Forum: Wirtschaft
Handelsstreit mit Peking: "Sie wissen, dass ich gewinnen werde"
Manuel Balce Ceneta/AP

Aus dem Handelskonflikt zwischen China und den USA ist ein offener Handelskrieg geworden. Peking sieht seine "Würde" in Gefahr, in Washington wirft der nächste Wahlkampf seine Schatten voraus.

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andtimestoodstill1 13.05.2019, 12:15
120. Tja

Er hat recht. Die Chinesen haben nicht den Funken einer Chance.

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Ottokar 13.05.2019, 12:19
121. Trump hat vergessen wer in China regiert

und welche Möglichkeiten diese Regierung hat. Trump mag , kurzfristige, medienwirksame, Erfolge einheimsen und wir können wetten das China schon an die Zeit nach Trump denkt. Armes Amerika.

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123rumpel123 13.05.2019, 12:21
122. xxxx

Zitat von meinerseits
Ich freue mich auf die Headlines: "Trump geht filigran mit Zöllen um".
Ich auch, wäre zugegeben ein Brüller.

Allerdings erwarte ich von den Amis, und Trump ist ja ja eh nur der verbalakrobatische Vorturner, hier echte Filigranarbeit.

Das die Amis das können haben Sie mit ihrer umgesetzten Wirtschaftsstrategie bereits bewiesen. Da wurde bislang nichts dem Zufall überlassen.

Im zeitlichen Ablauf habe ich das so in Erinnerung.

Steuerreform mit neuen Abzugsregeln für Importkomponenten und Grenzausgleich

Nafta neu (wobei Nafta-Neu wohl dem Wirtschaftraum der EU entspricht)

Und erst dann der Handelskonflikt mit China mittels Strafzöllen

Somit alles strategisch durchdacht und definitiv nichts zufällig.

Die EU wird sicher nicht ausgenommen, die Intensität wird sicher davon abhängen, ob er vorher mit China durch ist oder nicht.
Und die Amis werden den Agrarsektor sicher nicht ausklammern, wie viele hoffen.

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zwischen_durch 13.05.2019, 12:24
123.

Zitat von MagittaW
Das ist eben eine Fehlannahme! China kann eben nicht aus 200 Ländern Soja importieren - es gibt nur 3 Länder, die Soja in großen Mengen produzieren. Sagen wir im Jahr werden 500 mio Tonnen Soja produziert, davon 200 mio T in den USA und 200 mio T in Brasilien. Dann könnte China zwar versuchen, nur aus Brasilien zu importieren, aber Brasilien kann nicht seine Kapazität verdoppeln - also steigen die Preise, und andere Länder kaufen dann eben in den USA, wo die Preise fallen. Ein relativ geschlossener Kreislauf...
China kann das, was sie bisher in toto in den USA eingekauft haben sehr wohl auf 200 andere Staaten verteilen.
Soja kaufen sie jetzt Soja in großen Mengen in Brasilien ein. Dadurch steigt zwar der Preis aber es wird immer noch billiger sein, als das Soja aus den USA mit Zollaufschlag.
Andere Produkte verlagern sie halt auf andere Länder.
Die USA haben diese Möglichkeit aber nicht, da China die Werkbank der WELT ist. Da lassen alle produzieren.

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mostly_harmless 13.05.2019, 12:25
124.

Zitat von Redskin
Ist so groß, dass sich da was ändern muss. Wenn es für die Produzenten zu teuer wird, werden sie die Produktion von China zurück in die USA verlagern. Bei dem großen Handelsdefizit kann die USA nur gewinnen.
Wenn es für die Produzenten - in der realen Welt - zu teuer in China wird, werden sie die Produktion nach Thailand, Vietnam, Laos oder ein eines der diversen dutzend anderen Länder verlegen, in denen man billiger produzieren kann als in den USA.
Und das Ganze zahlt zu 100% der US-Bürger. Mit höheren Lebenshaltungskosten.

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Neandiausdemtal 13.05.2019, 12:28
125. Ein Träumchen....

Zitat von MagittaW
NEIN, Afrika oder der Rest der Welt hat eben nicht die Kaufkraft der USA. Da leben zwar weitere 6 Mrd. Menschen, aber die kaufen eben WENIGER als die USA (aus China) - also alle 6 Mrd zusammen (rechnen wir mal Japan und die EU raus) Das zeigt eben die Bedeutung der USA, auch mit nur 350 mio Konsumenten...
.....würde ein mediokrer Hobbykich sagen. Sie träumen das eben nur. Der deutlich größte Wirtschaftsraum ist die EU, keineswegs die USA, und China wächst immer noch. Hat Mitforist "Beat" schon beschrieben. Ebenso übernehme ich mal sein Bild, dass die "Welt" an Krücken geht, wenn es einen Wirtschaftskrieg gibt.
Da ist allerdings hinzuzufügen, dass ein sehr großer Teil der Welt schon lange an Krücken geht und es in Ordnung ist, wenn das bald noch mehr tun. Aber es ist nur in Ordnung als Preis dafür, dass die USA dann höchstens noch kriechen. Sowas muss strategisch geplant werden.

