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Hamburger Millionenprojekt: Vertraulicher Bericht nennt Schuldige des Elbphilharmonie
DPA

"Täuschung, Chaos, fehlendes Fachwissen": Der neue Abschlussbericht zum Millionendesaster bei der Hamburger Elbphilharmonie listet Dutzende Mängel auf. Das Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, benennt klar die Verantwortlichen.

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braman 06.01.2014, 19:47
1. Schuldige

Ist nicht die Elbphilharmonie im Jahre 2008 zum Leuchtturmprojekt, also als ein ganz besonders gelungenes PPP-Projekt auserkoren worden?

http://www.oepp-plattform.de/projekt...monie-hamburg/

MfG: M.B.

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robert.c.jesse 06.01.2014, 19:49
2. Diese Toiletten brauchen einen

"Selbst bei der Ausstattung der Toiletten regierte zwischenzeitlich die Maßlosigkeit. So seien unter anderem Klobürsten für 291,97 Euro das Stück, Handtuchspender für 957 Euro, Klorollen-Halter für 651,06 Euro und Papierkörbe für 273,95 Euro bemustert worden."(http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/elbphilharmonie-bemusterte-klobuersten-fuer-292-euro-a-934167.html). Wer diesen Luxus bestellt hat, sollte eigentlich auch mit Namen erwähnt werden. Genauso der Lieferant. Da wurde Toiletten Lobbyismus auf höchster Ebene betrieben.

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Slickka 06.01.2014, 19:50
3. Und? Bericht und das war es?

Ich hoffe, der SPIEGEL macht etwas aus dem exklusiv in seinem Besitz befindlichen Dokument. Ich finde es wirklich unertraeglich das man fast schon erwartet, das es beim Bericht bleibt und nicht die geringsten weiteren Folgen fuer die Verantwortlichen hat. Wenn Taeuschung und unterlassene Aufsichtspflicht hier wirklich eine Rolle gespielt haben, kann so etwas nicht durchaus auch strafrechtliche Konsequenzen haben? Ich weiss nicht genug ueber die rechtliche Lage aber wuerde mich freuen, wenn hier aus dem Vollen geschoepft wuerde. Grrr.

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a.weishaupt 06.01.2014, 19:50
4. Juristisches Nachspiel nötig

Genau wegen solch unsäglicher Auswüchse haben arbeitende Bürger die Nase voll von diesem System. Der Staat bedient sich unglaublich ungeniert. Veruntreuung in dieser Größenordnung dürfte überhaupt nicht möglich sein, geschweige denn straffrei. Ansich müsste es Haftstrafen hageln. Bei der Summe kommt mir der Begriff "Volksverrat" in den Sinn.

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TICKundTOOF 06.01.2014, 19:52
5. Peanuts

800 Millionen? Davon kann man sich in Stuttgart ja gerade mal ein Monat Mehrkosten finanzieren.
11 Milliarden, mindestens. Als ob die Hamburger uns Schwaben das Wasser reichen könnten. Ich lach mich schlapp, lernt erstmal auf 9 oder 10 Nullen zu zählen!

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falco1001 06.01.2014, 19:55
6. Prestigeprojekte

Untersuchungen zeigen, dass direkte Demokratie die kostenbewusstere Regierungsform ist. Anders als man vermuten könnte, ist es nicht so, dass die Bürger sich gern einen genehmigen. So hat in der Schweiz eine deutliche Mehrheit gegen die Verlängerung des Urlaubs gestimmt.

Direkte Demokratie zwingt auch zu mehr Transparanz.

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Geridan 06.01.2014, 19:56
7.

Zitat von sysop
"Täuschung, Chaos, fehlendes Fachwissen": Der neue Abschlussbericht zum Millionendesaster bei der Hamburger Elbphilharmonie listet Dutzende Mängel auf. Das Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, benennt klar die Verantwortlichen.
Welcher Leser hat denn an etwas anders geglaub? Deutschland und insbesondere die öffentlichen Auftraggeber (Bund, Land Kommune) haben allesamt das Problem, dass sie im Zweifel nicht über das richtige Personal verfügen. Das ist ein systemischer Fehler, denn wer für Fachkräfte keine Stellen vorsieht und diese auch noch schlecht bezahlt muss sich nicht wundern wenn solche medienwirksamen Berichterstattungen nur negative Schlagzeilen über gescheiterte Großpojekte hervorbringen.

Wer jetzt daran glaubt, dass die Schuldigen beim BBI, S21, CTL o.ä woanders zu suchen sind, dem ist nicht mehr zu helfen.

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maxmehr2008 06.01.2014, 19:57
8. Jaja ...

... schnell mal noch einen Artikel über die bösen Steuerhinterzieher nachschieben, um noch mal ganz klar zu sagen, wer hier das Ar...lo.. in Deutschland ist. Diese Leute gehören genauso eingesperrt, wie jemand der 100te von Millionen hinterziehen würde. Aber nein nein, dafür müssen wir hier alle brav bezahlen, da könnte ich sowas von kotzen!

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spon-1274700444768 06.01.2014, 19:57
9. Hr. von Beust

Ende der 80er habe ich in einem Restaurant in Hamburg gearbeitet, in dem Hr. von Beust als Rechtsanwalt mittags zu Gast war. Schon da machte er einen planlosen Eindruck. Er konnte mit Grün, aber nicht Regierender Bürgermeister. Gutmütig, lieb, nett. Diese Hinterlassenschaft ist ärgerlich, auf der andeten Seite hat Hamburg - die personifizierte Langeweile - so etwas, worüber man spricht. Generell müssen Politiker ahmlich wie Manager für solche Böcke auch was Haftung betrifft, geradestehen. Das (neudeutsch) Controlling sollte fest verankert werden, denn mir fällt da noch die HSH Nordbank ein.

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