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Handelsabkommen in Kraft: Was sich durch Ceta ändert
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Neue Chancen für Europas Firmen oder doch "ein schwarzer Tag für die Demokratie"? Das umstrittene Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada ist in Kraft getreten. Die Folgen im Überblick.

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neowave 21.09.2017, 14:46
10. Mit dem Abbau

Mit dem Verzicht/Verbot auf Erhebung von Zöllen gebe ich auch die Möglichkeit auf, mein Land vor nicht gewünschten Entwicklungen zu schützen und liefere damit die Bürgerinnen und Bürger den Marktinteressen aus. ---- Das Einfallstor für US-Konzerne ist nunmehr sperrangelweit geöffnet, es bedarf nur der unkomplizierten Gründung einer Breifkastenfirma in Kanada. Um noch mal das Wenigste anzumerken. Aber - wir haben `s ja so gewollt (?).

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Byrne 21.09.2017, 14:47
11. Fantast

Zitat von troka
Spätestens wenn ihr eure Kündigungsschreiben von einer Schiedsinstitution aus Nordamerika bekommt, nicht einklagbar, nicht verhandelbar oder regionale Produkte ganz im Sumpf der Lebensmittelkonzerne versunken sind, werden es einige erst begreifen. Der deutsche Michel tanz und singt sich zum Schafott - das war schon immer so...
Wie soll dass mit dem Kündigungsschreiben aus Kanada denn funktionieren? Und welche kanadischen Lebensmittelkonzerne sollten auf welche Weise den hiesigen Ketten verbieten, hier regionale Produkte zu verkaufen?
Ach so, wissen Sie gar nicht, aber ist ja egal, das wird schon so sein...

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nicksnutz 21.09.2017, 14:54
12.

Zitat von neowave
Mit dem Verzicht/Verbot auf Erhebung von Zöllen gebe ich auch die Möglichkeit auf, mein Land vor nicht gewünschten Entwicklungen zu schützen und liefere damit die Bürgerinnen und Bürger den Marktinteressen aus. ---- Das Einfallstor für US-Konzerne ist nunmehr sperrangelweit geöffnet, es bedarf nur der unkomplizierten Gründung einer Breifkastenfirma in Kanada. Um noch mal das Wenigste anzumerken. Aber - wir haben `s ja so gewollt (?).
Was hat den US-Konzern gehindert, eine Briefkastenfirma in der EU aufzumachen? Wäre doch noch viel einfacher als der Umweg über Kanada

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newera2100 21.09.2017, 14:55
13. Interessant...

Da wird dieses Abkommen einfach mal in Kraft gesetzt, völlig über die Köpfe der einzelnen Länderparlamente hinweg. Wieder mal ein unmissverständliches Anzeichen dafür wie "souverän" die Staaten Europas eigentlich noch sind, und wer in der EU den Ton angibt: Industrie und Wirtschaft! Erst in ein oder zwei Jahren werden die Parlamente gefragt - na denn gute Nacht, bis dahin werden sich die Volkswirtschaften so sehr umstrukturiert haben dass man das Abkommen nicht mehr so einfach aufheben kann. Wie lange dauert's eigentlich noch bis die Menschen hierzulande das wahre Gesicht der GroKo erkannt haben??

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Hans58 21.09.2017, 14:57
14.

Zitat von neowave
...Das Einfallstor für US-Konzerne ist nunmehr sperrangelweit geöffnet, es bedarf nur der unkomplizierten Gründung einer Breifkastenfirma in Kanada. Um noch mal das Wenigste anzumerken. Aber - wir haben `s ja so gewollt (?).
Die Ware muss unmittelbar aus Kanada in ein EU-Land importiert werden. Briefkastenfirmen dürften es da schwer haben.

Im Ürigen sind heute nur die Teile von CETA in Kraft getreten, die die EU direkt berühren.

NOCH müssen 28 EU-Mitgliedsstaaten das Abkommen ratifizieren, damit es in den einzelnen Staaten Anwendung finden kann.

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willibaldus 21.09.2017, 15:06
15.

Ein weiteres Handelsabkommen nach Dutzenden, die wir schon haben. Warum hat damals kein Hahn danach gekräht?

Es war übrigens Deutschland, dass die Schiedsgerichte erfunden hat. Ich glaube für das Handelsabkommen mit Pakistan seinerzeit, zum Schutz von Firmen gegen mangelnde Rechsstaatlichkeit und Willkür. War damals auch im Sinn von Pakistan um Geld, Arbeitsplätze und Know how ins Land zu holen. Ohne Rechtssicherheit wären wohl nicht viele Firmen dorthin gegangen. Das System hat sich in vielen Jahrzehnten bewährt. Ob ein ständiger Gerichtshof besser ist, muss sich erst noch herausstellen. Teurer ist er auf jeden Fall. HAt diesmal die Juristen Lobby gewonnen?

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Worldwatch 21.09.2017, 15:22
16. @ realist4*heute, 14:19 Uhr

Ja, Zoll- und Steuerfreiheit sind zwei unterschiedliche Dinge. CETA und Handels-Freiheit aber auch.
Freier sind nun Konzerne, ihre Interessen um- wie durchzusetzen. Unfreier werden Verbraucher, Bürger.

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Leser161 21.09.2017, 15:23
17. Egal

Mir reicht es, dass Konzerne Staaten vor Schiedgerichten verklagen können. Der demokratisch legtimierte Staat sollte die oberste Instanz in der freien westlichen Welt sein, keine plutokratisch legitimierten Schiedgerichte.

Ganz davon abgesehen, dass die wegfallenden Zolleinahmen, wie bereits gepostet, ja irgendwo anders reingeholt werden müssen. Wir zahlen, die grinsen. Wie immer.

Ein schwarzer Tag.

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siegip 21.09.2017, 15:26
18. Hauptstadt von Quebec..............

Zitat von stefcan
Wie man aus dem Artikel erkennen kann, ist eine Intensivierung des Austausches schon deshalb notwendig, damit Montreal in einer der wichtigsten deutschen Publikationen nie wieder als kanadische Hauptstadt vorgestellt wird ... Entweder geht es um Ottawa, welches keinen Seehafen hat, oder um Montreal als Hauptstadt der Provinz Québec ...
ist Quebec City und nicht Montreal Montreal ist von garnichts die Hauptstadt sondern nur die größte Stadt der Provnz Quebec.

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Leser161 21.09.2017, 15:26
19.

Zitat von willibaldus
Ein weiteres Handelsabkommen nach Dutzenden, die wir schon haben. Warum hat damals kein Hahn danach gekräht? ...
Früher hat auch kein Hahn gekräht, wenn man in seinen Kolonien ein bisschen die Ureinwohner ausgebeutet hat. Jetzt kräht der Hahn halt früher. Nicht nur die Technik entwickelt sich weiter.

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