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Hans-Werner Sinn über Einwanderer: "Ich vermute per Saldo immer noch einen großen Gew
REUTERS

"Wie die Einwanderung nach Deutschland derzeit läuft, läuft sie falsch und ist ein großes Verlustgeschäft". So beginnt ein Aufsatz von Hans-Werner Sinn in der FAZ. Doch im Interview mit SPIEGEL ONLINE stellt der Ökonom klar: Zuwanderer bringen dem Land mehr als sie kosten.

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serafino 03.01.2015, 22:43
20.

Das Interessante ist, dass nirgendwo die Kosten eines deutschen Ureinwohners und die eines Ausländers gegenübergestellt werden. Aus fiskalischer Sicht müsste das im Saldo auch für Deutsche negativ sein. Von daher scheint die ganze Betrachtung ziemlicher Unsinn zu sein.

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deglaboy 03.01.2015, 22:46
21. Es darf nicht sein...

dass eine schlecht gemanagte Integrationspolitik den Steuerzahler Geld kostet. Warum ist es in Deutschland in vielen Bereichen nicht möglich anhand von Fakten zu diskutieren, sondern müssen immer Ideologien gerechtfertigt werden. Wer in Deutschland was arbeiten will und zum Sozialprodukt beitragen, braucht ein gewisses Bildungsniveau. Wenn wir aber massenhaft Immigranten hereinlassen, oft illegal, die dieses Niveau nicht haben dann ist das ein Verlustgeschäft. Das kümmert aber unsere meist beamteten Gutmenschen nicht, die zahlen ja die Zeche nicht und können sich jeden Tag selbst die Meriten an die Brust heften, wieder verdammt gut gewesen zu sein, mit dem Geld der anderen, die sie nicht gefragt haben. Und draußen in der Welt spricht es sich rum, dass man in Deutschland gut leben kann ohne zu arbeiten. Die Schleussermafia tut ein übriges, um das so darzustellen. Ein Fass ohne Boden. Sollen wir alle armen Leute von Afrika, Asien, Südamerika, Südosteuropa, Osteuropa unterschiedslos bei uns aufnehmen? Wer entscheidet wer rein darf, wer nicht? Das Volk zuletzt jedenfalls.

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DerAraber 03.01.2015, 22:56
22. Unheilvolle Allianz aus Linken und Großindustrie- und - kapital beim Thema Zuwanderung

Wir haben in der Frage der Zuwanderung mit einer unheilvolen, inoffiziellen "Allianz" aus kulturellen Linken sowie Großkapital u. Großindustrie zu tun, die beide – aus verschiedenen Motivationen – für offene Grenzen und weitere Zuwanderung eintreten.

* Das Großkapital und -industrie (und dessen neoliberalen Interessenvertreter und PR-Organisationen wie u. A. die Bertelsmann-Stiftung) wollen Zuwanderung aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen – erstens weil Zuwanderung ein Arbeitskräfteüberangebot generiert, das die Position der Arbeitnehmer schwächt und Lohnsenkungen durchsetzungsfähiger macht, und zweitens weil sie die Gesellschaft heterogenisiert und damit weniger solidarisch macht.
Und genau um diese gewünschte Zuwanderung zu rechtfertigen setzen sie These vom Fachkräftemangel in die Welt.


* Die Linken wollen Zuwanderung aus politischen/ideologischen Gründen wie etwa einem antieuropäischen Rassismus oder dem machtpolitischen Motiv, möglichst viele zukünftige, neue Wähler ins Land zu holen.

Zu welchen Gruppen der SPIEGEL und SPIEGEL-ONLINE gehören lässt sich schwer feststellen, im Zweifel gehören sie mehr oder weniger zu beiden.

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maxbeck54 03.01.2015, 22:57
23. Dieser Sinn

ist eine Inkompetenz in Person. Werder hat er mit seinem von der Wirtschaft gesponsertem Institut die Crashs der Vergangenheit gesehen, noch vernünftige Lösungen der Krise vorgeschlagen. Er ist reiner Populist, der nur mediale Aufmerksamkeit braucht. Er, mit seiner Inkompetenz, kostet uns Steuerzahler mehr als er bringt. Und die Verlusste gehen in die Millionenhöhe, die von keinem Ausländer erreicht wird.

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Zuschauer 03.01.2015, 22:57
24. Wohin geht die Reise?

