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Hamburger Traditionskonzern: Blohm+Voss wird an Jachten-Werft verkauft

Die Bremer Werft Lürssen übernimmt den Hamburger Traditionskonzern Blohm+Voss.

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teacher20 28.09.2016, 12:46
10. Zum Teil hausgemachte Probleme

Was gern vergessen oder verdrängt wird ist, dass sowohl Lürssen als auch Blohm&Voss immer noch bedeutende Werften für den Kriegsschiffbau sind. Würde Deutschland endlich seiner Rolle als Seehandelsmacht auch mit einer entsprechenden Marine (weitere Korvetten und Fregatten, Flottentanker, Hubschrauberdocklandungsschiffe) gerecht, und verstärkte seine Flotte anstatt sie langsam mit über Jahre verteilten, verhältnismäßig kleinen Aufträgen (die alte Einheiten nie im Verhältnis 1:1 ablösen) verhungern zu lassen, ließen sich einige der Probleme, mit denen Werften hierzulande zu kämpfen haben, sicher lösen.

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Ex-Saudi-Expat 28.09.2016, 12:47
11.

Zitat von Attila2009
Offenbar kann man mit dem Bau von Yachten ordentlich Geld verdienen.
Yepp, kann man. Lürssen ist im Yachtbau einer der s. g. "800 pounds Gorillas"

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ulfD 28.09.2016, 12:51
12.

hmmm mal gespannt wieviele Arbeitsplätze dort verloren gehen und in Jobs umgewandelt werden.
Dieses Umwandeln wird ja derzeit massiv von Piolitik, Wirtschaft und den Medien durch gedrückt.

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mad_doc 28.09.2016, 12:51
13. Wer hat sich bei Blohm & Voss nicht schon alles verhoben

Erst Thyssen, 2009 dann die arabischen Holding Abu Dhabi MAR (die wieder absprang) und dann der britische Private-Equity-Fonds Star Capital Partners.
Anschleissend wurde es völlig unübersichtlich. Star Capital filetierte in typischer Heuschreckenmanier: sie verkaufte den Bereich Blohm + Voss Industries Anfang 2013 an die Svenska Kullagerfabriken, ein anderer Teil ging an das amerikanische Unternehmen Forum Energy Technologies, ein anderer Teil ging an den Zeppelin-Werke.

Der Rest mit noch 1000 Mitarbeiter pütschert unter der Leitung eines Niederländers so vor sich hin und wartete darauf, bis man bei Lürssen einen Dummen fand.
Nun soll also Yachtbau für russische Schieber die Zukunft des Restunternehmens sein. Klein, aber unfein. Einst war es die Werft, die die "Bismarck" baute, die die "Hood", das Flaggschiif der Royal Navy im WK 2 versenkte.

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scheera 28.09.2016, 12:58
14.

