Forum: Wirtschaft
Haftstrafe für die Schlecker-Kinder: Ende einer Pleitegeschichte
Thomas Warnack / DPA

Meike und Lars Schlecker müssen ins Gefängnis. Eigentlich sollten sie das Drogerie-Imperium ihrer Eltern fortführen. Doch mit der Schlecker-Pleite kam alles ganz anders.

Seite 2 von 8
Teutonengriller 25.04.2019, 19:30
10. Zu #6 Riodra

Ja gelesen habe ich das irgendwo aber eben nochmal gesucht und fand das auf Bild unter der Überschrift „So lebt Milliardärstochter Schlecker“ Da steht nur 800 € am Tag und nicht 24.000 :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
max-mustermann 25.04.2019, 19:33
11.

Zitat von Teutonengriller
Der alte Schlecker hätte die Strafe verdient und für seine Kinder übernehmen sollen.
Nur das es eben die beiden Kinder waren die kurz vor der Insolvenz noch Millionen illegalerweise auf ihre Privatkonten umgeleitet haben und deshalb zu recht in den Knast gehen. Ein paar Sozialstunden um mal mit den normalen Menschen in Kontakt zu kommen hätte ich als Richter noch obendrauf gepackt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schehksbier 25.04.2019, 19:43
12.

Für einen gewöhnlichen Hühnerdieb, also einem Kleinkriminellen, der "eingefahren" ist, dürften die Probleme nach der Haftentlassung erst richtig beginnen: vermutlich Job weg, Bleibe ebenso, Schulden dürften sich in der Haftzeit angehäuft haben, neuen Job zu finden äußerst schwierig usw. Da haben es die Schlecker-Goldkinder doch leicht, für sie geht das Leben nach der Haftentlassung locker weiter wie gehabt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Karlowitsch 25.04.2019, 20:01
13. Tatsache

Zitat von pogliaghi
Immerhin haben die Schlecker aus dem Nichts ein florierendes Unternehmen aufgebaut und vielen tausend Mitarbeiter Lohn und Brot gegeben. All dies sollte man sich bei überstrengenden und eiligen Bewertungen vor Augen führen. Auch die Schleckerkinder lebten nicht in Saus und Braus, sondern führten ein bescheidenes und fleissiges Leben. Also ein wenig Respekt.
Andere haben bitteschön einen Arbeitsplatz zu bieten und möglichst nichts daran zu verdienen. Und gerade Schlecker hat doch kleinste Ladenflächen im Dorf mit Leben, Nahversorgung und Job beglückt, wenn auch nicht auf Dauer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mucschwabe 25.04.2019, 20:02
14. @ philipp_wilm Nr. 5

Für das Leid der Angestellten gerade stehen? Haben Sie selbst Angestellte? Immerhin haben hat Herr Schlecker über viele Jahrzehnte sehr viele Menschen beschäftigt. Sie haben ja eine krude Rechtsauffassung. Verurteilt wurden die Familie, weil sie Geld kurz vor der Insolvenz aus dem Unternehmen genommen hat. Das steht den Gläubigern zu und ist zu Recht strafbar. Verwunderlich ist, dass kein Anwalt Ihnen das vorher gesagt hat, sowas kommt heutzutage nämlich immer raus und wird auch entsprechend bestraft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dokoqueen 25.04.2019, 20:09
15. Unternehmerische Leistung?

Es ist doch wirklich egal, welches Einkommen die Schleckerkinder zur Zeit haben. Darum geht es doch gar nicht! Es geht auch nicht um die unternehmerische Leistung ihres Vaters. Gegen den gab es bekanntlich ein eigenes Verfahren.
Es geht einzig und allein um die Straftaten, die man ihnen im Zusammenhang mit der Firmenpleite nachgewiesen hat. Um Bankrott, Insolvenzverschleppung und um die Summen, die beide Kinder noch gerade rechtzeitig vor dem großen Crash beiseite geschafft haben - zum Nachteil des Unternehmens und zum Nachteil von vielen tausend Mitarbeiterinnen, die ihren Job verloren haben.
Ein armer Schlucker, der in öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Fahrausweis erwischt wird, muss möglicherweise damit rechnen, wegen Beförderungserschleichung eingesperrt zu werden. Da ist es nur gerecht, wenn auch wohlhabendere Menschen für ihre Straftaten büßen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
redwed11 25.04.2019, 20:13
16.

