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Häusermarkt: Die Mär von der Immobilienblase
DPA

Selbst der Bundesfinanzminister warnt jetzt schon vor einer möglichen Immobilienblase in Deutschland. Recht hat er trotzdem nicht. Die Debatte ist aufgeblasener als die Preise.

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wirhätteneswissenmüssen 23.06.2014, 19:46
120. 5 % Rendite?

Zitat von sb1
Ich zahle gute Einkommensteuer plus Soli auf die Miete, 1/4-jährliche Grundsteuer
Das war kein Zitat von Sysop, sondern von sb1, heute 16:43 Uhr!
Rendite wird nun mal vor Steuer angegeben. Und feuern Sie Hausverwaltung und Steuerberater, wenn die Ihnen nicht gesagt haben, daß Sie die Grundsteuer auf den Mieter umlegen können. Ich hab paar Häuser in Berlin, um 2000 gekauft und einschließlich Kaufnebenkosten voll finanziert. In einfacher Lage, wollte damals keiner haben. Sind inzwischen abbezahlt, und ich bin jetzt nach Abzug der Kosten vor Steuer bei um die 12 % Rendite, mit Potential bis 20 % . Bin ein netter Vermieter, alle Wohnungen waren fast lückenlos vermietet, mit wenig Ärger, mehrere Mieter wohnen da seit über 50 Jahren. Als ich vor einem Jahr aus privaten Gründen ein Haus verkaufen wollte (ohne Makler), haben mir die potentiellen Käufer vermutlich nicht geglaubt. Also hab ich's behalten und bin ganz froh.

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apokalypse61 23.06.2014, 19:53
121.

In München kostet ein Reihenhaus ca. 1 Million € , in London kaum mehr, ebenso in Paris, aber das sind Städte mit über 10 Millionen Einwohnern !
Und Sie reden von Peanuts gegenüber der USA Immobilienkrise ?
Selbst bei einem Eigenkapital von 20% ist die Restfinanzierung Wahnsinn! Wollen Sie die Leute in den Ruin treiben?

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axel_spon 23.06.2014, 19:57
122. Haben Vermieter keine Kosten?

Wenn der Immobilienwert 100.000 Euro beträgt und die Jahresmiete 5000 Euro, dann entspräche das einer Rendite von fünf Prozent.

Wer solche Behauptungen ernst meint, versucht mit Pressearbeit für seine Lobby Bauern zu fangen. Haben Vermieter keine Kosten? Abschreibung z.B.? Fenster, Bad oder Heizung müssen ja schließlich auch mal ersetzt werden. Abschreibung ist ein Wertverlust, der irgendwann wieder einzusetzen ist. Reparaturen vielleicht? Oder die Hausverwaltung? Zahlungsausfälle oder Schäden. Vorschriften, die zu Investitionen zwingen? Zinsen? Wie kann man das alles vollmundig ausblenden?

Und: Wer aus der Mittelschicht kauft, kauft immer zu teuer, denn er ist kein Spekulant. Er schafft es nämlich nicht, gegen den Trend. Er kauft, wenn sein Arbeitsplatz sicher ist. Wenn die Verhältnisse stabil sind. Wenn die Zinsen niedrig sind. Wenn es teuer ist. Er verkauft, wenn der Arbeitsplatz verloren geht. Wenn die Zinsen steigen. Ich kann mich noch an 11,5% erinnern. Er verkauft bei fallenden Preisen.
So ist Wohneigentum der Luxus begrenzter Unabhängigkeit, aber kein gutes Geschäft!

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wirhätteneswissenmüssen 23.06.2014, 19:59
123. Renditeberechnung

Zitat von Cemkay
Die Rendite sollte man nicht auf den Hauswert rechnen, sondern auf das eingesetzte Eigenkapital
Das ist natürlich richtig, aber Otto Normalverbraucher rechnet so nicht, und für Prognosen ist es auch schwierig. Bei Eigenkapital Null und Abzahlung ausschließlich durch die Miete (ja, das gibt es!) ist die Rendite dann unendlich. Außerdem gestaltet sich der Verlauf der Kreditrückzahlung oft anders als geplant. Rendite ist also nicht alles, Risiken und Unwägbarkeiten müssen einbezogen werden. Ist aber immer so, auch bei Staatsanleihen. Und übrigens, wenn immer vom Wertverlust der Immobilie die Rede ist - der Grundstückswert steigt in gefragten Gegenden dennoch. Und nein, wer ein Haus nach 10 Jahren mit 50 oder 80 % Gewinn verkauft, hat angesichts der tatsächlichen Geldentwertung einfach kein oder nur wenig Geld verloren.

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localpatriot 23.06.2014, 20:04
124. Muenchen ist eine Ausnahme

Zitat von apokalypse61
In München kostet ein Reihenhaus ca. 1 Million € , in London kaum mehr, ebenso in Paris, aber das sind Städte mit über 10 Millionen Einwohnern ! Und Sie reden von Peanuts gegenüber der USA Immobilienkrise ? Selbst bei einem Eigenkapital von 20% ist die Restfinanzierung Wahnsinn! Wollen Sie die Leute in den Ruin treiben?
96% der Deutschen wohnen nicht in Muenchen und dort sind die Wohnungen/Haeuser billiger.

