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Hartz-IV-Bildungspaket: Von der Leyens Prestigeprojekt floppt

Das milliardenschwere Bildungspaket für 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche aus armen Familien*kommt bei den Betroffenen nicht an: Bislang haben gerade einmal zwei Prozent der Berechtigten einen Antrag gestellt. Das zeigt eine SPIEGEL-ONLINE-Umfrage in den größten Städten Deutschlands.

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Diskutant_EF 16.04.2011, 15:49
450.

Zitat von ALG III
Das wurde schon oft diskutiert. Und schon oft widerlegt.
Äh - nein. Wurde noch kein einziges Mal widerlegt.

Zitat von ALG III
Je geringer das Einkommen, desto geringer die Möglichkeit, auch mal was schwarz zu machen.
Können Sie diese Aussage belegen? Warum sollten Bezieher geringer Einkommen nicht schwarz arbeiten (können)?

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Froh mit ALG Zwo 16.04.2011, 15:51
451.

Zitat von Michael Giertz
Aber ich hab irgendwann 2004 auch mal Hartz IV beantragen müssen ...
... und bestimmt nicht bekommen. 2004 gabs den Schei.. nämlich noch gar nicht. ;-)

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Diskutant_EF 16.04.2011, 15:52
452.

[QUOTE=genugistgenug;7645304]und je höher das Einkommen, desto höher die Geschäftskosten und da holt man sich diese Kohle wieder zurück (auch wenn das Geschäft einige Jahre später vom Finanzamt zur Liebhaberei erklärt wird - aber zur Gehaltsverschiebung ist so ein kleines Geschäft nett

Zitat von genugistgenug
364,- € Hartz IV werden voll für Verbrauch ausgegeben - MwSt. Sätze 7 und 19&% - ergo bezahlt jeder Hartz IV Bezieher zwischen 25,48 und 69,16 € MwSt.
Und der Bezieher hoher Einkommen zahlt fast durchgängig 19 Prozent, weil er kaum Geld für Lebensmittel ausgibt. Sie belegen also meine Aussage.

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ALG III 16.04.2011, 15:56
453. Klavier

Zitat von Diskutant_EF
Äh - nein. Wurde noch kein einziges Mal widerlegt. Können Sie diese Aussage belegen? Warum sollten Bezieher geringer Einkommen nicht schwarz arbeiten (können)?
Da ich Klavier unterrichte, weiss ich, wovon ich spreche. Ich hatte noch nie einen Kunden, der nicht ausdrücklich zur Bedingung machte, das ich sein Kind "so", d.h. o.R. unterrichten sollte. Mir ist's Recht. Frau Schlimski wird nie erfahren, was ein Klavier ist.

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genugistgenug 16.04.2011, 15:56
454. typisch deutsch

Zitat von Celestine
.....Die Gönnerhaftigkeit mancher Schreiberlinge finde ich beschämend. Kostenloses Essen in der Schule ist in anderen Ländern normal und nicht von "Gnaden" von irgendwelchen überheblichen Zeitgenossen, die gegenüber mittellosen Familien nichts übrig haben, außer menschliche Kälte...... ......Ich dachte die Feudalzeit sei vorbei. Aber offenbar ist das Klassendenken aus den Köpfen der Menschen in diesem Land einfach nicht auszurotten. Die Ministerin lebt diese Einstellung der Bevölkerung eiskalt vor.
ein Deutscher kann nicht gönnen und nichts annehmen - alles muss unter Blut und Tränen erlitten werden.
Als ich in UK arbeitete an der Tanke stand hatte der Vordermann seine Punktekarte vergessen, er drehte sich um fragte nach meiner und schenkte mir diese 30 Punkte=pence - der Mitarbeiter machte mit. Zurück in Deutschland versuchte ich dasselbe beim Kleidungskauf. Die Verkäuferin der Kette ging mir fast an den Kragen und auch die Kundin legte los 'das geht doch nicht, das darf man nicht'.

Das Klassendenken geht nur weg wenn man die französische Methode des Haareschneidens übernimmt :-)
Vielleicht rechnet man der von der LIE später auch mal einen Ausspruch zu wie dieser 'Wenn das Volk kein Brot hat soll es halt Kuchen essen'.

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Celestine 16.04.2011, 15:57
455. .

Zitat von SIBO
Sie sind der Meinung, dass es dem Kind gefällt sich outen zu müssen. Ist vor allen Dingen für ältere Kinder problematisch. Also, meine würden das nie und nimmer wollen. Als Aufstocker stünden uns die Leistungen auch zu, aber ich pfeife drauf. Die 10,-- € pro Monat, lächerlich, die spare ich dann eben noch mehr bei uns, den Eltern ein. Werde meinen Kindern an's Herz legen dieses verkommene Land nach Abschluss ihrer Ausbildung so schnell wie möglich zu verlassen. Ich habe genug von den Lügen, die uns hier tagtäglich aufgetischt werden. Aufschwung und steigende Kaufkraft, ich lach mich tot. Was für eine Verarsche, ganz ehrlich.
Alles genau richtig. Mein bester Freund hat vor einigen Jahren Hartz-IV bezogen. Ihre beiden Töchter besuchten das Gymnasium, die ältere mit Notendurchschnitt 1,xy.

