Forum: Wirtschaft
Handelskommissarin kontert Trump: "Millionen von US-Jobs hängen vom Handel mit der EU
AFP

Gerade erst nahm er Deutschland ins Visier, doch US-Präsident Donald Trump wettert bereits seit Monaten gegen den Freihandel. Im SPIEGEL tritt ihm EU-Handelskommissarin Malmström mit deutlichen Worten entgegen.

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noethlich 26.05.2017, 14:17
1. Abhängigkeiten

Die Abhängigkeiten Deutschlands und Europas von den USA sind vielfältig und sollten auf den Prüfstand gestellt werden. Die USA sind kein zuverlässiger Partner mehr. Wir sollten freundlich aber bestimmt versuchen, unsere wirtschaftliche, militärische und institutionelle Abhängigkeit von diesem Land so weit es geht zurückzufahren. Das Auftreten von Herrn Trump ist ein diplomatischer Affront und nur ein Vorgeschmack auf die zu erwartenden politischen Weichenstellungen. Eine offene Konfrontation auf diplomatischer Ebene halte ich für falsch, allerdings sollten auch hier Weichen gestellt werden, um uns gegen die Unberechenbarkeit der amerikanischen Politik zu schützen.

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l.augenstein 26.05.2017, 14:17
2. Das Trump von sehr vielen Dingen

wenig bis keine Ahnung hat, haben wir inzwischen bis zum Überdruss lernen können.
Mit seiner Kritik an den Natobeiträgen der Mitgliedstaaten hat er aber nicht so unrecht - auch wenn uns das nicht gefällt.
Wozu verpflichten sich die Mitgliedstaaten dazu, 2 % ihres BSP für die Nato aufzubringen, wenn sich dann außer den USA kein Land daran hält? Dieses Verhalten, Verpflichtungen zu ignorieren, kennt man leider auch von den EU-Mitgliedstaaten.

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friesenheino 26.05.2017, 14:19
3. Den arroganten Heini ignorieren

und mit Nichtachtung strafen ist m. E die richtige Reaktion. Kluge, intelligente Staatslenker anderer Nationen brauchen sich das nicht gefallen lassen und sollten es ihm deutlich machen.

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ketzer2000 26.05.2017, 14:21
4. Einseitige Sichtweise

In dem Zusammenhang möchte ich gerne darauf hinweisen, dass die EU die afrikanischen Staaten mit ihrem "Freihandel" kaputt macht. Beispiele sind die Lieferung von Hühnchenteilen (gefroren und auch vergammelt), Alt- und Gebrauchtkleider und die Fischereivor der afrikanischen Küsten (als Beispiel). Ruiniert wird der lokale Hühnchenzüchter, die Bekleidungsindustrie und die Kleinfischerei und zwar so lange, bis EU Ware den Markt dominiert. Jeder Leser kann ja mal zum Thema Maggi recherchieren.
Selbstverständlich ist das nicht die EU allein. In Südafrika kann man die großen Kühlschiffe der Chinesen mit gekühltem und gefrorenen Fisch sehen.
Als von Wegen der Segen des Freihandels - es gibt immer Gewinner und Verlierer wenn man sich nicht auf Augenhöhe begegnet. und, wir brauchen uns über Flüchtlingstrecks nicht wirklich zu wundern.

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theanalyzer 26.05.2017, 14:25
5. Die EU hat TTIP Verschlafen

Die große Chance zum Freihandel, nämlich das TTIP Abkommen, hat die EU verschlafen. Nun haben wir den Salat. Danke, ihr Nationalisten, ihr ATTACS, ihr wirtschaftspolitisch Unbeleckten.

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krautrockfreak 26.05.2017, 14:25
6. Dieser Typ ist total durchgeknallt!

Der größte Kapitalist beschwert sich über andere, wenn diese durch gute Produkte Geld verdienen. Seine Leute sind es doch, die unsere Autos kaufen?! Soll er sich doch bei denen beschweren! Wie blöd kann man nur sein....

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coyote13 26.05.2017, 14:29
7. Der Trump'eltyp ist soo doof...

der schmeiss mal wieder die Millionen durcheinander.
"The Germans are bad, very bad", schimpfte Trump, so Teilnehmer. "Schauen sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. - sagt er.
BMW Verkaufszahlen:
Am stärksten wuchs der BMW-Absatz in Europa - hier verkaufte der Münchner Konzern eine Million Autos, das entspricht 9,4 Prozent mehr. In China verkaufte BMW rund 464.000 Autos oder 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr, ähnlich wie in den USA, wo der Absatz um 2,2 Prozent auf rund 405.000 Autos wuchs.
Wo sind sie, die Millionen?
Und ich nehme an von den 405 Tausend die tatsächlich in USA verkauft wurden, sind max. 20% 5-er, 6-er und 7-er die NICHT in Spartanburg/GA hergestellt werden. Alle anderen X-Modelle (ausser dem X1) werden schon seit Jahren in USA hergestellt - weil die USA der grösste Markt für SUV's ist. Aus Millionen werden also weniger als 100 tausend Fahrzeuge die tatsächlich nach USA exportiert werden.
Es wird immer behauptet ein Präsident hätte Fachberater die ihm die Fakten aufbereiten. Der Trump Economy Fachberater sagte ja gestern auch dass "'Belgien andere Einfuhrzölle hat als Deutschland'". Die sind doch zu blöd um sich die Basic zu merken. Die EU ist ein Zollunion.
Aber ich denke die WOLLEN das garnicht wissen. Die Amis WOLLEN durch derartige Falschmeldungen den Eindruck beim Wahlvolk in USA beeinflussen - alles andere ist denen egal. Und daher ist HIER die EU gefragt solche Lügen und Verdrehungen proaktiv richtig zu stellen - immer und immer wieder - bis es auch der blödeste Ami kapiert.
Ich hab' ihn so satt, den Trumpi - so sad....

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Elrond 26.05.2017, 14:34
8.

Aus dem Munde von Trump hört sich der Handelsbilanzüberschuss immer so an, als ob man den Amerikanern deutsche Produkte aufzwingen würde, die sie eigentlich gar nicht bereit sind zu kaufen. Ihm ist ein Dorn im Auge, dass ein deutscher BMW durch New Yorks Straßen fahren. Da wurde offenkundig ein Mensch gezwungen, ein deutsches Auto zu kaufen - ja wo leben wir denn. Wir sollten das Problem mit dem Handelsbilanzüberschuss zwar nicht klein reden, es aber auch nicht als Makel der deutschen Exportwirtschaft bezeichnen. Wenn alle Welt deutsche Produkte haben will, dann ist das fein. Und will Trump per Dekret erlassen, dass Deutsche gefälligst amerikanische Produkte kaufen sollen? Das die Amerikaner seit so langer Zeit ein Handelsdefizit haben, kommt doch nicht von ungefähr. Und jetzt bekommt this Donald die Quittung für seine protektionistische Haltung. Es wollen viele nicht wahrhaben, aber alle sind mit allen verflochten. Ein zurück in einzelstaatliches Denken gehört der Vergangenheit an oder es purzeln viele, viele Arbeitsplätze.

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steingärtner 26.05.2017, 14:35
9. Das ist denen egal

"Kein Handelsabkommen mit Großbritannien vor dem Brexit"
Ich glaub kaum, dass die USA und GB jemanden fragen oder gar Rücksicht auf irgendwas nehmen werden. Sie werden einfach ein Abkommen abschliessen, was wollte die EU denn ernsthaft dagegen tun ?

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