Forum: Wirtschaft
Haftstrafe für die Schlecker-Kinder: Ende einer Pleitegeschichte
Thomas Warnack / DPA

Meike und Lars Schlecker müssen ins Gefängnis. Eigentlich sollten sie das Drogerie-Imperium ihrer Eltern fortführen. Doch mit der Schlecker-Pleite kam alles ganz anders.

Seite 4 von 8
BrunoBalls 25.04.2019, 22:05
30.

Die beiden Schlecker-Kinder mögen die Verurteilung verdient haben. Was mich an unserer Justiz immer so irritiert ist, dass Gesetzesverstöße monetärer Art erheblich strenger geahndet werden als Verstöße gegen Leib und Leben von Menschen. Schwere Körperverletzung geht oft noch mit Bewährungsstrafen einher, selbst Totschlag wird häufig nur mit der Mindeststrafe von 5 Jahren bestraft. Ist denn tatsächlich ein Betrug oder eine Insolvenzverschleppung schlimmer als eine Körperverletzung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mojo2xs 25.04.2019, 22:22
31. @pogliaghi

Man nennt Mitarbeiter auch Human Ressource weil sie den Unternehmensgewinn erst ermöglichen. Dankbar muss wirklich niemand für seinen Job sein. Die Leute die wirtschaftlich so erfolgreich sind sind auch oft nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Zu viel Respekt muss man vor Ihnen nicht haben. Entwicklung en Bahnen sich oft ihren Weg in der Gesellschaft und dann auf einmal ist ein neues Geschäftsmodell möglich. Ist aber nicht der Verdienst einer Einzelperson. Hätte es Schlecker nicht gemacht dann wäre es halt der Lecker geworden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomdabassman 25.04.2019, 22:42
32. @4 postmaterialist2011

...da sie wie der alte Schlecker und dessen Gemahlin garantiert bis zum Lebensende auch ohne jegliche Arbeit eine sorgenfreies Leben führen werden, da man zuvor schon genügend Geld auf die Seite geschafft hat...- Zitat Ende. Da werfen Sie eine interessante Frage auf, denn Anton Schlecker hat die Firma vollhaftend als E.K.betrieben soweit mir bekannt. Demzufolge muss er per se heute ein völlig mittelloser Mann sein, denn selbst Rente o.ä.würde auf Selbstbehalt runtergepfändet. Man wundert sich schon immer, wie trotz großer öffentlicher Beobachtung solche Bankrotteure dann doch zumeist ein recht schickes Leben genießen können. Ich durfte selbst erleben, wie ein ähnlicher Ex-Promi per Strohmann sein eigenes Haus bei der Zwangsversteigerung rettete. Seltsam, seltsam...Niemand fragt nach, kein Staatsanwalt ermittelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tucson58 25.04.2019, 23:26
33. Du Liebe Zeit...

Wie hier wieder zum Teil von Neid getrieben ,die ganze Sache kommentiert wird .....Es wird Zeit das bei uns wieder die Todesstrafe eingeführt und Folter legalisiert wird ..damit man die Reichen bei Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung auch gerecht bestrafen kann......Knast langt ja offensichtlich schon nicht mehr, ist ja viel zu human

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brooklyner 25.04.2019, 23:29
34.

Zitat von Teutonengriller
lebt doch bescheiden von 24.000€ monatlich in London. Die muß ja erstmal herkommen oder ausgeliefert werden. Der alte Schlecker hätte die Strafe verdient und für seine Kinder übernehmen sollen.
Na das ist doch der ganze Plan. Der Alte soll genau da gepackt werden, wo es ihm wirklich weh tut. Er frei auf Bewährung und seine geliebten Kinder im Knast. Nur darum geht es. Er soll schnappatmend abends vor dem Tatort sitzen, während Schamhaarfrisur und Schätzle Steine kloppen. Genau so war das gedacht. So was bricht den härtesten Brocken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Greenowl 25.04.2019, 23:30
35.

