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Harter Brexit oder neues Referendum: May-Niederlage spaltet Topökonomen in zwei Lager
AFP

Nach der Abstimmung im Unterhaus geht die Brexit-Hängepartei weiter. Wirtschaftsexperten sind sich uneins, ob der harte Brexit nun unausweichlich ist - oder die Chancen für ein zweites Referendum steigen.

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weroc 16.01.2019, 13:03
1. Brexit jetzt

Es kam von der Insel kein einziger sinnvoller Vorschlag seit Beginn dieses Bullshits.
Selbst die meisten Briten merken, dass sie nach einem Brexit schlechter dastehen als zuvor.
Aber anstatt ehrlich zu sich selbst zu sein und ein neues Referendum abzuhalten (was eigentlich auch ein Affront für eine Demokratie wäre) wurden die Verhandlungen immer weiter getrieben.
Also liebe Briten: geht endlich!
Ihr wolltet gehen, dann tut dies auch. Bewahrt Euch doch den letzten Rest an Würde und zieht das durch was von Anfang an das Abstimmungsergebnis war.

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Tostan 16.01.2019, 13:22
2.

"Die EU solle mit ihrem "politischen Dogma" der vier Freiheiten - beim Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen - brechen und in den Verhandlungen Großbritannien etwa zugestehen, die Personenfreizügigkeit einzuschränken, fordert Felbermayr."

Das ist doch Blödsinn. Das sind Grundsätze der EU. Und die Personenfreizügigkeit einzuschränken bei beibehlatung der anderen Freiheiten verstärkt im Bürger nur das Gefühl, dass das eine Union der Banken und Großunternehmen ist. Was wiederum zu stärkeren sezessionistischen Strömungen führt. Würde also meiner Meinung nach die Erosion der EU beschleunigen. Vor allem wenn es ein leuchtendes Beispiel gibt - die Briten die sich beim Austritt die Rosinen raus gepickt haben. Keine Rosinen für die Briten, auch wenn ein harter Bexit auch der EU weh tut, er war von den Brexit-Hardlinern von Anfang an gewollt, sollen sie die Suppe nun löffeln.

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noname2250 16.01.2019, 13:28
3. Wirtschaftsexperten?

Wieso bitte befragt man Wirtschaftsexperten zu den wahrscheinlichen Ergebnissen eines hoch POLITISCHEN Problems? EU-Experten oder Experten für britische Politik wären angemessen - obwohl selbst die wohl keine genauere Antwort geben könnten. Wenn man was über die wirtschaftlichen Konsequenzen der möglichen Szenarien wissen will, dann kann man die befragen, aber zu der Frage ob ein harter Brexit nun wahrscheinlicher geworden ist, wissen die nicht mehr als die Wahrsagerin um die Ecke. Die bekommen ja noch nicht mal akkurate Prognosen für ihr eigenes Themenfeld auf die Reihe und sind dann immer völlig überrascht, wenn die Wirtschaft wider Erwarten wächst oder schrumpft.

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zac.m 16.01.2019, 13:36
5. Keine weitere Rosinenpickerei!

Regeln wurden aufgestellt, alle anderen müssen sich daran halten. Ansonsten Norwegen-Modell. Hier wieder eine Sonderlocke für GB zu veranstalten, weil manche Politiker in der EU und in GB sich nicht an Regeln halten wollen, ist nicht annehmbar. Das würde alle anderen Staaten in der EU verleiten, auch für sich Sonderlocken zu fordern. Denn die gemeinsam vereinbarten Regeln müssen offensichtlich nicht für alle gemeinsam gelten. Was kommt nach den 3 Monaten? Nochmal 3 Monate? Oder 6 Monate? Dann kann man den Austrittspassus gleich ganz streichen und rein schreiben, der Austritt gilt zu dem Zeitpunkt, den beide Parteien für einen Austrittsvertrag benötigen. 1 Jahr oder 20 Jahre, wer weiß das schon.

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weltverbesserer75 16.01.2019, 13:38
6. Fragt die jungen Menschen...

Die ganze Thematik ist viel zu bedeutsam, als dass man nun irgendeine Scheinlösung in den wenigen verbleibenden Tagen durchdrücken sollte. Es geht hier um die Leben mehrerer Generationen von Menschen. Verglichen damit wirken kurzfristige ökonomische Fragen ziemlich unbedeutend. Man sollte die Leute befragen, deren Leben langfristig von der Entscheidung, die EU zu verlassen, geprägt sein werden. Männer, die heute in ihren 40ern oder 50ern sind, einen sicheren Job und Ersparnisse haben, sollten sich bei diesem Thema am besten komplett heraushalten! Es betrifft sie nämlich nicht annähernd so wie die Generation nach ihnen. Die Menschen, die die Zukunft sein werden, sollten über sie bestimmen. Und der Rest sollte sich einfach zurücknehmen und die jungen Leute machen lassen. Ich weiß jedoch, dass dies gerade älteren Männern (40 Jahre und mehr) sehr schwer fällt.

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nixproblem 16.01.2019, 13:39
7. Was für Experten?

Wie es mit dem Brexit weitergeht, ist eine politische Frage. Diese können allenfalls Politiker bzw. Politikexperten halbwegs seriös beantworten. Die im Artikel genannten "Wirtschaftsexperten" sind dazu nicht in der Lage, was sich bereits darin zeigt, dass von Ihnen diametrale Aussagen verkündet werden. Wie nicht anders zu erwarten, handelt es sich dabei vor allem um Volkswirte, deren wissenschaftliche Leistung normalerweise darin gipfelt, zu erklären, warum ihre Prognosen unzutreffend waren.

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mustermann76 16.01.2019, 13:39
8. Topökonomen oder lobbyisten?

Das was hier im Artikel als topökonomen bezeichnet wird sind zu erheblichem teil doch eher verbandsvertreter und lobbyisten. Dass deren Aussagen vor allem die eigenen Interessen im Blick haben und vor allem Panik verbreiten sollen, dürfte klar sein. Die Aussagen von felbermeyer sind absurd. In dem Fall wären die Schweiz und Norwegen auch europäische Kolonien was man so wohl sicher nicht stehen lassen kann. Mein eindruck ist dass einige dieser "top"ökonomen eher kurzfristige interessen des kapitals im blick haben als die langfristige strategische posirion der eu. Die eu ist gut beraten sich auf ihre Prinzipien zu berufen und hart zu bleiben.

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archi47 16.01.2019, 13:39
9. ich befürchte

ein harter Brexit ist notwendig, damit der Legendenbildung vorgebeugt wird, die EU und Deutschland wären an den Zuständen in GB schuld.
Nur aus eigener Erfahrung wird man klug. Das scheint vor allem für GB, seine Politiker, Medien und Wähler zuzutreffen.
Ich fürchte, wir können aus Katharsisgründen den Briten diese Erfahrung nicht ersparen, sonst schätzen sie das Gemeinschaftsprojekt EU weiterhin gering ...

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