den ich eigentlich längst hätte abstoßen wollen. Aber wegen der irren Diskussionen in Deutschland warte ich das noch ab. Der Nachfolger wird vermutlich ein E-Auto, was natürlich auch CO2 emittiert (noch so eine Falschannhame, dass E-Autos kein CO2 erzeugen). Ich kann mir das halt leisten. In dem von mir gekauften Niedrigenergie-Haus zahle ich kaum noch für Energie. In der frühe bewohnten noch nicht einmal halb so großen Mietwohnung waren meine Energiekosten ganz erheblich höher. Ach ja, da ich beruflich häufig mit dem Flieger unterwegs bin, kann ich ggf. auch Urlaub dran hängen und brauche dann privat nicht fürs Fliegen zahlen oder nutze die Meilen für die Privatflüge. Als ich noch nicht so viel verdiente, hatte ich diese Möglichkeit nicht. Die Behauptungen des "Experten" entbehren also jeglicher Grundlage und sind einfach nur als dummes Zeug zu klassifizieren.

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wwissen 12.07.2019, 11:17
68. Das Thema "Flüchtlinge"...

Zitat von Schraubverschluss
die Migration lassen wie uns daneben nicht mehr offen mitgeteilte zig Milliarden kosten.
... muss ja irgendwie untergebracht werden, gelle? Und auch die dazugehörige Verschwörungstheorie darf nicht fehlen.
Aber gut, dann mach ich mit! Denn wenn SIE mit Ihrer Ignoranz betreffend das Thema Klimaschutz nicht umdenken und nicht auf Ihre Dreckschleuder aka Auto verzichten wollen, dann wird das Thema Migration noch VIEL größer als Sie es sich vorstellen können. Denn dann kommen die Menschen aus Afrika, weil sie in ihrer Heimat schlicht nicht mehr überleben können vor lauter Hitze.
Aber vielleicht haben Sie ja Glück, sind schon alt genug (Ein alter weißer Mann? Könnte sein, bei Ihrer Einstellung.), um das nicht mehr erleben zu müssen. Gute Besserung.

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puglio 12.07.2019, 11:17
69. 37 Cent sind ok

Ich halte eine Kostensteigerung von 37 % für durchaus verkraftbar. Derzeit ist der Sprit einfach zu billig. In meiner Nachbarschaft bin ich der einzige, der häufig mit dem Fahrrad fährt um seine Besorgungen zu machen. Vor den "Einfamilienhäusern" stehen teils bis zu 6 Fahrzeuge, jeder noch so kleine Weg wird mit dem Auto gemacht. Solange so etwas noch finanzierbar ist, werden viele Menschen nicht auf klimaneutrale oder klimagünstigere Fahrzeuge umsteigen sondern weiter mit dem Auto durch die Welt fahren.
Fakt ist, dass die Temperaturen immer weiter steigen, wird jetzt nichts gemacht, zahlen unsere Nachfahren den zigfachen Preis für unsere Bequemlichkeit.

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