Forum: Wirtschaft
Handels- und Währungskrieg: Warum das Weltwirtschaftssystem weiter zerfallen wird
Uncredited/CHINATOPIX/dpa

Die westlich dominierte Weltwirtschaftsordnung geht zu Ende - und es dürfte noch schlimmer kommen. Schuld daran ist nicht allein US-Präsident Trump. Es gibt noch ein paar andere Verdächtige.

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sozialismusfürreiche 14.07.2019, 18:24
30. ja b wird es

Aber dazu muss die EU endlich die Nationalstaaterei aufgeben. Wir brauchen keine EU wie es sich Ungarn usw. vorstellt, wir brauchen eine EU die die Rolle der nationalen Regierungen übernimmt und allein gesetzgeberisch tätig werden darf.

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MichaelundNilma 14.07.2019, 18:24
31. Ist das so ?

Professor H. Müller erscheint, wie alle Wirtschaftsgurus, als profunder Kenner der Volkswirtschaft. Nun wie wir alle wissen, liegt die Trefferquote der Volkswirtschaftler bei ca. 50 Prozent. Bei zwei Volkswirtschaftlern finden wir sogar 3 Meinungen vor. Das liegt nicht an den Volkswirtschaftlern, sondern an der Materie. Volkswirtschaft ist sehr komplex und vielen Unwägbarkeiten unterworfen. In sich schlüssige Vorhersagen können sich, wie beim Wetterbericht, schlagartig in´s Gegenteil verkehren. Wie wir wissen, sind die Löhne in China kräftig gestiegen. Die einst verlängerte westliche Werkbank wandert in andere Staaten, wie z.B. Vietnam oder Äthiopien ab. Durch neue Technologien, wie den 3D-Druck, wandern viele westliche Firmen zurück zu ihrem Stammsitz. Chinesische Firmen in preiswertere Drittweltländer. 3D-Druck ist eine Technik welche es nicht nur erlaubt, kostengünstig am Standort einer Firma zu produzieren, sondern auch ihr know-how zu sichern. Das allein schon hat große Auswirkung auf die jeweiligen Märkte. Die Handelsströme verschieben sich, was wiederum Auswirkungen auf die Transportwirtschaft hat. Das Weltwirtschaftssystem wurde nach dem WK II zugunsten der USA geschaffen, als die USA unangefochtener Marktteilnehmer bezüglich seiner Exportwirtschaft war. Diesen Vorteil hat die USA schon lange nicht mehr. Hier werden die Karten, bezüglich China, neu gemischt. Aber auch China hat seine wirtschaftlichen Schwächen. Ihre Produkte sind nicht von hoher Güte, oft Kopien und die chinesische Grundlagenforschung ist erst noch im Werden. Das alte Weltwirtschaftssystem wird nicht zerfallen, sondern sich neu justieren. Schließlich ist Handel ohne Regeln keine Alternative für die Weltwirtschaft.

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christine.rudi 14.07.2019, 18:26
32. Einige Punkte sind richtig, aber die Basis des Artikels ist falsch

"Die großartige Leistung der USA auf dem Zenit ihrer Macht nach dem Zweiten Weltkrieg bestand darin, dieses System geschaffen und sich selbst seinen Regeln, Prozeduren und Institutionen unterworfen zu haben". Nee, die USA haben sich dem System nie unterworfen ! Was zuende geht ist die 150 Jahre (?) dauernde Periode westlichen Kolonialsmus, uzerst miltärisch dann wirtschaftlich. Ist so ähnlich wie der UntergangAthens, Roms, und was es sonst noch so gab in der Geschichte. Viele Leuten werden denken: Endlich !

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Heimratt 14.07.2019, 18:26
33. Unsinn.

Ein Weltwirtschaftssystem gab es bereits bei den Phönizier und davor. Die Regeln änderten sich auch damals durch Rom, aber das System ist nicht "zerfallen".

Der Anteil der USA liegt unter 10 %. Also etwas mehr als Deutschland und Japan, aber wesentlich weniger als China. Bei 10 % von einem alles beeinflussenden Monopol auszugehen, ist dümmlich. Weiterhin wird die WTO als Zusammenschluss der exportierenden und importierenden Länder die Regeln bestimmen und die USA kann mit ihrem "exzentrischen" Präsidenten nur Spektakel verursachen, den Sie als mediales Produkt so lieben.

