Forum: Wirtschaft
Handelsstreit: Was Trump mit seinem Zoll-Angriff auf China bezweckt
Getty Images

Die USA verhängen Zölle von über 50 Milliarden Dollar gegen Chinas Schlüsselindustrien. Wie konnte der Konflikt so weit eskalieren? Und wie reagiert Peking?

Seite 4 von 4
frenchie3 16.06.2018, 07:48
30. Gegen den Billigheimer ist schwer anzustinken

Aber durch Verbesserung von Produktnormen könnte man China schon einiges abgraben. Blöd nur daß es dann auch die einheimischen Produzenten trifft die auch nicht mehr machen als nötig. Bei Einfuhren aus Hochlohnländern sollte man sich Gedanken machen wieso man vor Ort nicht besser produzieren kann. Beispielsweise wurden vor Jahrzehnten (Stand heute kenne ich nicht) Strickwaren in Massen eingeführt weil die einfach erheblich besser aus D waren. Statt die fleißigen Omas besser für bessere Qualität beim Stricken zu bezahlen - alternativ bessere Strickmaschinen zu kaufen - beließ man es beim Zukauf. Weiterhin: Qualität kommt von ausgebildeten Fachkräften, gerne auch mit etwas mehr Sicherheit vor Kündigung zur Verbesserung der Arbeitsmoral. Ein (im Turbokapitalismus zu mühseliger) Schritt für die Zukunft. Da sind die USA ja inzwischen leider Vorbild für die deutsche Industrie geworden, ein Ausblick auf das was uns noch erwartet

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatal.justice 16.06.2018, 08:28
31. Na dann.

Zitat von spmc-12355639674612
Freihandel steht nicht nur "als Synonym für Ausbeutung", sondern auch für eine Menge Wohlstand für eine Menge Leute - vielleicht nicht für alle, aber für sehr viele. Ich profitiere davon auch ganz persönlich. Ohne diesen Freihandel wird die Arbeitslosigkeit steigen, es wird mehr Armut geben, besonders in Deutschland. Damit werden auch die deutschen Staatsschulden wieder ansteigen, obwohl wir uns schon in sicheren Gewässern wähnten. Das wird dann alles andere als rosig.
Da mir gerade Ihr Wohlstand ganz besonders am Herzen liegt, unterlasse ich jegliche Art von Kritik. Puh - nun wollte ich wirklich die Ungerechtigkeit globalen Freihandels anprangern, so wie er sich derzeit darbietet. Aber gut, man kann nicht alles haben... ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 16.06.2018, 09:10
32. Keine Angst,

Zitat von fatal.justice
Da mir gerade Ihr Wohlstand ganz besonders am Herzen liegt, unterlasse ich jegliche Art von Kritik. Puh - nun wollte ich wirklich die Ungerechtigkeit globalen Freihandels anprangern, so wie er sich derzeit darbietet. Aber gut, man kann nicht alles haben... ;)
um meinen Wohlstand kümmere ich mich schon selbst. Da will ich Ihnen nicht zu viel abverlangen.
Es gibt Ungerechtigkeit beim globalen Freihandel, keine Frage. Wir sollten jedoch diese Ungerechtigkeiten bekämpfen, nicht den globalen Handel an sich. Denn der bringt unter dem Strich mehr Wohlstand. Das sieht man auch daran, dass Armut und Hunger weltweit in den letzten Jahren abgenommen haben. Es reicht zwar noch nicht, um zu sagen, dass alles gut ist, aber wenigstens wird es ganz langsam besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sanfernando 16.06.2018, 09:26
33. Es ist sicher so...

...dass US-Zoelle da oder dort Deutschland haerter treffen als andere EU-Laender. Ich halte es aber fuer falsch, wenn, wie In Ihrer Grafik, die Ex- bzw. Importzahlen mit der EU schon gar nicht mehr vorkommen. Mehr und mehr werden in den Medien (bei uns) nur noch die Deutschlandzahlen herausgefiltert, aus den EE-Zahlen naemlich, womit wir, Deutschland, immer wieder Silly-Donald darauf hinweisen, wo er ansetzen muss, die EU zu spalten.( Welcher US-Staat exportiert eigentlich am meisten in die EU?) Ferner sollten wir auch nicht laenger zulassen, dass "Schutz der Arbeitsplaetze" und "Frage der nationalen Sicherheit" nur bei Handel, nicht aber bei Dienstleistungen (IT) angewendet werden. Manchmal sind wir gar nicht schlau

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 16.06.2018, 10:27
34.

Nur 8% der Arbeitsplätze in der USA sind Industriearbeitsplätze. In Deutschland sind es nahezu 16%.
Die Produktionen wurden in der Vergangenheit ins Ausland gelegt. Wenn diese zurückkommen dann nur hochautomatisiert.
Ich denke es wird nur teurer in der USA und Arbeitsplätze werden keine entstehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hasselblad 16.06.2018, 10:53
35.

