Forum: Wirtschaft
Handel: Trump will Strafzölle gegen Türkei verdoppeln
AFP

US-Präsident Donald Trump will die Strafzölle gegen die Türkei deutlich erhöhen. Die Abgaben auf Aluminium und Stahl sollen auf 20 und 50 Prozent angehoben werden.

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pnegi 10.08.2018, 17:25
70. Zwischen den Zeilen...

Es geht hier garantiert nicht um irgendeinen US-Pastor. Schaut mal bitte in die verfügbare Liste der outstanding US-Staatsanleihen. Sie reicht von Mai 2017 bis Mai 2018. Darin ist erkennbar, dass die Türkei im Laufe eines Jahres ca. ein Drittel seiner US-Anleihen verkauft hat. Im Ganzen ca. 17 Mrd $ (von knapp 50 auf unter 33 Mrd). Wer weiss, wie die Zahl momentan, im August 2018 aussieht. Somit ist die Türkei neben Japan und Russland eines jener Länder, die den US-Anleihenmarkt massiv nach unten (und den Zins in Richtung 3%) gepresst haben. Deswegen musste wohl Belgien innerhalb eines Jahres seinen Anteil von US-Staatsanleihen von knapp 100 Mrd im Mai 2017 auf über 150 Mrd im Mai diesen Jahres erhöhen (immerhin eine Erhöhung um ca 10% seines BIP). Fakt ist; egal wohin die Lira driftet, die BRICS Staaten werden ihr demnächst neues Mitglied garantiert nicht fallenlassen... Hier noch die Quelle: http://ticdata.treasury.gov/Publish/mfh.txt

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Das Pferd 10.08.2018, 17:25
71.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Für mich, außenstehend und ohne fundierte Informationen über die Presse hinaus, verdichtet sich der Ansatz, dass es Trump und seinen Buddies nur um Insidergeschäfte und massive Kursgewinne geht. Hoffentlich prüft die Börsenaufsicht, ob vor den Twittertiraden von Trump entsprechende Optionsscheine auf fallende Kurse in großen Massen besorgt wurden.
um ehrlich zu sein, das wäre die weniger schlimme Variante. Das wäre in gewisser Weise rational. Dagegen spricht, daß man das viel unauffälliger machen könnte. Und, daß auch für Insidergeschäfte nicht das ganze System den Bach runter gehen darf.

Ich halte Trump für absolut authentisch. Leider.

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zia-zaruba 10.08.2018, 17:27
72. Nur mal angenommen,

alle die jetzt Strafzölle zahlen sollen, setzten die Lieferung aus. Was denn dann ? Offensichtlich ist doch die USA absolut abhängig ..... sonst gäbe es doch den Handel gar nicht.

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barstow 10.08.2018, 17:27
73.

Zitat von theodtiger
Das ist alles sehr unwahrscheinlich, was der Forist schreibt. Erstens, ist die Türkei weder in der EU noch im Euro, also gibt es keinen indirekten Grund Erdogan aus seiner selbstproduzierten Patsche herauszuhelfen (indirekt: weil eventuell andere Europartner betroffen sein könnten). Zweitens, sind die EU Banken inzwischen besser aufgestellt, wegen diverser EU Massnahmen und der EZB Bankenaufsicht. Drittens, kommt generell ohne Visum hier kein Türke rein, also auch nichts viel mit Armutszuwanderung. Viertens ist die Balkanroute dicht. Fünftens, kann sich Erdogan gar keinen Massenexodus leisten. Es könnte aber ein Problem sein, dass die Erdogan-hörige türkische Parallelgesellschaft sich von Erdogan dadurch arm machen lässt, dass sie ihre Euroguthaben in Lira tauschen und damit viel verlieren. Allerdings, wenn man selbst verlieren kann, ist vielleicht auch die Parallelgesellschaft vorsichtig - nicht so wie beim Referendum zur Einführung sehr autoritärer Verhältnisse in der Türkei (wo man nicht wohnt) oder bei den letzten Wahlen. Klar dass Erdogan diese vorgezogen hat, waren die wirtschaftlichen Verwerfungen ja schon abzusehen. Vor diesem Hintergrund ist die Einladung an Erdogan zum Staatsbesuch eher töricht zu nennen - ein Arbeitstreffen mit deutlicher Sprache hätte es auch getan.
1. Siehe link: Wirtschaftliche Zusammenhaenge gehen uber den Euro (teller) rand hinaus: https://www.welt.de/wirtschaft/article180930064/Krise-der-Tuerkei-wird-zum-Problem-fuer-Europa.html

