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Handelsabkommen zwischen USA und Kanada: Nafta ist tot, hoch lebe Nafta
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In letzter Minute haben sich die USA und Kanada auf eine Neuauflage des Freihandelsabkommens Nafta geeinigt. Wirkliche Neuerungen gibt es nicht, doch Trump dürfte das Abkommen trotzdem als Triumph feiern.

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123rumpel123 01.10.2018, 09:28
1. unlogisch

Der Autor spricht von ungelösten Fragen.
Welche sollen das sein und wie kann es dann zu einer Einigung kommen?
Ferner ist die Folgerung des Autors, dass das Abkommen eventuell wegen der Demokraten nicht in Kraft treten könnte nicht nachvollziehbar. Warum sollten die Demokraten eines der größten Freihandelsgebiete zerstören wollen?

Die Demokraten werden sicher keinen anti-patriotischen und oder wirtschafsschädlichen Wahlkampf gewinnen!

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j.e.r. 01.10.2018, 09:39
2. Die Öffnung des Marktes für Milchprodukte aus den USA

wird zu zusätzlichen Spannungen der Regierung Kanadas mit Québec führen. In ersten Reaktionen wird Trudeau vorgeworfen, dass er die für Québec wichtige Milchwirtschaft zu Gunsten der Autolieferanten in Ontario geopfert hat. Und zu "Milchzölle (....) mit denen die kanadische Regierung ihre Bauern subventioniert" - totaler Unsinn. Kanada hat ein komplexes System, um übermässige Produktion zu verhindern (Kontrolle des Angebots) - Verkäufer von Milch und Milchprodukten müssen "Quoten" kaufen (meist zu "Marktpreisen" die jetzt für Neueinsteiger fast prohibitiv hoch sind), Importe sind beschränkt und stark besteuert. Der Konsument bezahlt höhere Preise für Milchprodukte auf dem stark regulierten Markt, die Kanadische Regierung braucht so die Milchproduzenten nicht zu subventionieren. Kanada hat (noch!) keine staatlich subventionierte Vernichtungs- oder andere pseudo Vermarktungsmassnahmen für Milchprodukte, wie die USA und die EU, auch keine Exporte zu Dumpingpreisen zusätzlich zu den Subventionen für die Landwirtschaft (und für die Lebensmittelindustrie). Und den Milchbauern in Kanada geht es eher gut - nicht wie in der EU vor allem seit der Aufhebung der Milchquoten.

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Fantastic 01.10.2018, 09:52
3.

Also viel Lärm um Nichts! Aber Trump kann einen Erfolg? vermelden.
Hauptsache, seinem EGO wurde geschmeichelt.
So sollte man Politik mit Trump betreiben. Ist doch relativ einfach zu verstehen und umzusetzen.
Erst mal verhandeln, dann seine eigenen Interessen durchsetzen und dann dem Kind einen anderen Namen verpassen.
Schon ist der Trump voll zufrieden.

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testuser2 01.10.2018, 09:53
4. Bisher war der Kurs Trumps eine Erfolgsgeschichte

Den bisherigen Kurs Trumps kann man nur als Erfolgsgeschichte beschreiben. Er betrachtet und behandelt andere Länder weniger als Handelspartner, sondern eher als Wettbewerber, die im Handel konkurrieren. Damit ist er bei weitem ehrlicher als Leute, die sich hinstellen und moralisieren, dann hintenrum aber doch nur ihren eigenen Vorteil sehen und nutzen. Mit dieser direkten Art zollt er auch stolzen Nationen wie Russland oder China Respekt und erreicht sogar eine Annäherung an eitle und "schwierige" Kulturen wie Nordkorea, denn dort ist es niemals nur eine Person, die eine Kultur ausmacht, das ist oft der Fehler, den Leute machen, die denken, dort muss nur eine Person weg, dann ist alles gleich ganz friedlich und besser. Für manche Kulturen ist der direkte Wettbewerb eine Bekundung von Respekt, das sollte mal durchdacht werden, dann sieht man auch einige Verhaltensweisen Trumps mit anderen Augen. Meine Meinung ist, dass Handelsabkommen gut sind, wenn sie den Menschen zugute kommen. Das Problem ist aber, dass es oft für Menschen gut ist, wenn es den Firmen und Unternehmen gut geht, allzu oft ist das aber ein himmelweiter Unterschied.

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kuac 01.10.2018, 10:40
5.

Zitat von testuser2
Den bisherigen Kurs Trumps kann man nur als Erfolgsgeschichte beschreiben. Er betrachtet und behandelt andere Länder weniger als Handelspartner, sondern eher als Wettbewerber, die im Handel konkurrieren. Damit ist er bei weitem ehrlicher als Leute, die sich hinstellen und moralisieren, dann hintenrum aber doch nur ihren eigenen Vorteil.....
Was macht Trump? Er will doch keinen Partner, sondern nur seinen einseitigen Vorteil. Deshalb droht er und fordert "Make Amerika great again" und das gegen alle anderen Nationen. Das ist Nationalismus. Warum kündigt er ein weltweit akzeptiertes Klimaabkommen? Das ist kein Erfolg für niemanden. Für mich ist das politischer Vandalismus.