Fun fact: Trumpletweets rote "Make America great again" Caps sind Made in China. Wären sie hingegen Made in USA, könnte sich keiner der Trumpies so ein Cap leisten. Die Importmehrkosten, die durch die Zölle entstehen werden, werden ebenso an den Endkunden durchgereicht wie die vergleichsweise hohen Lohnstückkosten amerikanischer Fabrikarbeiter. Am Ende werden die Minions aus den Flyover States die Politik ihres von Gott eingesetzten Herrn und Meisters im eigenen Portemonnaie spüren, und das mutmaßlich not so great again finden. Bemerkenswerterweise scheint Trump völlig immun gegen direkte Folgen seiner eigenen Dummheit (und wohl auch Kriminalität) zu sein, aber eine Wirtschaftspolitik - wenn man das erratische Agieren im Weißen Haus denn als Politik bezeichnen möchte -, die den Blue Collar Gun Nuts im Mittleren Westen den Konsum vermiest, dürfte sich bei den nächsten Wahlen als böser Bumerang erweisen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve.Joe 16.06.2018, 11:02
36. Realexperiment ...

Zitat von dasfred
Ansonsten finde ich diese Zölle erstmal gut. Wir haben jetzt endlich ein Realexperiment, an dem alle möglichen volkswirtschaftlichen Theorie überprüft werden können. Hinterher sehen wir dann deutlich, wer wirklich Experte ist, und wer sich nur in Schwarzmalerei geübt hat. Natürlich erwarte ich auch gewisse Verwerfungen in den Handelsbeziehungen, aber über das Ausmaß herrscht doch bisher nur Spekulation.
Interessanter Aspekt ... auf die Wirkungen bin ich auch schon gespannt ... hoffentlich gibt es kein allzu böses Erwachen.
Langfristig erwarte ich wirtschaftlich keine positive Effekte ... kurzfristig vielleicht schon ... langfristig warden die Verbraucher dies zahlen und die Wettbewerbsfähigkeit der vermeintlich geschützten Industrie wird sinken.
Aber Zölle auf hochwertige Güter aus China sind vermutlich bewußt gewählt und zielen vermutlich nur auf eine politische Reaktion; also gar nicht so sehr auf eine wirtschaftliche.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatal.justice 16.06.2018, 11:12
37. Das...

Zitat von spmc-12355639674612
um meinen Wohlstand kümmere ich mich schon selbst. Da will ich Ihnen nicht zu viel abverlangen. Es gibt Ungerechtigkeit beim globalen Freihandel, keine Frage. Wir sollten jedoch diese Ungerechtigkeiten bekämpfen, nicht den globalen Handel an sich. Denn der bringt unter dem Strich mehr Wohlstand. Das sieht man auch daran, dass Armut und Hunger weltweit in den letzten Jahren abgenommen haben. Es reicht zwar noch nicht, um zu sagen, dass alles gut ist, aber wenigstens wird es ganz langsam besser.
... freut mich. Sie haben sicherlich Recht, wenn Sie feststellen, dass die globale Armut abnahm. Es ist nur ziemlich irrelevant, wenn ein Bewohner eines "Drittweltlandes" statt 25 Cent 30 zur Verfügung hat, um tagtäglich seine Familie um die Ecke zu bringen. Das "ganz langsam besser werden" ist realiter ein schleichender Prozess, den die derzeit lebende Population nicht wahrnimmt. Ich persönlich kann jeden afrikanischen Familienvater verstehen, der gutheißt, dass seine Nachkommen danach streben, etwas mehr zu erwirtschaften, als Staub. Die Migration aus Subsafari-Afrika geschieht ja nicht, weil die örtliche Landschaft blüht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sanfernando 16.06.2018, 13:20
38. Soso! Donald...

...lässt also Zölle auf Autoimporte aus der EU prüfen. Wir sollten ihn wissen lassen, dass die EU Steuern und Zölle auf US-Dienstleistungen prüfen lässt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gerhard38 15.09.2018, 01:54
39. Trump hat zwar ein Diplom der Wharton School of Business;

aber das bedeutet nicht wie er selbst bisher bewies, daß Trump auch weltwirtschaftliche Zusammenhänge versteht. Ratschläge braucht der "phänomenale Donald" ohnehin nicht, da er sich lieber auf seine eigenen "alternativen Fakten" verlässt. Die Gefahren dieses Trauerspiels werden durch die republikanischen Schleimer im Kongress und Senat noch deutlich verstärkt und mangels einer massiven Opposition seitens der Demokraten man muss sich fragen, ob die Mehrheit der Amis insgesamt den Verstand verloren haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4