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Hartz-IV-Aufstocker: Reguläre Jobs reichen immer seltener zum Leben
DPA

Vor allem Singles sind betroffen: Ein Bruttoverdienst von mehr als 800 Euro im Monat reicht immer seltener zum Leben. Die Zahl der sogenannten Aufstocker, die trotz solcher regulären Jobs Hartz IV in Anspruch nehmen müssen, steigt neuen Daten zufolge kontinuierlich an.

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Cassiopeia 08.05.2013, 07:46
1. Euro hat Reallöhne gedrückt!

Zitat von sysop
Vor allem Singles sind betroffen: Ein Bruttoverdienst von mehr als 800 Euro im Monat reicht immer seltener zum Leben. Die Zahl der sogenannten Aufstocker, die trotz solcher regulären Jobs Hartz IV in Anspruch nehmen müssen, steigt neuen Daten zufolge kontinuierlich an.
Ohne das Euro-Projekt würden auch Geringverdiener viel besser darstehen. Der durchschnittliche deutsche arbeitnehmer hätte heute real 15 bis 20 Prozent mehr in der Tasche, hätte es das Euro-Experiment nie gegeben
Das ganze Geld, das durch die Zinskonvergenz im Eurogebiet ab ca. 2000 nach Südeuropa abfloss und dort Blasen hervorrief, wäre weiterhin in Deutschland investiert worden. Wir hätten mehr Wachstum und nie die Massenarbeitslosigkeit gehabt wie von 2003 bis 2007. außerdem wäre unsere Binnenwirtschaft stärker und nicht so exportlastig. Der euro hat eine vollkommen ungesunde Entwicklung gebracht.

Hier kann man es genau nachlesen:
Matthias Elbers - Beiträge

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brainyboy 08.05.2013, 07:47
2. und was ist mit

denen die nur 1100 bekommen? das sind Jene die sich Heutzutage GLÜCKLICH schätzen können denn viele Jobs geben nicht mehr her!

und dann sowas als ausgelernter Technischer Assistent Informatik oder IT - System Elektroniker oder Fachinformatiker und das nennt man dann Fachkräftemangel :)

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bee2 08.05.2013, 07:47
3. Geschäftsmodelle nicht marktfähig? - weg damit

Unternehmen, die nur überleben können, wenn sie ihren Mitarbeitern den Sozialhilfesatz bezahlen oder weniger, haben kein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell. Wir - und besoders eine Partei die den Namen FDP trägt - sollten mehr marktwirtschaftlichen Wandel akzeptieren und solche Unternehmen nicht durch staatliche Lohnaufstockung subventionieren.
-- Wo der marktwirtschaftliche Wettbewerb nicht mehr funktioniert müssen die benachteiligten Teilnehmer durch Regeln geschützt werden. Dass man von einer 40 Stunden-Arbeits-Woche deutlich über dem Sozialhilfesatz leben können muss, sollte dabei ein allgemeingültiger Maßstab wie ausreichende Rechtfertigung sein - für einen Mindestlohn, der zum Leben reicht. Was sollen wir mit Unternehmen, die den nicht zahlen können?

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huw00 08.05.2013, 07:48
4. optional

Naja, inzwischen wendet sich ja sogar die FDP dem Mindestlohn zu, das Problem sollte also lösbar sein...

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sponnerd 08.05.2013, 07:48
5. ...

Zitat von sysop
Vor allem Singles sind betroffen: Ein Bruttoverdienst von mehr als 800 Euro im Monat reicht immer seltener zum Leben. Die Zahl der sogenannten Aufstocker, die trotz solcher regulären Jobs Hartz IV in Anspruch nehmen müssen, steigt neuen Daten zufolge kontinuierlich an.
Um zu diesem Ergebnis zu kommen bedarf es wissenschaftlicher Untersuchungen? Erbarmen!

