Forum: Wirtschaft
Hauptversammlung bei Vapiano: Pizza, Pech und Pannen
Jochen Tack/ imago images

Die kriselnde Restaurant-Kette Vapiano lädt zur Hauptversammlung. Dort treffen wütende Anleger auf einen Chef, der schon auf dem Absprung ist. Immerhin: Ein großer Investor glaubt noch an das Gastro-Konzept.

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balduinbandwurm 21.08.2019, 10:40
40. Kundenkeller...

Bei Vapiano ist man sein eigener Kellner und muss nach ewigen warten das eigene Essen zwischen anderen Kundenkellnern zum Platz balancieren. Bezahlen muss man für diesen Service genauso viel wie beim Italiener um die Ecke, wenn nicht sogar mehr und als Trinkgeld gibt es drei Gummibärchen. - Komisch, dass das Konzept nicht funktioniert....

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kumi-ori 21.08.2019, 10:40
41.

Das Vapiano-Konzept wäre gut für den schwedischen Markt geeignet. Dort sind die Gäste im Restaurant eine gewisse Mitarbeit und Geduld gewohnt und auch, was die Qualität betrifft, nicht übertrieben anspruchsvoll.

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seeyouin1982 21.08.2019, 10:42
42. Sorry,

ich zahle nicht zwischen 7 und 10 Euro für eine Handvoll Pasta, für die ich ewig Schlange stehen muss, damit mir der Mitarbeiter dann weder ins Gesicht guckt geschweige denn einen guten Appetit wünscht. Glauben die Anteilseigner ernsthaft, dass Leute mit gesundem Menschenverstand in Franchise machen???

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gnarze 21.08.2019, 10:44
43. Trend

Wenn man schon beim Goldenen M mittlerweile seine Pappburger an den Tisch serviert bekommt, stellt sich die Frage, ob das Konzept an sich überhaupt eine Zukunft hat.

Zumal die Speisen und Getränke nun nicht günstiger sind, als in einem italienischen Restaurant, wo sie zusätzlich auch noch besser schmecken und ich nicht länger auf meine Pizza oder Pasta warten muss.

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spon_7302413 21.08.2019, 10:45
44. Unsinniges Konzept

Und ebenso unsinnig ist die überproportionale Aufmerksamkeit, die dem geschenkt wird. Seit Monaten wird von SPON zyklisch über diese Fastfood-Kette berichtet. Gibt es eine besondere Verbindung, dass diese Aufmerksamkeit womöglich anderen, als journalistischen, Zwecken geschuldet ist? Sachlich sehe ich keinen Grund, wie sich, angesichts der Millionen Themen und Unternehmen, ausgerechnet eine überteuerte und relativ unterdurchschnittliche Fastfood-Restaurantkette mit unausgegorenem Konzept so herausragend qualifiziert haben sollt, um über deren wirtschaftlichen Werdegang ständig informiert zu werden. Der lokale Bäcker, Metzger, der klassische Italiener, das lokale Kleingewerbe insgesamt, hätten den Platz viel eher verdient, als diese unsäglichen Ketten und Filialisten, die jeden Kiez sukzessive übernehmen und letztlich immer degenerieren lassen. Ohne wirklichen Mehrwert.

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kumi-ori 21.08.2019, 10:46
45.

Zitat von peterpullin
wir waren drei, vier mal in ffm hanauer landstrasse. nie zu stosszeiten, aber auch nicht ganz ausserhalb. immer superleckeren salat gegessen, einamal pasta: immer top ohne jede beanstandung. wenn ich dieses konzept (und für meinen besuch wähle) nicht will sollte ich da nicht hingehen. auch bei ikea steht man für essbares mal 15 minuten in der schlange. ist die getränkebar leer, ist kein sitzplatz zu finden. trotzdem nutzt man die gelegneheit auch mal um satt zu werden. wir nutzen besuche in designerläden gerne für ein essen bei vapiano. fände es richtig schade wenn die es nicht schaffen würden. und wenn ich richtig essen gehen möchte dann bestimmt nicht da. ganz anderer ansatz. dann aber auch deutlich preisiger. mit dem italiener um die ecke können die sich (für meinen geschmack) locker messen.
Zum Ikea bin ich vor vielen vielen Jahren mit den Kindern hingegangen, weil es da egal war ob sie mit der Köttbullar-Sauce rumschweinerten und während des Essens auf den Spielgeräten rumturnten. Ich konnte derweil in Ruhe Zeitung lesen. Inzwischen ist Ikea maßlos überteuert, was Essen, Möbel und anderes angeht. Anscheinend trägt sich der Hype selbst.