Tatsache ist eben das D innerhalb der EU, Euroland, OECD ein Land der Mieter ist und dementspechen eine Schwaeche in der Vermoegensbildung der Buerger zeigt.

Der Wirtschaftsminister sollte sich eher ueberlegen wie er den Wunsch und Drang nach Eigenheim steigern koennte um diese Schwaeche zu ueberwinden.

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ambulans 23.06.2014, 20:11
125. >muellerthomas (nr. 20, oben),

Zitat von muellerthomas
Wenn die Mieten eifnach so erhöht werden können, wieso machen die Investoren das nicht völlug unabhängig von der Rendite des Kollegen? Wieso steigen die Mieten dann nicht Jahr für Jahr um 10% oder mehr? Offenbar gibt es doch nur begrenzten Erhöhungsspielraum, was ja auch der Grund für sinkende Renditen ist: Die Mieten steigen deutlich langsamer als die Preise.
wat mutt dat mutt - sie machens sich hier mal wieder ein wenig zu einfach mit ihrem argument "warum steigen die mieten dann nicht jahr für jahr um 10% und mehr?" tja, verehrter mit-forist - da gibts, allgemein gesehen, sowas wie eine (igitt!) "kappungsgrenze" (neueres in letzter zeit unter "SPON" - sie wissen schon), und - garnicht mal so weit entfernt - droht in solchen fällen meist auch der örtliche miet-spiegel (you know what i mean?) ziemlich heftig. übrigens, um sie mit einem weiteren argument zu "erfreuen" - "gentrifizierung": macht richtig spaß, wenn man zuschauen "darf", wie sich gewisse selbstgewisse "entdecker", eigentlich eher "schmarotzer", über die milieus anderer - wofür sie niemals auch nur einen handschlag "aufgewendet" haben" - rücksichtslos hermachen ... habedieehre, dr. ambulans (alle kassen)

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cobaea 23.06.2014, 20:15
126. Ferienwohnungen kein Problem

Zitat von mauerfall
Wobei ich vermute, dass es in Konstanz ähnlich ist wie es eine Freundin aus Lindau berichtet?! Viel Wohnraum wird durch Ferienwohnungen blockiert.
Das ist in Konstanz nicht das Problem. Wenn schon, wären es eher die Studenten von Uni und FH. Die wiederum sind aber nicht unbedingt die Klientel, die sich um 3- bis 5-Zimmer-Wohnungen oder Einfamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen bewerben. (Mal abgesehen von Wohngemeinschaften). Konstanz ist, als grösste Stadt am Bodensee, schlicht ein sehr gefragter Wohnort, der zudem durch Verwaltung und Uni sowie FH viele gut und krisensicher Verdienende hat. Und so kommt es, dass Konstanz/Kreuzlingen entlang der gesamten Grenze zwischen D und CH der einzige Ort ist, in dem die Mieten und Immobilienpreise auf der deutschen Seite höher sind als auf der Schweizer Seite.

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blackdressed 23.06.2014, 20:15
127.

ich schreibs auch gern hier noch einmal: wenn in 10 Jahren die Zinsen steigen und rollierende Kredite neu verhandelt werden müssen, dann ist die Gefahr von Notverkäufen durchaus gegeben und dann ist sie da - die Blase.
Und es ist nun wirklich nicht so, dass so viele in Deutschland die Immobilien bar bezahlen...

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jujo 23.06.2014, 20:15
128. ...

Zitat von sysop
Selbst der Bundesfinanzminister warnt jetzt schon vor einer möglichen Immobilienblase in Deutschland. Recht hat er trotzdem nicht. Die Debatte ist aufgeblasener als die Preise.
Bei allen den Rechenmodellen die hier vorgestellt werden scheint eines vergessen zu werden. Die monatliche Miete ist für immer weg.
Wer risikoscheu ist, das waren wir, finanziert nie höher als die Miete kostet. Dann ist man im Normalfall auf der sicheren Seite. Es kann immer etwas schiefgehen, Restrisiken gibt es aber überall! Wer aber so denkt sollte besser seine Wohnung nicht verlassen.

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big t 23.06.2014, 20:17
129. optional

Wiedermal ein absolut schwachsinniger Kommentar wie von Spon gewohnt. Was anders als eine Blase sind denn 30-40% zu hohe Immobilienpreise bei gleichzeitig total unterfinanzierten Krediten, die schon bei einer Leitzinserhöhung von 0,5% von wahrscheinlich 80% der Kreditnehmer nicht mehr gedeckt werden können ?

Aber ist ja nicht der erste Artikel auf Spon, der (aus welchen Gründen auch immer) versucht , noch mehr Menschen in die Blase zu treiben, passt also ins Schema.

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