Forum: Wirtschaft
Handelskrieg mit China: Trumps eingebildete Stärke
AP

US-Präsident Donald Trump fühlt sich im Handelskrieg mit China überlegen. Und er hat gute Argumente dafür. Doch wenn es wirklich ernst wird, könnte Peking die ultimative Finanzwaffe einsetzen.

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Ma5terofDi5a5ter 10.08.2018, 10:39
70. Problem Analisiert und gelöst ; )

Internationaler Handel wird schon seit Jahrhunderten geführt. Seit das Internet erfunden wurde ist es so einfach wie nie. Dementsprechend hat dieser Handel ein Umfang erreicht der seines Gleichen sucht. Wenn man es mal genau betrachtet wird immer in dem Moment in dem ein anders Land die Waren produziert, zeitgleich auch immer die Arbeitsplätze auslagert. Früher war es eher so das man das "getauscht" hat was man selber nicht hatte oder machen könnte. In der Theorie eine WIN WIN Situation. Der Kapitalismus basiert allerdings auf Angebot und Nachfrage welche den Preis bestimmen. Im Prinzip gewinnt immer der der am "günstigsten ist. So was führt nun mal unweigerlich zu Problemen. Z.b (ist nicht erfunden sonder entspricht der Realität) Holland verkauft Zwiebeln nach Afrika weil dies günstiger sind als wenn die Afrikaner selber Zwiebeln anbauen. Das heißt unterm Stich ein Land welches eine katastrophale Wirtschaftliche Lage aufweißt, wird noch zusätzlich ein kompletten Wirtschaftszweig verlieren. Der Vorteil des globalen Kapitalismus ist du bekommst nahezu jedes Produkt zum günstigsten Preis. Natürlich auf Kosten von Natur, Menschenrechte,Wettbewerb, Sklaverei, Ausbeutung. So jetzt kann man noch ewig darauf rumreiten. Aber letztendlich kann ein globalisierter Kapitalistischer Handel nur funktionieren wenn jedes Land die gleichen Standards aufweißt. Ja genau da ist der Hund begraben oder liegt der Hase im Pfeffer.... Mein Vorschlag am besten man fängt jetzt schon und sitzt an einen Tisch um genau dies Problem zu beseitigen denn sonst wird es Jahrhunderte dauern......

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Liberalitärer 10.08.2018, 10:43
71. Zölle und Wechselkurse

Zitat von muellerthomas
Wie im Artikel ja auch steht: China ist stärker verschuldet als die USA..
Ja und solange das in RMB ist, solange ist das auch kein Thema, ist das aber Verschuldung in Eurodollars, dann wird das möglicherweise ein Problem, weniger für den Staat, aber für die Privatwirtschaft. Man soll nicht Katastropen herbeibeten oder Crash Prophet spielen, nur ist das alles kein Spass für China. Wie gesagt, falls China Marktanteile halten will, dann wird der RMB abwerten, da muss nicht die Nationalbank drucken, der Kurs passt sich den Einfuhrzöllen in die USA an und da verliert immer China wegen des Ungleichgewichts.

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chilischweiz 10.08.2018, 10:44
72. China: Marktwirtschaft ohne Demokratie

Zitat von Katzenfritz
Ja, das macht er wohl. Aber ich sehe noch einen anderen, vernetzten Ansatzpunkt dahinter. DER große Globalisierungsgewinnler der letzten Jahrzehnte ist (als Land) eindeutig China, das mit Geschick, asiatischer Schläue und - vor ......
war die letzten Jahre sehr erfolgreich, weil mit dem Erfolg nicht das Anspruchsdenken gegenüber dem Staat stieg - nichts ist erfolgreicher als der Erfolg. Das kann solange gut gehen, wie die Korruption der Führung nicht verhindert, dass jährlich mehr Millionen aus der Armut befreit werden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Personenkult um Xi zu einem Kampf gegen oder zur Stabilisierung der Korruption führen wird.

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rleu 10.08.2018, 10:48
73.

Zitat von rurei
[...] eine ungebremste Innovationskraft in Qualität und Quantität. Nirgendwo in der Welt gibt es so viele Köpfe, die über irgendwas nachdenken. China wird neben dem Export auch den Inlandmarkt stärken. Zusammen werden so auf der Angebotsseite Produkte entstehen, die jeder weltweit haben will. Subventionierten Export für Devisen hat China nicht mehr nötig. [...]
Die Innovation in China beruht größtenteils auf Klau, die Quantität auf billiger Arbeitskraft und niedrigen Umweltstandards. Bisher sind chinesische Produkte eher wegen des Preises denn der Qualität gefragt. Das gilt auch in zunehmendem Maße für die 'Halbfabrikate'.

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Liberalitärer 10.08.2018, 10:51
74.