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derjoey 01.10.2018, 10:46
6. Handelsdefizit

Wie wird sich denn das Handelsdefizit zu Ungunsten der USA bei Nafta v1.1 ändern, d.h. in welchem Zeitrahmen soll das abgebaut sein? Das war doch das Wahl-Versprechen, und nicht die Umlabelung des Abkommens.

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trex#1 01.10.2018, 11:50
7.

Zitat von kuac
Was macht Trump? Er will doch keinen Partner, sondern nur seinen einseitigen Vorteil. Deshalb droht er und fordert "Make Amerika great again" und das gegen alle anderen Nationen. Das ist Nationalismus. Warum kündigt er ein weltweit akzeptiertes Klimaabkommen? Das ist kein Erfolg für niemanden. Für mich ist das politischer Vandalismus.
Nun ja, andererseits wirft er Ländern wie China und Deutschland vor, einseitig Vorteile zulasten der USA zu ziehen. Das ist ziemlich komplex, da helfen Parolen nicht weiter.
Das Klimaabkommen hat er gekündigt, aber nicht zulasten der Umwelt.
https://www.welt.de/wirtschaft/article174814149/CO2-Werte-Ausgerechnet-Trumps-Amerika-hat-die-weltweit-beste-Klimabilanz.html
"Erfolgreichster CO2-Sparer in absoluten Zahlen: die USA. Nach den Zahlen der IEA gelang es den Vereinigten Staaten, die CO2-Emissionen 2017 um 0,5 Prozent oder 25 Millionen Tonnen auf 4810 Millionen Tonnen zu reduzieren. Damit verringern die USA ihre Emissionen schon im dritten Jahr in Folge."

Die Deutschen halten sich für die größten Klimaschützer - auf dem Papier.

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kuac 01.10.2018, 12:10
8.

Zitat von trex#1
Nun ja, andererseits wirft er Ländern wie China und Deutschland vor, einseitig Vorteile zulasten der USA zu ziehen. Das ist ziemlich komplex, da helfen Parolen nicht weiter. Das Klimaabkommen hat er gekündigt, aber nicht zulasten der Umwelt. https://www.welt.de/wirtschaft/article174814149/CO2-Werte-Ausgerechnet-Trumps-Amerika-hat-die-weltweit-beste-Klimabilanz.html "Erfolgreichster CO2-Sparer in absoluten Zahlen: die USA. Nach den Zahlen der IEA gelang es den Vereinigten Staaten, die CO2-Emissionen 2017 um 0,5 Prozent oder 25 Millionen Tonnen auf 4810 Millionen Tonnen zu reduzieren. Damit verringern die USA ihre Emissionen schon im dritten Jahr in Folge." Die Deutschen halten sich für die größten Klimaschützer - auf dem Papier.
Genau, komplex. Deshalb sollte er nicht sein Urteil schon vorab in 140 Wortern fassen, sondern seine Diplomaten in aller ruhe arbeiten und verhandeln lassen. Das hat er nicht gelernt, dass es eine Win-Win Sitiation in der Welt geben kann. Für ihn muss er immer auf Kosten der anderen der Sieger sein. Das ist keine Diplomatie, sondern Mafiosi.
Die Aufkündigung des Klimaabkimmens ist ein Signal an die Welt, weiter Klima zu schädigen. Niemand fühlt sich mehr an Klimaschutz gebunden. Dank Trump.

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willibaldus 01.10.2018, 13:43
9.

Zitat von trex#1
Nun ja, andererseits wirft er Ländern wie China und Deutschland vor, einseitig Vorteile zulasten der USA zu ziehen. Das ist ziemlich komplex, da helfen Parolen nicht weiter. Das Klimaabkommen hat er gekündigt, aber nicht zulasten der Umwelt. https://www.welt.de/wirtschaft/article174814149/CO2-Werte-Ausgerechnet-Trumps-Amerika-hat-die-weltweit-beste-Klimabilanz.html "Erfolgreichster CO2-Sparer in absoluten Zahlen: die USA. Nach den Zahlen der IEA gelang es den Vereinigten Staaten, die CO2-Emissionen 2017 um 0,5 Prozent oder 25 Millionen Tonnen auf 4810 Millionen Tonnen zu reduzieren. Damit verringern die USA ihre Emissionen schon im dritten Jahr in Folge." Die Deutschen halten sich für die größten Klimaschützer - auf dem Papier.
Wir hatten unser CO2 Maximum 1979 und sind jetzt gut 30% unter der Menge von damals. Die USA hatten ihr CO2 Maximum 2005 und haben ein paar Prozent geschafft. Müssen aber noch sehr viel aufholen. Ist halt schwerer von ganz unten anzufangen. Aber ja, obwohl Trump voll auf Kohle und Öl setzt, sogar die PV Industrie behindert, gehen viele US Staaten und Unternehmen einen anderen Weg.

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