Forum: Wirtschaft
Handel mit CO2-Zertifikaten: Tesla verdient Milliarden mit den Abgasen der Konkurrenz
Toru Hanai/Reuters

Fiat Chrysler und General Motors fürchten Strafen wegen zu hoher Emissionen. Deswegen kaufen sie bei Tesla CO2-Zertifikate ein. Elon Musks Unternehmen lässt sich das gut bezahlen.

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dr.eldontyrell 04.06.2019, 09:30
30. Ist ja schon lustig,

da wird auf einen Macher, der nur E-Autos verkauft, eingedroschen, weil er mit der Rückständigkeit der Konkurrenz einen Extra-Dollar macht. Sollen doch GM und Fiat auch nur noch Elektro-Autos bauen. Dann müssen sie A: Keine teuren CO2-Zertifikate kaufen und B: Könnten selber welche verticken, an BMW oder Benz zum Beispiel.
Dass das mit den Zertifikaten natürlich ein gespielter Witz ist leuchtet jedem ein. Eine CO2-Steuer wäre da sinnvoller.

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Melanthes 04.06.2019, 09:32
31. Das wäre doch was für die Chinesen

Sie liefern Teile für E-Autos nach Europa, montieren sie hier, verticken anschließend in Großmengen CO2-Zertifikate und verkaufen die Autos zum Discount-Preis. Subventioniert vom europäischen Verbraucher.

Bei den Solarmodulen hat das schon sehr bestens funktioniert: Zig-Energiewende-Milliarden gingen ins umweltverpestende China. Die deutschen Solarfabriken sind pleite. Die Europäer wollen bekanntlich ohnehin ihre Autoindustrie loswerden. Und in China wird gern gut gelacht.

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felisconcolor 04.06.2019, 09:38
32. Gut für Tesla

Bringt halt Kohle (CO2 frei). Aber es zeigt was von Anfang an zum Zertifikatehandel für CO2 gesagt wurde, und von den Politikern immer stur ignoriert wurde, es bringt absolut nichts für die Umwelt. Boah ich möchte einmal mit Profis arbeiten.

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sven2016 04.06.2019, 09:41
33. Der einzige Profitbereich von Tesla.

Es ist frech, einem Unternehmen, das keine Verbrennungsfahrzeuge herstellt, so eine Einnahmequelle staatlich zu schaffen.

Wenn, dann sollten Umweltverschmutzer an den Staat direkt zahlen. Diese Börsen sind auch in Europa nur eine selbständige Geschäftsidee.

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christianabc 04.06.2019, 09:43
34. Filterblase?

Ich frage mich wie manche Leute immer noch behaupten die Gesamtbilanz eines EV wäre schlechter als die eines herkömmlichen PKWs. Es gibt eine Vielzahl an Studien, prinzipiell kann man selbst nachrechnen, also wieso immer die selbe Leier. Die Stichworte hier sind Crave-to-Cradle, Well-to-wheel und Model S gegen 7er BMW. Alternativ ZOE gegen Golf. Oder Model 3 gegen 3er. Mit zunehmenden Anteil an Erneuerbaren wird das noch günstiger und das gleich in 2erlei Hinsicht: bei der Batterieherstellung und beim Fahren.

Das Tesla Zertifikate an die "dreckigen" Hersteller verkauft ist meines Erachtens okay, um den Kostendruck auf die alten Hersteller zu erhöhen. Und Tesla kann vielleicht auch deshalb ein Auto wie das Model 3 zu dem Preis zum jetzigen Zeitpunkt anbieten, da sie die Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaufbaukosten auf die alten Autobauer auslagern.

Prinzipiell bleibt zu Wünschen das sich manche Kommentatoren eventuell mal ein wenig informieren anstatt das Stammtischgequatsche einfach nachzusprechen.

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rainercom 04.06.2019, 09:44
35. Handel mit CO2-Zertifikaten

Zurück ins Mittelalter mit Ablasshandel wie es einst die Kirche machte.

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botschinski 04.06.2019, 09:45
36. Hm...kauft Herr Musk dann

CO2 Zertifikate für Space-X? Oder sind Raketenstarts von CO2 Abgaben ausgeschlossen? Wär interessant zu wissen.

