Forum: Wirtschaft
Handelsstreit: Schäuble hält deutschen Exportüberschuss für zu hoch
DPA

Donald Trump und Emmanuel Macron kritisieren den deutschen Exportüberschuss. Er sei tatsächlich zu hoch, sagt nun auch Finanzminister Schäuble im SPIEGEL. Doch dafür könne die Politik nichts.

Seite 1 von 24
frankfurtbeat 12.05.2017, 12:19
1. sicher ...

sicher schafft das auch Frankreich auf Kosten des "kleinen" Bürgers - bestes Beispiel dafür ist Deutschland mit fehlenden Einkommenssteigerungen, Hartz4 sowie steigenden Beiträgen zu Kranken- Sozialversicherungen. Auch könnte Frankreich einen Soli einführen ... der in Deutschland letztendlich zu einer "legalen" Zusatzsteuer verkommen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the_tetrarch 12.05.2017, 12:21
2.

Was genau stellen die anderen Staaten sich eigentlich vor zur Reduktion der Außenhandelsbilanz? Sie wird erwirtschaftet von privaten Firmen, die aus gutem Grund gefragte Produkte herstellen. Erwartet man, dass künftig willkürlich schlechtere Produkte erzeugt werden, die niemand haben will?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein_denkender_Querulant 12.05.2017, 12:22
3. Scherzkeks

Komischerweise ist sich Politik nicht zu schade, in Tarifverhandlungen Lohnzurückhaltung zu fordern, anstatt endlich unsere Gehälter ansteigen zu lassen und dafür den Rückhalt zu geben. Durchschnittlich 2% ist die innerhalb der EU verpflichtend festgesetzte Inflationsrate, die maßgeblich an Lohnsteigerungen liegt. Natürlich hat der Gesetzgeben Einfluss, z.B. mit Mindestlöhnen, Feiertagsanzahl, mindest Urlaubstagen etc.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
call_me_crank 12.05.2017, 12:23
4. euro abschaffen...

...dann wird das problem des Handelsüberschusses automatisch gelöst /sarkasmus ;)

Ne aber im Ernst, angeblich soll mehr Binnennachfrage das Problem lösen, die Frage ist nur, wie die in Schwung gebracht wird

Beitrag melden Antworten / Zitieren
imo27 12.05.2017, 12:23
5. Klare Worte: Eurozone als Transferzone

Nachdem D Nettozahler in der EU ist, wird D jetzt auch zusätzlich Nettozahler in der Eurounion.
Dafür darf die Wirtschaft sich mit Exportüberschüssen wieder eine goldene Nase verdienen zulasten der Arbeitnehmer, die unter Lohndumping leiden, und der Bürger, die unter dem schwachen Eurokurs leiden.

Immerhin ist jetzt klar, dass die CDU die Eurozone zu einer Transferzone machen wird, genau so wie Schulz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Boomerang 12.05.2017, 12:23
6. Wo er Recht hat...

Vor allem der Verweis auf die Währungsunion als eine Hauptursache der deutschen Exportüberschüsse erscheint mir wichtig. Das hat bei manch anderem leider gefehlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
coyote38 12.05.2017, 12:24
7. Gelächter bricht aus ... schallendes.

"Wie weit die Transfers gehen und wie viel umverteilt werden solle, müsse in einer Demokratie der Souverän entscheiden." --- Der Herr Finanzminister weiss aber schon, dass der "Souverän" der BÜRGER ist und nicht der alternativlose GroKo-Abnickverein im Bundestag, oder ...? Und um festzustellen, wie die Meinung der BÜRGER zu der Fragestellung ist, ob Deutschland noch mehr Steuergeld in ein bodenloses Fass mit der Aufschrift "Club Med" kippt, dazu bedarf es wahrhaftig keiner Abstimmung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moistvonlipwik 12.05.2017, 12:25
8. Doch

Die Politik könnte etwas ändern: während nämlich hiesige Unternehmen vor allem für andere Unternehmen produzieren, versorgen die anderen den letzten Verbraucher. Und dem hat man in den letzten Jahrzehnten die Kaufkraft entzogen: über Kürzungen, über Lohndruck, über ansteigende Abgabenbelastungen (dazu gehören Kosten für die Sozialversicherung). Das kann man ändern - wenn man es will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neurobi 12.05.2017, 12:26
9. Doch dafür könne die Politik nichts.

Nein, die Politik kann garnichts dafür. Sie hat durch Änderung der Rahmenbedingungen einen großen Niedriglohnsektor geschaffen und auf viele andere Erwerbstätige eine starken Lohndruck erzeugt (Abwärtsspirale).
Dafür kann die Politik sicher nichts, das ist vom Himmel gefallen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 24