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Handelsstreit: VW-Chef Diess fürchtet Milliardenschaden durch US-Zölle
DPA

Erst kürzlich waren Vertreter von Daimler, VW und BMW im Weißen Haus, um angedrohte Strafzölle abzuwenden. Doch US-Präsident Trump hat dieses Vorhaben nun bekräftigt. Autoboss Herbert Diess sieht sich machtlos.

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cvdheyden 21.02.2019, 11:33
1. Irgenwas habe ich da falsch verstanden

Die CDU/FDP sind doch immer so für die freien Märkte und das diese doch alles regeln, ganz von alleine. Und jetzt höre/lese ich, dass die Deutschen Autobauer Sorgen haben, dass jetzt der gleiche Zoll auf Deutsche Autos gesetzt werden soll, wie auf Amerikanische? Oder Vielleicht sogar den Zoll abschaffen? Feie Märkte? War da was, habe ich was verpasst, oder bin ich mal wieder in einem bigotten Deutschen Film? Wer kann mir helfen? Ach so, hier die Fakten: EU schlägt 10% Zoll auf Amerikanische Autos, Amerika 2.5% Zoll. Ist das ein freier Markt?

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Rassek 21.02.2019, 11:35
2. Masche Trump

Erst irgendwas fordern: Etaterhöhung der BW.... -- kein Northstream3 --- etc.,
dann kommt die Erpresserschiene: Zölle, IS Kämpfer freilassen etc.
Also, ironisch gesagt: Immer alles machen, was Donnie sagt. Oder es gibt Saures.
Dabei ist sein Land ohne deutschen Stahl usw. platt.
Aber auf diese Idee kommen wir ja nicht dank der Politpuppen der Atlantiker.

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Ein_denkender_Querulant 21.02.2019, 11:39
3. USA Pleite

Wenn man die Höhe der Staatsschulden der USA sieht und die aktuellen Handelsbilanzen, dann kann man nur konstatieren, dass die USA defacto pleite sind. Es muss dringend etwas verändert werden. Am einfachsten und sinnvollsten für die gesamte Weltwirtschaft wären Lohnsteigerungen in Deutschland, um auf die im EU Vertrag festgelegte Inflationsrate von 2% zu kommen. Seit Jahren liegen wir unter dieser Linie, im Gegensatz z.B. zu Frankreich.

Stattdessen glaubt unsere Regierung, die gesamte Welt sollte ihre Löhne senken, um gegen das deutsche Dumping wettbewerbsfähig zu werden. So läuft das nicht. Donalds Methoden sind erpresserisch, inhaltlich ist es verständlich. Warum die EU nicht mehr Druck macht und wir stattdessen andere Volkswirtschaften überrollen, sei dahin gestellt.

Die Automanager könnten sofort etwas machen. Einfach die Gehälter der Mitarbeiter um 15% erhöhen. Dann sinkt der Profit zwar auch massiv, das Geld bleibt aber im Land und geht nicht in die US-Zollkasse

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dumb nut 21.02.2019, 11:40
4. Da fehlt doch was!

Wo bleibt denn der Ruf nach staatlichen Hilfen? Die Bundesregierung ist doch sehr Autobauer-freundlich. Da muss doch was gehen! Beim Diesel-Skandal wird ja auch alles getan um den Schaden dem Verbraucher zu überlassen, sofern die dummen Gericht jetzt nicht alles kaputtmachen. Da kann der Steuerzahler doch auch bei möglichen Einbußen der systemrelevanten Autobauer aufgrund von Zöllen bluten.

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GaliX622 21.02.2019, 11:40
5. EU-Zölle

Die EU könnte ja Anbieten ihre 10% bzw. 22% Zölle auf Fahrzeuge/Lastwagen aus den USA zu verzichten. Dann hätte man einen fairen deal.

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kraftmeier2000 21.02.2019, 11:41
6. Na und?

was soll man denn jetzt von Seiten der Politik jetzt machen, entweder man geht auf die Erpressung ein, und kommt Trump in allen Belangen entgegen, oder man sucht sich andere Absatzmärkte, und damit einhergehend die Verlagerung der Produktionsstätten in die jeweiligen Länder, oder zurück nach Deutschland.
Aber wie ich unsere Politiker und Konzernbosse bisher einschätze, wird man wieder Faule Kompromisse finden. Und was das Jammern unserer Autoindustrie angeht, das konnten Sie immer schon am besten.

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rambazamba1968 21.02.2019, 11:45
7. Krokodilstränen

Genau in diesem Umfang haben die deutschen Autokonzerne wie BMW und Daimler von der US-Unternehmenssteuer-Reform profitiert. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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De facto 21.02.2019, 11:45
8. Risiken

Je mehr Staaten sich als Lenker der Wirtschaft sehen desto mehr werden wir Rufe von angeblich unfaire Handelspraktiken hören. Die politischen Risiken der Weltwirtschaft steigen just in dem Zeitpunkt als der Konjunktur droht zu kippen. Exportorientierte Länder wie Deutschland werden besonders hart getroffen.

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CandidReader 21.02.2019, 11:46
9. Machtlosigkeitsgefühl?!

Schlimm, aber der Besuch im Weißen Haus war von ein gewisser Naivität geprägt und
ein bisschen Gefühl der Machtlosigkeit könnte Herrn Diess vielleicht auch etwas gutes tun...

Was die Zahlen angeht, ist das viel Geld, aber nur der Kernmarke VW hat im 2018 13,8 Milliarden Euro Gewinn. Die 2,549 Milliarden Euro Belastungen wird der Volkswagen *Konzern* verkraften können...

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