Forum: Wirtschaft
Handels- und Währungskrieg: Warum das Weltwirtschaftssystem weiter zerfallen wird
Uncredited/CHINATOPIX/dpa

Die westlich dominierte Weltwirtschaftsordnung geht zu Ende - und es dürfte noch schlimmer kommen. Schuld daran ist nicht allein US-Präsident Trump. Es gibt noch ein paar andere Verdächtige.

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Schnullerbacke 14.07.2019, 19:04
50. So bestimmt nicht...

Zitat von Ishibashi
Es gibt noch eine weitere Alternative. Der Handel mit Waren verliert weiter an Bedeutung und Dienstleistungen und Kulturgüter dominieren die Wirtschaft.
Ganz im Gegenteil, der Handel mit Waren wird weiterhin an Bedeutung gewinnen oder wollen Sie den Tisch an dem Sie sitzen oder die Tasse aus der Sie trinken und das Bett in dem Sie liegen oder den Rasieren den Sie benutzen in Zukunft beim Berater als Dienstleistung beziehen . Ich behaupte sogar der Zenit von Dienstleistungen ist längst überschritten da etliche davon völlig überflüssig sind.

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sven2016 14.07.2019, 19:07
51. Ich glaube schon, dass die chinesische

Regierung mit ihren Wirtschaftsplänen, die für 10, 20 und 50 Jahre ausgelegt, aber trotzdem flexibel genug sind, um aktualisiert zu werden, eine führende Rolle spielen wird.

Alle Dinge, die man verbraucht, „wieder“ daheim herzustellen ist völlig illusorisch und in vielen Bereichen schon jetzt technisch nicht mehr vernünftig möglich.

Problem ist die ansteigende Nationalstaatlichkeit in vielen relevanten Ländern, die das Übel im Welthandel und die Erleuchtung im Abschotten sieht.

Das ist ja nicht nur die Mafiafamilie in Amerika, auch in der EU sind starke Kandidaten beim Abbruch beteiligt.

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antelatis 14.07.2019, 19:07
52.

Zitat von vulcan
Immerhin hat es bis Beitrag #15 gedauert, bis jemand so schlau war, die einfache, simple Wahrheit zu erkennen: Die Amerikaner sind schuld. Wie immer. Sowas aber auch. Dabei ist das so einfach zu merken: Die Amerikaner sind schuld. Immer.
Das ist halt so, wer das Sagen hat, der trägt auch die Verantwortung dafür, wenn etwas nicht funktioniert. Und hat bei dieser Sache irgendjemand mehr Einfluss und mehr zu sagen als die USA?

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Schnullerbacke 14.07.2019, 19:08
53. Völlig anders

Zitat von onkel-ollo
Und am sagenumwobenen deutschen Maschinenexport profitieren nur Großunternehmen, die dann noch schwerer werden und sich irgendwann ganz aus jeder Steuerpflicht verabschieden.
Irrtum, vom Export im Maschinenbau profitieren gerade die unzähligen Unternehmen des Mittelstandes und Kleinunternehmen.
Das zieht sich durch alle Exportbranchen.

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kj.az 14.07.2019, 19:10
54. Was tatsaechlich in Bretton Woods passiert ist

Es wurde ein Abkommen geschaffen, das auf die Interessen der USA, die durch den Zweiten Weltkrieg in die Fuehrungsrolle der Weltpolitik und Weltwirtschaft getorkelt sind, zugeschnitten war. Keynes hatte damals schon gegen White verloren, bildhaft gesprochen haben die Amerikaner ihre Dominanz und Muskeln spielen lassen.

Die Muskeln sind heute schlaff geworden. Obwohl noch immer der vielleicht wichtigste Konsumentenmarkt ( NOCH) , sehen die Amis die Entwicklung der modernen Welt wie ein Damoklesschwert ueber ihrem Weltgeltungsanspruch Nr. 1 an. Panik bei vielen Politikern, insbesondere Herrn Trump.

Was ist also passiert in Bretton Woods ? Die USA haben den anderen paar Laendern auf diesem Planeten ihre Dominanz aufs Auge gedrueckt. Und das geht heute mit Ostasien, Europa und z.T. Indien, Brasilien nicht mehr. Deshalb Schluss und Aus fuer Bretton Woods. Gut so, in gewisser Hinsicht. Gruss aus Amerika.

