Forum: Wirtschaft
Haftung im Ernstfall: EU einig über Reihenfolge bei Bankenpleiten
REUTERS

Die EU hat sich darauf geeinigt, wer bei Bankenpleiten zuerst haftet und wer zuletzt. Vor allem Aktionäre und Gläubiger werden von 2016 an zahlen müssen, die Steuerzahler kommen erst zum Schluss. Rettungsaktionen für Banken sollen künftig nicht mehr notwendig sein.

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Manfred Leiterer 12.12.2013, 16:59
1. Delta

Kommt mir komisch vor die EZB Bankaufsicht geht noch 2014 in Dienst, während entsprechende Gesetze 2016 in Kraft treten. Da bin ich aber neugierig was sich in dieser gesetzesfreien Zeit so ereignet.

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analysatorveritas 12.12.2013, 17:22
2. Politische Altlasten!

Zitat von sysop
Die EU hat sich darauf geeinigt, wer bei Bankenpleiten zuerst haftet und wer zuletzt. Vor allem Aktionäre und Gläubiger werden von 2016 an zahlen müssen, die Steuerzahler kommen erst zum Schluss. Rettungsaktionen für Banken sollen künftig nicht mehr notwendig sein.
Nun, wie es im europäischen Bankesektor wirklich aussieht, ist sicherlich ein gut gehütetes Geheimnis. Bankenstresstets stehen bevor oder sind kurz vor ihrem Abschluß, neue Bilanzierungsstandards (IAS 9) sind anzuwenden, Basel II und Basel III müssen wirksam umgesetzt werden. Eine Bankenunion mit einem viel zu kleinen Sicherungsfonds steht in den Startlöchern.

Ein Problem dabei stellen die Staatsanleihen im Portfolio dar. Bisher als absolut sicher eingestuft, sollen diese plötzlich mit Eigenkapital unterlegt werden. Steueroptimierte Zweckgesellschaften der Banken mit komplexen Vertragskonstruktionen in Steueroasen sind ein weiteres Problemfeld.

Die EZB hat über diverse Instrumentarien die Banken mit riesigen Mitteln versorgt, diese erwarben damit Staatsanleihen. Und nun muss die EZB diese noch beaufsichtigen. Die Abwicklung von Banken und deren mögliche negative Rückkopplungseffekte auf die Rettungsfonds, auf die EZB oder Soffin sind ein weiterer heikler Punkt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Interna...ing_Standard_9
http://de.wikipedia.org/wiki/Basel_II
http://de.wikipedia.org/wiki/Basel_III

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justlive 12.12.2013, 17:25
3. Lol

Steuerzahler werden entlastet, aber im Hintergrund werden Vermögen ab 100.000 ? beschlagnahmt. Lieber zahl ich etwas mehr Steuern als alles über 100.000 ? abzugeben

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skypewalker 12.12.2013, 17:30
4.

1,6 Billionen Euro : ist mir schlecht ...
warum kann man sich das Geld denn nicht wiederholen? Den Banken scheint es doch wieder prima zu gehen. Zumindest, wenn man sich die Gehaelter etc. ansieht.
Was den Rettungsfond angeht: "In Deutschland gibt es einen solchen Fonds, auf europäischer Ebene wird er erst in den kommenden zehn Jahren aufgebaut." Wird den nun der deutsche Fond "vergemeinschaftlicht"? Man sollte doch davon ausgehen --> Siehe Anfang

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hanfiey 12.12.2013, 17:38
5. Träume

Anleihengläubiger, allein das Wort kennt meine Rechtschreibprüfung nicht einmal. Das werden andere Banken und Versichrungen sein die danach auch in Schieflage geraten, nein, das Interbankensystem wird ja ausgenommen!. Also doch eher die Gläubiger, also Kunden und die zahlen ja keine Steuern oder?. Einzig richtig wäre hier die Pleitebanken selbst dafür aufkommen zu lassen!, durch Kapitalerhöhungen und andere Sicherungen.

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kabian 12.12.2013, 17:57
6. Witzig

Der Witz ist, das die Reihenfolge vorher genauso war. Der Unterschied war/ist aber, das die Insolvenz der Banken nicht(!) angewendet wurde!
Und die Wahrscheinlichkeit, das es zukünftig genauso sein wird ist hoch. Zumindest wenn es mehrere Banken gleichzeitig betrifft.

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ratschbumm 12.12.2013, 18:17
7. Wir SPON ( Blome ) jetzt von

Zitat von sysop
Die EU hat sich darauf geeinigt, wer bei Bankenpleiten zuerst haftet und wer zuletzt. Vor allem Aktionäre und Gläubiger werden von 2016 an zahlen müssen, die Steuerzahler kommen erst zum Schluss. Rettungsaktionen für Banken sollen künftig nicht mehr notwendig sein.
Schäuble persönlich instruiert, wie den Bürgern Sand in die Augen zu streuen ist ?

Gläubiger ist jeder, der einer Bank Guthaben zur Verwaltung überlässt.

Sparer, Anleger, Firmen und Kommunen.
Jeder, von dem eine Bank Geld in den Fingern hat, ist Gläubiger.
Auch die Oma mit ihrem 70 Jahre alten Sparbuch.
Auch die Kinder, die zum Weltspartag ihre mühsam vom Taschengeld ersparten Cents dahin bringen.

Von wegen 2016.
Bereits im August haben die Finanzminister der Euro-Staaten beschlossen, dass die in Zypern praktizierte Regelung, alle Guthaben zu rasieren, ab sofort gilt.

So viel zum anständigen Journalismus des SPON.
Leute holt alles Geld von den Konten.
Es sei denn Ihr wollt irgendwann mit leeren Händen da stehen.

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ratschbumm 12.12.2013, 18:20
8. Ja, der Bankenfonds soll in 10 Jahren 55 Milliarden

Zitat von skypewalker
1,6 Billionen Euro : ist mir schlecht ... warum kann man sich das Geld denn nicht wiederholen? Den Banken scheint es doch wieder prima zu gehen. Zumindest, wenn man sich die Gehaelter etc. ansieht. Was den Rettungsfond angeht: "In Deutschland gibt es einen solchen Fonds, auf europäischer Ebene wird er erst in den kommenden zehn Jahren aufgebaut." Wird den nun der deutsche Fond "vergemeinschaftlicht"? Man sollte doch davon ausgehen --> Siehe Anfang
enthalten.
Alleine die deutsche HRE hat 200 Milliarden Steuergelder gekostet.
Eine komplette Lachnummer zur Verarschung des Steuerdeppen.

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luny 12.12.2013, 18:52
9. Geschickt!

Zitat von analysatorveritas
Die EZB hat über diverse Instrumentarien die Banken mit riesigen Mitteln versorgt, diese erwarben damit Staatsanleihen. Und nun muss die EZB diese noch beaufsichtigen. Die Abwicklung von Banken und deren mögliche negative Rückkopplungseffekte auf die Rettungsfonds, auf die EZB oder Soffin sind ein weiterer heikler Punkt.
Hallo Analysatorveritas,

was bei so einer Beaufsichtigung herauskommt, ist ziemlich klar.

Die EZB ist in höchstem Maße "befangen", ist sie doch dafür
verantwortlich, daß sich die Banken mit Staatsanleihen ein-
deckten bzw. eindecken mußten.

Kein Wunder, wenn bei den sogenannten "Streßtests" nur
Bestnoten herauskommen, obwohl diverse Banken bereits am
Abgrund stehen.

LUNY

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