Zitat von pogliaghi
Immerhin haben die Schlecker aus dem Nichts ein florierendes Unternehmen aufgebaut und vielen tausend Mitarbeiter Lohn und Brot gegeben. All dies sollte man sich bei überstrengenden und eiligen Bewertungen vor Augen führen. Auch die Schleckerkinder lebten nicht in Saus und Braus, sondern führten ein bescheidenes und fleissiges Leben. Also ein wenig Respekt.
Was soll dieses Drücken auf die Tränendrüse. Keiner der ehemaligen Mitarbeiter muss den Schleckers dankbar sein noch irgendwelchen Respekt entgegenbringen. All diese Leute wurden nicht eingestellt um den Menschen Gutes zu tun sondern sie wurden eingestellt um den Gewinn zu erhöhen. Sie wurden eingestellt weil das Unternehmen expandierte und dafür Beschäftigte benötigte. Ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten. Also Einstellungen aus rein betriebswirtschaftlichen Überlegungen. Daher ist weder Dankbarkeit noch Respekt erforderlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_nachtarbeiter 25.04.2019, 20:14
17. Fair

Vom Prinzip tun mir die Schleckers schon leid. Alles verloren, Lebenswerk zerstört, Ansehen ruiniert und nun in den Knast. Aber man muss auch sagen: In Anbetracht, dass sie versucht haben, vor den Gläubigern (und dies sind ja auch Angestellte, die ihren Lohn nicht bekommen haben) einige Millionen zu verstecken, empfinde ich das Urteil als gerecht; auch wenn sie Millionen zurückgezahlt haben. Strafe muss irgendwo auch sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_anonyme_schreiber 25.04.2019, 20:18
18.

Zitat von Teutonengriller
lebt doch bescheiden von 24.000€ monatlich in London. Die muß ja erstmal herkommen oder ausgeliefert werden. Der alte Schlecker hätte die Strafe verdient und für seine Kinder übernehmen sollen.
Sie kann versuchen sich zu verstecken, die nächsten 10Jahre.
Ausgeliefert wird bei dem Delikt praktisch weltweit, da müssten sie sich in einem Land verstecken in dem sie sicher nicht leben wollen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Greenowl 25.04.2019, 20:43
19. Ähm... okay...

Zitat von Karlowitsch
Andere haben bitteschön einen Arbeitsplatz zu bieten und möglichst nichts daran zu verdienen. Und gerade Schlecker hat doch kleinste Ladenflächen im Dorf mit Leben, Nahversorgung und Job beglückt, wenn auch nicht auf Dauer.
Bei uns im Dorf gab es auch einen Schlecker. Dort haben zwei (!) Frauen gearbeitet, die manchmal den Laden irgendwie ganz allein "wuppen" mussten. Und zweimal ausgeraubt wurden, weil die Diebe wussten, dass die "Schleckerfrau" ja auch mal aufs Tö muss. Danach haben die beiden halt immer die Kassenbox auf die Toilette mitgenommen, ein toller Job, echt...
Zudem mussten die beiden auch noch den Laden sauberhalten.

Nachdem Schlecker verschwunden war, kam bald Rossmann, der extra ein Ladengeschäft neu baute. Dort arbeiten nun ca. 12 Frauen inclusive der Reinigungskräfte. In Gegensatz zum Schlecker, wo wir ungern einkauften, da das Sortiment gering und oft überteuert war (im Supermarkt kosteten die gleichen Produkte weniger) ist bei Rossmann immer viel los.
Wir trauern Schlecker nicht nach. Was persönliche Leistung betrifft: Herr Rossmann hat sich auch von einer kleinen Drogerie in Hannover zu einer Kette hochgearbeitet, also... der eine geht, der andere kommt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8