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Handelskonflikt mit China: Wie gefährlich wären neue US-Strafzölle?
Jonathan Ernst/ REUTERS

Donald Trump kündigt neue Strafzölle gegen China an, im Wert von 200 Milliarden Dollar. Blufft der US-Präsident nur? Peking reagiert zurückhaltend - vorerst. Viel Spielraum bleibt beiden Seiten nicht.

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spon-facebook-1330846485 07.05.2019, 11:59
50.

Zitat von Beat Adler
Warum sollen Waren in den USA produziert werden? Gibt es dafuer logische Gruende? Ausser der "clean coal and steel" von Trump ist das doch gar nicht noetig, wenn das Geld TROTZDEM stimmt! Die USA sind ein moderner Dienstleistungsstaat. Mit diesem Volkswirtschaftsmodell sind sie immer noch die Nr 2 hinter der EU und weit vor China der Nr 3. China will das auch gerne sein, so wie die USA und /oder die EU! Wer etwas produziert, herstellt, das sich mit den Augen sehen laesst, mit den Haenden anfassen laesst und das auch noch riecht und auf der Zunge schmeckt, muss immer und in jedem Fall mit den dabei anfallaenden gasfoermigen, fluessigen und festen Abfaellen umgehen. Das Verlagern dieser Produktionen Richtung China war von den USA und von der EU sehr schlau gemacht! mfG Beat
Beat : falsch verstanden ?
Der zitierte Unternehmer stellt Landmaschinen her.Seine Produktion in den USA trägt dem Umstand eines grossen Marktes Rechnung wie auch diverse Autobauer das tun.Der Kern seiner Aussage war : die USA haben Qualitätsprobleme in dieser und anderen Branchen.Solche Probleme löst man aber nicht mit Zollstreit,sondern mit Bildung/Ausbildung/Innovationen.
Die Zahl der Startups in den USA ist rückläufig.
Gerade die USA könnten vom freien Welthandel profitieren.Dadurch entstände der notwendige Anpassungsdruck.

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Beat Adler 07.05.2019, 12:17
51.

Zitat von spon-facebook-1330846485
Beat : falsch verstanden ? Der zitierte Unternehmer stellt Landmaschinen her.Seine Produktion in den USA trägt dem Umstand eines grossen Marktes Rechnung wie auch diverse Autobauer das tun.Der Kern seiner Aussage war : die USA haben Qualitätsprobleme in dieser und anderen Branchen.Solche Probleme löst man aber nicht mit Zollstreit,sondern mit Bildung/Ausbildung/Innovationen. Die Zahl der Startups in den USA ist rückläufig. Gerade die USA könnten vom freien Welthandel profitieren.Dadurch entstände der notwendige Anpassungsdruck.
StartUps in den USA setzen auf Kuenstliche Intelligenz, Dienstleistungen aller Art, kaum auf die Fabrikation von Waren.

Wer in den USA oder in Europa irgendwo eine Fabrik bauen will, heutzutage menschenlos, erlebt sein blaues, eher gruenes, Wunder: Vorschriften bis zum Abwinken, besonders bei der Entsorgung der Abfaelle. Einsprachen der Buergerinitiativen, der Einwohner in der Naehe, die vieleicht gestoert werden koennten, Laerm, Gestank, zusaetzlicher Lastwagenverkehr, etc. Der Erinder sucht sich daher ein Hersteller irgendwo in Asien, dem er fuer das Produkt so gut wie nichts bezahlt, aber alle Rechte in den USA auf sein Konto fuellt.

Nirmand will China, Vietnam, Indonesien, Philipinen, Pakistan, Bangladesh etc. als Standorte fuer Fabriken aufgeben. Niemand im Europa oder den USA. Der Dreck, der bei jeglicher Produktion entsteht, soll gefaelligst dort bleiben.
mfG Beat

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kajoter 07.05.2019, 12:43
52. @ #51

