Forum: Wirtschaft
Härteres Gesetz: Was die neue Mietpreisbremse bringt
DPA

Die Wohnungssuche kann manchmal zum Horrortrip werden, vor allem in den Metropolen. Eine schärfere Mietpreisbremse soll Wucherern jetzt Einhalt gebieten. Darum geht es.

Seite 1 von 9
supergrobi123 05.09.2018, 17:20
1. Sanktionen fehlen.

Ein Gesetz wird erst dann fruchten, wenn seine Nichteinhaltung entsprechende Strafen durch unseren Rechtsstaat vorsieht.
Solange das Schlimmste, was einem Mietwucherer passieren kann, ist, dass er am Ende "nur" die maximal zulässige Miete kassiert, solange werden es die Wucherer immer weiter erstmal mit der Abzocke probieren. Viele Mieter dürften sich schlicht nicht trauen, sich mit dem Vermieter anzulegen und halten lieber den Mund.
Eine empfindliche Geldstrafe sollte gegen Mietwucher heilsam sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrsager26 05.09.2018, 17:22
2. Das Gleichgewicht der Kräfte

existiert auf dem Wohnungsmarkt schon lange nicht mehr und so werden vor lauter Verzweiflung Gesetzeskrücken geschaffen .Vermutlich werden wir in einem halben Jahr die ersten negativen Erscheinungen des Gesetzes erzählt bekommen.Sinnvoller wäre es gewesen, hätte man schon vor Jahrzehnten genügend Sozialwohnungen gebaut ,so dass ein Gegenpol dauernd der Privatwirtschaft gegenüber gestanden hätte.Wie so vieles ,hat man auch das versäumt! Danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
graf koks 05.09.2018, 17:22
3. Kosmetik und Nebelkerzen

Ein stümperhaftes Gesetz, das zwangsläufig am System scheitert wird durch mehr Kosmetik nicht besser. Warum wurde z.B. die Umlage für Modernisierungen nicht von 11% auf 5% gesetzt? Das wäre einfach, wirkungsvoll und angemessen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kapustka 05.09.2018, 17:25
4. Irreführung

Das ist etwa so wirkungsvoll, als gäbe es ein Gesetz, das die Gravitation verbietet. Ich vermute Frau Barley weiß auch, dass die "Mietpreisbremse" unsinnig ist. Preise steigen, wenn in bestimmten Regionen eine erhöhte Nachfrage nach Wohnungen auf eine zunächst unverändertes Wohnungsangebot prallt. Volkswirtschaftslehre erstes Semester. Die Politik sollte bitte den Leuten nicht den Eindruck vermitteln, als könnten bald alle zu niedrigen Mieten in München Schwabing wohnen. Oder in Berlin am Prenzlauer Berg. Oder in Hamburg mit Alsterblick. Nur weil Frau Barley den Preisen verboten hat zu steigen. Lächerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freidenker49 05.09.2018, 17:26
5. Wucherern Einhalt gebieten?

Das soll angeblich das Ziel der neuen Mietpreisbremse sein. Es gibt aber schon jetzt einen ausreichenden Mietwucherparagraphen. Jeder, der eine Mangelsituation unzumutbar ausnutzt, kann wegen Mietwucher belangt werden.
Die neue Mietpreisbremse wird nur dazu führen, dass alle Wohnungen die frei werden umfassend modernisiert werden. Also ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für die ohnehin bereits ausgelasteten Handwerker. Denn die dann renovierten Wohnungen unterliegen nicht der Mietpreisbremse. Und die genannte Kappungsgrenze gilt nur für Bestandsmieter. Nicht für Modernisierungen und Neuvermietungen.
Und der größte Witz: es werden nicht einkommensschwache profitieren, denn die werden auch die nun billigeren Wohnungen nicht beziehen können. Ausgewählt aus dem nun sehr vielen Mietern, die sich für eine Wohnung interessieren, werden die einkommensstarken. Denn bei diesen sind die geringsten Ausfälle zu erwarten. Und die bekomme nun eine Wohnung billiger und können sich eine größere Wohnung leisten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prophet46 05.09.2018, 17:32
6. Sozialistiche Wohnungsbewirtschaftung

Typisch Sozialdemokraten. Als Lobbyisten der Mieter versuchen sie die Folgen aus einer von Ihnen mitverschuldeten falschen Wohnungspolitik (Stichwort schrumpfende Bevölkerung), die zu einem knappen Markt mit Preissteigerung führte, mittels sozialistischer Regulierungen von den Mietern fern zu halten. Dabei schwebt ihnen offenbar eine sozialistische Wohnraumbewirtschaftung vor, wie es ja schon einmal gab. Der Investor darf investieren, Risiken tragen aber sonst den Mund halten und die Wohnung unter Kosten abgeben. Der aufgrund von SPD-Einfluss längst überbordende Mieterschutz hat verhindert, dass sich manche, die sich hätten Wohneigentum leisten können, Mieter blieben." Eijentum? Brauchen wir nicht." Mieten war ja scheißbillig. (Eigentumsquote 16 %). Man hat sich kräftig verspekuliert. Jetzt wo in Nachholung von Kostenentwicklungen und internationaler Trends das Wohnen z.B. in Berlin teurer wird, wird Zeter und Mordio gerufen, Plakate an Häuser gehängt, Horror-Fernsehstories produziert und Aufmärsche organisiert. Es wird dadurch keine zusätzliche Wohnung gebaut. Ich denke, dass das ganze Getue private Investoren eher abschreckt. Die Wohnungssenatorin Lombscher von Berlin will jetzt weitere Stockwerke auf Platten bauen. Dann ist die Wählerklienel wieder zusammen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Abel Frühstück 05.09.2018, 17:32
7.

Es wäre eine gute Mietpreisbremse gewesen, nicht im neoliberalen Wahn zigtausend Wohnungen aus öffentlicher Hand an private Investoren zu geben. Dieses Geld dürfen jetzt Bürger über die Miete zurückzahlen, also genau die, die vorher mit ihren Steuergeldern just diese Wohnungen finanziert haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
111ich111 05.09.2018, 17:36
8. Rechtsvorschriften bringen es nicht

Ich könnte jetzt aus dem Stehgreif sagen, wie ich bei Bedarf jede dieser "neuen" Regelungen legal ungehen könnte, um zu einer bewusst höheren Miete zu kommen. Solche Regelungen bringen genau gar nichts.

Wohnungsbau, Wohnungsbau und nochmals Wohnungsbau ist das einzige, was fruchtet. Und wenn der Staat hier fördern möchte, dann kann er es nur über die Erstellungskosten machen - wie auch immer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Harry1 05.09.2018, 17:40
9. Theamaverfehlung

Wohnraum ist teuer weil zu knapp - noch mehr Einschränkungen für Vermieter schaffen keinen Wohnraum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9