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Häusermarkt: Die Mär von der Immobilienblase
DPA

Selbst der Bundesfinanzminister warnt jetzt schon vor einer möglichen Immobilienblase in Deutschland. Recht hat er trotzdem nicht. Die Debatte ist aufgeblasener als die Preise.

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Inuk 23.06.2014, 15:49
10. Finanzierung Immobilie

Zitat von sysop
Selbst der Bundesfinanzminister warnt jetzt schon vor einer möglichen Immobilienblase in Deutschland. Recht hat er trotzdem nicht. Die Debatte ist aufgeblasener als die Preise.
20 % Eigenkapital bedeutet nicht, dass man 20 % Barvermögen für den Kauf der Immobilie vorweisen muss, es genügt lediglich der Nachweis des Vermögens, der durchaus aus einem Auto oder einer Lebensversicherung bestehen kann. Es geht nur darum, dass in der Kalkulation ein Plusposten aufgeführt werden kann. Finanziert wird gerne zu 100, oder mehr Prozent.

Ich glaub da eher an Herrn Schäubles Variante und daran, dass die Blase bald platzen wird.

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jruhe 23.06.2014, 15:50
11. mhmm

Es ist ja nicht dagegen einzuwenden, wenn ausländische Investoren Immobilien erwerben und dann vermieten. Leider treibt es die Preise und, für Berlin sprechend, verschulden sich immer mehr Besserverdienende bis an die Grenzen der Belastbarkeit, um am Hype um das Wohneigentum teilhaben zu können. Ob sie damit einen besseren Schnitt machen als lebenslang zur Miete zu wohnen, wird sich zeigen, ganz abgesehen von den Risiken des Immobilienerwerbs auf Kredit, vor allem wenn alles auf Kante genäht ist.

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schreckgespenst 23.06.2014, 15:52
12. Blubb

Zitat von Münchau
Nicht schlecht angesichts der geringen Renditen von Staatsanleihen - so zwischen 0 und 1,5 Prozent je nach Laufzeit. Es ist folglich kein Wunder, dass die Immobilienpreise steigen, und zwar so lange, bis sich die Renditen angleichen.
Sie vergleichen jetzt nicht gerade die risikobehaftete Rendite von Mietwohnungen mit der (fast) risikolosen Rendite von (deutschen) Staatsanleihen bester Bonität? Die Beurteilung von Kapitalanlagen erfolgt in der Regel zweidimensional, anhand der Rendite und des Risikos (Markowitz und so...eigentlich erstes Semester).

Mittlerweile versucht Münchau so krampfhaft gegen die Bundesregierung und die öffentliche Meinung anzuschreiben, dass er Tatsachen bis zur Groteske verbiegt.

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Soletan 23.06.2014, 15:52
13. Eigenkapital muss nicht Barvermögen sein ...

... muss aber auch dann nicht bei 20% liegen. Man rechnet dann eher mit Bürgen und deren monatlicher Belastbarkeit, doch in unserem Fall war selbst deren unmittelbare Liquidität nahe null ... insofern ist das alles kein Kapital, das zunächst als Stütze gelten kann, wenn der Kredit platzt.

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muellerthomas 23.06.2014, 15:54
14.

Zitat von Tille123
Ich schliesse mich an. Wir bauen gerade ein EFH. Ohne Eigenkapital, da wir unseren Sparstrumpf nicht für den Hausbau plündern wollten. Den Immobilienkredit bekamen wir von einer lokalen Sparkasse zu recht guten Konditionen.
Also haben Sie doch nach eigener Aussage "einen Sparstrumpf" und damit Eigenkapital.

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vrdeutschland 23.06.2014, 15:54
15. Zu kurz gedacht

Es geht nicht darum, daß sich Hartzler Immobilien kaufen sondern , daß die Leute einfach - weil viel zu viel Geld im Markt ist - Immobilien kaufen und dann mit aberwitzigen Renditen sich das schön rechnen. 30 Jahresmieten sind keine Seltenheit, selbst in "einfachen" Städten. D.h. es muß 30 (!) Jahre kontinuierlich Miete fließen um sein Invest wieder zu haben. Was passiert denn, wenn der Super-Duper-Aufschwung dahin ist, die Leute die Mieten nicht mehr bezahlen (können) und die Häuser leer stehen ? Und wenn dann noch nach 10 Jahren die Hypothek ausläuft und statt der jetzt 2,x % auf einmal 6 oder 7 % bezahlt werden müssen ? Und man feststellt, daß man eigentlich kaum die Immobilie abbezahlt hat ? Und die immobilie auf einmal nicht mehr 300.000 sondern 200.000 wert ist ? Es wird vielleicht keine Blase geben, die auf einmal platzt aber ein langsames Dahinsiechen des Vermögens.
Übrigens eine Sache, die nicht angesprochen wird: aufgrund der Baubooms werden Immobilien mit derart vielen Baumängeln dahingeklatscht, dass man nur den Kopf schütteln kann. Wer sich momentan ein Häuschen bauen läßt, kann es in 10 Jahren komplett sanieren...

