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Häuser und Wohnungen: So teuer sind Immobilien in Deutschlands Städten
DPA

2016 sind die Immobilienpreise erneut kräftig gestiegen. Eine Auswertung zeigt, wie viel Haus- oder Wohnungskäufer wo bezahlen müssen.

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ulmer_optimist 18.07.2017, 08:42
1. Normale Steigerungen

Meine Eltern haben 1969 ein Haus gekauft und es 30 Jahre später für das 10-fache wiederverkauft. So dürfte es vielen zu der Zeit gegangen sein. Die Steigerungen in den letzten Jahren kommen bei weitem nicht da ran.

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ulmer_optimist 18.07.2017, 08:46
2. Die Kaufnebenkosten...

...bei meinem kürzlich erworbenen Haus betrugen ca. 10%. Der Großteil davon ist der im Moment obligatorische Makler (der eigentlich kaum etwas tun muss) und die Grundsteuer. Bei beidem hat der Staat offenbar kein Interesse, etwas zu ändern.

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Schrobiltgen 18.07.2017, 08:48
3. Traumland

Bei den Preisen wundert es mich nicht dass viele Luxemburger nach Deutschland ziehen. In einer einfachen Lage zahlt man in Luxemburg schon 28 Eur je qm Kaltmiete. Kaufpreise lieben bei 6000 je qm in einfacher Lage und 10.000 für eine "normale" Lage. Für Toplagen in Luxemburgstadt zahlt man on zwischenzeit über 20.000. Eine 150 qm Wohnung kostet dann schon mal zwischen 3,5 und 4 Millionen Eur. Wohnen ist für Normalbürger kaum noch zahlbar. Die Politik setzt weiterhin auf Wachstum. So soll die Stadt Luxemburg auf 190000 Einwohner anwachsen in den nächsten 15 Jahren (zur Zeit 115000, 100000 vor 6 Jahren) und Bauland wird knapp gehalten. Die Spekulanden stürzen sich auf diesen Markt und verschlimmern die Lage.

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bananenpudding 18.07.2017, 08:49
4. Und sie werden weiter steigen

Die Immobilienpreise werden weiter steigen. In deutschen Großstädten werden ganze Straßenzüge von Immobilienfonds und ausländischen Investoren aufgekauft. Für diese sind die Preise attraktiv. Und welche Partei traut sich gegen die Spekulation mit Wohnraum einzuschreiten? Keine! Wir bräuchten ein Konzept aus östterreichischem und schwedischem Vorbild. In Österreich dürfen Immobilien in der Regel nicht von Ausländern gekauft werden und in Schweden gilt Wohnraum als Grundbedürfnis und dort gelten starke Einschränkungen sowohl bei der Vermietung von Eigentumswohnungen als auch bei der Miethöhe.

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doktor_polidori 18.07.2017, 08:52
5. Lohnsteigerungen

Der Faktor 10 spricht für einen Ballungsraum, auf dem Land war die Steigerung wohl geringer. Der Unterschied ist allerdings das ausbleiben von entsprechenden Lohnsteigerungen zwischen 2000 und heute! Ich bin ein wirklich gut ausgebildeter Spezialist in München und kann nicht davon träumen, meine Mietwohnung zu kaufen, da die Investition über 1 Mio EUR läge. Das halte ich für unnormal!

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Kurt-C. Hose 18.07.2017, 08:55
6. Angebot und Nachfrage

In den Regionen, die wachsen, vor allem in den fünf großen Städten, wird sich an den ETW-Preisen auch so bald nichts ändern. Was durch die Sensationsmeldungen immer in den Hintergrund gerät ist, dass es durchaus Regionen gibt, die schrumpfen und Bevölkerung verlieren, wo es halt ganz anders aussieht. Der Markt ist differenziert geworden.

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m.sielmann 18.07.2017, 08:56
7. Berlin ist am kommen?

Sie schreiben "Berlin ist am kommen," für wen schreiben Sie? Sprunghafte Veränderungen am Immobilienmarkt verändert Städte. Nicht-Erben und Durchschnittverdiener können keine Familie mehr in vielen Lagen von München unterhalten. Die Spaltung in Deutschland wächst schneller als in anderen EU-Ländern. Bitte betrachten Sie die Angelegenheit nicht aus Verkäufersicht, sondern gesamtgesellschaftlich. Berlin ist unter Druck und in Gefahr, wie München ganze Bevölkerungsschichten zu verdrängen.

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joe_ 18.07.2017, 08:57
8.

Zitat von ulmer_optimist
...bei meinem kürzlich erworbenen Haus betrugen ca. 10%. Der Großteil davon ist der im Moment obligatorische Makler (der eigentlich kaum etwas tun muss) und die Grundsteuer. Bei beidem hat der Staat offenbar kein Interesse, etwas zu ändern.
..und die Notare verdienen sich auch eine goldene Nase.
Es ergibt sich keine Mehraufwand beim Kaufvertrag, nur weil die Preise steigen.

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marcus_tullius 18.07.2017, 08:57
9. Knapp daneben

Zitat von ulmer_optimist
...bei meinem kürzlich erworbenen Haus betrugen ca. 10%. Der Großteil davon ist der im Moment obligatorische Makler (der eigentlich kaum etwas tun muss) und die Grundsteuer. Bei beidem hat der Staat offenbar kein Interesse, etwas zu ändern.
es ist die Grunderwerbssteuer. Und die Notarkosten sollte man auch nicht vergessen. Die (jährliche) Grundsteuer ist dagegen Peanuts.

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