Forum: Wirtschaft
Häuser und Wohnungen: So teuer sind Immobilien in Deutschlands Städten
DPA

2016 sind die Immobilienpreise erneut kräftig gestiegen. Eine Auswertung zeigt, wie viel Haus- oder Wohnungskäufer wo bezahlen müssen.

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atherom 18.07.2017, 09:24
20. Es gibt eine wunderschöne Gegend in und um Frankfurt, wo die Preise

nicht steigen und eigentlich fallen: südliches Sachsenhausen, Wald- und Innenstadtnah. Der einzige Hacken ist die vor einigen Jahren durch die Landesregierung durchgepeitschte Landebahn des nahen Flughafens. Sie wird zwar nicht unbedingt benötigt, weil das Flughafenwachstum durch Konkurrenzflughäfen gebremst wird, aber eine der schönsten Gegenden der Stadt und benachbarte Gemeinden kriegen von dem Boom nichts mit. Dabei (Vorsicht Ironie) kann man bis 5 morgens ausschlafen, von bis zu 50 Ausnahmen pro Nacht abgesehen. So passiert, dass manche Luxushäuser auf dem s.g. Lerchersberg auch zum halben Preis kaum zu verkaufen sind, Kaufpreise in nahen Stadteilen und Städten unter 3.000 pro qm sind keine Seltenheit, eher die Regel. Eine Chance für junge Familien, sofern sich spielende Kinder nicht an infernalischem Lärm alle 2 Minuten nicht stören, dafür kann man dem Piloten zuwinken.
Eine hessische Besonderheit: Ministerpräsident Koch saß auch im Aufsichtsrat des Flughafens. Und: durch Umlagerung Landebahnnaher Betriebe floss viel Geld, sehr viel.

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MerlinXX 18.07.2017, 09:26
21. Wie definiert sich Toplagen?

Also bei 7500€ Kaufpreis pro qm ist in Hamburg noch lange nicht Schluß. Für Wohnungen mit Alster- oder Elbblick muss man 12.500 und mehr bezahlen, die teuersten Wohnungen kosten 20-40.000/qm (Penthouse Sophienterrassen, Elbphi, Marco Polo Tower).

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voneisenstein 18.07.2017, 09:28
22. Politikversagen

Ein Problem in Deutschland ist doch die - im Verglaich zu fast allen anderen Ländern - absurd niedrige Wohneigentumsquote (52%). Mir scheint, dass die deutsche Politkden die Wähler ganz gern im Status als zu bemutternde Mietsklaven hält. Es gab aber auch hierzulande Zeiten, in denen die Schaffung von Wohneigentum für den Otto Normalverbraucher staatlicherseits besser und effektiver gefördert wurde.

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kenterziege 18.07.2017, 09:35
23. Ich stimme Ihnen was die Daten betrifft zu......

Zitat von ulmer_optimist
...bei meinem kürzlich erworbenen Haus betrugen ca. 10%. Der Großteil davon ist der im Moment obligatorische Makler (der eigentlich kaum etwas tun muss) und die Grundsteuer. Bei beidem hat der Staat offenbar kein Interesse, etwas zu ändern.
Wenn man neu baut, kommen noch die monopolartigen Hausanschlusskosten dazu. Da sind Telekom, Wasser, Gas, Strom und Abwasser. Die ersten drei werden in einem Hausanschlussraum gebündelt. Nun versuche man mal, die zu synchronisieren. Da wird im Zweifel die Straße drei Mal aufgerissen. Das ist nicht nür ärgerlich, sondern kostentreibend. Beim Verkauf eines Hauses will man diesen Ärger ja in Geld ausgeglichen bekommen.
Ich habe mir einen örtlichen Tiefbauunternehmer genommen, der alle kannte. Das kostet dann auch, dessen rheinische Beziehungen einzusetzen. Wo wir gerade im Rheinland sind: Die SPD-Regierung hat die Grundwerwerbssteuer in abenteuerliche Bereiche getrieben. Das ist in Bayern anders. Und was Makler betrifft. Ich mag die Gattung auch nicht.
Ich kaufe gerade ein Auto über eine Plattform: Genial nicht mehr mit Autoverkäufern schachern zu müssen. Garantiert bundesdeutscher Festpreis. Da mosern die Händler über den Makler! So hat alles zwei Seiten - es kommt eben auf den speziellen Markt an.
Letztendlich gilt das Jahrhunderte alte Gesetz von Angebot und Nachfrage. Man kann es versuchen außer Kraft zu setzen. Es wird auf Dauer nicht funktionieren. Entweder verfällt die Bausubstanz, wie in der völlig maroden DDR oder die Beziehung siegt, wie man am "Bückbrot" erkennen konnte.
Ich bin 2010 in ein unser neues Haus eingezogen. Während des Baues Ärger über Ärger. Heute fühle ich mich, wie im Paradies. Gefühlte Wertsteigerung von 650.000 € auf eine Million. Die Makler überschlagen sich mit Kaufangeboten "für eine vorgemerkte, solvente Klientel"! Natürlich verkaufe ich nicht. Motto: Was andere haben wollen und kaum vermehrbar ist, will ich selbst haben!
Das treibt die Preise!

