Forum: Wirtschaft
Handelsstreit mit China: Dow Jones fällt um mehr als drei Prozent
REUTERS

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet die Börsen. Unter anderem verlor der Dow Jones am Wochenende über 600 Punkte. Besonders hart traf es Intel, Wal-Mart und Amazon.

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GeMe 02.04.2018, 21:26
1. Grenzen dicht und Märkte abschotten,

ist, wie man sieht, nicht immer die beste Idee. Trump macht vor wie es nicht geht, aber hier finden sich sicher einige seiner rechten Fans, die das ganz toll finden und nachmachen wollen.

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s.l.bln 02.04.2018, 21:32
2. Der Amazonabsacker...

...geht wohl eher auf Trumps Konto. Würde dem tatsächlich was an seinem Land und dessen Wirtschaft liegen, bespräche er seine Anliegen mit Bezos im stillen Kämmerlein und nicht auf Twitter.

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jens.kramer 02.04.2018, 21:40
3. Die Europäer lavieren und kriechen in Demut

Die Europäer lavieren und kriechen in Demut vor Trump. China dagegen nutzt die Chance und zeigt den USA, wo der Hammer hängt. Die USA sind jetzt Nummer zwei, denn einen Markt mit 1.400.000.000 Konsumenten kann man nicht mehr von außen beeinflussen, auch die USA nicht. Und die Konzerne gehen da hin, wo ihr Umsatz entsteht.

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neanderspezi 02.04.2018, 21:47
4. Die USA haben einen tremendous Wirtschaftsklempner beschäftigt

Kurssprüngen in den Keller sollte man Zeit lassen, dass sie sich in voller Ausprägung zeigen können. Man könnte meinen, da plumpst dem Donald etwas auf die Füße, das in seinem Wirtschaftseinmaleins so nicht bedacht wurde. Man sollte endlich einmal erfahren, wer fortgesetzt den Dollar im Welthandel so angestrengt stützt. Der müsste doch längst als Ramschwährung eingestuft sein, wenn sein Wert der Realität entsprechen würde.

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geotie 02.04.2018, 21:57
5.

Zitat von jens.kramer
Die Europäer lavieren und kriechen in Demut vor Trump. China dagegen nutzt die Chance und zeigt den USA, wo der Hammer hängt. Die USA sind jetzt Nummer zwei, denn einen Markt mit 1.400.000.000 Konsumenten kann man nicht mehr von außen beeinflussen, auch die USA nicht. Und die Konzerne gehen da hin, wo ihr Umsatz entsteht.
Das mit den 1.400.000.000 Konsumenten, damit hat sich die Firma, in der ich mal gearbeitet habe, blenden lassen. Diese ist inzwischen wegen solche Fehlinformationen Geschichte. Außerdem sind sehr viele Chinesen nur mit ihrer Arbeitskraft am System angekommen, als Verbraucher weniger. Wenn Sie natürlich der Meinung sind, dass dort der Himmel aller Hersteller ist, dann nur zu, ich bleibe lieber bescheiden und glücklich. Oder anders, man muss nicht jedem Dollar hinterherlaufen!

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spmc-12355639674612 03.04.2018, 01:24
6. Da haben also

die Börsen auf die schlechte Nachricht mit den Zöllen eine Wertkorrektur durchgeführt, die die Anleger im Dow Jones mehr als 100 Milliarden Dollar Kurswert gekostet haben dürfte. Ob die Zölle wirklich so viel wert waren?
Dass Intel nach unten gerauscht ist, hat damit allerdings erst einmal nichts zu tun.
Nach der langen Aufstiegsphase scheinen wir jetzt so eine Art Gipfel erreicht zu haben. Um noch weiter nach oben zu kommen, müssten wir uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen, z. B. Frieden, freien Handel, mehr Wohlstand für alle (also besonders für die Ärmeren) und - besonders in Europa - etwas mehr unternehmerischen Mut und Innovation ...

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g.eliot 03.04.2018, 01:49
7. Trump unterschätzt die Chinesen bzgl. ihrer Flexibilität und Stärke

Dass Trump China angreift, nachdem China neben Südkorea maßgeblich dazu beigetragen hat, dass es zum Meeting mit Kim Jon Un kommen könnte, (womit er dauernd als nur seinen Verdienst geprahlt hat), zeigt, wie sehr er die Asiaten unterschätzt. Diese Art fehlender Wertschätzung, verbunden mit „loss of face“ seitens der Chinesen, kommt dort nicht gut an, gar nicht gut.

Aber so ist er nun mal, Trump, der nur sich selbst sieht und nur den Augenblick bzw. die kurzlebige Gratifikation des Moments, ohne jede Bedachtnahme der Folgen.
Trump zeigt, dass er von globalem Wirtschafts-Kreislauf, den internationalen Verflechtungen und den gegenseitigen Wechselwirkungen nichts versteht. Er glaubt wohl, dass nur die USA zählen, und was sie bestimmen, haben andere Länder zu befolgen, ungeachtet der Konsequenzen, auch für sein eigenes Land.

Dass die von den Chinesen aufzustellende Gegenrechnung, mit welcher sie erst anfangen, zwangsläufig zu nachteiligen Auswirkungen in den USA führen wird, weil viele Branchen/Konsumenten sich vom Status quo abhängen, nimmt er nicht einmal zur Kenntnis.
Es heißt hier öfters, dass Chinesen den Vorteil haben, dass sie langfristig denken und entsprechend planen. Das ist richtig, aber was ich in solch einer Situation für noch bedeutsamer halte, ist die unglaubliche Flexibilität der Chinesen, welche sie eher ihrem Wesensart als dem politischen System verdanken, denn in Hong Kong war es nie anders. Das ist für mich der größte Trumpf, den sie gegenüber jedem westlichen Land im Ärmel haben.

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naive is beautiful 03.04.2018, 01:49
8. Die USA -> weniger als ein Viertel der Chinesischen Bevölkerung...

...soll on the long run also tatsächlich ihre Weltvormachtstellung behaupten wollen...? Wie naiv ist das denn...?
Tatsache ist: Wenn China seine kompletten USA-Kapitalinvestments fällig stellen würde, dann wäre Ttrump zum x-ten mal als Privatperson PLEITE - so wie auch die von ihm auf so unvergleichlich-unverzeihlich regierten 'Vereinigten' Staaten von Amerika.

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makromizer 03.04.2018, 02:47
9.

Zitat von geotie
Das mit den 1.400.000.000 Konsumenten, damit hat sich die Firma, in der ich mal gearbeitet habe, blenden lassen. Diese ist inzwischen wegen solche Fehlinformationen Geschichte. Außerdem sind sehr viele Chinesen nur mit ihrer .....
Sie haben sicher Recht damit, dass die reine Anzahl von Leuten nichts aussagt, wenn man nicht auch die Kaufkraft betrachtet, die pro Kopf noch weit unter westlichem Niveau ist.
Dennoch ist China mittlerweile auch als Absatzmarkt von weltweiter Bedeutung. In absoluten Zahlen ist die Kaufkraft in China in den letzten 20 Jahren um ein vielfaches mehr gestiegen als in irgend einem anderen Land. Man sollte sich nicht blind auf den Markt stürzen, aber ihn unüberlegt liegen zu lassen wäre genau so fatal.

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