Forum: Wirtschaft
Harter Brexit: Auch Autobauer Ford könnte britische Standorte schließen
Carl Court / Getty Images

Die britische Autoindustrie hat Angst vor einem harten Brexit. Die Produktion vor Ort sinkt, die Opel-Schwestermarke Vauxhall droht mit Wegzug. Nun hat sich auch ein hochrangiger Ford-Manager geäußert.

Seite 7 von 9
truth hits 01.08.2019, 17:07
60. Pardon...

Zitat von Redigel
Sie sollten an ihrer lesekompetenz arbeiten, bevor sie schreiben. Ganz ehrlich ich wollte das Mike Hollaender aus der Nase ziehen, damit er dahingehend mal recherchiert.
Sie haben vollkommen recht. Ich sollte konzentrierter sein. Ich mutmaßte eine Replik von ihm auf meine vorherige Antwort an ihn. Sorry. Ich denke aber auch, dass unser beider Bemühungen im Sande verlaufen...!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kumi-ori 01.08.2019, 17:18
61. Wie wahr!

Zitat von the lucky one
Irgendwie kommen mir diese ganzen Drohungen bekannt vor. Hatten wir das nicht erst vor ein paar Monaten zum letzten Brexit-Termin? Mit Drohungen ist es wie mit vielem im Leben: bei Wiederholung verliert es seinen Reiz...
Auch EU- Austrittstermine verlieren durch ständige Wiederholung ihren Reiz. Ich hoffe, Großbritannien macht am 31.10. endlich Nägel mit Köpfen und springt. Case closed.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Grummelchen321 01.08.2019, 17:20
62. Es dürfte

interessant sein welche Werke nach dem Brexit noch Bestand haben werden.Kaum ein Hersteller ist noch in wirklich eigenständiger englische Hand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Produktionsstandorten_in_der_Automobilin dustrie

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kumi-ori 01.08.2019, 17:21
63. Warum?

Zitat von nach-mir-die-springflut
Irgendwelche Autos werden die Briten schon fahren müssen.
Fahrrad geht auch und ist viel gesünder

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 01.08.2019, 17:27
64. Ford will wegziehen?

Tja, dann ist halt Ford fort.
Nichts Neues von der Insel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Grummelchen321 01.08.2019, 17:30
65. Jaguar Land Rover ist fest in der Hand von Tata

Wenn die sämtliche werke nach Indien verlagern sieht es düster aus.Selbst nissan bereitet sich vor der X trail werden schon im Herkunftsland gefertigt statt auf der Insel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spdf 01.08.2019, 17:31
66. re

Zitat von cobaea
So wachsweich wie der Ford-Manager das formuliert hat, würde er das vermutlich in jedem Land sagen. Die Unternehmen richten sich immer und überall danach, was für sie am Gewinn versprechendsten ist: Bietet das UK genügend Steuernachlass, um die durch Zölle höheren Preise für Autoteile auszugleichen, bleibt Ford wo es ist. Wenn nicht, wird die Firma ausrechnen, was billiger ist: Integration der UK-Fertigung in die Ford-Werke in Indien oder Südafrika (wo auch rechtsgelenkte produziert werden) - mit Abbau und/oder Verlagerung des Werks aus dem UK - oder Verbleib im UK.
Die Frage ist, wie hoch die Steuererleichterung ausfallen kann. Wenn 80 Prozent der produzierten Autos in die EU gehen, dann müsste die Steuererleichterung schon sehr hoch ausfallen. Die Marine müsste dann ihre Flotte ordentlich verkleinern und neue Kernwaffen gäbe es dann auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
b1964 01.08.2019, 18:16
67. Es geht nicht um Eigentum, sondern um Herstellungsort

Zitat von Sissy.Voss
Entschuldigung, aber das sind doch deutsche Automarken, jedenfalls Rolls Royce und Bentley. Bei McLaren steckt viel Daimler drin; und bei Ashton Martin die Amerikaner mit Ford, oder?
Die britische Automobilindustrie steht nahezu komplett im Eigentum ausländischer (auch deutscher) Firmen. Darum geht es aber nicht, sondern um die Frage, ob auch in UK (in Zukunft) produziert wird (Arbeitsplätze, Gewerbe- und Unternehmenssteuern). Und da bleiben im Luxussegment natürlich Fahrzeuge bzw. Marken, bei denen es auf "Made in England" entscheidend ankommt (RollsRoyce, Bentley, Aston Martin und McLaren), sicher auch in Zukunft den Engländern erhalten. Dort ist das britische Image wichtiger als Preis und Fortschrittlichkeit.
Schon für die die Premium-Marke Jaguar-Landrover dürfte es aber nicht mehr entscheidend darauf ankommen, dass die Fahrzeuge auch in UK produziert werden. Der indische Eigentümer Tata hat meines Wissens nach wegen des Brexit bereits Produktionsstätten in Tschechien gesichert. Und werden nicht ohnehin schon einzelne Landrover/Rangerover bzw. Jaguar SUV nicht mehr in England gebaut? Auch der mit dem britischen Image spielende Mini (Eigentümer BMW) wird bereits heute jedenfalls teilweise auch außerhalb Englands gebaut, ohne dass es dem Image abträglich war.
Es gehört zur Kunst des Marketings, die Illussion eines imagefördernden Herkunftslandes aufrechtzuerhalten, obwohl das Fahrzeug woanders gebaut wird. Das ist z.B. VW gut gelungen. VW ist deutsch, egal wo er gebaut wird. Schon Mercedes tut sich da schwerer, denn die USA-Modelle werden beim Kunden nicht mehr als vollständig deutsch wahrgenommen. Auch Porsche hatte bereits erlebt, dass es beim Kunden nicht gut ankommt, wenn man im Ausland (Finnland) produziert. Es war anfangs sogar schwierig, in Leipzig gebaute Porsche als echte Porsche zu vermitteln. Heute macht man im Wesentlichen eine Zwischenlösung, indem man Teile (z.B. Rohkarrosse in Ungarn, Pressburg) auswärts produziert, die Endmontage aber in Leipzig durchführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k70-ingo 01.08.2019, 18:50
68.