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kenterziege 18.07.2017, 09:39
24. Tja - die eine Eltern haben .....

Zitat von severus1985
In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei verschiedene "Klassen". Die einen, die entweder ein Haus / eine Wohnung erben oder das nötige Startkapital von den Eltern bekommen und die anderen, die eben diese Unterstützung nicht haben und für die es mehr oder weniger utopisch ist, jemals ein Eigenheim für eine halbe Million zu besitzen. In beiden Fällen sind die Eltern guter Mittelstand, in der Folge-Generation klafft dann eine riesige Schere. Sowas ist auf Dauer Gift für eine Gesellschaft. Und ich ......
...im besten konservativen Sinne Werte geschaffen und die anderen Eltern haben in sozialdemokratischer Manier geschützt zur Miete gewohnt und ihr Geld in Mallorca oder sonst wo gelassen. In den 60er und 70er Jahren konnte fast jeder Eigentum bilden. Aber das galt ja als spießig. Man kann eben in der Wahl seiner Eltern bzw. Schwiegereltern nicht vorsichtig genug sein!

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**Kiki** 18.07.2017, 09:39
25. Da kann Ihnen niemand helfen.

Zitat von severus1985
In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei verschiedene "Klassen". Die einen, die entweder ein Haus / eine Wohnung erben oder das nötige Startkapital von den Eltern bekommen und die anderen, die eben diese Unterstützung nicht haben und für die es mehr oder .....
Wenn Sie wirklich ein Haus oder eine Wohnung haben wollten, würden Sie nicht nach Gründen suchen, warum es nicht geht, sondern nach den Mitteln, mit denen es geht. Genau das haben nämlich schon die Eltern/Großeltern der einen Klasse Ihrer Bekannten anders gemacht als die der anderen, und wahrscheinlich waren viele von ihnen Arbeiter, die dafür auf den Italienurlaub der anderen und sonstige Luxusausgaben verzichtet haben.

Wie wäre es in Ihrem Fall mit einem Bausparvertrag, damit eine finanzielle Grundlage vorhanden ist, wenn die aktuell bestehende Blase einmal platzt?
Mit dem hier
Zitat von
Wo Geld ist, da wächst es zur Zeit in großen Schritten, alle anderen werden abgehängt.
haben Sie nämlich recht. Das ist schon im kleinen Rahmen einer abbezahlten bescheidenen Eigentumswohnung deutlich spürbar, und ein Dreißigjähriger mit einem gut bezahlten Job könnte ja mal damit anfangen, sich die Grundlagen für einen Wohnungserwerb zu schaffen, statt darüber zu jammern, daß er nicht in absehbarer Zeit Omas klein Häuschen erben wird.

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Arktuss 18.07.2017, 09:42
26.

Zitat von froschbus
Bei uns war (und ist es) schon immer so gewesen das man einen Teil seines Einkommens gespart hat. Eine Wohnung oder Haus finanzierte und auf den Rest solange verzichtet bis man diesen BAR kaufen kann... Das galt für Opa & Papa und nun für mich.. und wir haben nun was. Auch wenn wir noch nicht in der Südsee waren und immer alte Autos fahren und die händys auftragen bis kaputt. Und ja ich seh auch andere im Kollegen und Bekanntenkreis. Mittlerweile jammern Sie...
Ja? Da warte ich noch darauf. Wir gehen beide Vollzeit arbeiten, mit etwas Glück ist das Häuschen mit Mitte 50 abgezahlt. Bis dahin werden Autos halt erst mit einem Alter von 10 Jahren gekauft und die Handys sind Mittelklasse und müssen trotzdem 6 Jahre halten.
Mein Auto hat jetzt dann 240.000km und 15 Jahre auf dem Buckel, als Pendler wir das langsam echt schwierig, geht halt doch mal das ein oder andere kaputt.