2. Aha, deswegen auch das?
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/marktberichte/interview-blackrock-oekonom-lueck-warnt-die-euro-krise-koennte-wieder-eskalieren/22627430.html?ticket=ST-1333618-HkDUFye2Sb97aQCWNgCX-ap2

3. So, so. Deswegen kam (und kommen) sogar Leute ohne Assweis locker mal ueber die Grenze, oder?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-ueber-tuerkei-route-nach-europa-deutlich-gestiegen-a-1208114.html

4. Wenn ich in Erdkunde richt g aufgepasst habe, gibt es auch noch andere Wege nach Europa, oder?

5. So, so. Selbst nicht von Menschen, die er los werden will?

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qoderrat 10.08.2018, 17:27
74.

Ich gebe offen zu dass ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen kann, dass Erdorgan seine eigene bittere Medizin zu schlucken bekommt, weil er sich plötzlich mit einem genauso irrationalen und skrupellosen Kontrahenten gegenüber konfrontiert sieht.

Auf der anderen Seite muss man langsam ernsthaft besorgt fragen, ob inzwischen offene Erpressung ein legitimes Mittel der Wirtschaftspolitik ist?

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Stef63 10.08.2018, 17:28
75. Naja...

Zitat von fixik
...Türkei exportiert gar keinen Stahl.
da würde ich mich erst mal informieren, bevor ich mich so aus dem Fenster lehne. Eine 20 sekündige Google-Recherche brachte folgendes Ergebnis (ohne Gewähr):

Beim Stahlexport wurde in 2017 ein Anstieg um 8,4 Prozent registriert und erreichte 18,3 Millionen Tonnen. Die Exportsumme hingegen stieg um 24,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar.

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barstow 10.08.2018, 17:31
76. Nicht nur COILS

Zitat von elisenstein
die Angabe darüber, wieviel Aluminium und Stahl die Türkei in die USA exportieren. Wenn es vergleichsweise nur geringe Mengen sind, kann man die Drohung Trump s getrost vergessen. Ein bisschen mehr Hintergrundinformation wäre nicht schlecht, um sich ein objektives Bild über die Ankündigung von Trump zu machen.
Es werden ja nicht nur Coils oder andere Halbzeuge aus der Tuerkei eingefuehrt, sondern auch dort gefertigte Waren die in der Tuerkei gefertigten Stahl/Eisen enthalten. Soweit mir bekannt, fertigt zB ein Bosch dort und liefert von da in die USA.

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tadano 10.08.2018, 17:32
77.

Da soll noch mal einer sagen eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Wenn es zu viele Krähen im politischen Geschäft gibt wird es aber plötzlich für alle gefährlich.

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barstow 10.08.2018, 17:33
78. Bitte den Michel nicht in seiner Wunschwelt stoeren

Zitat von Katzenfritz
schon im Schritt. WENN die USA wirklich so ein rückständiges High-Tech-Entwicklungsland wären, wie Sie insistieren, wären diese nie in der Lage militärisch (immer noch) die No Eins der Welt zu sein. Denn dort (und in der Raumfahrt) wird High Tech in Reinkultur benötigt. Und die Welt kann NATÜRLICH auch gänzlich ohne Software und PC`s existieren. Doch wie?
Das vetraegt der nicht so gut.....

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trixo 10.08.2018, 17:33
79. Großmäuler unter sich

Jetzt stopft ein Großmaul das des anderen? Denn es darf nur einen Größten geben? Es bleibt spannend!

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