Zitat von pearlfisher
Jede Wette: Wenn die Insel so richtig am Boden liegt, hat sich Alexander "Boris" Johnson mit seinem Haufen Glücksritter längst aus dem Staub gemacht und versäuft seine Spekulationsmilliönchen auf den Bermudas. Und Europa hat ein neues Billig-Urlaubsziel...
BoJos Brexitbuddy Rees-Mogg hat seine -größtenteils ererbten- Millionen bereits kurz nach dem Referendum nach Dublin, also in die EU umgeschaufelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ramuz 01.08.2019, 18:54
69. Ist Ihnen der Widerspruch aufgefallen,...

Zitat von b1964
Die britische Automobilindustrie steht nahezu komplett im Eigentum ausländischer (auch deutscher) Firmen. Darum geht es aber nicht, sondern um die Frage, ob auch in UK (in Zukunft) produziert wird (Arbeitsplätze, Gewerbe- und Unternehmenssteuern). Und da bleiben im Luxussegment natürlich Fahrzeuge bzw. Marken, bei denen es auf "Made in England" entscheidend ankommt (RollsRoyce, Bentley, Aston Martin und McLaren), sicher auch in Zukunft den Engländern erhalten. Dort ist das britische Image wichtiger als Preis und Fortschrittlichkeit. Schon für die die Premium-Marke Jaguar-Landrover dürfte es aber nicht mehr entscheidend darauf ankommen, dass die Fahrzeuge auch in UK produziert werden. Der indische Eigentümer Tata hat meines Wissens nach wegen des Brexit bereits Produktionsstätten in Tschechien gesichert. Und werden nicht ohnehin schon einzelne Landrover/Rangerover bzw. Jaguar SUV nicht mehr in England gebaut? Auch der mit dem britischen Image spielende Mini (Eigentümer BMW) wird bereits heute jedenfalls teilweise auch außerhalb Englands gebaut, ohne dass es dem Image abträglich war. Es gehört zur Kunst des Marketings, die Illussion eines imagefördernden Herkunftslandes aufrechtzuerhalten, obwohl das Fahrzeug woanders gebaut wird. Das ist z.B. VW gut gelungen. VW ist deutsch, egal wo er gebaut wird. Schon Mercedes tut sich da schwerer, denn die USA-Modelle werden beim Kunden nicht mehr als vollständig deutsch wahrgenommen. Auch Porsche hatte bereits erlebt, dass es beim Kunden nicht gut ankommt, wenn man im Ausland (Finnland) produziert. Es war anfangs sogar schwierig, in Leipzig gebaute Porsche als echte Porsche zu vermitteln. Heute macht man im Wesentlichen eine Zwischenlösung, indem man Teile (z.B. Rohkarrosse in Ungarn, Pressburg) auswärts produziert, die Endmontage aber in Leipzig durchführt.
.. den Sie in Ihrer eigenen Argumentation haben?
"Und da bleiben im Luxussegment natürlich Fahrzeuge bzw. Marken, bei denen es auf "Made in England" entscheidend ankommt (RollsRoyce, Bentley, Aston Martin und McLaren), sicher auch in Zukunft den Engländern erhalten. "
These also: die bleiben im UK ?

"Auch der mit dem britischen Image spielende Mini (Eigentümer BMW) wird bereits heute jedenfalls teilweise auch außerhalb Englands gebaut, ohne dass es dem Image abträglich war.
Es gehört zur Kunst des Marketings, die Illussion eines imagefördernden Herkunftslandes aufrechtzuerhalten, obwohl das Fahrzeug woanders gebaut wird."
Antithese also: die bleiben im nicht im UK ?

Synthese dann:
Warum sollten dann "RollsRoyce, Bentley, Aston Martin und McLaren [..] , sicher auch in Zukunft den Engländern erhalten" bleiben?

RR, Bentley, AM und MCL haben so viele Komponenten aus der EU, dass man da sehr imagefördernd die Marke im UK lassen kann - sonst nichts, und die Produktion gewinnbringend einfach woanders hin verlegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 9