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Hartz-IV-Aufstocker: Reguläre Jobs reichen immer seltener zum Leben
DPA

Vor allem Singles sind betroffen: Ein Bruttoverdienst von mehr als 800 Euro im Monat reicht immer seltener zum Leben. Die Zahl der sogenannten Aufstocker, die trotz solcher regulären Jobs Hartz IV in Anspruch nehmen müssen, steigt neuen Daten zufolge kontinuierlich an.

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hummel1 08.05.2013, 08:12
50. Dummes Zeug!

Wie wir doch die Tage lesen konnten ist das ja wohl alles dummes Zeug! Uns gehts gut und gehts immer besser wir sind die Gewinner Europas und die angelsächsischen Cousins sind sogar neidisch auf uns und das nicht nur wegen dem Endspiel in Wembley. Mia san mia und toll sanns wir sowieso! Was für ein Schmarrn! Der ganze Krempel ist genauso Hahnebüchen wie der Zirkus mit Aufschwung und Rezession. Heute haben wir Aufschwung und übermorgen schon wieder Rezession. Ich dachte das Wetter soll extremer werden von Wirtschaftstendenzen und Arbeitslosenzahlen hat keiner was gesagt. Ich fühle mich verschaukelt und vor allem der Möglichkeit beraubt mir selbst ein Bild zu machen. Also schön artig männchen machen und dem Gerhorsam fröhnen!

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fritzlothar 08.05.2013, 08:12
51. Aber die Arbeitslosenstatistik sieht schön aus!

Diese Entwicklung zeichnet sich schon länger ab. Die FDP will sie beibehalten. In den Niederlanden z.B. bekommt jeder Leiharbeiter den gleichen Lohn wie auch sein festangestellter Kollege. Das alles geht prima. Solch eine kranke Entwicklung ist nur mit pathologisch denkenden Politikern möglich - und zynischen.

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lindenbast 08.05.2013, 08:12
52.

Zitat von RenegadeOtis
Generell sehe ich in der hier geschilderten Darstellung von 400.000 Fällen kein höchst zu priorisierendes Problem. Das sehe ich eher in den Fällen, wo Minijobs bis 400 Euro seit Jahren ausgeübt werden. Da jemand in eine sozialversicherungspflichtige (Anspruch Rente, Krankengeld, Erwerbsminderungsrente, Rehamaßnahmen etc) Tätigkeit zu bringen wäre durchaus konzentrierter Aktionen wert.
Es sind ja nicht nur die 400.000 Fälle. Die üben ja auch Druck auf die restlichen Arbeitnehmer aus. Ein hübsches Drohpotential.

Im Übrigen wäre es durchaus hübsch, wenn diese Leute in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten kämen, allerdings ist bei Jobs, die gerade mal eben darüber liegen, zwar für die Sozialkassen einiges gewonnen, nicht aber für die Leute selbst. Was soll ich mit einer Rente und einem Krankengeld, die dann doch aufgestockt werden müssen, weil sie von vorn bis hinten nicht reichen? Jahrelang einzahlen, nur damit im Alter die aufstockende Grundsicherung etwas geringer ausfällt, sich meine eigene Absicherung aber kein Stück verbessert?

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thunderstorm305 08.05.2013, 08:13
53. Ein seltsamer Artikel.

Diese Meldung ist etwas verwirrend. Im ersten Teil ist von einem starken Anstieg bei den Aufstockern die Rede. Das spricht natürlich für die Einführung eines Mindestlohnes. Im weiteren Teil des Artikels kommt dann heraus, dass der Satz bis zu dem man eine Aufstockung erhalten kann angehoben wurde, was wohl diesen Anstieg in diesem Bereich erklärt. Und am Ende kommt auch noch heraus, dass insgesamt die Anzahl der Aufstocker um 300000 gesunken ist. Lieber Spiegel Online. Ich kann verstehen, dass man gegen dieses Aufstocken ist. Trotzdem sollte man dann korrekt berichten und nicht den Fehler begehen und die Fakten falsch bewerten. Die Anzahl der Aufstocker hat insgesamt abgenommen und kann deshalb nicht als Grund für den Mindestlohn angesehen werden. Vielleicht hätte man den Satz nicht anheben sollen, um zu verhindern, dass die zwischen 800€ und 850€ nicht in die Statistik geraten.

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euzone 08.05.2013, 08:13
54. Verdienst

Wenn man wirklich Heutzutage halbwegs vernünftig leben möchte, dann sollte mann so um die 1500 € netto als Single verdienen. Es ist sowie so eine frechheit, dass es in Deutschland Leute gibt die Vollzeit für 800€ Netto Arbeiten. Dann sollen sie auch noch flexibel sein, d.h. 80km zur Arbeit fahren jeden Tag. Und das bei diesen Benzinpreisen, dass ist nicht normal. Und wenn die Leute sich nichts kaufen können weil sie gerade um die Runden kommen, wird rumgejault das weninger Steuern eingenommen werden.