Ein neutraler Beobachter kann leicht erkennen, wie emotional die Diskussionen über Ausländer in Deutschland getragen, ja bestimmt werden. Gerade in einer Ökonomie mit überalterter Bevölkerung gehen die Ü40 gegen die jenigen auf die Strasse, die Ihre Rente in 10 und 20 Jahren zahlen sollten. Einfach Irrwitzig! Ich habe meine Jugend in Deutschland verbracht, ein Ingenieurstudium absolviert und mich erfolgreich integriert. Ich wäre gerne viele weitere Jahre in Deutschland geblieben, aber irgendwann waren all diese Diskussionen einfach nervig und belastend. Ich habe nun mein persönliches Glück und meinen Fähigkeiten entsprechenden gesellschaftlichen Status ausserhalb Deutschland gefunden. Ich kenne auch viele ähnliche Fälle von in DE gut ausgebildeten, eigentlich als die ideal gesehenen, Imigranten, die sich unwillkommen fühlen und dem Land den Rücken kehren. Während dies die Tendenz ist, glaubt ein Herr Sinn wirklich, dass es den Massen der Eliten dieser globalisierten Welt nach Deutschland zieht. Wie soll aber der Industriestandort zukunftsfähig und weiterhin produzierend bleiben, wenn diese Massen aussen bleiben? Wie sollen die Hersteller im Land langfristig bleiben, wenn die Arbeitskräfte fehlen? Wie gross ist der Ausmass der steuerlichen Verluste dann? Wenn die Renten der heutigen Ü40 dann nicht mehr für ein anständiges Leben ausreichen, sind die irrwitzig überzogenen Ängste über Identitätsverlust die letzten Sorgen von morgen.

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lodrik.b 04.01.2015, 23:06
25.

Zitat von thinkrice
Natürlich liest man lediglich Artikel, die der eigenen Meinung entsprechen. Ich verstehe Sie. Es wäre ja auch schrecklich wenn man das eigene Weltbild revidieren müsste... Mit Ihrem letzten Satz haben Sie sich vollkommen demaskiert. Fakten interessieren Sie anscheinend nicht. Und Menschen, welche mehr an Fakten, als an Ideologien und unbestimmten Gefühlen, interessiert sind, muss man natürlich als Brandstifter bekämpfen. Sie sind mir wahrlich ein aufgeklärter Demokrat, das Fundament unseres Rechtsstaates und ein Verteidiger der Meinungsfreiheit. Wir brauchen mehr Menschen wie Sie für eine erfolgreiche Demokratie.
Danke, volle Zustimmung.

Auch #8 kann ich nur Recht geben. Dieses hysterische niederschrei(b)hen von Leuten die an einer differenzierten sachlichen Debatte interessiert sind, könnte wirklich langsam mal aufhören. Dann können wir auch anfangen nach einer Lösung für die Probleme zu suchen

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Klein-Charles 04.01.2015, 23:10
26. BRD ist kein geeignetes Einwanderungsland

Ich weiss nur Einiges aus eigener Erfahrung als Integrationswissenschaftler in einem Westdeutschen Bundesland vor dem Mauerfall: weder die mehrheitlich tuerkische Gemeinde noch die Aufnahmegesellschaft wollte auch nur einen Finger heben, um Jugendliche in Schule, Lehre und andere Ausbildungsgaenge zu integrieren. Also Schuld und Versagen auf beiden Seiten.
Ausserdem waren die Grauen Woelfe und PKK in den Grossbetrieben aktiv. Ich floh nach Muenchen, da ich diesen Job fuer gefaehrlich hielt. Keine 18 Monate spaeter nach Australien. 18 Jahre spaeter in Muenchen 4 Jahre als Dozent an Wirtschafts-akademien gearbeitet. 90% der Teilnehmer wurden von Arbeitsamt gefoerdert. Im IT Bereich kostete eine 2-jaehrige Ausbildung 100,000 EURO ohne Lebensunterhalt. Ich bewarb mich auf 100 Stellen im Festanstellungsbereich mit 2 akademischen Titeln weil ich voll prekaer selbstaendig arbeitete. Kein einziges Vorstellungsgspraech 2001/2002.
Ich wieder nach Australien zurueck, da es hier noch einen durchlaessige System gibt als Einwanderungs-land, nicht perfekt ABER sozial.

Das gesamte System BRD ist zu 95% nicht auf Dauereinwanderung eingestellt. Die Poltik hat 30-40 Jahr einfach nur geschlafen. Und dann wird der Finger auf die Einwanderer und die oft bedauernwerten Fluechtlinge gerichtet. Die politische Elite ist als Dauerbrenner so unfaehig, dass nur noch ein erschreckendes Bild von unserem Heimatland zu sehen ist. Meine eigene Meinung ist: wir brauchen keine Einwanderung, um Rentren zu sichern. BRD ist von der dichten Bevoelkerung und Mangel an Rohstoffen her ueberhaupt kein geeignetes Einwanderungsland. 10% Anteil kann es verkraften, dann wird es echt ein Hauen und Stechen.

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jaund2003 04.01.2015, 23:11
27. Ein Einwanderer..