Das 800,- Euro Brutto wohl kaum zum Leben reicht (und den Tod wohl auch nicht finanzieren kann), weiss wohl jeder, der in letzter Zeit mal einkaufen war oder schon mal was von Miete und Nebenkosten gehört hat. Wer 800,- Euro brutto im Monat verdient, wohnt er dann unter einer Brücke oder einer Garage? Anders wüsste ich zumindest nicht, wie ich ausser der Miete noch andere Ausgaben bestreiten sollte, wenn mir nicht mehr Geld zur Verfügung stehen würde.

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sonerduendar 08.05.2013, 07:48
6. McDonalds, Burger King und co.

Die in meiner Überschrift genannten Fast-Food Ketten sind meiner Meinung nach ein großer Teil dieser Problematik. Bei Vorstellungsgesprächen wurden mir, als Single, 7.00,- und 7.50,- Brutto angeboten. Abzüglich der Steuer blieben mit 5.80,- und 6.20,-. Und jetzt alle mal scharf nachdenken, reicht das zum Leben? Ja, vielleicht. Aber nur, wenn man sein Leben mit Arbeiten verbringt.

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DerAntiShitstorm 08.05.2013, 07:48
7. Reichtum und Überfluss

Da geht also das Geld hin, das Uli Hoeneß & Co in die Sozialkassen spülen (UH alleine soll ja schon Zigmillionen in die öffentlichen Kassen gewirtschaftet). Aber 323.000 Menschen, die wenig verdienen und vom Staat alimentiert werden sind de facto in einem Volk von 80 Millionen paradiesische Zustände - niemals wirst du die Bevölkerung zu einhundert Prozent mit einkömmlichen Jobs versorgen bzw. zur Annahme derselben zwingen können -, die 323.000 signalisieren gesamtgesellschaftlich Reichtum und Überfluss.

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RenegadeOtis 08.05.2013, 07:49
8.

Zitat von sysop
Vor allem Singles sind betroffen: Ein Bruttoverdienst von mehr als 800 Euro im Monat reicht immer seltener zum Leben. Die Zahl der sogenannten Aufstocker, die trotz solcher regulären Jobs Hartz IV in Anspruch nehmen müssen, steigt neuen Daten zufolge kontinuierlich an.
Dass die Grenze von 850 Euro (zurzeit) als Abgrenzung zu den Midi- und Minijobs mittlerweile sehr niedrig angesetzt ist, ist m.E. unzweifelhaft.
Die Frage die sich mir stellt ist: Wie viele der 400.000 Aufstocker mit Job > 800 haben einen tatsächlichen Vollzeitjob? Dass eine alleinerziehende Mutter mit Kleinkind nicht Vollzeit arbeitet und daher aufstocken muss ist m.E. selbsterklärend und auch die Pflicht eines Sozialstaates.

Wie verteilen sich die VZ-Aufstocker >800 branchentypisch? Sollte eine Branche explizit herausstechen, dann sind dort zwingend "Lohnuntergrenzen", sprich Branchen-Mindestlöhne auf der Tagesordnung. Vernünftige, keine Alibi-Mindestlöhne (langer Blick auf Zeitarbeit und Reinigungsgewerbe)
Gegebenenfalls - wenn man die Struktur der Arbeitnehmer in diesem Bereich mal ausgewertet hat - bietet sich eine gezielte Herangehensweise im Rahmen der Aus- und Weiterbildung an. Wenn es z.B. zum Großteil ungelernte Bauhelfer wären, kann durchaus staatliches Geld in die Hand genommen werden um auch im Alter > 25 eine Ausbildung zu organisieren.

Generell sehe ich in der hier geschilderten Darstellung von 400.000 Fällen kein höchst zu priorisierendes Problem. Das sehe ich eher in den Fällen, wo Minijobs bis 400 Euro seit Jahren ausgeübt werden. Da jemand in eine sozialversicherungspflichtige (Anspruch Rente, Krankengeld, Erwerbsminderungsrente, Rehamaßnahmen etc) Tätigkeit zu bringen wäre durchaus konzentrierter Aktionen wert.

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Professor Balthasar 08.05.2013, 07:49
9. Zeit für das Bandbreitenmodell

Wäre es nicht an der Zeit, um ergebnisoffen über das Bandbreitenmodell zu diskutieren? Einfach mal googeln.

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