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Jota.Nu 13.05.2019, 12:29
126. Trump will sich nicht einigen...

...er braucht einen öffentlichkeitswirksamen Gegner, mit dem er sich bekriegen kann. Das ist das einzige, woran er sein Profil schärfen kann. Alle anderen Projekte sind gescheitert. Das ist jetzt Wahlkampf 2.0 - Trump zieht die ganze Welt wegen seiner Wiederwahl in den Wahlkampf.. Der Typ ist völlig wahnsinnig!

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Norbert1981 13.05.2019, 12:30
127. ...

Zitat von meinerseits
Können Sie einen einzigen konkreten Fall eines Beispiels für gleiche Qualität erwähnen und nachweisen? Ich kann Ihnen mehrere konkrete Fälle nennen, die ich aus nächster Nähe kenne, die beweisen, dass Chinesen es bisher nicht schaffen, die europäische Qualität zu erreichen. Und, Sie werden lachen, ich weiss auch, WARUM sie es nicht schaffen. Ich sage das als Praktiker, nicht weil ich gewissen "bruits de couloir" Glauben schenke.
Nach einer neuen Studie von Germany Trade and Invest (GTAI), also Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, ein Nachfolger der Bundesagentur für Außenwirtschaft in Berlin sehen die Experte im Bereich Maschinenbau, Informations- und Kommunikationstechnik die Chinesen als Wettbewerber Nummer 1, gefolgt von den USA und Japan.

Im Bereich Energietechnik und Gesundheitswesen sind die Firmen aus China den US-Unternehmen als Topkonkurrenten dicht auf den Fersen.

Nur im Automobilbereich und im Bereich Kosmetika sind die Chinesen nicht als Hauptkonkurrent unter den Top 3 vertreten

Eine Umfrage der europäischen Handelskammer in China unter 532 europäischen Unternehmen vor Ort hatte erst im Juni ergeben, dass 61 Prozent der Firmen die chinesische Konkurrenz als gleich oder sogar innovativer ansehen als europäische Firmen:

https://app.handelsblatt.com/politik/international/konkurrenz-aus-fernost-deutsche-firmen-fuerchten-die-hochtechnologie-aus-china/22896928.html?ticket=ST-885952-Nw7tdd4lA1Bu64NCcamn-ap5

Wenn die Chinesen wirklich nicht schaffen könnten, warum hat Germany Trade and Invest (GTAI) ein solches Ergebnis der Studie erhalten?

Also, derartige Sichtweisen auf ein Land wie China, gerade aus einem stagnierenden bis schwächelnden Staat heraus, sind für mich mehr als befremdlich.

Realitätsverweigerung gepaart mit Höherwertigkeitskomplex. Aber, Hauptsache kritisieren an den Anderen, welche die Gefahr erkennen, ernst nehmen und dagegen handeln wollen.

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123rumpel123 13.05.2019, 12:31
128. xxxx

Zitat von Beat Adler
Die US Wirtschaft ist zu 70% konsumgesteuert. Preiserhoehungen=Gift. Ob die Preise wegen den Strafzoellen steigen oder wegen dem international steigenden Erdoelpreis, Dank Trump zu Gunsten des Kremls, den die US Oel-Produzenten sofort an ihre Kunden weiterreichen. Wer die Situation verbessern will, folgt der OBAMA Doktrin: ZUSAMMENARBEIT, siehe TPP und TTIP, Beide OHNE China, denn Obama wollte China bewusst draussen lassen, um China dazu zu bringen, NICHT zwingen, Zuckerbrot statt Peitsche, die WTO Regeln, die Obama verbessern wollte, zu befolgen. China ist heute ein Wucht, die zu umarmen, umgarnen und dazu zu bringen ist, international gueltige Regeln einzuhalten. Siehe Gerichtsfaelle beim WTO Gericht in Genf! mfG Beat
Auf Obama zu verweisen ist "brotlose Kunst", denn nachweislich hat die Obama-Strategie nicht geklappt.

Weder bei TTIP (was aber nach der Klärung der Schiedsgerichtsbarkeit durch den EuGH wieder aktuell werden könnte)

noch bei TTP.

Und die WTO bitte nicht erwähnen, nach deren eigenen Worten haben die keine Mittel auch im Ansatz für faire Handelsbeziehungen wie ausgeglichener Handel zur sorgen .

Noch bestimmen nicht die Frösche ob ´der Teich trockengelegt wird oder nicht. Dazu kommt, dass die USA die WTO nicht brauchen.
Reformen werden also nur mit den USA gelingen oder gar nicht.

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themasterofdesaster 13.05.2019, 12:34
129. Binsenweisheitenkommentare...

Natürlich zahlt zunächst mal der Importeur und nicht der Hersteller. Aber der Hersteller kann dann weniger für seine Ware verlangen, wenn er nicht möchte, dass seine Nachfrage schwindet. Also zahlt es über Umwege doch der Hersteller! Und wenn dann wieder im Inland jemand Nägel herstellt (das geht in 2 Monaten!) dann kann man damit durchaus gewinnen.

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