Zitat von gunpot
ist ein Drohfaktor, sondern erst recht die weltweit mit Abstand höchsten Währungsreserven der Volksrepublik China. In $ berechnet betrugen diese im Mai 2018 3,426 Billionen, davon werden zwei Drittel in Dollar gehalten. Im Vergleich hierzu hält Deutschland nur 206,7 Milliarden US-Dollar, obwohl wir bisweilen Exportweltmeister sind.
Das sind aber keine echte Dollars, die das FED System deckt und das ist keine VT, das sind so genannte Eurodollars, die praktisch ein Derivat auf FED gedeckte Dollars sind. Das ist nicht der Kopp Verlag, das ist harte Finanzwissenschaft.

Als Eurodollar werden auf US-Dollar lautende Bankeinlagen mit einer Laufzeit bis zu sechs Monaten bezeichnet, die bei Banken außerhalb der USA liegen. Diese Einlagen unterliegen nicht der Kontrolle und der Mindestreservenpolitik der Federal Reserve Bank (Fed), wodurch höhere Zinsen an die Einleger gezahlt werden können.
https://de.wikipedia.org/wiki/Eurodollar
Zur Erklärung: Echte Dollars gibt es nur im FED System.

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carahyba 10.08.2018, 10:52
75.

Zitat von auweia
... Mir macht eher eine andere "Nuklearoption" Sorgen - dass China sich so in die Ecke gedrängt fühlt, dass es die militärische Karte zieht. (Das haben die USA durch Wirtschaftssanktionen auch bei Japan schon mal geschafft) Ein Angriff auf Taiwan o.ä. würde das Volk hinter die Führung bringen und ökonomische Bedenken erstmal hintanstellen.
"Nuklearoption", wenn es die überhaupt gibt, scheint China schon vorzubereiten. Wie ein Forist bemerkte bestünde die darin, den RenMinBi weiter abzuwerten, zusammen mit einer Exportoffensive, die wohl schon stattfindet, 12% mehr Exporte in die USA.

Die USA ist extrem stark abhängig von Zulieferungen aus China und ein Grossteil der Konsumgüter komen aus China. Sefie-ticks könnten auch in den USA hergestellt werden, aber nur die chinesischen sind am Markt.
Trumps "Strategie" läuft ins Leere. Solange seine nationalistische Propaganda bei seiner Klientel Wirkung zeigt, ist das egal. Nur wenn seine Midwestanhänger auf ihrer Soja sitzen bleibt, dann wird das gefährlich, das wissen die Chinesen und die EU-Kommission.
Dann wird auch Trump "kommunistisch", denn jede Subvention ist für Neoliberale, aber nicht mal das sind die Trumpisten, "kommunistisch".

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muellerthomas 10.08.2018, 10:55
76.

Zitat von Liberalitärer
Ja und solange das in RMB ist, solange ist das auch kein Thema, ist das aber Verschuldung in Eurodollars, dann wird das möglicherweise ein Problem, weniger für den Staat, aber für die Privatwirtschaft. Man soll nicht Katastropen herbeibeten oder Crash Prophet spielen, nur ....
ja, ich glaube, da gibt es auch gar keinen Dissens zwischen uns.

Sie haben nur die USA als völlig überschuldet bezeichnet, dabei aber unterschlagen, dass CHina höher verschuldet ist. Und während die USA ausschließlich in der eigenen Währung verschuldet sind, dürften in China eingie Aktuere durchaus auch in Fremdwährung verschuldet sein.

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Katzenfritz 10.08.2018, 10:55
77. Und bedenke:

Zitat von chilischweiz
... rekordtiefe Zinsen und rekordhohe Verschuldung. Damit sind die Möglichkeiten staatlicher Wirtschaftsstimulation nahezu ausgeschöpft. Bei schrumpfenden Gewinnen bliebe dann nur noch Inflation, um die Wirtschaft anzukurbeln. Dies ist aber nur ....
Als "Sieger" wird aus dieser Spirale derjenige herausgehen, der am wenigsten verliert.
Auch in der Antike wurde so - durch Zählung der Opfer je Seite - der Sieger ermittelt...

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fräulein_w_aus_d 10.08.2018, 10:58
78. Wirtschaft != Börse

Also wer Wirtschaft mit Finanzen, Börse, Geld und Schulden verwechselt, hat sowieso verloren. Entscheidend sind nicht irgendwelche Zahlen, sondern was das jeweilige Land wirklich leistet. Ohne chinesische Produkte wäre z.B. die sogenannte Digitalisierung nicht möglich.

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Smilla 10.08.2018, 10:59
79. Trumps Maskerade

Wenn ich mir das Bild von Trump hier im Artikel anschaue, dann fällt mal wieder auf, dass er um die Augen rum hellrosa Hautfarbe hat, im restlichen Gesicht dagegen so eine rotbraune Farbe. Offenbar schminkt sich Trump mit dieser rotbraunen Farbe und lässt dabei die Augen aus, damit nichts hineinkommt. Auch die Ohren weichen farblich ab. Die Schminke ist von Trump bewußt gewählt. Das rosa in seinem Gesicht wirkt verletzlich und nicht so überlegen wie er sich gerne gibt. Da muss Schminke her.

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