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fuxboml 04.06.2019, 09:47
37.

Zitat von kenterziege
Gerade die großen, schweren Teslas mit ihren Akkus >> 75 kWh haben einen CO2-Rucksack von mehr als 100.000 km bevor sie in Kundenhand erst einen km gefahren sind. Dann kommt hinzu, daß es eben keinen Öko-Strom gibt. Jede zusätzliche kWh, die wir hier verbrauchen ist fossil erzeugt. Bei meinem Versorger hier im Rheinland sind das ausweislich der Jahresrechnung 450 g CO2 / kWh bei einem Verbrauch des der großen E-Autos, wie Tesla von 20 bis 30 kWh/100 km. Damit liegt jeder moderne Diesel besser. Diese Zertifikate kann man nur verkaufen, weil ein E-Auto entgegen der Gesetze der Physik in der CO2-Emission auf Null gesetzt ist.
Achtung, Ihre Zahlen und Rechnungen basieren auf ungenauen Informationen.

1) Selbst wenn die 100.000 km CO2-Rucksack korrekt sind (kann ohnehin niemand völlig korrekt berechnen) -- so what? Der Akku eines Tesla Model S oder X hat eine realistische Lebensdauer von ca. 1500 Vollzyklen zu je ca. 400 realen km Fahrleistung. Das wären dann 600.000 km. Sprich, 500.000 km sind dann ihrer eigenen Rechnung nach ja emissionsfrei -- top! (Tesla Model 3: Lebensdauer sogar auf 1 Mio km ausgelegt.)

2) Doch, es gibt realen Ökostrom. Diese alberne Argumentation, dass jede mehr verbrauchte kWh Öko-Strom eine weitere kWh fossil erzeugten Strom bedingt, ist Käse, der von Wissenschafts-Leugnern seit einiger Zeit immer lauter und heftiger verbreitet wird, aber dadurch nicht wahrer wird. Fakt ist, dass auch hier die Marktgesetze greifen: Ein Energie-Anbieter kann nur so viele kWh Öko-Strom verkaufen, wie er selbst erzeugt und/oder zukauft. Wenn tendenziell mehr gebucht wird, dann werden irgendwo EE-Anlagen zugebaut oder deren Auslastung verbessert. Die Nachfrage nach fossil erzeugtem Strom sinkt dagegen im gleichen Maß.

Dass man bei einem kumulierten, nicht stückweise unterscheidbarem Gut wie elektrischem Strom nicht dafür garantieren kann, dass jedes Elektron eines Öko-Strom-Abonnenten auch wirklich aus einer EE-Anlage kam, ist klar. Hier geht es um eine Bilanz-Summierung.

3) 450 g CO2 pro kWh: Bei einem konservativ angesetzten Verbrauch von 22 kWh pro 100 km für eine Tesla Model 3 bedeutet das 99 g CO2 pro 100 km. Pro Liter Diesel fallen 2,65 kg CO2 an. Bei konservativ angesetzten 6 l/100 km also 159 g CO2 pro 100 km. Die Rechnung ist simpel und bereits mit Ihren eigenen, aktuellen Zahlen deutlich zugunsten des elektrischen Antriebs. Wenn Sie jetzt noch überwiegend EE-Strom laden und/oder sich der Energiemix weiter verbessert, was er seit Jahren tut, dann sinkt der verursachte CO2-Footprint des E-Autos immer weiter.

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D.Fronath 04.06.2019, 09:47
38. Emission Credits

Nach welchem Schlüssel werden diese eigentlich verteilt, wieviele "hat" Tesla dementsprechend und in welcher Relation steht das zu den "Bedürfnissen" von Fiat, Chrysler usw.?
Anders gefragt: Wodurch kann Tesla in nennenswertem Umfang Credits verkaufen?

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hador2 04.06.2019, 09:47
39. Interessant...

Alles was andere Hersteller da an Tesla zahlen dürfte für Tesla Reingewinn (vor Steuern) sein. Wenn das wirklich Milliarden sind, dann zeigt das nur noch deutlicher wieviel Verlust Tesla mit dem eigentlichen produzieren von Autos macht...

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