Außerdem, bevor ich einen Vollzeitjob mit 1120 Euro Brutto annhemen würde, werde ich lieber Arbeitslos. Mal ganz ehrlich, nach Abzug der Steuern, Benzin, Miete, Versicherung, kannste noch mit 150€ im Monat zusehen wie du um die Runden kommst. Ich habe damals meine Erfahrung gemacht. Habe für ein halbes Jahr bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet und 7€ brutto bekommen, dass waren 800 -X netto. Das war der größte Fehler den ich je gemacht habe. Und ich habe Maschinenbauer gelernt und trotzdem wurde ich als Hilfsarbeiter abgerechnet. Ich bin mit meiner Arbeitsstelle sehr zufrieden und werde hier wohl in zich Jahren in Rente gehen, aber sollte ich nochmal arbeitslos werden, dann werde ich kein Job mehr annehmen unter 2000 Brutto, alles andere macht einfach keine SINN. Und wenn wir mal ehrlich sind, dann sind 2000 Brutto auch kein großer Betrag.

So keine Lust das alles ausfürlich zu schreiben, war jetzt nur alles ein grober Umriss

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ohnebenutzername 08.05.2013, 08:14
55. 800€

Das entspricht bei einer 40h Woche 5€ /h. Es ist bedenklich, wenn Unternehmen das SGB II derart ausnutzen können, dass der Steuerzahler noch etwas zum Lohn dazu zahlen muss. Dass die EU dieses Gebahren noch nicht als unzulässige Quersubventionierung gemahnt hat, wundert mich, nichts anderes ist es nämlich. Was ist am Mindestlohn doch gleich noch so verwerflich?

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scxy 08.05.2013, 08:14
56. ...Hauptsache armen Kindern geht es besser

Die Bundesregierung hat da 2009 Handlungsbedarf gesehen und Steuerfreiebeträge erhöht. Die sind aber zugleich für Unterhaltsberechnung maßgeblich und so musste ich für meine beiden Lieben ab 2010 knapp 14 % mehr zahlen, nämlich seither 668 €. Wovon ich das zahlen soll und den Kontakt (Wohnort 100 km entfernt), Unterkunft etc. finanzieren soll, ist allen egal. Ich musste sparen und sparte an der einzig mögkichen Stelle. 2010 sah ich die Kinder noch 4 mal, seither nicht mehr. Umgangsklage (mit Problemaufriß) scheiterte. Mein Sorgerecht habe damit auch nichts zu tun. Ade, liebe Kinder. Ich zahle stets pünktlich und vollständig (auch ohne Titel!), hier im Artikel steht, weshalb mehr einfach nicht geht. Wäre schön, ihr versteht das irgendwann, auch wenn Mutter Staat euch Unsinn erzählt, ich interessierte mich nicht für euch etc.

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rolfseul 08.05.2013, 08:15
57. Wenn diese Statistiken...

stimmen, so ist das ein Armutszeugnis für die BRD. Hier machen sich einige Wenige ( die Leistungseliten ) auf Kosten der Gemeinschaft die Taschen voll! Aber das ist ja in Ordnung so, wer leistet, soll auch verdienen? Oder wie soll man diese skandalöse Praktik nennen? Diese Art der Leistung, Aufstockung der Hungerlöhne, dürfte es nicht geben. Wenn sich die "Leistungselite" keine regulären Löhne zahlen kann, bzw. will, dann sollen sie's lassen und nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegen!!!

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Progressor 08.05.2013, 08:16
58. Sprachverwirrung zum Begriff

Nach Wikipedia wird jemand Aufstocker genannt der zu seinem Lohn noch zusätzlich Hartz IV erhält.

Das sieht die Bundesagentur für Arbeit anders (siehe aktuellen Monatsbericht z.B. Seite 20). Danach wird jemand Aufstocker genannt dessen ALG I so niedrig ausfällt, dass er mit ALG II aufstocken muss.

Die Aufstocker gemäß der Definition Wikipedia nennt die BfA "ergänzendes Hartz IV-Empfänger". Die Anzahl dieser lässt sich aus dem Monatsbericht der BfA nicht herauslesen.

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Hilfskraft 08.05.2013, 08:17
59. Merkels Spaltung

wie kommt man ans Ersparte der noch halbwegs normal Verdienenen?
Man presst ihnen noch mehr Steuern ab. So müssen sie an ihre Altervorsorge und bauen den legendären Berg an Sparguthaben zu Gunsten dieses politischen Nullen-Staates ab.
So werden wir alle gleich, bis auf die vom Staat Previligierten, versteht sich.
Und alle gleich ist doch schön!?!
Wir kriegen alle nur noch vom Staat ein Taschengeld und keiner ist mehr auf seinen Nachbarn neidisch.
Die anderen schaukeln derweil auf ihren Yachten in den Lebensabend.
Merkel hat die Mauer mit ihrem Antritt wieder errichtet.
Eine Mauer zwischen denen, die hemmunslos vom Staat geschröpft werden können und denen, die gefragt werden, wieviel sie dem Staat freundlicher Weise zur Verfügung stellen.
Merkel hat unser Land gespalten!
Aber, die Grünen sind auch keinen Deut besser.

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