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Hartz-IV-Empfänger: Arbeitsagenturen strafen so häufig wie nie
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Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin.

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Schleswig 11.04.2012, 07:55
10.

Zitat von sysop
Im Dezember bekamen die 3,3 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften im Schnitt 807,29 Euro. Das ist so wenig, wie nie zuvor in einem Dezember seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II. Im Dezember 2010 lag die Hilfssumme im Schnitt noch bei 839,69 Euro, im Dezember 2006 sogar bei 870,26 Euro.
Nach 45 Berufsjahren gibt es ca. 937 € Rente. Tendenz fallend. Weil der Rentensockel von jetzt ca, 50% auf 42 % abgesenkt werden soll. Eine Untat der damaligen Rot/Grünen Regierung.
Mit anderen Worten es lohnt sich nicht, und was jetzt noch dazu kommt, dank der Eurokrise lässt böses ahnen. Fast wäre man geneigt den Hartzern zuzustimmen dass Arbeit sich nicht lohnt, und die Cleveren von der Arbeit der weniger Cleveren leben.

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qranqe 11.04.2012, 07:56
11. Sehr gut!

Viel zu viele ruhen sich nur in der sozialen Hängematte aus.

Es ist ein Betrug an der Gesellschaft und allen, die tagtäglich ihren bestimmt nicht immer angenehmen Tätigkeiten nachgehen.

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Thomas Kossatz 11.04.2012, 07:56
12.

Zitat von sysop
Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin.
Ich weiß nicht, was die Zahlen bedeuten. Änderungen im Erhebungsverfahren, vielleicht ein niedriger Vorjahreswert? Wurden mehr Stellen abgelehnt, weil auf Grund der guten Konjunktur mehr angeboten werden konnten?

Sind SPD Regierungen strenger, oder wählen Hartz4-Empfänger einfach öfter SPD?

Man kann in diese Zahlen viel hineinlesen, aber wenig heraus.

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kurt-aus-kienitz 11.04.2012, 07:58
13. Man müsste ...

... mal rausbekommen, ob die Quote der erfolgreich Vermittelten in gleicher Weise gestiegen ist oder ob die Sachbearbeiter bei der ARGE nurnoch mit er Erfüllung ihrer "Fangquote" beschäftigt sind?

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Bin_der_Neue 11.04.2012, 08:01
14.

Zitat von sysop
Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin.
Tja, was gibt es hier zu diskutieren? Wer seine Pflichten wahrnimmt und sich nichts zu Schulden kommen lässt, der hat auch nichts zu befürchten. Also triffts keinen Falschen.

So, wo bleibt der entrüstete Aufschrei?

BTW: ein einmaliges, versehentliches Versäumnis lässt sich mit Sicherheit auch ohne Sanktionen auf sachlicher Basis mit dem Sachbearbeiter klären. Hat dieser allerdings die Faxen dick und zeigt kein Entgegenkommen (mehr) so wird das schon seine Gründe haben.

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Tadaa79 11.04.2012, 08:01
15. Noch viel zu wenig, viel zu schwach...

Es müsste viel mehr investiert werden, wahre Schmarotzer zu entlarven. Und FALLS jemand überführt wird, dann ist er mit einer Sperre von mind. 12 Monaten zu belegen.

Man benötigt eine Abschreckung. Ohnehin ist es für mich unfassbar, dass Menschen unter 30 Jahren überhaupt Hartz IV berechtigt sind, Menschen in einem Alter, die noch voller Kraft im Saft sind.

Daran krankt unsere Gesellschaft. Hier laufen viel zu viele auf Kosten der Steuerzahler ihren Träumen hinterher.

Kein Staat auf der Welt gibt anteilig soviel für Soziales aus, gemessen am Haushaltsbudget.

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chrome_koran 11.04.2012, 08:03
16. Und…

…wer hat's erfunden?

(Früher™ lautete die Frage: "Wer hat uns verraten?")

Mit anderen Worten: einen Nutzen hat diese "Reform" durchaus - sie hat den so genannten "Sozialdemokraten" scharenweise Wähler weglaufen lassen. Immerhin!

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kp86368 11.04.2012, 08:04
17. Alle halbe Jahr...

treiben wir diese Sau durchs Dorf.
Und der Spiegel jagt immer fleißig mit. Dabei verschweigt man wissentlch, das statistisch gesehen rund 50% der Sanktionen vor Gericht keinen Bestand haben.

Mal ein Beispiel für den Sanktionwahnsinn gefällig:
Zuweisung einer Weiterbilung/Umschulung zum Lagerfacharbeiter. Anforderungen für Teilnehmer: Körperlich belastbar
Anforderungen für die Tätigkeit des Lagerarbeiter allgemein: Hohe körperliche Belastbarkeit.

Zuweisung ging an einen 50jährigen mit chronischen Bandscheibenschaden und Schäden an der Wirbelsäule.
Dies war der Agentur bekannt. Attest eines Facharztes lag dort vor.
Es erfolgte eine Ablehnung seitens des Betroffenen.
Umgehend erfolgte eine Sanktion.
Allerdings schon nach dem 1.Einspruch wurde diese aufgehoben.
Aber in der oben genannten Statistik ist sie dann wohl mit drinn.

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donnerfalke 11.04.2012, 08:05
18. Arbeitslager der Kapitalisten

Hartz4 gibt es heute nicht wenn man nicht einen erniedrigenden Billigjob annimmt. Genau durch solche Billigjobs wird viel Geld erwirtschaftet das in den Taschen der Kapitalisten landet.

PS: Hartz4 trägt nicht umsonst den Namen eines Kriminellen. Und Danke an Gerhard Schröder dass er Deutschland einen bis dahin noch nie gesehenen Sozialabbau und Ungerechtigkeit bescherrt hat. War 100%-ge Deppenarbeit. Toll gemacht.

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mauimeyer 11.04.2012, 08:08
19. Bedarfsgemeinschaft

Zitat von sysop
Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin.
Schön wäre gewesen, wenn man wüßte aus wieviel Personen im Schnitt die sog "Bedarfsgemeinschaft" besteht, und was sonst noch so gezahlt wird: Krankenkasse, Wohngeld, Ausbildungsbeihilfen, Erlaß von Rundfunkgebühren .....etc. Da kommt was zusammen. Da ist es doch richtig, daß die Gesellschaft nachfaßt. Wer jetzt mit dem Zumwinkels dieser Welt kommt, lenkt nur ab. Letzteres ist ein eigenes Thema!
Kauri

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