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Hannover: Sparda-Bank verweigert Annahme von Münzen
DPA

Die Banken haben mit Münzgeld viel Arbeit - deshalb ist es bei ihnen unbeliebt. Die Sparda-Bank Hannover handelt nun radikal.

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exHotelmanager 10.01.2017, 11:00
10. Auch die Deutsche Bank

schliesst in immer mehr Filialen den Bargeld-Dienst und wickelt Bargeld-Aktivitäten nur noch über den Geldautomaten ab. Da dieser kein Münzgeld verarbeitet, kommt dies der Abschaffung der Münzdienstleistung gleich.
Mit der Einführung der Einführung des EURO wurde, oft unbemerkt, der EURO-Geldschein als einziges gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Zu DM-Zeiten waren die DM-Münzen das gesetzliche Zahlungsmittel und Geldscheine galten nur als quasi "Schuldscheine" der Deutschen Bundesbank.

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archi47 10.01.2017, 11:01
11. Unterscheidung, bzw. Alleinstellungsmerkmale

Ob Genossenschaftsbanken, die ja bekannterweise den "Genossen" gehören oder Sparkassen, die ja bekannterweise den Bürgern gehören. Alle haben nach den Maastricht-Verträgen alles sofort gemeinsam erledigt: Ihre vorher tariflichen Vorstandsbezüge den übertariflichen der freien Bankwirtschaft angeglichen. Die entsprechenden Eigentümergremien und Verwaltungsräte mußten seinerzeit (ca. 1985) bis zum 2 1/2 fachen der vorherigen (höherer Beamtendienst) Bezüge akzeptieren, sonst wären ihnen die Vorstände davon gelaufen.
Wer diese Zuwächse in Relation zu den seitherigen Einsparversuchen, wie Rückzug aus der Fläche oder jetzt hier, Einschränkung im Service, setzt, dem fällt auf, daß ´diese Institute offenbar nicht mehr den Eigentümern dienen, sondern nur noch sich selbst, vor allem aber ihren Vorständen und Vorstandsvertreter, sowie den auch zu finanzierten Ruheständlern.
Die nunmehr den Aufsichtsgremien jährlich abgerungenen Einsparungen sind bilanztechnisch gut begründbar, weil personelle Mehrausgabe auch obigem "Sündenfall" dies heute so fordern.
Gleichzeitig vernichten diese heute im Honorarbereich der Freien Banken bezahlten Provinzvorstände somit aber ihr vorheriges Alleinstellungsmerkmal den Eigentümern zu dienen. Denn die Eigentümer haben sicher andere Vorstellungen aus ihrem Eigentum heraus.
Hinzu kommt, daß die Bezüge ihrer leitenden Angestellten, die größtenteils keine höheren Anteile am Eigenkapital besitzen, als die Bürger, bzw. Genossen, sich zu einem "Faß ohne Boden" entwickeln wird, weil die Ruhestandsbezügler auch mit einem langen Leben gesegnet sein werden. Die Aufsichtsgremien gehen aber jeder Diskussion über diese eigentlichen Ursachen des Niederganges aus dem Wege, da alles nichtöffentlich behandelt wird und eine hohen Tabuanspruch hat. Weiterhin, so steht zu vermuten, bekommen sie doch Vorzugskonditionen bei Krediten und müssen bei "Widerborstigkeit" schon mal mit einem Echo bei Kreditlinien und Zinsen rechnen.
Es gäbe also viel zu tun, im Aufsichtsbereich über Genossenschaften und Sparkassen und eigentlich wären hier die Eigentümer der Souverän ...

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lizenz 10.01.2017, 11:02
12. Vielleicht ...

... sollte man Banken überhaupt kein Geld mehr geben.

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Circular 10.01.2017, 11:03
13. Scheidemünzen sind nur ein Hilfsmittel

Zitat von gag67
Ich bezweifele, dass dies rechtens ist. Meiner Meinung nach sind auch private Banken zur Annahme von Münzen verpflichtet.
im Zahlungsverkehr wenn es um Bruchteile der Euro-Scheine geht.

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brandy11 10.01.2017, 11:03
14. Einfach die Bank wechseln!

Also ich gehe seit geraumer Zeit so vor, wenn ein Unternehmen, wo ich Kunde bin irgendwas macht, dass mir nicht gefällt, kündige bzw. wechsle ich! Basta! Paradebeispiel Postbank... Gebühren? nö, danke! Weg!

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ulrich_loose 10.01.2017, 11:04
15. Richtig ausgedrückt

verweigert eine Bank also die Annahme des einzig gültigen Zahlungsmittels in Deutschland - dem Euro.

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lollicruncher 10.01.2017, 11:05
16. Damit fällt ...

die Sparda-Bank für die Einrichtung zweier Konten für meine Kinder weg. Im Bekanntenkreis werden eben diese Münzen gesammelt und die Kinder können es dann zur Bank bringen. Schön, wenn dem "Kunden von morgen" dann gesagt wird: "nehmen wir nicht!". So lernt man den Umgang mit Geld dann auf eine andere Art und Weise kennen. Absoluter Fail.

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loncaros 10.01.2017, 11:07
17.

Zitat von Chefredakteur
Wenn Geld (hmmm Euro) nicht mehr Wert ist, dann beginnt es beim kleinen Münzen und dann die Scheinen, aber ich verstehe nicht warum sie die Münzen nicht annehmen, das Metall ist doch mehr Wert als Papier!
Es ist aber verboten, die Münzen einzuschmelzen, da Eigentümer nicht gleich dem Besitzer ist.

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santoku03 10.01.2017, 11:08
18.

Zitat von gag67
Ich bezweifele, dass dies rechtens ist. Meiner Meinung nach sind auch private Banken zur Annahme von Münzen verpflichtet.
"Als gesetzliches Zahlungsmittel bezeichnet man das Zahlungsmittel, das niemand zur Erfüllung einer Geldforderung ablehnen kann, ohne rechtliche Nachteile zu erleiden. Im Euroraum ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel; nur die Zentralbanken des Eurosystems dürfen es in Umlauf bringen. In Deutschland sind auf Euro lautende **Banknoten** das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel."
Quelle: Bundesbank

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Kopf-Tisch 10.01.2017, 11:08
19. Bankzulassung

Eine Bank, die gültige Währung des Landes nicht annimmt, ist keine Bank - die Zulassung sollte entzogen werden.
Geld ist nur so viel wert, wie der Glaube, den man daran hat.

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