Zitat von Beat Adler
StartUps in den USA setzen auf Kuenstliche Intelligenz, Dienstleistungen aller Art, kaum auf die Fabrikation von Waren. Wer in den USA oder in Europa irgendwo eine Fabrik bauen will, heutzutage menschenlos, erlebt sein blaues, eher gruenes, Wunder: Vorschriften bis zum Abwinken, besonders bei der Entsorgung der Abfaelle. Einsprachen der Buergerinitiativen, der Einwohner in der Naehe, die vieleicht gestoert werden koennten, Laerm, Gestank, zusaetzlicher Lastwagenverkehr, etc. Der Erinder sucht sich daher ein Hersteller irgendwo in Asien, dem er fuer das Produkt so gut wie nichts bezahlt, aber alle Rechte in den USA auf sein Konto fuellt. Nirmand will China, Vietnam, Indonesien, Philipinen, Pakistan, Bangladesh etc. als Standorte fuer Fabriken aufgeben. Niemand im Europa oder den USA. Der Dreck, der bei jeglicher Produktion entsteht, soll gefaelligst dort bleiben. mfG Beat
Das ist wirklich allzu pauschal.
Beispiel Harley-Davidson. Die Firma hatte immense Qualitätsprobleme und stand kurz vor dem Konkurs. Dann haben sie sich japanische und deutsche Maschinen genauer angeschaut, um davon zu lernen. Und sie haben danach viele Teile aus Deutschland bezogen, da die Qualität deutlich besser war. Dass sie jetzt wieder in Schwierigkeiten stecken, hat u.a. auch mit Trumps Zöllen zu tun.
Beispiel weiße Ware: Hier hatten die USA in den 50-er bis 60-er Jahren einen enormen Vorsprung. Mittlerweile gelten amerikanische Waschmaschinen etc. als völlig rückständig, aber die Firmen sind bemüht, wieder Anschluss zu finden.
Die Entwicklung bei Autos und Nutzfahrzeugen ist auch nicht gerade vorbildlich und in Bezug auf Züge hat man die Entwicklung vollkommen verschlafen. Man setzte vor allem auf Flugzeuge und erkennt jetzt erst, dass in den Metropolregionen im Osten und Westen Schnellzüge durchaus sinnvoll und vor allem umweltschonender wären.
Die Amerikaner sind nicht so dumm, alles auf KI zu setzen und sie wissen, dass sie selbst einen riesigen Markt besitzen, den man mit eigenen Waren bedienen kann, ohne sie in China produzieren zu lassen.

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barstow 07.05.2019, 16:00
53. Nicht ganz

Zitat von kajoter
Beispiel weiße Ware: Hier hatten die USA in den 50-er bis 60-er Jahren einen enormen Vorsprung. Mittlerweile gelten amerikanische Waschmaschinen etc. als völlig rückständig, aber die Firmen sind bemüht, wieder Anschluss zu finden. Die Entwicklung bei Autos und Nutzfahrzeugen ist auch nicht gerade vorbildlich und in Bezug auf Züge hat man die Entwicklung vollkommen verschlafen. Man setzte vor allem auf Flugzeuge und erkennt jetzt erst, dass in den Metropolregionen im Osten und Westen Schnellzüge durchaus sinnvoll und vor allem umweltschonender wären. Die Amerikaner sind nicht so dumm, alles auf KI zu setzen und sie wissen, dass sie selbst einen riesigen Markt besitzen, den man mit eigenen Waren bedienen kann, ohne sie in China produzieren zu lassen.
Auch in den USA bekommen Sie von US Unternehmen hergestellte weisse Ware auf hoechstem Niveau. Diese ist allerdimngs deutlich teurer wie vergleichbare Artikel in Deutschland was aber am Marktpreis haengt und nicht anden Produktionskosten.

Was das Thema oeffentliche Verkehrsmittel betrifft, wird sich nicht viel tun, solange die Energiekosten da sind wo sie sind. Sie werden auch in den USA ein Netzt guter oeffentlicher Vehrkehrsmittel finden, wenn die Komune in den letzten Jahrzehnten den Zwang hatte diese auszubauen. Wenn Sie allergdings in duenner besiedelte Gebiete fahren und sich vor Augen halten, welche Investitionen getaetigt werden muessen um offentliche Verkehrsmittel zu bauen und anschliessen auch zu finanzieren, werdenSie sehr schnell merken, dass das oekonomisch keinen SInn macht.

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Bananenschale 08.05.2019, 08:15
54. Woher kommen die Mittel?

Zitat von barstow
Zitat: Zuletzt war insbesondere strittig, ob die Volksrepublik - wie von den USA gefordert - milliardenschwere Subventionen für Staatsunternehmen abbaut und ihren Status als Entwicklungsland aufgibt, der ihr auf internationaler Ebene manche Privilegien garantiert. Der Artikel hat vergessen zu erwaehnen, dass fast jedes Unternehmen in China ein Staatsunternehmen und nur wenige Ausnahmen herrschen. Damit ist fast die gesamte chinesische Wirtschaft subventioniert. Entwicklungsland: China fliegt zum Mond und muss der ach so fortschrittlichen BRD das 5G Netz bauen. Wie waere es, wenn die BRD sich um den Status als Entwicklungsland bewirbt? Mit der Infrastruktur, dem Mobilnetz, dem Internet und dem Bildungssystem koennte das glatt was werden......
Woher kommen die Mittel, mit die VR China ihre Wirtschaft pampert? Aus eben derselben. D.h. die VR China hat ein erfolgreiches Modell eines gelenkten Kapitalismus. Daß die VR China kein Entwicklungsland mehr ist, und dementsprechend seine Privilegien abgeben muß, so es denn solche überhaupt gibt, ist eine brechtigte Forderung. Spezifisch ist, daß der ökologische Fußabdruck der chinesischen Wirtschaft eben nicht allein China zuzurechnen ist. Soweit sich Privilegien darauf beziehen, sollte eine gewisse Zurückhaltung gelten. Denn wer kauft Chinas Waren? Es bräuchte der Fairness halber einen Ausgleich.

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