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Handelsstreit: Schäuble hält deutschen Exportüberschuss für zu hoch
DPA

Donald Trump und Emmanuel Macron kritisieren den deutschen Exportüberschuss. Er sei tatsächlich zu hoch, sagt nun auch Finanzminister Schäuble im SPIEGEL. Doch dafür könne die Politik nichts.

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floydpink 12.05.2017, 13:49
110.

Mehrwertsteuer 'runter, dann steigt der Umsatz im Binnenmarkt.
Das bringt automatisch höhere Importe mit sich.
Nachdenken, Herr Schäuble!

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tamgarun 12.05.2017, 13:51
111.

Zitat von the_tetrarch
Was genau stellen die anderen Staaten sich eigentlich vor zur Reduktion der Außenhandelsbilanz? Sie wird erwirtschaftet von privaten Firmen, die aus gutem Grund gefragte Produkte herstellen. Erwartet man, dass künftig willkürlich schlechtere Produkte erzeugt werden, die niemand haben will?
Nun, vielleicht stellen sich die Staaten vor, dass Deutschland nicht mehr zu Dumpingpreisen herstellen darf. Dass Löhne angepasst wird, es nicht mehr Ausnahmeregelungen denn festehende Regelungen für den Mindestlohn gibt.

Vielleicht stellen sich die Länder einfach vor, dass in einer solchen Staatengemeinschaft nicht ein Land mit gut funktionierender Wirtschaft die anderen in den Ruin treibt, in dem sie in der Hauptsache durch viel zu niedrige Löhne den Arbeitnehmer zum Gefüllungsgehilfen macht. Oder durch Subventionen gar Aufstocker finanziert, damit der Unternehmer ja nicht so viel zahlen muss, dass der Arbeitnehmer von dem Job leben kann. Oder das Arbeitnehmer wieder die gleichen Anteile für Sozialversicherungen übernehmen müssen.

Achja, was stellen sich diese Staaten nur vor....

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muellerthomas 12.05.2017, 13:52
112.

Zitat von rstevens
Deutschland ist alles andere, als ein Niedriglohnland.
Im Vergleich zur hohen Produktivität ist Deutschland durchaus ein Niedriglohnland - genau das kann ja an den Überschüssen abgelesen werden. Ausgehend von einer ausgeglichenen, sogar leicht defizitären Leistungsbilanz Ende der 1990er Jahre sind die Löhne kaum noch gestiegen und es konnte gleichzeitig keine Aufwertung mehr geben - das Ergebnis ist ein Rückgang der Lohnstückkosten relativ zu nahezu allen Handelspartnern.

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oloh 12.05.2017, 13:52
113. Einwanderung irrelevant

Zitat von Pralle
"Doch dafür könne die Politik nichts." Schon seit Quesnay weiss man, dass die Kreisläufe in der Ökonomie ausgeglichen sein müssen, sonst blutet mit der Zeit die eigene Volkswirtschaft aus. Der Aussenhandel und die Globalisierung nutzen der deutschen Bevölkerung gar nichts, da sie nicht beteiligt wurden und werden. Seit 1980 schrumpft der Anteil der arbeitenden Bevölkerung am Nationaleinkommen, während sich die Zahl der Menschen durch unproduktive Einwanderung in die Sozialsysteme enorm vergrösserte. Gut verschwiegen von den interessierten Gruppen, also auch von den Medien. Leute glaubt den (Wirtschafts)-Wissenschaftshuren nicht, die Euch vorne und hinten im Auftrag der Politkaste einseifen.
Die Einwanderung ist hier nicht der entscheidende Faktor, sondern die leistungslose Vermehrung der Kapitalvermögen. Sie beträgt mindestens das Tausendfache der Sozialleistungen für Migranten.
Alles andere ist korrekt, auch die Enteignung der Arbeitnehmer.
Ich empfehle, mal die ideologische Brille abzunehmen!

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obamaseinladen 12.05.2017, 13:52
114. Eine Dreistigkeit jagt die Andere...

"Man kann eine Gemeinschaft unterschiedlich starker Staaten nicht bilden ohne einen gewissen Ausgleich." Eine Gemeinschaft könne nicht existieren, wenn die Stärkeren nicht für die Schwächeren einstehen."
Fang erst mal an, innerhalb Deuschland diesen "gewissen" Ausgleich zu schaffen. Steuererleichterungen für den Mittelstand, es geht immer so weiter. Aber das Alles ist ja nicht alternativlos, auch wenn es uns immer eingetrichtert wird.

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werjor 12.05.2017, 13:53
115. Als man die Währungsunion machte,