Sie wohnen hier in einer gut bürgerlichen Gegend in Hamburgs Westen, die ältere hat eines der altehrwürdigen klassichen Gymnasien besucht, heute studieren beide.
Von ihm weiß ich - und damals hatte das Bashing noch längst nicht das Ausmaß von heute erreicht - dass er NIE UND NIMMER sich und seine Töchter in der Schule als Hartz-IV geoutet hätte. NIEMAND wusste von seiner Arbeitslosigkeit, bis auf uns sogar die Freunde nicht, die Nachbarn nicht, die Freunde der Kinder und deren Eltern nicht.

Seine inzwischen plötzlich mit nur 48 Jahren verstorbene Frau hatte einen Minijob. Als die Ladeninhaberin herausbekam, dass ihr Mann Hartz-IV bezog, wurde sie von ihr herausgemobbt, nach dem Motto: "Solche" möchte ich bei mir nicht beschäftigen.

Die Familie ist grundanständig. Mein Freund, ein gebürtiger Schwede, hatte einen guten Job. Sie waren ganz normale Menschen aus der wohlhabenden Mittelschicht mit eigenem Haus, zwei Autos. Bis mein Freund über ein Jahr keinen Job fand.

Was ist in diesem Land los? Wie ist es möglich, dass man so viele Menschen in Deutschland gegen arbeitslose Mitbürger so dermaßen aufhetzen kann? So dass sie voller Häme, Hass und Vorurteile sind? Und diesen Menschen nichts gönnen? Sie sind Schuld, dass Menschen wie mein Freund sich schämen müssen! Ich finde das nur noch ekelhaft ...

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stormy123 16.04.2011, 15:57
456. ..

Zitat von doc 123
Sie vergessen bei Ihrer lächerlichen Argumentation, dass es hier im die Chancengleicheit und Zukunftsfähigkeit von Millionen Kindern geht, die in Armut leben und aufwachsen, in einem Land, das bei massivem Geburtenrückgang sich in wenigen Jahrzehnten eh überlebt hat. Diese selbst für den tumbesten Politiker sicht- und erkennbar Notwendigkeit mit gerade einmal 10 Euro pro Monat auszustatten ist einfach nur albern und absurd und allenfalls der Notwendigkeit einer sich stets wiederholenden Volksverdummung geschuldet.
"Chancengleichheit" sollte zum Unwort des Jahres gewählt werden. Das wird ja inzwischen als Argument für alles und jeden benutzt.

Erstens kann Chancengleichheit nicht erreicht werden, dass sollte jedem klar sein. Desweiteren gibt es auch für sozialschwache Chancen. Sie werden jedoch oft nicht genutzt, sei es aus Scham oder Unwille. Das erste wäre ein gesellschaftliches Problem, dass es zu beheben gilt (es reichen engagierte Lehrer, sowie Eltern im Klassenverband - da sprech ich mal von meiner Schulzeit ausgehend)
Zum Zweiten hingegen bleibt zu sagen: Eine Therapie funktioniert nur dann, wenn der Wille dazu da ist.

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UweZ 16.04.2011, 15:58
457. ...

Zitat von Diskutant_EF
...Können Sie diese Aussage belegen? Warum sollten Bezieher geringer Einkommen nicht schwarz arbeiten (können)?
Sie verwechseln Ursache und Wirkung!

Ohne die Wohlsituierten, die es bevorzugen ihre Luxus-Güter und -Dienstleistungen "schwarz" zu beziehen, und die tatsächlich über die Mittel verfügen derlei Nachfrage zu erzeugen, gäbe es in unserer schnuckligen Republik überhaupt keinen signifikanten Markt für Schwarzarbeit.

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Der Markt 16.04.2011, 15:59
458. .

Zitat von dendrocopos
Wäre es kein Bildungs-, sondern ein Tabak- und Spirituosenpaket, würden sicherlich deutlich mehr als 2% der infrage kommenden Personen Bedarf anmelden... Auch iPhones und Flachbildfernsehern gäbe es mit Sicherheit eine große Nachfrage. Rein spekulativ natürlich...
Ich wußte doch, dass irgendein sozialdarwinistischer Neider den berühmten Flachbildschirm ins Felde wirft...

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sagmalwasdazu 16.04.2011, 16:00
459. Warum nur?

Zitat von Diskutant_EF
Äh - nein. Wurde noch kein einziges Mal widerlegt. Können Sie diese Aussage belegen? Warum sollten Bezieher geringer Einkommen nicht schwarz arbeiten (können)?
Weil sie zumeist dort relativ isoliert unter zumeist anderen Beziehern Wohnen , denen ähnlicher Reichtum beschert ist .
Und es illegal ist , wegen ein paar illegaler Euronen seine Grundsicherung aufs Spiiel zu setzen .
Und sie kein Sklave für andere sein möchten.

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