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nikolasvegas 21.08.2019, 10:46
46. Muttersprachniveau

vom Vorstand bis zum Mitarbeiter wäre von Vorteil. "Hausgemachte" Fehler gibt es wenige nach Lage der Dinge. Allein das Grundkonzept ist grundverkehrt. So günstig ist es nicht dort, dass man warten und zeitversetzt essen möchte. US Amerikaner mögen das vielleicht, aber viele Deutsche haben es schon einmal nach Italien geschafft, und wissen, um wie viel besser es geht. Mir tut es leid für die Mitarbeiter. Die Hauptaktionäre hätten sich die Geschäftsidee einmal ansehen sollen. Die Verluste sind bitter, und Pech kann man immer mal haben, aber in Schrott investiert man nicht. Gut, den gleichen Leuten gehören die teuren Innenstadtlagen, in denen dieser lieblose Unfug produziert wird. Meno male.

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catcargerry 21.08.2019, 10:50
47. Merkwürdiges Konzept schlecht umgesetzt

Zitat von mimas101
Verstehen tue ich die wutschäumenden Anleger nun wirklich nicht. Es ist eine Millionen Jahre alte Binsenwahrheit das man als Aktionär Miteigentümer an einer AG wird und mit seiner Einlage haftet. Laufen die Geschäfte gut dann gibt es u.U. eine Dividende, laufen sie schlecht dann heißt es zubuttern um die Firma zu stützen. Die Anteilscheine sind auch frei handelbar (Ausnahme: Der Berliner Zoo und ähnliche Sonderformen). Aktionär bedeutet also nicht das man was Sparbuchähnliches hat und pro Jahr Zinsen aufs Guthaben bekommt (Ausnahme, Deutsche Energieunternehmen, Strippenverwalter für Strom & Co, Telefonisten, Miethaie pp). Jetzt bekommen halt die Aktionäre die Kehrseite der Aktienverkaufsprospekte, die mit ihrer Fabel der streßfreien Geldvermehrung, präsentiert. Da müssen die wutschäumenden Miteigentümer durch und die Verluste als Lehrgeld verbuchen.
Diese Aktionäre haben mit Sicherheit nicht auf Grundlage von Aktienverkaufsprospekten investiert oder das Investment mit einem Sparbuch verwechselt, wie sich Klein Fritzchen das vielleicht vorstellt. Aber wenn ein Mitarbeiter Mist baut, habe ich dazu eine nachdrückliche Meinung. Ob das "wutschäumend" im Boulevard-Sinne ist, sei dahingestellt. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass mancher das Konzept nicht selbst vorher irgendwo getestet hat. Bei meinem ersten und einzigen Besuch hatte ich das Gefühl, noch in keiner Kantine und bei keinem warmen Büffet so umständlich bedient worden zu sein und so viel Zeit verplempert zu haben.

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lspring 21.08.2019, 10:50
48. Viel Lärm um nichts?

Ohne despektierlich zu sein, frage ich mich doch langsam, ob das nicht ein bisschen viel Berichterstattung über eine relativ doch eher kleine Restaurantkette in den deutschen Medien ist? Das Konzept taugt nichts und die Stakeholder werden es verkraften, wenn die Aktie irgendwann ins Bodenlose fällt.

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catcargerry 21.08.2019, 10:57
49. Dumme gesucht

Zitat von iffelsine
Wie bei SUBWAY sind die Franchisenehmer dann die Risikoträger des Geschäftes ! Läuft es gut, kassiert VAPIANO rd. 12 % des Umsatzes incl. Werbekostenzuschuss (übrigens auch, wenn es schlecht läuft). Der Franchisenehmer muss sich persönlich einbringen, meist ohne Gewinn, denn die erzielbare Marge bekommt VAPIANO als Franchisegebühr. Dafür ist das Gesamtkonzept nicht profitabel. Jeder mögliche Franchisenehmer kann das auch ohne VAPIANO auf die Beine stellen.
Die Franchisenehmer sind immer die Risikoträger. Nur werden sie selten so über den Tisch gezogen wie bei Subway. Das Konzept von Vapiano hat allerdings das Zeug, das zu wiederholen. Bei verschiedenen Burgerketten und (so ähnlich, rechtlich etwas anders gestaltet) bei Media-Markt funktioniert es regelmäßig.

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