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Häusermarkt: Die Mär von der Immobilienblase
DPA

Selbst der Bundesfinanzminister warnt jetzt schon vor einer möglichen Immobilienblase in Deutschland. Recht hat er trotzdem nicht. Die Debatte ist aufgeblasener als die Preise.

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gazettenberg 25.06.2014, 21:50
220.

Zitat von jujo
Machen wir doch mal eine für jeden verständliche Rechnung auf. Unsere EGW war als ich 55 Jahre alt war bezahlt. Kaltmiete wäre seinerzeit 800€. Jetzt bin ich siebzig 15 x 12 x 800 sind 144 000 tsd.€ Es glaubt doch niemand ernsthaft das da soviel an Reparaturkosten anfallen würden. Jetzt kann man herummäkeln und was von Wohngeld und Rücklagen faseln. Auf die minimum errechnete Summe kommt man nicht!
Ihre Rechnung ist schief, denn wenn Sie nur das Äquivalent der Miete für den Kapitaldienst aufwenden, ist die Wohnung niemals mit 55 abbezahlt.

Ihre Rechnung geht aber auch am Leben der meisten Menschen vorbei. Denn wer Kinder hat und baut, baut in der Regel ein Einfamilienhaus, das deutlich größer ist als die bisherige Mietwohnung. Da stecken Sie über die Lebenszeit der Immobilie leicht nochmal den Gegenwert der Baukosten für laufenden Unterhalt und Renovierungen rein.

Bei einem schlecht gedämmten Eigenheim aus den 70er Jahren müssen Sie allein für die Heizung (meist Öl) rund 3.000 Euro im Jahr veranschlagen. Und das ist dann auch nicht die erste Heizungsanlage, sondern mindestens schon der zweite Kessel: 5.000 Euro. Irgendwann sind die Öltanks durch: 10.000 Euro. Nach 50 Jahren ist oft auch das Dach (häufig Frankfurter Pfanne) zu erneuern. Macht nochmal 10.000 Euro. Mindestens. Ich könnte Ihnen noch weitere Posten nennen, zum Beispiel die Fenster. Es läppert sich.

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karl_klausen 26.06.2014, 12:52
221.

Zitat von gazettenberg
Ihre Rechnung ist schief, denn wenn Sie nur das Äquivalent der Miete für den Kapitaldienst aufwenden, ist die Wohnung niemals mit 55 abbezahlt. Ihre Rechnung geht aber auch am Leben der meisten Menschen vorbei. Denn wer Kinder hat und baut, baut in der Regel ein Einfamilienhaus.....
Klar läppert sich das auf Dauer, aber ich denke auch nicht, dass da insgesamt um die 144k bei rumkommen. Selbst wenn man wenig Geld hat und einen Kredit für Reperaturen am Haus aufnehmen muss, dann sollte man im abbezahlten Eigenheim doch günstiger leben, als in einem gemieteten Objekt. Ich rede hier jetzt bei Krediten überigens nicht von foreclosure Krediten, wie sie weiter oben besprochen wurden, sondern von ganz regulären Ratenkrediten o.ä. und da sind die Zinsen ja gerade auch im Keller (Quelle: http://www.zins-kreditrechner.com/ ). Beim Neuerwerb von Imobilien sollte man meiner Meinung nach aber gerade tatsächlich vorsichtig sein.

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gazettenberg 26.06.2014, 17:11
222.

Zitat von karl_klausen
Klar läppert sich das auf Dauer, aber ich denke auch nicht, dass da insgesamt um die 144k bei rumkommen. Selbst wenn man wenig Geld hat und einen Kredit für Reperaturen am Haus aufnehmen muss, dann sollte man im abbezahlten Eigenheim doch günstiger leben, als in einem gemieteten Objekt.
Hängt unter anderem davon ab, in welchem Zustand Sie Ihr Eigenheim erhalten und in welcher Qualität Sie renovieren und modernisieren.

Viele Eigenheimbesitzer stecken kaum noch Geld ins Haus, wenn die Kinder erstmal aus dem Haus sind. Entsprchend heruntergekommen sind viele ältere Eigenheime und daher auf dem Land auch nur noch schwer verkäuflich.

Bei der Mietwohnung hingegen ist das Recht auf Abwohnen inkludiert. Das muss man beim Preisvergleich im Hinterkopf behalten.

Fazit: Ein Eigenheim kann günstiger sein als eine gleichgroße Mietwohnung, muss es aber nicht. Und am Ende entscheidet natürlich auch die Lage darüber, welche Variante besser war.

Ich persönlich sehe beim Eigenheim vor allem den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, was man wie haben möchte.

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