Zitat von the_tetrarch
Was genau stellen die anderen Staaten sich eigentlich vor zur Reduktion der Außenhandelsbilanz? Sie wird erwirtschaftet von privaten Firmen, die aus gutem Grund gefragte Produkte herstellen. Erwartet man, dass künftig willkürlich schlechtere Produkte erzeugt werden, die niemand haben will?
vereinbarte man unter anderem eine Inflationsrate von 1,9 %. Da aber die alten Theorien Cost/Push....durch hippe neue abgelöst wurden, die zwar nie stimmten aber man musste halt dran glauben. Hat man die EZB benutzt um Inflation zu erzeugen...das nannte man Monetarismus. Man dachte sich, wenn man deflationäre Tendenzen hat druckt die EZB Geld, schmeißt es auf den Markt und schwupps hat man Inflation. Nur das Geld verschwand im Spielcasino und gelangte von den Bankern und Versicherungen eben nicht auf den Markt, so kommt es dass die EZB Billionen Euro auf den Markt wirft aber keine Inflation herauskommt. Heute ist der Monetarismus tot ! Nur unseriöse halten an dieser Theorie noch fest.
Viele Volkswirtschaftler haben schon früh auf den Humbug hingewiesen und an der alten Cost/Push Theorie festgehalten. Demnach müssten die Länder der Währungsunion ihre Löhne Jahr für Jahr erhöhen um 1,9% + die im Land erzielte Produktivität.
Bsp.: D 2% , F 1,5% , E 0,8 % und NL 3%.
Dann müssten die Löhne im Schnitt in D um 3,9% in F um 3,5% in E um 2,7% und NL um 4,9% steigen da es ansonsten zu einer inneren Abwertung kommt.
Die Südländer haben eine Inflationsrate um rd 2,4% gemacht, Frankreich eine Inflationsrate von genau 1,9%....und D hat eine deflationäre Inflationsrate von rd. 0.3% gemacht....(dank Agenda 2010, den Gewerkschaften aufgedrückte Lohnzurückhaltung, Leih- und Werkverträge etc). Das sind in 10 Jahren einen Lohnstückkostenvorteil von rd. 20% den sich Deutschland ermogelt hat(zu Lasten der Armen in Deutschland !!!!).
20% kann aber der Kostennachteil von Barilla -> Birkel, Peugeot gegen VW etc. nicht bleiben weil die teureren sonst vom Markt eliminiert werden. Dies kann man durch drücken der Gewinnmarge oder durch Qualitätsreduktion abmildern, aber das kann ja nicht so bleiben.
Die Frage ist...gehen die anderen mit ihren Löhnen runter und zerstören sich den Binnenmarkt wie in Gr mit schlimmsten Verheerungen oder gehen die Deutschen mal mit ihren Löhnen rauf ?
Und da ist wohl die Antwort dass die Deutschen ihre Position gerne halten wollen...in den Gewerkschaften sitzen ja auch an den höchsten Positionen Menschen die aus der Exportbranche kommen und die ihre Marktanteile halten/ausbauen wollen und die Politik will auch nichts ändern.
Deswegen wird der Euro scheitern wenn nicht 2017 dann 2021 oder früher. Macron hat der EU Zeit verschafft, setzt sich D gegenüber Macron durch ist nächstes Mal Marine le Pen Präsidentin und dann knallt es.

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muellerthomas 12.05.2017, 13:54
116.

Zitat von babbelnet
Wie zB Spanien. Kein Wirtschaftswachstum
Spanien hat seit 2014 mit die höchsten BIP-Wachstumsraten in Europa.

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neurobi 12.05.2017, 13:54
117.

Zitat von Rentnerlobbyist
Wenn die Deutschen mehr Geld zum Konsumieren hätten, würde die Inlandsnachfrage steigen, damit die Preise und der Export würde sinken. VWL Studium 1. Semester. Maßnahmen: Löhne und Gehälter müssen steigen, Sozialabgaben sinken. Der Bund muß die Gemeinden unterstützen z. B. beim Straßenbau. Derzeit zocken dir Kommunen dafür die Anwohner ab usw. Fazit die untätige Regierung könnte schon mehr tun.
Ja, die Löhne müssen steigen, vor allem am unteren Ende.
Aber die Sozialabgaben zu senken wäre kontraproduktive, denn diese finanzieren viele Jobs, die im Grunde sogar unterbezahlt sind.
Steuern senken? Auch kontraproduktiv, weil das vor allem auf die Investitionen geht und somit den Import (auch von Arbeitskraft) senkt.

Die Löhne (stakeholder value) muss vor allem zu Lasten des Gewinne (shareholder value) steigen.

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fl-gg_1 12.05.2017, 13:57
118.

Zitat von pam
Schon mal bedacht, dass sehr viele Exporte gerade in den von Ihnen so abwertend beschriebenen "Club Med" gehen? Ohne diesen "Club" würden jede Menge Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Ist das in Ihrem Interesse? Verschlucken Sie sich nicht beim Lachen.
Und wie "bezahlt" der Club Med? Mit offenen TARGET2-Salden! Die sind lediglich durch Wertpapiere der CM-Banken abgesichet, die selbst die Bundesbank für unsicher hält. Die Forderungen der Bundesbank an TARGET2 betragen aktuell ca. 830 Milliarden €. Wenn die CM-Banken pleite gehen, dann sind diese Forderungen verloren.

Wie bezahlen die USA die deutschen Produkte, bzw. was passiert mit dem vielen "stupid german money" aus dem Handelsbilanzüberschuß? Es geht in USA-Statsanleihen und US-Finanzprodukte.

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kurosawa 12.05.2017, 13:58
119. :-)

Zitat von Havel Pavel
Ein normaler Mensch mit gesundem Geist wird sich nur das kaufen was er möchte und braucht und sich wohl kaum von einem Slogan Ankurbelung der Binnennachfrage ködern lassen wollen. Es sei denn man macht ihm Geschenke und auch dann wird er nur sinnvolle Dinge haben wollen und keinen Schund.
evtl. hat dieser "normale mensch mit gesundem geist" einfach nicht das geld sich zu kaufen was er "möchte und braucht".
zwar hat sich da meiner meinung nach in den letzten jahren etwas zum positiven geändert, selbst in der zeitarbeit, allerdings müssen einige erst einmal wieder aus dem tiefen tal der agenda2010 heraus kommen.

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