Zitat von sischwiesisch
bei uns auf dem Dorf gab es auch einen Schlecker und wissen Sie was ? Ich war total froh darüber und das Angebot war echt klasse im Vergleich zu dem was es vorher bei uns gab, nämlich nichts !!! Die meisten Drogeriewaren, die ich im Schlecker bekam, die bekomme ich im Lidl oder Aldi heute eben nicht. Dort ist die Auswahl in diesem Segment vergleichsweise geradezu mickrig. Auch habe ich die Damen gefragt, ob sie denn gerne weiter beim Schlecker weitergearbeitet hätten und mit feuchten Augen haben sie das bestätigt. Auch hat die Bestellung per Telefon, wie es meine damals noch lebende Mutter oft sehr gerne machte ganz wunderbar geklappt, die über die Nachhauselieferungen glücklich war. Ein Jahr nach der Insolvenz gab es einen Fernsehbericht über ehemalige Schleckerfrauen und es wurde nach ihrer aktuellen Situation rechechiert, und überraschenderweise kam bei dem Bericht heraus, daß viele beim Schlecker wesentlich besser verdient haben und sie oft mit zu hohen Gehaltsvorstellungen woanders vorsprachen. Das passte schon mal gar nicht mit der überwiegend negativen medialen Kampagne in den Jahren vor der Schleckerinsolvenz zusammen.
Mit feuchten Augen? Sorry, aber solche gekünstelten Aussagen glaube ich grundsätzlich nicht...
Vielleicht romantisieren Sie nachträglich, denn alle Schlecker - Läden, die ich kannte - und es gab bei uns in der Gegend mehrere - waren hutzelige Minikabuffs, in denen man kaum durch die Gänge kam, mit einer gestressten Verkäuferin, die alles andere als glücklich wirkte.
Außerdem wurde hier schon an anderer Stelle im Forum gesagt, dass Schlecker unter Tarif bezahlte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ontwoone 25.04.2019, 23:38
36. Verdiente Strafe

Aber immerhin haben sie für die 2 Jahre und 7 Monate keinen Menschen totgetreten. Finanzamt betrügen wird offenbar heftiger bestraft, als Menschenleben zu gefährden. Sogar ohne Bewährung! Verrückte Welt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kodu 25.04.2019, 23:41
37. Sagen wir mal so...

...daß Schlecker sen. jetzt zusehen muss, wie seine Kinder ins Gefängnis gehen, wird, wenn er wie ein Vater empfindet, eine harte Strafe sein...!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tante_Frieda 25.04.2019, 23:47
38. An der Kasse

Wer kriminell wird,muss sich dafür verantworten.So ist es nun mal in einem demokratischen Rechtsstaat.Das gilt auch für Angehörige der finanziellen Oberschicht?Weshalb "Oberschichtangehörige",wo sie doch angeblich nichts mehr haben?Man darf davon ausgehen,dass sie nach Absitzen ihrer Zeit in der Justizvollzugsanstalt für ihren Lebensunterhalt nicht bei Rossmann oder dm an der Kasse sitzen müssen,sondern vermutlich wieder ein sorgloses Leben führen können...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nite_fly 26.04.2019, 03:59
39. Es wird noch Recht gesprochen...

Es gibt ja sowas, wie eine unternehmerische Verantwortung!
Und dazu gehört auch die Verantwortung, den eigenen Mitarbeitern gegenüber.
Sowas scheint der Familie Schlecker jedoch vollkommen fremd gewesen zu sein. Schon deren Umgang mit den Mitarbeitern war nur noch unterirdisch!!
Ich habe keinerlei Verständnis, oder gar Mitleid mit diesen heute durchaus Erwachsenen "Kindern": Die sind keine Kinder mehr, und die wussten ganz genau, was sie da getan haben:
Sie haben versucht, sich auf Kosten derer, die von Ihnen abhängig waren, zu bereichern, indem sie einen betrügerischen Bankrott hingelegt haben!
Schlecker hatte nie eine nennenswerte Unternehmenskultur, was die Mitarbeiterführung anbelangt. Doch der Abgang war dann doch noch das Sahnehäubchen an Unverschämtheit obendrauf!!!
Das Strafmaß für diese Sprösslinge des Herrn Schlecker ist hart, aber meiner Meinung nach noch deutlich zu gering: Hier hätte man ein deutliches Exempel statuieren sollen, um eventuelle Nachahmer gründlich abzuschrecken.
Die gehen zweieinhalb Jahre in den Knast, wobei sie wahrscheinlich wegen guter Führung schon viel früher entlassen werden, und die Millionen, die sie sich ergaunert haben, besitzen sie danach immer noch.
Die müssen nach der Haftentlassung keinen Finger mehr krumm machen: Die haben bis zu Rest Ihres Lebens ausgesorgt, auf Kosten Ihrer Gläubiger, und vor allem Ihrer Mitarbeiter, die wegen diesem Geschwaddel oft nicht mehr wussten, was sie ihren Kindern zum Essen auf den Tisch stellen sollen!!!
Die Familie Schlecker hat Ihre Mitarbeiter immer nur als reine Produktionsmittel angesehen. So, wie andere Firmen technische Geräte sehen: Gehen die kaputt, werden die einfach ersetzt.
Doch Menschen gegenüber sollte man schon etwas mehr Achtung an den Tag legen!
Ich begrüße dieses Urteil sehr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8