Hauptsache: Angstmache. Alles bricht zusammen.

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rurei 14.07.2019, 18:33
34. Die Demokratie als System steht auf dem Spiel:

Europa hat den Mega-Innovationszyklus Software verpasst. Der Innovationszyklus Software wird massiver, alles durchdringend, sofort weltweit und vor allem schneller kommen als die industrielle Revolution des 18./19. Jahrhunderts. Allerdings ist Software / Künstliche Intelligenz das komplizierteste überhaupt. Es erfordert Milliarden-Investitionen und wer da abgehängt ist, ist weg.
Nur mal zur Erinnerung: Nokia war als Marktführer schon pleite, als Google Android brachte. Man darf bei der Kurve der Wirtschaftsleistung die Höhe der Kurve nicht mir ihrer Ableitung verwechseln (Abitur reicht)!
Des weiteren entkoppeln sich Nationen und Industrie aus 3 Gründen:
1) Deutschland exportiert zwar gute Produkte aber in alten Technologien. Das ist ein zweifaches Problem: Zum einen verlangen immer mehr Länder, in die Deutschland exportiert, Produktion und Zahlen von Löhnen in ihrem Binnenmarkt, wo die Produkte verkauft werde. Immer mehr deutsche Firmen investieren in Ländern, wohin sie bisher exportiert haben. Zum anderen erübrigt sich das, wenn andere die Technologien auch können. Trump weiß das, und es tut ihm nicht weh, denn die USA sind ein Binnenmarkt: „The US is a closed economy so trade isn't that important, for the U.S. economy is little dependent on foreign trade compared to other major economies. Exports account for much less than 10% of GDP in the U.S, while it makes up 40% of Germany’s GDP.”
2) Die Verschuldung (auch Draghis) durch „demokratische“ Politiker aus Machterhalt auf Pump: Der Anleihenmarkt ist durch den Aufkauf der Notenbanken tot. Es kann das Ende des demokratischen Systems bedeuten, nicht nur durch die Explosion der Immobilienpreise, Kevin wartet schon. Oder der industrielle Anleihenmarkt koppelt sich ab.
3) Notenbanken-Währungen entkoppeln sich von industriellen Währungen, genau dafür führt Facebook die Facebook-Währung Libra ein. Die Libra Association hat ihren Hauptsitz in Genf. Zu den 28 Gründungsmitgliedern der Libra Association gehören unter anderem Spotify, Paypal, Vodafone, eBay, Visa, Mastercard, Stripe, Lyft, Uber, Coinbase und Kiva.
Fazit: Im Sinne von „follow the money“ wäre es wichtig zwei Weltkarten immer aktuell zu haben:
Eine Weltkarte mit der Darstellung der „ausländischen direkten Investitionen“ für jedes Land und für uns kleinen noch wichtiger: Eine mit den „Kapitalflüssen und deren zeitlichen Änderungen“ zwischen allen Ländern im Sinne von „follow the money“. Denn da, wo das Geld davonläuft, kann man nicht für sich vorsorgen.
Es ist allerdings damit zu rechnen, dass nationale Mauern gegen diese Geldflüsse aufgebaut werden. Es folgen Monetarisierung der Schulden, Modern Monetary Theory wie damals in Weimar und jetzt in Venezuela, Kapitalverkehrsbeschränkungen, Abschottung ... aber niemand hat vor eine Mauer zu bauen .......
Der daraus entstehende Vertrauensverlust ist das Ende eines „sinnvollen“ Wirkens der Notenbanken.
Viele Nationen werden sich entscheiden müssen: Für eine Neubeginn in Freiheit oder für Enteignung und Sozialismus, wo dann viele aber nicht alle gleich sind, dann aber auf dem untersten Niveau.

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anchises 14.07.2019, 18:34
35. Welches System?

Wenn man jeder gegen jeden, Freund frißt Freund oder Freund wird Feind von Freund zum Fraß vorgeworfen als System bezeichnen mag...