..der vielleicht nach jahrelanger Mindestlohnarbeit schließlich in seine Heimat zurückkehrt und einen gebrauchten Benz mitnimmt, also exportiert, hat der deutschen Wirtschaft mehr gebracht, als der gesamte Schwachsinn, den Hr.Sinn bisher fuer teures Geld produziert hat.
Was hat denn Hr. Sinn und sein Institut bisher je produktives und der Volkswirtschaft nuetzliches hervorgebracht??
ich finde hier sollte mal der Bund fuer Steuerzahler ansetzen und analysieren, wieviel Steuergeld vergeudet wird

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Meinung1707 04.01.2015, 23:14
28. Aufgrund welcher Kriterien entscheidet der Souverän

das Volk, ob eine bestimmte Zuwanderungsart/qualität
erstrebenswert oder abzulehnen ist????

Schauen wir doch erstmal, was ein Philosoph unsere Volkes - Immanuel Kant - überhaupt zu den möglichen Kriterienarten sagt:

"Verstehen heißt urteilen.
Urteilen geschieht durch Begriffe, Verbindungen von Begriffen zu einem höheren Begriff, d.h. Vermittlungen zur Einheit.
Begriffe sind Vorstellungen, die sich auf Gegenständliches beziehen.

Man finde die Verstandesbegriffe, wenn man die verschiedenen Arten des Urteilens darstelle. Kant erstellt eine Tafel mit 12 Urteilsarten:

Quantität (allgemeine, besondere, einzelne)
Qualität (bejahende, verneinende, unendliche)
Relation (kategorische, hypothetische, disjunktive)
Modalität (problematische, assertorische, apodiktische Urteile)."

Wenn nun der Souverän, das Volk, an irgendeiner Stelle sich entscheidet, nicht ökonomische Kriterien an erster Stelle für die Entscheidung heranzuziehen (Urteilen via Modalität [sondern die Einwanderung z. Bsp. nach kulturellen und sprachlichen Kriterien zu bestimmen] also einem anderen Modus den Vorrang zu geben, dann ist das nicht perse rechtsradikal. Es kommt dann auf die Art und Weise an, inwiefern das Volk seine Identität begreift und den Anderen/die andere religiöse/sprachliche Kultur in der Distanz respektiert und achtet. Eine rein ökonomische Beurteilung würde in einer Art von Spieltheorie münden, in der man seine Urteil nach den zufällig antizipierten ökonom. Vorteilen fällt.

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lodrik.b 04.01.2015, 23:17
29.

Zitat von Walther Kempinski
Ist es aber nicht auch so, dass sogar die Deutschen (sofern der Bundeshaushalt nicht mal positiv ausfällt) ein Minusgeschäft darstellen? So lange der Staat mehr Geld ausgibt, als er einnimmt, eben so lange wird jeder Bürger eine Kostenstelle bilden, die mehr verbraucht als sie einzahlt. Und was ist eigentlich mit der Stadt Stuttgart? Dort leben mit einem Anteil von 23,1% mitunter am meisten Ausländer in deutschen Städten. Die Arbeitslosenquote beträgt allerdings nur 6,3% Zum Vergleich: In Dresden leben gerade mal 4,7% Ausländer. Die Arbeitslosenquote dort beträgt 8,1%. Tragen die vielen Ausländer in Stuttgart dazu bei, dass die Arbeitslosenquote sinkt? Jedenfalls scheint es viel zu einfach zu sein vom Ausländeranteil auf irgendwelche Faktoren zu schließen. Schlussendlich liegt Stuttgart mit seinem hohen Ausländeranteil nicht mal in der Statistik der 16 Städte mit der höchsten Kriminalitätsrate. Dresden befindet sich hier auf Platz 14. Sind die vielen Deutschen in Dresden also krimineller als die vielen Ausländer in Stuttgart? Die Zahlen sind schon spannend. Ich denke, dass Integration auch durch Klugheit und Fleiß bewerkstelligt werden kann...so wie eben im schwäbischen Stuttgart. Die Zahlen sind beeindruckend und für die gelungene Integration von sehr vielen Menschen ein Leuchtturm.
Das ganze sind halt Rechnungen der Statistik, also, wenn man ehrlich ist, für direkte Vergleiche nicht zu gebrauchen, sondern eigentlich nur um zeitliche Entwicklungen zu offenbaren.
Nach der Lektüre der letzen Artikel zu dem Thema würde ich sagen, dass Sinn weniger für das Thema an sich argumentiert, sondern mehr gegen das ungenaue, unvollständige oder falsche Zitieren von SPON (einfach mal genannte Studie und Sinns Berechnungen mit den veröffentlichten Artikeln vergleichen).

Ich stimme Ihnen aber zu, vom Ausländeranteil auf nur irgend etwas zu schließen ist eigentlich immer unsinnig.

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