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Hafen-Subventionen: EU prüft Beihilfe-Verdacht bei Jade-Weser-Port
DPA

Leere Container und kaum Schiffe: Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ist ein Flop. Nun prüft die EU-Kommission auch noch den Verdacht auf unrechtmäßige Subventionen.

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swissit 26.09.2016, 18:51
1. Wen wunderts?

grundsätzlich muss man jede Investition in Deutschland untersuchen. Die mafiöse Verfilzung dieses Staats schreit danach

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Rathard 26.09.2016, 19:04
2. Nur der Weser-Jade-Port?

Der Bremer Hafen ist regelrecht zusammengebrochen.

Bei meiner letzten Hafenrundfahrt zählte ich noch 4 Schiffe. Und 5 Museumsschiffe. Der Überseehafen ist zugeschüttet, in dem neuen Containerhafen auf der anderen Weserseite fuhr der Barkassen-Kapitän erst gar nicht ein, weil kein einziges Schiff dort lag. Ein Frachter der entladen wurde, war zu beobachten. Ein Betriebskahn für die Beschickung der Stahlhütte mit Eisenschrott.

Und im Bremer Hafen lagen mal bis 400 Schiffe am Tag. Die Hafenarbeiter sind längst verhungert. Darüber berichtet der Spiegel nie. Und auch nicht darüber, dass der Welthandel eingebrochen ist.

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xcountzerox 26.09.2016, 19:12
3.

Gabriel mitverantwortlich für Mauscheleien und Absprachen. Das darf nicht vergessen werden!

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schlauchschelle 26.09.2016, 20:00
4. Ich verstehe nicht,

warum die verantwortlichen für solche Millionengräber nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen werden (können). Kassel-Calden ist auch so ein Ding. Was bringt es, z.B. 100 Arbeitsplätze auf diese Art zu schaffen, wenn man mehr drauflegt, als es kosten würde, diese Menschen zu alimentieren? Oder die dort versenkten Millionen in die vorhandene Infrastruktur / Bildung / Forschung zu stecken? Das ist zu eckig für meinen runden Kopf...

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hdudeck 26.09.2016, 20:20
5. Naja, dass der Welthandel eingebrochen ist kann ja wohl

Zitat von Rathard
Der Bremer Hafen ist regelrecht zusammengebrochen. Bei meiner letzten Hafenrundfahrt zählte ich noch 4 Schiffe. Und 5 Museumsschiffe. Der Überseehafen ist zugeschüttet, in dem neuen Containerhafen auf der anderen Weserseite fuhr der Barkassen-Kapitän erst gar nicht ein, weil kein einziges Schiff dort lag. Ein Frachter der entladen wurde, war zu beobachten. Ein Betriebskahn für die Beschickung der Stahlhütte mit Eisenschrott. Und im Bremer Hafen lagen mal bis 400 Schiffe am Tag. Die Hafenarbeiter sind längst verhungert. Darüber berichtet der Spiegel nie. Und auch nicht darüber, dass der Welthandel eingebrochen ist.
Anbetracht des dt Exports (der nur einen Bruchteil davon stellt) nicht ganz richtig sein. Der Welthandel ist inzwischen total auf niedrige Kosten rationalisiert, mit weniger Schiffen/Seeleuten wird halt mehr transportiert. Das Problem mit solchen Grossinvestitionen in Deutschland / Europa ist vielmehr, das nur Reginal gedacht wird. Man versucht halt, gutgehende Unternehmungen mit allen Kosten von A nach B zu verlagern, bzw entsprechende Konkurenz aufzubauen. Die Verlierer sind die Steuerzahler und Angestellten. Was Europa braucht ist eine zentrale Organisation, die solche Projecte sinnvoll plant bzw vermeidet um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Das hoert sich zwar wie Sozialismuss an, aber wer mal darueber nachdenkt ( und ueber das Gegenteil wie es heute gehandhabt wird) muss dem zustimmen. Ein anderes Beispiel sind die unzaehligen Reginalflughaeven, die ausser Defiziten praktisch nur Gewinne fuer die Fluggesellschaften erzeugt haben.

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thequickeningishappening 26.09.2016, 20:44
6. Rechnungspruefer aus Luxembourg?

Ich hoffe, Die fangen einen fetten Fisch. Luxembourg hat aehnlich wie Irland eine implizite Staatsverschuldung von ueber 1000% und koennte Strafzahlungen von unterbesteuerten Grossunternehmen gut gebrauchen. Wilhelmshaven war uebrigens schon Anfang der Achtziger ein Liegeplatz fuer Supertanker wg Ueberkapazitaeten am Weltmarkt.

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pete12345 26.09.2016, 21:01
7. Flop oder Top

Im April 2016 meldete die Welt, dass der Hafen boomt:
https://www.welt.de/wirtschaft/article154035635/Die-wundersame-Auferstehung-des-Pleitehafens.html

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mr-mucki 26.09.2016, 21:05
8. fehlinvestition

der hafen ist und bleibt eine volle fehlinvestion. hamburg hat die infrastruktur und die Industrie mit sehr guten hinterland anschluss. die grossen containerschiffe kommen doch nicht nach deutschland. hamburg und rotterdam sind die beiden wichtigen haefen fuer benelux deutschland polen usw. mehr braucht europa in der region auch nicht. antwerpen amsterdam bremerhaven danzig ziehen den rest fuer unsere region. darum jade port dicht machen und abschreiben

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fletcherfahrer 26.09.2016, 21:43
9. Das stimmt so nicht!

Zitat von Rathard
Der Bremer Hafen ist regelrecht zusammengebrochen. Bei meiner letzten Hafenrundfahrt zählte ich noch 4 Schiffe. Und 5 Museumsschiffe. Der Überseehafen ist zugeschüttet, in dem neuen Containerhafen auf der anderen Weserseite fuhr der Barkassen-Kapitän erst gar nicht ein, weil kein einziges Schiff dort lag. Ein Frachter der entladen wurde, war zu beobachten. Ein Betriebskahn für die Beschickung der Stahlhütte mit Eisenschrott. Und im Bremer Hafen lagen mal bis 400 Schiffe am Tag. Die Hafenarbeiter sind längst verhungert. Darüber berichtet der Spiegel nie. Und auch nicht darüber, dass der Welthandel eingebrochen ist.
Die Musik spielt schon seit rund 25 Jahren in Bremerhaven, das was in Bremen weniger umgeschlagen wird ist nach Bremerhaven gewandert. In Bremen ist auch kein Hafenarbeiter verhungert. Und auf der anderen weserseite gibt es auch keinen "neuen" Containerhafen, da wurden bis in die frühen 70er Container umgeschlagen. Jetzt dominieren da z.b. Stahlrohre und Schwergut, Projektladung eben. In Bremen wurden immer schon jährlich 11 - 15 Mio. to umgeschlagen, das hat sich bis heute nicht geändert.

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