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Haniel verkauft Metro-Anteile: Der teure Fehler des Milliarden-Clans
REUTERS

Die Familie Haniel beweist seit 250 Jahren ein geniales Gespür für Geschäfte. Doch mit ihrer Metro-Beteiligung hat sie sich verzockt. Nun werden die Anteile verkauft - es ist das Ende einer Ära.

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micbrazil 26.08.2018, 16:44
1. Ein Wunder...

.... dass die METRO überhaupt noch Gewinn abwirft. Das Einzige was läuft ist der Gastronomiebedarf. Die Immobilien aus den 70-igern, mal abgesehen von der schönen Verwaltung in Düsseldorf. Die IT mit den unsäglichen Kassensystemen ebenfalls Asbach.
Das geht nicht mehr lange gut.

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three-horses 26.08.2018, 16:45
2. Kaufen und ruinieren.

Die Familie Haniel beweist seit 250 Jahren ein geniales Gespür für Geschäfte...ja so musste es sein. Kriegbaum, Praktiker. und vielles
mehr. Keine Strategie, nur kaufen und immer wieder ruinieren. Wenn das Erfolge sind...

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bristolbay 26.08.2018, 17:24
3. Und per Summe?

Die Metro gibt es seit den 60er Jahren und wieviel Geld haben die Haniels aus dieser Cash-Cow gezogen?
Wie sieht denn die Gesamtbilanz dieser Beteiligung aus?
Wenn es auch in den letzten Jahren nicht so hervorragend läuft, Geldzuwachs hats immer noch gegeben.
Was spielen dann die paar Kröten Abschreibungsverlust oder gehen die jetzt am Krückstock.
Übrigens, gab es da nicht mal einen ehemaligen Daimler-Manager der zu Höhenflügen aufrief?

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kreuzbandguru100 26.08.2018, 17:53
4. Metro

Das Geschäftsmodell von Metro ist seit der Erstehung der Internetriesen Alibaba und Amazone längst überholt:
METRO

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d45gts 26.08.2018, 17:53
5. Der Fisch stinkt vom Kopf!

Man sieht, wie wichtig Führungskräfte sind. Manche sind durchaus ihr Geld wert, siehe z. B. Wiedeking bei Porsche. Aus einer Pleitefirma eine Milliardenfirma gemacht, auch wenn es mittlerweile nur noch eine Marke von VW ist.
Im Gegenzug Eckhard Cordes:
"Die durchschnittlich profitabel wirtschaftenden Metro-Ketten Real und Kaufhof genügten nicht mehr seinen hohen Rendite-Ansprüchen: „Unser Ziel sind Wachstumsraten, die deutlich über dem Markt liegen – und das auf Jahre hinaus.“[11]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Eckhard_Cordes#Franz_Haniel_&_Cie._GmbH


http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/schwere-schlagseite-beim-familienkonzern-haniel-a-910257-3.html
"Von nun an arbeiteten Franz Markus Haniel, sein neuer oberster Angestellter Cordes und Alexander Dibelius (53), der Chef von Goldman Sachs Börsen-Chart zeigenDeutschland, an einem Plan, der die Familie Haniel noch reicher machen sollte. Sie trafen Vorbereitungen, den Metro-Anteil deutlich aufzustocken, um später den Handelskonzern zu zerschlagen und die einzelnen Sparten teuer zu verkaufen.

Gegenüber dem damaligen Aktienkurs zwischen 40 und 50 Euro liege die Sum-of-the-parts-Bewertung bei mehr als 80 Euro je Anteilsschein, suggerierte das Trio dem kleinen Kreis. "

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Hoberg 26.08.2018, 18:13
6. Abstieg geht weiter

jetzt bald nur noch Hygienetücher..
Früher Europas bedeutendster Pharmagroßhandel und jetzt? Wenn nur noch Kapitalbesitzer und kein unternehmerischer Instinkt mehr da ist ..ist das das Ergebnis.

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Harry Hutlos 26.08.2018, 18:27
7. Die arme Familie

Ich kenne Familien in Deutschland, die trotz harter Arbeit auf keinen grünen Zweig kommen, weil in diesem Land u. a. die Mieten zu hoch sind bzw. der Erwerb von Eigentum von Normalverdienern praktisch unmöglich geworden ist. Zumindest um und in Großstädten. Einfach mal wegziehen aufs Land können viele nicht. Da hat die Familie Haniel natürlich deutlich größere Sorgen. Aber wenn ich ehrlich bin, können diese Leute mich mal kreuzweise, denn die sind vor allem mal daran interessiert noch mehr Milliarden anzuhäufen, als sie ohnehin schon haben, was ich schlicht zynisch finde.

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mueller23 26.08.2018, 18:49
8. Das wars dann wohl

Es dauert nicht lange, dann wird es keine Metro AG mehr geben.
Praktiker ist lange platt, Kaufhof schwächelt, Saturn und Media-Markt werden überleben in einer anderen Unternehmensstruktur.

Ich weiß nicht woher der der Schreiber des Artikels die Erkenntnis gewonnen haben will, dass die Metro ein günstiger Zulieferer für die Gastronomie gewesen sein soll. In dem Bereich waren sie immer schon zu teuer.

Die Metro Cash&Carry-Märkte waren vor 40 Jahren eine Marktlücke, viele, die einen Gewerbeschein hatten kauften dort ein, aber vornehmlich für ihren privaten Bedarf.

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wolfi55 26.08.2018, 19:43
9. METRO ist einfach ein fertiger Laden

Ich hatte da auch mal einen Einkaufsausweis. Aber irgendwann habe ich festgestellt, dass so gut wie alle Waren dort, selbst im gleichen Konzern billiger zu haben sind. Da habe ich immer weniger dort gekauft und dann flog ich ohne jede Nachricht raus. Aber ehrlich gesagt, wenn man nicht 63 Negerküsse auf einmal braucht, kann man alles anderswo kaufen. Und die Zukäufe des Konzerns entsprangen schon immer dem Größenwahn. Was haben die denn hinzugekauft? ASKO, heute Real, Praktiker ist längst pleite und Kaufhof, naja, da war ich ewig nicht gewesen.
Bei Real kaufe ich höchst selten ein, weil die deutlich teurer sind wie z.B. Kaufland
Bei Praktiker wundert es niemand, der dort eingekauft hat, dass die Pleite gingen. Aber vorher noch Max Bahr kaufen und auch zugrunde richten, um die war es schade.
So geht es durch den ganzen Konzern durch. Wenn ich auf einer Verpackung lese, Schlüterstr. 3, Düsseldorf, dann stelle ich das ins Regal zurück. Das ist für mich ähnlich wie Produits Nestle S-A..

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