Bin mir nicht sicher ob das so richtig war, habe einige im Umfeld die lieber alles ausgeben und alles auf Pump finanzieren. Gerade mit dem Auto haben die bedeutend weniger Stress und viel Entspannung wenn sie am Wochenende mit ihrem Motorrad fahren. Im Gegensatz zu mir der weiter an der Haus Sanierung arbeitet und sich so einen Luxus nicht gönnt.
Ich dachte das auch mal so, inzwischen habe ich arge zweifel ob ich derjenige bin der mit Mitte 50 dann lacht...

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the_buddha 18.07.2017, 09:47
27. Grunderwerbsteuer

So, dann schaue man sich einmal das Wahlprogramm der FDP zu diesem Punkt an. Da fordert diese, gerade hier im Forum als Partei der sozialen Kälte gescholtene, doch glatt einen Freibetrag der Grunderwerbsteuer für NATÜRLICHE Personen in Höhe von 500.000 Euro. Also eine klare Entlastung für mittlere Einkommen beim Erwerb des Eigenheims. Für Fonds bleibt es so wie es ist.... Danke SPON für den Artikel und somit für meine Wahlentscheidung!

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severus1985 18.07.2017, 09:53
28. @froschbus

Zitat von froschbus
Tja und was lernen wir daraus? Wenn beide Eltern & Kinder Mittelstand sind heist das noch lange nicht das beide gleich leben... Bei uns war (und ist es) schon immer so gewesen das man einen Teil seines Einkommens gespart hat. Eine Wohnung oder Haus finanzierte und auf den Rest solange verzichtet bis man diesen BAR kaufen kann... Das galt für Opa & Papa und nun für mich.. und wir haben nun was. Auch wenn wir noch nicht in der Südsee waren und immer alte Autos fahren und die händys auftragen bis kaputt. Und ja ich seh auch andere im Kollegen und Bekanntenkreis. Mittlerweile jammern Sie...
Meine Eltern haben sich ihr Haus auf dem Dorf auch vom Mund abgespart (und komplett in Eigenleistung gebaut). Ihre Vermutung, sie hätten in Saus und Braus gelebt ist beleidigend. Für mich Geizkragen trifft das mit Sicherheit auch nicht zu, meine Prepaid-Handy Kosten belaufen sich auf 5 €, rauche nicht, trinke nicht, kein Auto...
Der Unterschied ist, dass man damals in München eben für 200.000 Mark gebaut hat, auf dem Land für 150.000 Mark (=rel. gleiche, Mittelständische Kaufkraft) und daraus nun eine reiche Erbengeneration in München entsteht, während das Haus auf dem Dorf dank Arbeitsplatzmangel in der Region wahrscheinlich noch ca. 75.000€ wert ist. Das meinte ich mit der auseinanderklaffenden Schere.

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Fricklerzzz 18.07.2017, 09:53
29. Sie verstehen falsch, man will das so

Zitat von voneisenstein
Ein Problem in Deutschland ist doch die - im Verglaich zu fast allen anderen Ländern - absurd niedrige Wohneigentumsquote (52%). Mir scheint, dass die deutsche Politkden die Wähler ganz gern im Status als zu bemutternde Mietsklaven hält. Es gab aber auch hierzulande Zeiten, in denen die Schaffung von Wohneigentum für den Otto Normalverbraucher staatlicherseits besser und effektiver gefördert wurde.
Mit einem Haus ist man an die Region gebunden und der gewünschte möglichst hoch qualifizierte Wanderarbeiter ist viel leichter zu steuern als ein Arbeitnehmer mit Eigentum.
Deswegen werden die Auflagen so hoch gedreht, das die Baukosten in Deutschland so hoch sind, das man als Normalo höchstens ein Haus erben kann. Sehen Sie sich doch mal die Lebensläufe an, ein Haus kann man nur bei rel. sicherem Einkommen über lange Zeit abzahlen.
Nur die wenigsten haben noch eine solche Perspektive.
Da der Staat nicht mehr für die Bürger arbeitet, sondern für die Lobby, wird alles so gedreht, das das Geld immer nur für die durch die Lobby Vertretenen fließt. Ohne Zinsen ist ein Immobilienkredit für die Banken nicht mehr lukrativ, wieso sollte man da was investieren, aus Menschenfreundlichkeit ?
Also hat die Politik nicht versagt, es ist alles so wie gewollt.

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