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TomTheViking 14.07.2019, 18:36
36. Variante a ? Westliches Diktat der Regeln denen der Rest der Welt ist?

Mensch Müller, der Rest der Welt dominiert bereits den Welthandel.

Der westen ist ein Konstrukt aus Schulden das zusammen brechen wird.

Sieger werden die Länder mit Forschung, Hochtechnologie und umgesetzt in Produktion sein.
Für sehr viele Jahre Energie- und Rohstoffmächte die sich nicht ausplündern lassen allen voran Russland.

Die USA haben bislang immer in Doktrinen vorgegeben wo es lang geht und Deutschland sich verhalten wie ein Vasall...sätestens jetzt ist es Zeit für Emanzipation, die USA sind in vielen Dingen einfach am Boden, selbst militärisch nicht mehr durchsetzungsfähig, "haben fertig". Man muss diesen Erpressungs-Sprudel nicht noch hinterher springen. sondern gegenüber den USA wenn es um wirtschaftliche Interessen geht die Zähne zeigen wie das Russland, Brasilien, Indien, Süd-Korea, China und viele andere Länder mit der Weile machen.

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doctiloquus 14.07.2019, 18:36
37.

"...Damals hatten sich die Nationen hinter immer höheren Zollhürden verbarrikadiert...um sich kurzfristige Exportvorteile zu verschaffen..." Hr. Müller, so war es ganz sicher nicht. Eine Nation ist eine Gemeinschaft, hier haben aber unzweifelhaft einige Indiviuduen für Zollhürden gesort, und zwar jene, die direkten Vorteil daraus zogen. Weiter schreiben Sie: "...Regierungen und Notenbanken haben kaum noch wirtschaftspolitische Instrumente zur Verfügung. Die Zinsen sind bei Null..." Es folgen belanglose Fakten. Der Punkt ist doch der folgende. Nach Draghi soll damit Inflation (ich fasse hier mal großzügig zusammen) beherrscht werden. Es droht u.a. die Gefahr einer Deflation wegen des Wartens der Konsumenten auf fallende Preise, etc. Aber genau DAS lässt sich mit diesen Instrumenten nicht verhinden. Solange das marktwirtschaftliche Prinzip der Profitmaximierung existiert, solange wird es das Konsumentenprinzip der Kostenminimierung geben. Diesen verschränkte Mechanismus kann die EZB nicht lösen (will sie ja auch gar nicht, sie betreibt Demagogie im großen Stil, um Staatenfinanzierung zu verschleiern).

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alexander_vaysberg 14.07.2019, 18:37
38. Steuer! Warum von Verbraucher?

90% CO2 wird im Produktion geschafft. Aber das Steuer sollen normale Verbraucher zahlen. Es ist nicht gerecht!! Produktion gehört die Firmen und Konzernen. Die sollen das zahlen. Dabei verlagern die die Betriebe in der Länder, wo die es ohne Problem viel CO2 produzieren können. Aber jetzt will unsere Regierung von uns das Geld durch das Steuer zu den Konzernen abgeben, dass sie noch mehr das Geld haben. Etwas stimmt nicht!!!

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dagmar1308 14.07.2019, 18:41
39. Ist wie bei der Normalverteilung

weltweite Zusammenarbeit auf allen Gebieten ist um so besser, je intensiver sie stattfindet. Ab einem bestimmten Punkt überwiegen die Nachteile die Vorteile. Stichworte: jeder Schrott wird produziert und verkloppt und die Nachteile tragen unbeteiligte Dritte. Dieses Externalisieren negativer Effekte übersteigt ein erträgliches Maß.
Der Mensch ist auch kriminell. Dies eröffnet noch mehr Möglichkeiten für entsprechende Gruppierungen und auch den Entzug der Gerichtsbarkeit.
Trittbrettfahrertum der verschiedensten
Art nimmt deutlich zu.
Die Folge von allem sind der Rückzug auf nationale, also über Jahrzehnte mühevoll homogener entwickelte Gesellschaften über die Politik in vielen Bereichen.
Ist also der natürliche Lauf der Dinge.

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