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schwaebischehausfrau 23.06.2014, 15:56
16. Na danke...

wenn dies wie Hr. Münchau schreibt, auch eine der direkten Konsequenzen und Segnungen des Euro ist ("Mit dem Euro haben wir....einen europäischen Immobilien-Markt.."), dann ist das noch ein weiteres Argument, dem Schwachsinn EURO endlich ein Ende zu bereiten...

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politik-nein-danke 23.06.2014, 15:56
17. 20% Eigenkapital?

Lachhaft, allenthalben verlangt die Bank das die Kaufnebenkosten selbst bezahlt werden.....

Wieder mal ein Münchau fern der Realität...

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krassopoteri 23.06.2014, 15:57
18.

Zitat von PeterPan95
"Jeder Hauseigentümer muss mindestens 20 Prozent an Eigenkapital hinterlegen." - Dem kann ich aus eigener Erfahrung widersprechen. Vollfinanzierungen (und sogar leichte Überfinanzierungen) sind möglich.
Das wird aber für solche Hausbesitzer dann heiter in den nächsten Jahren.
Das Immobilienvermögen der Deutschen beläuft sich auf ca. 9 Billionen und die werden in den nächsten drei Jahren wohl angezapft.
Der Schuldenstand der Deutschen beläuft sich zu Zeit auf ca. 2,1 Billionen, OHNE die impliziten Schulden von mindestens weiteren 3 Billionen. Wenn der Euro zusammenbricht, kommen nach vorsichtigen Schätzungen weitere 700 Milliarden dazu.
Wie wird das alles bezahlt?
Natürlich durch Enteignung und zwar Enteignung dort wo am meisten zu holen ist, bei den Immobilien. Der Staat wird eine Grundschuld auf jeden Besitz eintragen lassen von 10 - 20 %, die dann der Hausbesitzer abtragen darf. Das kam in der deutschen Geschichte schon zweimal vor, 1913 und 1948. GG Artikel 14 Absatz 3 erlaubt das ausdrücklich. 20% macht 1,8 Billionen, damit wäre schon ein großer Teil der Schulden beglichen, den Rest holt man beim Geldvermögen.
Solche Reden werden bereits im Bundestag geschwungen.
Vor allem, die Grundschuld wird auf einem festen Betrag liegen, auch wenn der Wert der Immobilie ins Bodenlose fällt.
Hausbesitzer zieht Euch warm an, Betongold ist alles andere als sicher.

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Ron777 23.06.2014, 15:57
19. Keine Blase

Es gibt in Deutschland keine gefährliche Immobilienblase, denn anders als in vielen anderen Ländern werden Häuser in Deutschland in aller Regel über feste Zinssätze finanziert. Die Belastungen sind damit für meist 10 bis 20 Jahre kalkulierbar. Sollte danach Handlungsbedarf bestehen, ist ein guter Teil der Immobilie bereits abbezahlt, eine Weiterveräußerung also auch bei sinkenden Preisen kein finanziell unlösbares Problem.

Hinzu kommt, dass Immobilien in Deutschland im internationalen Vergleich immer noch spottbillig sind. Ein großer Teil der derzeitigen Mieter könnte sich eine eigene Immobilie leisten, tut es aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht. Dies spricht für den Immobilienstandort Deutschland. Es mag hier ein paar Ausnahmen geben - z.B. die Innenstadt von München und einige weitere In-Bezirke in diversen Städten, doch selbst in Berlin ist Wohnraum (pardon) spottbillig, wenn man zugrunde legt, dass es sich bei Berlin um unsere Hauptstadt handelt. Die irrwitzige Vorstellung, dass sich jeder Harzler im Prenzlauer Berg eine 3-Zimmer-Wohnung leisten können sollte, vernebelt das realistische Gespür für Märkte. Der Platz in den In-Vierteln ist begrenzt - und das wird so bleiben. Mit welchem Recht hat der Student oder Wohngeldempfänger ein lebenslanges Wohnrecht in diesem Bezirken. Und warum soll der Gutverdiener in der Platte im Randbezirk hausen? Das ist doch verkehrte Welt!

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