Forum: Wirtschaft
Handelsabkommen: Europäer sollen mehr Rindfleisch aus den USA essen
AP

Donald Trump hat ein Handelsabkommen mit der EU unterzeichnet. Der US-Präsident spricht von einem Erfolg für amerikanische Landwirte - und angeblich auch für europäische Konsumenten.

Seite 33 von 45
cipo 03.08.2019, 10:49
320.

Zitat von CobCom
US Beef entsprechender Qualitätsstufen ist wirklich sehr gut, von dem gerade noch bezahlbaren vielleicht sogar das beste ... aber das beste der Welt kommt aus Japan.
Die Qualität des Rindfleischs aus Brasilien und Argentinien würde schon noch ich über der Qualität des US-amerikanischen ansiedeln. Frage mich auch, welche Auswirkungen dieses Abkommen mit den USA auf das geplante EU-Abkommen mit dem Mercosur haben wird. Ob die sich mit 10.000 Tonnen zufrieden geben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rimaldo 03.08.2019, 10:49
321. Wahlkampfhilfe

Diese Abkommen kann man getrost als Wahlkampf für DT ansehen, aber es wird keine/kaum Auswirkungen darauf haben, woher das Rindfleisch auf EU-Tellern kommt, weil 1. der Preis immer noch entscheidend ist und US Beef viel zu teuer ist und 2. Das EU-Mercosur- Freihandelsabkommen dazu führen wird, dass noch mehr Fleisch aus Südamerika kommen wird und 3. die im Artikel angegeben 45.000t sind nur ein Bruchteil des tatsächlich importieren Rindfleischs in die EU.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 03.08.2019, 10:54
322. Mein bestes Steak ever: Longhorn, Texas, 2 Pounder, medium-rear

Mein bestes Steak ever: Longhorn, Texas, 2 Pounder, medium-rear vom Holzkohlengrill.

Die Longhorns werden artgerecht gehalten, also keine Zusatzfuetterung mit Kraftfutter, keine Hormone, keine Antibiotika, freies Weiden, wie es sein muss!

Wenn etwas auf der Welt delicious ist, dann ein solches Steak!
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mborevi 03.08.2019, 10:55
324. Es stimmt schon, ...

... die Fleischqualität aus deutschen Landen ist katastrophal. Daher sind wir auf regionales Bio-Fleisch umgestiegen, das Trump wohl kaum toppen kann. Wir sagen uns: Lieber 100 Gramm leckeres Fleisch als ein Kilogramm deutsches "Qualitätsfleisch". Werden amerikanische Landwirte und Rinderzüchter aus die Bio-Welle aufspringen? Eher nicht. Ich bin gespannt, wo sie ihre Marktlücke finden wollen. Das argentinische Rindfleisch war vor Jahrzehnten ja auch mal angesehen, bis es abrutschte und ungenießbar wurde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans-rai 03.08.2019, 10:56
325. Wie tief müssen wir eigentlich...

.. noch sinken, dass wir so eine Vereinbarung mit den Amerikanern treffen - nur damit unsere Autoindustrie weiter ungehemmt exportieren kann? Wie erbärmlich sind wir Europäer und Deutschen geworden. Ich schäme mich. Da ich kein Fleisch esse, wird Herr Trump von mir jedenfalls nicht profitieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sibbi78 03.08.2019, 10:59
326. An den Fleischtheken diverser Supermärkte

wird neuerdings "American Beef" als besondere Delikatesse angeboten - entsprechend sind die Preise. Dabei wird das argentinische Black Angus immer mehr verdrängt.
Ich habe also amerikanische Steaks gekostet. Der Unterschied zum oft angepriesenen "deutschen Jungbullenfleisch" besteht nur im Preis, Geschmack und Konsistenz der Fleischsorten zeigen mir keinen Unterschied.
Ich will mein argentinisches oder auch brasilianisches Black Angus behalten!

Nur so ein Gedanke: Wenn sich der europäische Verbraucher dem "American Beef" verweigert, wird das Fleisch dann - aus Sorge vor dem wütenden Trump - anderweitig entsorgt? Wenn weniger als 35.000 t abgenommen werden, drohen doch wieder 25%-ige Autozölle, oder? Die europäische Automobilindustrie hat schon genug Sorgen, sollen die Verbraucher doch sehr gute amerikanische Steaks essen. Trump isst bekanntlich ausschließlich "American Beef". Na gut, da ist die Qualität vermutlich eine andere. Wagyu kommt wohl kaum in den Export...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
telarien 03.08.2019, 11:00
327. Von Rindfleisch

hat der normale deutsche Verbraucher zunächst mal keine Ahnung und hält den Jungbullen für etwas Gutes. In großen Flächenländern wie Südamerika, Kanada oder auch Australien werden die Tiere frei auf der Weide gehalten. Den Unterschied zur deutschen Turbozucht ohne Bewegung schmeckt man. Und ja, Beef aus den USA ist erst mal hochwertig. Man kann aber auf andere Länder ausweichen, wie zuvor erwähnt. Wenn Sie EU-Patriot sind, Irland hat auch gute Produkte oder suchen sie mal nach dem Stichwort alte Kuh, ursprünglich aus dem Baskenland oder Galizien. Nur: Hände weg vom Jungbullen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bucketfor99 03.08.2019, 11:02
328. Fahren Sie einmal

von Bakersfield an die Westküste runter. Dann können Sie sehen, wie toll das amerikanische Beef ist. Dutzende von Kilometern kein Grashalm für die Rinder. Die armen Viecher fressen nur Ergänzungsnahrung und leben im Sand und im Staub.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tpro 03.08.2019, 11:03
329.

Zitat von rimaldo
Diese Abkommen kann man getrost als Wahlkampf für DT ansehen, aber es wird keine/kaum Auswirkungen darauf haben, woher das Rindfleisch auf EU-Tellern kommt, weil 1. der Preis immer noch entscheidend ist und US Beef viel zu teuer ist und 2. Das EU-Mercosur- Freihandelsabkommen dazu führen wird, dass noch mehr Fleisch aus Südamerika kommen wird und 3. die im Artikel angegeben 45.000t sind nur ein Bruchteil des tatsächlich importieren Rindfleischs in die EU.
Das Rindfleisch aus den USA ist z.Zt. deswegen so teuer, weil die EU Einfuhrzoll von 67,9% erhebt.

Hier Forschungsergebnisse von Gabriel Felbermayr:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=2ahUK EwicqvTqqubjAhUJa1AKHT8RCI4QFjAFegQIAxAC&url=https ://www.ifo.de/DocDL/sd-2018-06-felbermayr-zoelle-2018-03-22.pdf&usg=AOvVaw011WHyi80neU1T4gW4-GPT

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 33 von 45