...das ist auch der dummen Steuer-und Wirtschaftspolitk geschuldet.Beispiel Schiffe: die Anleger wurden belohnt mit irrsinigen Steuervermeidungsmöglichkeiten....150%Verlustzuwei sung! Später: nur 1% Versteuerung auf Erlöse.
Allen Gesetzen fehlte der letzte Absatz: Diese Vergünstigungen werden nur gewährt für Schiffe von dt.Werften!
So aber flossen irrsinnigerweise hunderte Milliarden nicht in unsere Wirtschaft,sondern in die Taschen hinterhältiger,geldgieriger Anlagebereiter,Banken und natürlich besonders in die der Initiatoren!Die Bafin pennt immer noch.Nur Prospektprüfung auf Formalien...niemals auf das Rechnerische! Übel auch die übrigen Darsteller: Eichel,Schröder,Schäuble,Merkel. Die dt. Anleger sind denen egal,sie können auch ökon. nichts beurteilen.Folge: sämtl. Schiffe seit 2000 sind pleite,die Anleger haben alle Dividenden rückgezahlt.Nur die Initiatoren haben sich unendlich bereichert . Aber nicht schlimm.Es geht mit anderen blödsinnigen Fondsideen weiter. Auch da nur eine Richtung: Gesamtverlust.ZB. Brit. Lebensversicherung,Chorus,Immofonds der Cobk, etc etc.Das übelste Angebot: thermische /Erdwärme-Kraftwerke.Da sammelt i.Bayern unbehindert und nicht staatsanw. verfolgt..eine Fa. Anleger geld mit Zinsversprechen 8%.Diese Fa. bautr aber keine Kraftwerke mit nachh. Erlösen,sondern will das eingesammelte Geld weiter ausleihen für Bohrunternehmen.D.h.,diese könnten sich ggf. auch bein Banken etwas für ca. 6% leihen,statt für 15%. Bei 8Punkten möchte dieses Unternehmen sich auch noch 5Punkte verdienen...schlechte Bezeichnung für diese Art der Gaunerei. Eine neue Art des Roulettes,denn da ist das Geld zu 90%auch futsch....Alles dient nur für Selbstbereicherung ,die durch Bafin und Politik gut geschützt so weitermachen darf. MW. sitzt in einem solchen Unternehemen sogar die ehem.Tochter eines gerade verstorbenen BUPRÄ......

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themistokles 28.09.2016, 13:12
15.

Zitat von teacher20
Würde Deutschland endlich seiner Rolle als Seehandelsmacht auch mit einer entsprechenden Marine (weitere Korvetten und Fregatten, Flottentanker, Hubschrauberdocklandungsschiffe) gerecht,..
Und wieso sollte sie das?

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j1958 28.09.2016, 13:17
16. Runde Sache

Bei den in Deutschland noch verbliebenen Werften handelt es sich heute meistens um Firmen, die qualitativ hochwertige Schiffe bauen (neben Lürssen z.B. auch Meyer Papenburg oder Abeking&Rasmussen). Verglichen
mit der Werftindustrie der 60er und 70er Jahre sind das zwar 'Kleinbetriebe', aber sie haben sich wohl recht erfolgreich in Nischen festsetzt. Wer 500 Mio. für eine Privatyacht ausgibt möchte ungern 'Made in China' in den Papieren stehen haben und wer ein Militärschiff braucht überlegt sich das auch. Weiterhin gute Geschäfte!

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Demokrator2007 28.09.2016, 13:19
17. Kriegsschiffe bauen?

Zitat von teacher20
Was gern vergessen oder verdrängt wird ist, dass sowohl Lürssen als auch Blohm&Voss immer noch bedeutende Werften für den Kriegsschiffbau sind. Würde Deutschland endlich seiner Rolle als Seehandelsmacht auch mit einer .....
Genau, B+V sollte wieder sowas wie die Bismarck bauen. Nee mal im Ernst, die Zeit des Kriegsschiffbaus sind Gottseidank zu Ende. Die des Waffenbaus selbst leider überhaupt nicht. Aber daran muß sich Deutschland doch nicht beteiligen? Ich bin sogar der Meinung das es Branchen gibt, wo es gut ist, wenn deren Ende eingeläutet wird: Atomkraft, Waffenbau, fossile Brennstoffe
Diese Bereiche schaden nachgewiesenermaßen der kompletten Menschheit und oft auch der Natur. Ich persönlich fände es nicht schlimm, wenn Mitarbeiter diese Jobs nicht weiter ausüben können.

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shokaku 28.09.2016, 13:27
18.

Zitat von mad_doc
Einst war es die Werft, die die "Bismarck" baute, die die "Hood", das Flaggschiif der Royal Navy im WK 2 versenkte.
Ich weiß ja nicht ob Sie es schon wussten, aber Schlachtschiffe sind irgendwie aus der Mode gekommen.

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Attila2009 28.09.2016, 13:36
19.

Zitat von Ex-Saudi-Expat
Yepp, kann man. Lürssen ist im Yachtbau einer der s. g. "800 pounds Gorillas"
Ich bezog mich mehr auf die Absatzmöglichkeiten..

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