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Havel Pavel 14.07.2019, 19:10
55. Ein Wirtschaftseinbruch bringt auch Chancen!

Nämlich für das Klima und den Schadstoffausstoss! Man denke nur mal daran wenn sich das gesamte Verkehrsaufkommen weltweit nur mal halbieren würde was dies allein schon zur Folge hätte. Fridays for Future würde sich damit wohl weitgehend von alleine erledigen.Dinge die entbehrlich sind würden einfach nicht mehr produziert werden und somit erhebliche Mengen an Rohstoffen, Energie eingespart werden und dies bei gleichzeitiger Müllvermeidung! Ob die Menschen dann schlechter leben würden als gegenwärtig muss keineswegs eintreten, vorausgesetzt man schafft es politisch für eine sozialgerechte Verteilung zu sorgen, die Grünen bringen dies gewiss hin!

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iasi 14.07.2019, 19:11
56. Verschönender Blick zurück. Doch in Wahrheit hat das System seit

langer Zeit erhebliche Schräglagen. Da ist einerseits das enorme Handelsbilanzdefizit der USA und andererseits die Exportüberschüsse von Ländern wie Deutschland und China.
Da ist einerseits die FED, die aus dem Krisenmodus zu kommen versucht und die Zinsen erhöht, und dann ist da andererseits u.a. die EZB die noch immer die Nullzinspolitik fährt.
Trump ist derjenige, der versucht, die Titanic von ihrem Kurs abzubringen.
Es läuft im Weltwirtschaftssystem eben leider nicht rund - und um den wirklich großen Crash zu verhindern, sind Korrekturen und Justagen notwendig.
Übrigens hätten wir keine Wirtschaftsflüchtlinge, hätte das Weltwirtschaftssystem so toll funktioniert, wie hier einmal wieder suggeriert wird.
Das System muss mal wieder richtig durchgeschüttelt werden - und dies tut Trump glücklicherweise.

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spmc-12355639674612 14.07.2019, 19:16
57. Firmen und Konzerne

Zitat von alexander_vaysberg
90% CO2 wird im Produktion geschafft. Aber das Steuer sollen normale Verbraucher zahlen. Es ist nicht gerecht!! Produktion gehört die Firmen und Konzernen. Die sollen das zahlen. Dabei verlagern die die Betriebe in der Länder, wo die es ohne Problem viel CO2 produzieren können. Aber jetzt will unsere Regierung von uns das Geld durch das Steuer zu den Konzernen abgeben, dass sie noch mehr das Geld haben. Etwas stimmt nicht!!!
Mein Freund, wenn Sie sich wünschen, dass "Firmen und Konzerne" oder vielmehr deren Eigentümer alles zahlen sollen, müssen Sie eine Vermögenssteuer einführen, keine CO2-Steuer! Es ist doch logisch, dass am Ende der zahlt, der irgendwelche Produkte kauft, die von "Firmen und Konzernen" hergestellt werden.

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123rumpel123 14.07.2019, 19:17
58. Blöcke werden kommen nur wo wollen wir mitspielen

Ber Szenario A vergißt Herr Mueller, dass dazu kein neuer Präsident der USA erforderlich ist, da auf Drängen der USA bereits heute an der Reform der anachronistischen WTO gearbeitet wird. Hinsichtlich des Sicherheitsaspektes ist die USA als Führer im westlichen Bündnis unersetzbar.

Da aber anzunehmen ist, dass China sich den Reformen widersetzen wird, ist A nach wie vor unter der aktuellen US-Doktrin eine westliche Allianz in Handel und Sicherheit am wahrscheinlichsten.

B käme nur zum Tragen, wenn Europa der Meinung ist, das fairer Handel und eine Sicherheitsallianz nicht zwingend einander bedingen.
Und dann käme es auf die weiteren US-Präsidenten an, ob diese das dann wie in der Vergangenheit mittragen oder nicht.
Auch eher unwahrscheinlich da nach Trump das "Amerika first" so oder so weiterleben wird.

Szenarien B und C dürften aus Wohlstandgründen keine ernsthafte Rolle für Europa spielen.

Am Ende bedeutet es für DE, dass es langfristig für eine Hochzeit, auf der man tanzen will, entscheiden muss.

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alexander_gourvitch 14.07.2019, 19:19
59. Ich bin mit dem Autor einverstanden.

Ich tippe auch auf b), da die Szenarien a) und c) einfach inakzeptabel sind

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